Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 02:49 Großbritannien bestellt mobile Geschütze bei Rheinmetall und KNDS +++
Großbritannien kauft für eine Milliarde Pfund (1,35 Milliarden Dollar) 72 moderne Geschütze, die auf schnellen Radfahrzeugen montiert sind. Das teilt die Regierung in London mit. Mit den ferngesteuerten Waffensystemen vom Typ RCH 155 soll eine Lücke in der Verteidigungsfähigkeit des Landes geschlossen werden. Diese war entstanden, nachdem Großbritannien seine bisherigen Waffensysteme an die Ukraine abgegeben hatte. Der Auftrag geht an die in Deutschland ansässige Artec GmbH, ein Gemeinschaftsunternehmen von KNDS und Rheinmetall. Die Fertigung sichert nach Regierungsangaben mehr als 500 Arbeitsplätze in Großbritannien. Die Waffensysteme sollen im Rheinmetall-Werk in Mittelengland gebaut werden, während Fahrgestell und Motor von KNDS UK in Nordengland kommen. Der britische Verteidigungsminister John Healey sagt, der Vertrag sei gut für das Schlachtfeld und die Wirtschaft. Die Geschütze können Ziele in 70 Kilometern Entfernung treffen und sich mit über 100 Kilometern pro Stunde bewegen. Die ersten Fahrzeuge sollen 2028 ausgeliefert werden.
+++ 01:49 Moskau schränkt Veröffentlichung von Bildern nach Angriffen ein +++
Die Behörden in Moskau schränken die Veröffentlichung von Fotos und Videos ein, die die Folgen von "Terroranschlägen" wie Drohnenangriffen zeigen. Dies teilt das Büro von Bürgermeister Sergej Sobjanin mit. Eine auf der offiziellen Website des Bürgermeisters veröffentlichte Anordnung verbietet es Medien, Privatpersonen und Rettungsdiensten, entsprechendes Bildmaterial zu veröffentlichen, bevor es auf den Seiten des Verteidigungsministeriums oder der Stadtverwaltung erscheint. Ziel der Maßnahme sei es, die Verbreitung ungesicherter Informationen zu verhindern, heißt es offiziell. Bei Verstößen drohen Privatpersonen Geldstrafen zwischen umgerechnet etwa 340 und 580 Euro, für Beamte oder juristische Personen fallen diese deutlich höher aus. In anderen Teilen Russlands gelten ähnliche Verbote.
+++ 00:47 Putin tauscht Gouverneure in Grenzregionen aus +++
Russlands Präsident Wladimir Putin wechselt die Gouverneure der beiden stark von ukrainischen Gegenangriffen betroffenen Grenzregionen Brjansk und Belgorod aus. Die beiden Gouverneure Alexander Bogomas und Wjatscheslaw Gladkow seien ersetzt worden, teilt der Kreml mit. Als Nachfolger setzt der russische Staatschef einen Armeegeneral ein, der in der Ukraine gekämpft hat, sowie einen Beamten, der zuvor für die russischen Besatzungsbehörden in der Ostukraine tätig war. Gladkow, der seit 2021 Gouverneur von Belgorod war, hatte die Angriffe täglich dokumentiert und war Medienberichten zufolge bei der Bevölkerung sehr beliebt.
+++ 23:47 Ukraine rechnet mit Raketenangriffen +++
Nach einem Tag massiver russischer Drohnenangriffe auf die Ukraine droht in der Nacht eine Welle von Raketenangriffen. Die ukrainische Luftwaffe meldet abends die Explosion einer russischen Hyperschallrakete vom Typ Kinschal (Dolch) bei Starokostjantyniw im Westen, wo eine wichtige ukrainische Luftwaffenbasis liegt. Ukrainische Telegramkanäle warnen vor dem drohenden Beschuss mit ballistischen Raketen. Sie melden zudem den Start von mindestens vier russischen Langstreckenbombern des Typs Tupolew Tu-160. Diese sollen bei Tagesanbruch die Zonen für den Abwurf ihrer Marschflugkörper erreichen.
+++ 22:46 Selenskyj dankt Budapest für Verurteilung russischer Angriffe +++
Kiew dankt dem neuen ungarischen Ministerpräsidenten Peter Magyar für dessen Verurteilung russischer Angriffe auf die Ukraine. "Unsere gemeinsame Position ist wichtig, um diesen brutalen Krieg zu beenden", schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in sozialen Medien. Moskau hat einmal mehr bewiesen, dass es nicht nur eine Bedrohung für die Ukraine, sondern auch für die Nachbarländer und ganz Europa darstelle. Laut Angaben aus Kiew und Budapest wurde die westukrainische Oblast Transkarpatien von russischen Drohnen angegriffen. Transkarpatien grenzt sowohl an Ungarn als auch an die Slowakei. Eine ungarische Minderheit lebt in der Grenzregion.
+++ 22:12 Zwei Menschen bei Angriffen auf Bahnanlagen getötet +++
Die Eisenbahn-Infrastruktur der Ukraine gehört zu den Zielen der jüngsten russischen Drohnenangriffe. Zwei Menschen seien dabei getötet worden, sagt Präsidentenberater Dmytro Lytvyn der Nachrichtenagentur Ukrinform. Es handele sich um Eisenbahnmitarbeiter, die zum Zeitpunkt des Angriffs im westukrainischen Zdolbuniv nicht im Dienst waren. Eine weitere Person sei verletzt worden. Laut Lytvyn wurden insgesamt 23 Bahnanlagen getroffen.
+++ 21:43 Beriet frühere Nummer Zwei der Ukraine mit Esoterikerin über Spitzenposten? +++
Das Verfahren gegen den früheren ukrainischen Präsidialamtschef Andrij Jermak vor einem Anti-Korruptions-Gericht fördert auch Details über dessen Kontakt mit einer Esoterik-Beraterin zutage. Die Anklage lässt bei der Verhandlung in Kiew Chats zwischen Jermak und der Frau verlesen, die in seinen Telefonkontakten als "Veronika Feng-Shui Büro" verzeichnet war. Demnach habe Jermak, der bis November die rechte Hand von Präsident Wolodymyr Selenskyj war, mit der Frau über die Besetzung von Spitzenposten in der Ukraine gesprochen. Er habe ihr Geburtsdaten von Kandidaten geschickt und um Rat gebeten. Bis zu seinem Rücktritt galt Jermak als der zweitmächtigste Mann in der Ukraine. Das Präsidentenbüro teilt angesichts der Nachrichten aus dem Gerichtssaal mit, man beschäftige sich nicht mit Esoterik, Numerologie, Feng-Shui oder ähnlichem. Er habe nie derartige Vertreter in der Kanzlei gesehen, sagt Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn. Jermak und fünf anderen Verdächtigen wird Geldwäsche in Millionenhöhe bei einem Luxusbauprojekt vorgeworfen. Er bestreitet die Vorwürfe.
+++ 21:01 Nato-Ostflanke fordert stärkere Flugabwehr +++
Die Staaten an der Nato-Ostflanke fordern angesichts wiederholter russischer Luftraumverletzungen eine rasche Stärkung der Flugabwehr des Bündnisses. In einer gemeinsamen Erklärung verurteilen die Staats- und Regierungschefs von 14 Alliierten nach einem Treffen in Bukarest zudem russische Sabotageakte und hybride Angriffe. An dem Treffen haben unter anderem Nato-Generalsekretär Mark Rutte und der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj teilgenommen.
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