Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 09:58 Polen spenden für Generatoren in Kiew +++
In Polen sind bei einer landesweiten Spendenaktion für Generatoren für die Ukraine binnen drei Tagen umgerechnet bereits mehr als 680.000 Euro gesammelt worden. Als Ziel geben die Organisatoren der Aktion "Wärme aus Polen für Kiew" an, Hundert Stromgeneratoren und weitere Geräte zu kaufen und nach Kiew zu schicken. Die ukrainische Hauptstadt steht immer wieder unter russischem Beschuss - vorübergehend waren Hunderttausende Haushalte mitten im Winter ohne Strom und Heizung. Das Engagement der Nachbarn bedeute viel, erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha in sozialen Medien. "Dies ist ein Zeichen echter Solidarität, Menschlichkeit und aufrichtiger Unterstützung in einer Zeit, in der Wärme und Licht Sicherheit und Leben bedeuten."
+++ 09:25 Baerbock: Internationale Ordnung unter Attacke +++
Die internationale Ordnung sei unter Attacke, kritisiert die Präsidentin der UN-Vollversammlung, Annalena Baerbock, die Absichten von US-Präsident Donald Trump, Grönland unter US-Kontrolle bringen zu wollen. Mit Blick auch auf Russlands Krieg in der Ukraine sagt sie, wenn Trump in Grönland Erfolg habe, "dann könnte in Zukunft kein Land auf dieser Welt mehr ruhig und in Frieden schlafen". Baerbock erklärt, Russland und China hätten als ständige Mitglieder des Sicherheitsrats die Aufgabe, den Weltfrieden zu sichern. "Wenn ausgerechnet diese beiden die Regeln des Weltfriedens nicht ernst nehmen, dann ist es an allen, jetzt sehr klarzumachen, dass sie geschlossen zusammenstehen."
+++ 08:41 Chodorkowski: Russische Wehrpflichtige mit Lügen in Verträge gelockt +++
Der prominente Kremlgegner Michail Chodorkowski wirft russischen Militärs vor, Wehrpflichtige mit Lügen und Einschüchterung in Verträge zu locken. Seinen Angaben zufolge berichten davon mehrere junge Russen, die in der russischen Republik Burjatien nahe der Mongolei gedient hätten. Ein Offizier habe ihnen gesagt, wenn sie nicht unterschrieben, würden sie in der Region Kursk, die an die Ukraine grenzt, eingesetzt und dass von dort nur sieben von zehn Soldaten zurückkehrten, sagt einer der Männer in einem unverifiziertem Video. Mit einem Vertrag könnten sie hingegen in ihrer Einheit bleiben und würden nach einem Jahr entlassen, habe der Militär versprochen. Direkt nach der Unterschrift, habe er ihnen jedoch eröffnet, dass sie nicht nach einem Jahr aufhören könnten. Den Angaben in dem Video zufolge droht den Betroffenen in solchen Fällen der Einsatz an der Front.
+++ 08:05 Region Odessa von Drohnen attackiert +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf die südukrainische Region Odessa sind den örtlichen Behörden zufolge in der Nacht wieder Energie- und Gasanlagen und ein mehrstöckiges Wohnhaus getroffen worden. Eine Person sei verletzt worden, teilt Regionalgouverneur Oleh Kiper mit und veröffentlicht dazu Fotos auf Telegram.
+++ 07:28 Ukraine: Besatzer schicken Jugendliche zu Militärkurs nach Russland +++
Die Ukraine erhebt neue Vorwürfe gegen Russland, insbesondere junge Bewohner der besetzen ukrainischen Gebiete indoktrinieren und systematisch militarisieren zu wollen. Die Besatzer hätten eine Gruppe von 24 Jugendliche in der Region Cherson für eine militärische Ausbildung ins russische Wolgograd schicken, schreibt das Zentrum für nationalen Widerstand - eine Einrichtung der Spezialeinheiten der ukrainischen Armee. Dies geschehe unter dem Deckmantel eines Bildungsprojektes. Im sogenannten Verteidigungs- und Sportlager "Avangard" würden die Jugendlichen unter anderem in die Arbeit mit Drohnen und in Cyberoperationen eingeführt.
+++ 06:49 Ukrainischer Armeechef plant Offensivoperationen für dieses Jahr +++
Der Oberbefehlshaber der ukrainischen Streitkräfte plant die Durchführung von Offensivoperationen im laufenden Jahr. Es gehe darum, die operative Initiative zu wahren, erklärt Oleksandr Syrsky gegenüber dem Medium LB.ua. "Denn dies führt dazu, dass der Feind gezwungen ist, erhebliche personelle Ressourcen, Waffen und Munition einzusetzen, um unsere aktiven Maßnahmen einzudämmen", sagt er. Fortgesetzt werden sollen "asymmetrische Operationen" und Operationen der Spezialeinsatzkräfte, die sich bewährt hätten. Der Armeechef erklärt zudem, die Ukraine habe in letzter Zeit Erfolge bei der Rekrutierung und Mobilisierung erzielt. Seiner Einschätzung nach will die Führung in Moskau nach wie vor die gesamte Ukraine erobern.
+++ 06:17 Ukraine warnt vor Angriffen mit 1000 Drohnen pro Tag +++
Tägliche Angriffe der russischen Armee mit bis zu 1000 Drohnen - davor warnt der Oberbefehlshaber der Streitkräfte der Ukraine. Russland plane, die Produktion deutlich zu steigern, sagt Oleksandr Syrsky im Interview mit dem Nachrichtenportal LB.ua. "Daher müssen wir selbstverständlich alles daransetzen, diese Pläne zu durchkreuzen und dem Feind solche Verluste zuzufügen, dass er seine Kampfhandlungen einstellt und die Voraussetzungen für Verhandlungen schafft. Denn niemand verhandelt mit einem Schwachen", wird Syrsky zitiert. Derzeit produziere Russland im Schnitt mehr als 400 Drohnen verschiedener Art pro Tag.
+++ 04:58 Zahl der Asylanträge von Russinnen und Russen deutlich gesunken +++
Immer weniger russische Staatsangehörige beantragen Asyl in Deutschland. Von Anfang Januar bis Ende November wurden 3640 Anträge gezählt. 2024 waren es noch 5625 nach dem Höchststand von 9028 im Jahr 2023. Das geht aus einer Antwort der Bundesregierung auf Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervor, aus der die Funke Zeitungen berichten. Die meisten Anträge lehnte das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) demnach ab. Laut Bundesinnenministerium lag die bereinigte Schutzquote (ohne formelle Ablehnungen und Dublin-Verfahren) für russische Staatsangehörige von Januar bis November 2025 bei 6,8 Prozent. 2023 wurden noch 29 Prozent der Anträge anerkannt.
+++ 03:26 Ukraine: Russische Verluste "deutlich gestiegen" +++
Russland zeigt nach den Worten des ukrainischen Armeechefs kein Interesse an Friedensgesprächen. "Im Gegenteil, wir beobachten, dass die Kampfhandlungen zunehmen und die Produktion von Angriffswaffen, Raketen und Drohnen gesteigert wird", sagt Olexandr Syrskyj dem Online-Medium lb.ua. Moskau plane, den Ausstoß auf bis zu 1000 Drohnen pro Tag zu erhöhen. Syrskyj bezeichnet die ukrainischen Angriffe weit hinter der Front als "unsere Stärke". Dadurch seien 719 Ziele getroffen und Schäden in Höhe von 15 Milliarden Dollar verursacht worden, vor allem in der russischen Ölindustrie. Die ukrainischen Verluste seien 2025 zudem um 13 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gesunken, während die russischen Verluste "deutlich gestiegen" seien.
+++ 01:46 Ukraine: Gespräche mit USA werden in Davos fortgesetzt +++
Die Ukraine und die USA wollen ihre Gespräche über eine Beilegung des Krieges mit Russland weiterführen. "Wir haben vereinbart, die Arbeit in den Teams bei den nächsten Beratungen in Davos fortzusetzen", schreibt der ukrainische Chefunterhändler Rustem Umjerow auf Telegram. Bei dem jüngsten einer Reihe von Treffen in Florida hätten beide Seiten über Sicherheitsgarantien und einen Plan für den Wiederaufbau nach dem Krieg beraten.
+++ 23:57 Russische Drohnen werfen Sprengsätze auf Zivilisten, mehrere Verletzte +++
Bei Drohnenangriffen in mehreren Regionen der Ukraine werden am Abend sechs Zivilisten verletzt. In Cherson habe eine Drohne einen Sprengsatz auf einen 28-jährigen Mann abgeworfen, teilt die dortige Militärverwaltung mit. Beide hätten Explosionsverletzungen erlitten. In der Region Dnipropetrowsk wurde eine 43-Jährige verletzt, die Region war zuvor von zahlreichen Drohnen attackiert worden. Auch in Saporischschja wurden eine 86-jährige Frau und ein 79-jähriger Mann verletzt, als russische Angriffe Schäden an Wohnhäusern und Infrastruktur anrichteten.
+++ 22:25 Selenskyj arbeitet an Dokumenten "zur Beendigung des Krieges" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt in seiner abendlichen Videoansprache, es sei in mehreren Gesprächsrunden an Dokumenten gearbeitet worden, "die zur Beendigung des Krieges notwendig sind". Zuvor hatte Selenskyj mitgeteilt, dass er die Unterzeichnung eines Abkommens zu Sicherheitsgarantien bereits in der kommenden Woche in Davos für möglich halte.
+++ 21:58 Ukrainische Delegation lobt "substanzielle" Gespräche mit US-Vertretern +++
Eine ukrainische Delegation hat in den USA nach Angaben des Unterhändlers Rustem Umerow "substanzielle" Gespräche mit dem US-Sondergesandten Steve Witkoff und Präsidenten-Schwiegersohn Jared Kushner geführt. Umerow - der den Nationalen Sicherheitsrat der Ukraine leitet - sagt, es sei dabei um einen Plan zur wirtschaftlichen Entwicklung sowie um Sicherheitsgarantien für die Ukraine gegangen. Die Gespräche sollen demnach am Rande des Weltwirtschaftsforums in Davos fortgesetzt werden.
+++ 21:18 Selenskyj beklagt russische Angriffe auf Kernkraftwerke +++
Wenn Russland den Krieg "wirklich und ernsthaft beenden" wolle, würden sie sich auf Diplomatie konzentrieren statt auf "Raketenangriffe, Blackouts und Versuche, sogar unsere Kernkraftwerke zu schädigen", beklagt Selenskyj. Demnach verfüge die Ukraine über Daten zu den Anlagen, die Russland ausgekundschaftet habe. Dies zeige deutlich, dass Diplomatie für Russland "definitiv keine Priorität" habe, so Selenskyj.
+++ 20:13 Selenskyj ordert weitere Strom-Reparaturtrupps aus dem ganzen Land nach Kiew +++
Fast 58.000 Menschen arbeiten "rund um die Uhr" in Reparaturtrupps an Stromnetzen, in Kraftwerken und am Fernwärmenetz, verspricht Selenskyj bei Telegram. In der Region Kiew, insbesondere im nördlichen Teil und im Bezirk Boryspil, sei die Lage besonders schwierig. Daher wolle Selenskyj weitere 50 Reparaturtrupps aus dem ganzen Land in die Hauptstadt holen.
+++ 19:26 Selenskyj will Russlands Kriegskosten "unerschwinglich" machen +++
Beim heutigen Online-Meeting der "Koalition der Willigen" fordert Selenskyj von den Verbündeten eine "Verschärfung des Sanktionsdrucks auf Russland", damit die Kosten des Krieges "unerschwinglich werden". Die Verbündeten müssten zudem die Zusammenarbeit vertiefen, um die "verteidigungsindustrielle Kapazität und die militärischen Fähigkeiten in ganz Europa zu stärken".
+++ 18:27 Polen verteilt wegen Russland-Spannungen vorsorglich Sicherheitshandbücher +++
Angesichts wachsender Spannungen mit Russland setzt die polnische Regierung verstärkt auf zivile Vorsorge. Aktuell werden landesweit 17 Millionen Sicherheitshandbücher an Haushalte für den Notfall verteilt. Die Broschüren - erhältlich auf Polnisch, Englisch und Ukrainisch - enthalten unter anderem Anweisungen zum Verhalten bei Luftangriffen sowie bei chemischen oder nuklearen Gefahrenszenarien.
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