Politik

Tausend Menschen im Gebäude 16 Tote bei Angriff auf Einkaufszentrum in Krementschuk

In der ukrainischen Stadt Krementschuk wird ein Einkaufszentrum offenbar von russischen Raketen getroffen. Zu dem Zeitpunkt sollen sich rund 1000 Menschen dort aufhalten. Der G7-Gipfel im bayerischen Elmau verurteilt die Attacke als "Kriegsverbrechen".

Nach dem russischen Raketenangriff auf ein Einkaufzentrum in der zentralukrainischen Stadt Krementschuk ist die Zahl der Todesopfer nach Angaben der Rettungskräfte auf mindestens 16 gestiegen. 59 weitere Menschen seien verletzt worden, erklärte der Leiter der ukrainischen Rettungsdienste, Serhij Kruk, in der Nacht auf Dienstag im bei Telegram. 25 von ihnen seien ins Krankenhaus gebracht worden.

Die Einsatzkräfte würden weiter Rettungsarbeiten vornehmen, "Trümmer beseitigen und Feuer löschen", erklärte Kruk weiter. "Die Arbeiten werden rund um die Uhr fortgesetzt".

Bei einem russischen Raketenangriff war am Montag ein Einkaufszentrum in Krementschuk getroffen worden. Zum Zeitpunkt des Raketenbeschusses hatten sich laut dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj "mehr als 1000 Menschen" in dem Einkaufszentrum aufgehalten.

"Der Raketenangriff auf das Einkaufszentrum mit Menschen in Krementschuk ist ein weiteres Kriegsverbrechen der Russen", schrieb der Gouverneur des Gebiets Poltawa, Dmytro Lunin. In unmittelbarer Nähe des Einkaufszentrums befindet sich eine Fabrik für Straßenbaumaschinen.

Auch der G7-Gipfel verurteilte den Angriff scharf. "Wahllose Angriffe auf unschuldige Zivilisten sind ein Kriegsverbrechen", erklärten die derzeit auf Schloss Elmau in Bayern tagenden Staats- und Regierungschefs der sieben Länder gemeinsam. Russlands Präsident Wladimir Putin und weitere Verantwortlichen für diesen "abscheulichen" Angriff müssten "zur Rechenschaft gezogen werden".

Die Stadt Krementschuk hatte vor Kriegsbeginn etwa mehr als 200.000 Einwohner. Sie liegt am Fluss Dnepr, nördlich der Stadt Dnipro. Am Vortag hatten russische Raketen die ebenfalls am Fluss gelegene Stadt Tscherkassy erstmals seit Kriegsbeginn getroffen. Dabei gab es Tote und Verletzte. Tscherkassy wiederum liegt rund 120 Kilometer nördlich von Krementschuk.

Die Ukraine wehrt sich seit mehr als vier Monaten gegen eine russische Invasion. Die Vereinten Nationen haben bisher über 4700 zivile Todesopfer erfasst, geht aber wie die Regierung in Kiew von weitaus höheren Opferzahlen aus.

Quelle: ntv.de, als/mbe/AFP/dpa

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