Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:48 Russischer Angriff: Lettland will Sitzung des UN-Sicherheitsrats +++

09.01.2026, 00:01 Uhr

Lettland will als Reaktion auf den jüngsten schweren russischen Angriff auf die Ukraine eine außerordentliche Sitzung des UN-Sicherheitsrats beantragen. Dies kündigt Außenministerin Baiba Braze auf der Plattform X an. Russland hatte zuvor die Ukraine erneut mit massiven Schlägen aus der Luft überzogen. Dabei setzte Russland nach eigenen Angaben zum zweiten Mal seit Kriegsbeginn auch seine neue Mittelstreckenrakete Oreschnik ein. Lettland hat am 1. Januar erstmals einen befristeten Sitz als nichtständiges Mitglied im UN-Sicherheitsrat übernommen und wird für zwei Jahre im mächtigsten UN-Gremium sitzen.

+++ 19:14 Kiew meldet russische Angriffe auf zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben aus Kiew zwei Frachtschiffe im Schwarzen Meer angegriffen. Ein Schiff sei auf dem Weg zum südukrainischen Hafen Tschornomorsk gewesen, während das andere nahe des Hafens von Odessa getroffen worden sei, erklärt der ukrainische Wiederaufbauminister Oleksij Kuleba im Onlinedienst Telegram. Bei dem Angriff sei ein syrisches Besatzungsmitglied getötet worden.

+++ 18:42 Abschreckung Russlands: Nato-Staaten wollen Arktis besser schützen +++

Mehrere Nato-Staaten werben angesichts der jüngsten Äußerungen der US-Regierung zu Grönland für einen Ausbau der Bündnispräsenz in der Arktis. Nach Angaben von Diplomaten sieht ein Vorschlag vor, einen Überwachungseinsatz mit dem Namen "Arctic Sentry" (deutsch etwa: Wächter der Arktis) zu starten. Er soll den Amerikanern das Argument nehmen, dass die Sicherheit in der strategisch wichtigen Region nicht ausreichend gewährleistet werden kann. Der britische Premierminister Keir Starmer teilt mit, er habe sich in einem Telefonat mit Bundeskanzler Friedrich Merz und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron für eine verstärkte Nato-Präsenz im hohen Norden ausgesprochen. Das Bündnis müsse in der Region stärker auftreten, um Gegner wie Russland abzuschrecken, sagt Starmer einer Sprecherin zufolge.

+++ 17:54 Bericht: Trump-Vertraute sichern sich Zugriff auf größtes Lithiumfeld der Ukraine +++

Die Ukraine hat den Zuschlag für den Abbau einer großen staatseigenen Lithiumlagerstätte an Investoren vergeben, die US-Präsident Donald Trump nahestehen. Das berichten ukrainische Medien mit Verweis auf einen Bericht der "New York Times". Die Entscheidung wurde demnach von einer Kommission der ukrainischen Regierung getroffen, wie zwei Kommissionsmitglieder unter der Bedingung der Anonymität mitteilten. Obwohl die formelle Zustimmung des ukrainischen Kabinetts noch aussteht, sei das Abkommen im Grunde bereits beschlossene Sache, so die Beamten. Zu den siegreichen Bietern gehört laut NYT Ronald S. Lauder, ein Kosmetikerbe, der Trump seit Studienzeiten kennt. Der andere Investor sei TechMet, ein Energieunternehmen, das sich teilweise im Besitz einer US-amerikanischen Investitionsagentur befindet, die während Trumps erster Amtszeit gegründet wurde.

+++ 17:09 Vize-Premier: Wasserversorgung in Kiew wiederhergestellt +++

Die Notfallarbeiten in Kiew kommen nach einer Nacht massiven russischen Beschusses voran. Die Wasserversorgung ist vollständig wiederhergestellt, und die Heizung in Teilen der Hauptstadt wird im Laufe des Tages wiederhergestellt. Dies berichtet der ukrainische Vize-Premier Oleksiy Kuleba laut Ukrinform. "Die Lage ist schwierig, und alle Dienste sind voll im Einsatz", heißt es in Kulebas Erklärung auf Telegram.

+++ 16:11 Polnisches Militär: Kiew warnte Warschau vor "Oreschnik"-Rakete +++

Während des nächtlichen russischen Angriffs auf die Ukraine warnte Kiew das Nachbarland Polen vor einem mutmaßlichen Einsatz des Raketensystems "Oreschnik". Polnische Luftverteidigungssysteme verfolgten das Flugobjekt, berichtet Ukrinform unter Berufung auf den polnischen Sender RMF24. "Die Ukrainer warnten uns vor der Bedrohung durch diese Mittelstreckenraketen. Außerdem lieferte uns Kiew während des russischen Angriffs Informationen", berichtet das Nachrichtenportal unter Berufung auf Quellen im polnischen Militär. Dem Bericht zufolge überwachten polnische Luftverteidigungssysteme die Flugbahn des Objekts.

+++ 15:43 Ukraine stuft russischen Raketenangriff als Kriegsverbrechen ein +++

Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU stuft den nächtlichen russischen Angriff mit einer Hyperschallrakete auf die westliche Region Lwiw als Kriegsverbrechen ein. Russland habe inmitten sich stark verschlechternder Wetterbedingungen versucht, kritische Infrastruktur in der Nähe der Grenze zur Europäischen Union zu zerstören, teilt der SBU mit.

+++ 15:13 Meloni für Dialog Europas mit Russland +++

Die italienische Ministerpräsidentin Giorgia Meloni spricht sich für eine Wiederaufnahme des Dialogs zwischen Europa und Russland aus. Sie stimme dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron zu, der kürzlich ein Engagement Europas mit Moskau gefordert hatte, sagt Meloni auf ihrer traditionellen Neujahrs-Pressekonferenz. "Ich glaube, Macron hat in diesem Punkt recht. Es ist an der Zeit, dass auch Europa mit Russland spricht."

+++ 14:43 Sicherheitskonferenz: Ischinger hofft auf Teilnahme von Vance und Rubio +++

Angesichts der transatlantischen Spannungen setzt der Präsident der Münchner Sicherheitskonferenz auf eine erneute Teilnahme des US-Vizepräsidenten JD Vance an der Veranstaltung im Februar. "Wir haben noch keine Bestätigung dafür. Eigentlich hoffe ich, dass er kommt", sagt Wolfgang Ischinger. Zugleich kündigte er eine große Delegation aus dem US-Kongress mit rund 40 Politikern an. Ischinger setzt ebenfalls auf eine Teilnahme von US-Außenminister Marco Rubio. Die Europäer fordert Ischinger auf, im Grönland-Streit ihren Worten auch Taten folgen zu lassen.

+++ 14:15 Kiew: Russische "Oreschnik" wohl mit Sprengkopf-Attrappen bestückt +++

Die russische Hyperschall-Rakete vom Typ "Oreschnik" hat nach ukrainischen Angaben eine Werkstatt in der im Westen gelegenen Stadt Lwiw getroffen. Die Rakete sei vermutlich mit Sprengkopf-Attrappen oder sogenannter inerter Munition bestückt gewesen, sagt ein ranghoher Vertreter der Ukraine. Einschläge in der Betonstruktur der Werkstatt seien von kleiner Submunition verursacht worden. Die Strahlenbelastung sei normal.

+++ 13:55 Außenminister Wadephul reist nach Washington +++

Bundesaußenminister Johann Wadephul reist am Sonntag in die USA und trifft am Montag in Washington seinen US-Kollegen Marco Rubio. Im Mittelpunkt der Gespräche stehen der Ukraine-Krieg sowie die transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik, teilt das Auswärtige Amt mit. Auch die bilateralen Beziehungen und weitere außen- und sicherheitspolitische Themen sollen erörtert werden.

+++ 13:23 Munz: "Interessant, wo Oreschnik eingesetzt wurde" +++

Moskau bestätigt, bei seinem Angriff auf Lwiw die Mittelstreckenrakete Oreschnik benutzt zu haben. Es ist das zweite Mal, dass die Streitkräfte diese Waffen gegen die Ukraine einsetzen. ntv-Korrespondent Rainer Munz ordnet die Attacke ein und blickt zudem auf den Ölpreis.

+++ 12:51 Berlin verurteilt Einsatz von Oreschnik-Rakete scharf +++

Die Bundesregierung verurteilt den russischen Einsatz der Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine scharf. Während sich die USA und Europa intensiv um eine Friedenslösung bemühten, habe Russland mit dem Angriff auf zivile Energieinfrastruktur den Konflikt weiter eskaliert, sagt der stellvertretende Regierungssprecher Steffen Meyer in Berlin. Es handele sich um symbolische Drohgebärden, um Angst zu verbreiten. An der Unterstützung für die Ukraine werde dies nichts ändern, betont Meyer. Russland eskaliere unprovoziert weiter, Deutschland stehe weiterhin eng an der Seite der Ukraine.

+++ 12:15 Heizungsausfall in Kiew: Klitschko ruft Betroffene zum Verlassen der Stadt auf +++

In Kiew sind nach einem russischen Luftangriff Bürgermeister Vitali Klitschko zufolge in etwa der Hälfte aller Wohnblöcke die Heizungen ausgefallen. Betroffen seien rund 6000 Gebäude, teilt Klitschko unter Verweis auf den Luftangriff in der Nacht mit. Zudem gebe es Probleme bei der Wasserversorgung. Klitschko ruft die Bewohner dazu auf, die ukrainische Hauptstadt vorläufig zu verlassen, wenn sie außerhalb von Kiew über andere Möglichkeiten zum Bezug von Strom und eine warme Unterbringung verfügen sollten.

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Bei den russischen Angriffen mit Raketen und Drohnen wurden in der Nacht in Kiew vier Menschen getötet und 24 weitere verletzt, wie die örtlichen Behörden mitteilen. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 11:37 Medwedew vergleicht Raketeneinsatz mit Beruhigungsspritze +++

Russlands Ex-Präsident Dmitri Medwedew nennt den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen die Ukraine ein Beruhigungsmittel. "Gefährliche Psychopathen brauchen eine Zwangsjacke oder eine Rettungsspritze mit Haloperidol", schreibt der als Vizechef des nationalen Sicherheitsrats in Moskau immer noch einflussreiche Politiker. So sei es in der vergangenen Nacht im Westen der Ukraine passiert. Haloperidol ist ein Medikament zur Behandlung von Schizophrenie. Medwedew, der einst als Hoffnungsträger für eine Liberalisierung des Landes galt, profiliert sich seit Kriegsbeginn als Hardliner in Moskau mit harten rhetorischen Attacken nicht nur gegen die Ukraine, sondern den gesamten Westen. So drohte er unter anderem mit Atombombenabwürfen auf London, Paris oder Berlin.

+++ 10:59 Selenskyj dringt nach neuen russischen Angriffen auf "klare internationale Reaktion" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj verlangt nach den neuen massiven russischen Angriffen auf sein Land eine "klare Reaktion der Weltgemeinschaft". Dies gelte vor allem für eine Reaktion seitens der USA, "deren Signalen Russland wirklich Beachtung schenkt", schreibt er auf X. Russland müsse signalisiert werden, "dass es seine Pflicht ist, sich auf die Diplomatie zu konzentrieren". Das Land müsse "jedes Mal Konsequenzen spüren, wenn es sich erneut auf Tötungen und die Zerstörung von Infrastruktur konzentriert", so Selenskyj.

+++ 10:31 Selenskyj: Russische Drohne beschädigt Botschaft von Katar in Kiew +++

Eine russische Drohne hat bei nächtlichen Angriffen auf die Ukraine nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj das Botschaftsgebäude von Katar in Kiew beschädigt. Katar helfe bei der Vermittlung von Gesprächen mit Russland über den Austausch von Kriegsgefangenen, teilt Selenskyj über Telegram weiter mit.

+++ 09:43 Chef der Sicherheitskonferenz: Gespräche Europas mit Russland derzeit aussichtslos +++

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hält direkte Gespräche der Europäer mit Russland derzeit für aussichtslos. Hochrangige russische Politiker betrachteten Europa nur als "Vasallen der USA" und hätten kein Interesse an Dialogen mit europäischen Vertretern, sagt Ischinger in einem TV-Interview mit Reuters. Deshalb sei auch der Vorschlag von Frankreichs Präsident Macron, direkt mit Putin zu sprechen, skeptisch zu sehen. Aus diesem Grund habe er Vertreter der russischen Regierung nicht zur Sicherheitskonferenz im Februar eingeladen: Sie würden ohnehin nicht kommen und von den anderen Teilnehmern "niedergebrüllt" werden, so Ischinger.

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Er hoffe, dass in Zukunft wieder sinnvolle Gespräche möglich seien, um Russland erneut zur Konferenz einzuladen, sagt Ischinger. (Foto: picture alliance / dts-Agentur)

+++ 09:07 Russland rechtfertigt Oreschnik-Angriff mit angeblichem Anschlag auf Putin-Sitz +++

Das russische Verteidigungsministerium nennt den Einsatz der neuen Mittelstreckenrakete Oreschnik eine Vergeltungsaktion für die angebliche Attacke auf die Residenz von Kremlchef Wladimir Putin im nordrussischen Waldai kurz vor dem Jahreswechsel. Der Kreml hatte damals von einem versuchten Terroranschlag gesprochen, auch US-Präsident Donald Trump hatte - von Putin per Telefon informiert - einen solchen Schlag kritisiert. Die Ukraine ihrerseits dementiert, dass sie überhaupt einen Angriff auf die Residenz lanciert hat. Auch Experten bezweifeln die Glaubwürdigkeit der von Russland vorgelegten Informationen.

+++ 08:27 Hunderttausende nach ukrainischem Angriff in Russland ohne Strom +++

Nach einem ukrainischen Angriff in der russischen Grenzregion Belgorod sind russischen Angaben zufolge bei hunderttausenden Menschen Strom und Heizung ausgefallen. Als Ergebnis des "nächtlichen Angriffs des Feindes auf die Versorgungsinfrastruktur" der Region Belgorod seien 556.000 Menschen in sechs Gemeinden ohne Strom, erklärt Regionalgouverneur Wjatscheslaw Gladkow. Fast ebenso viele Menschen seien zudem bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ohne Heizung.

+++ 07:56 Ukrainischer Energieexperte warnt vor Blackout-Risiko in Deutschland +++

Nach dem großflächigen Stromausfall in Berlin warnt der ukrainische Energieexperte Oleksandr Kharchenko Deutschland vor erheblichen Sicherheitslücken in der Stromversorgung. Viele Hoch- und Umspannwerke seien weder physisch noch gegen elektronische Angriffe geschützt und damit leichte Ziele, etwa für Drohnen, sagt der Geschäftsführer des Energy Research Center dem Portal "Sandmann Exklusiv". Russland verfüge über die Mittel, in großen Teilen Deutschlands einen wochenlangen Blackout auszulösen. Deutschland könne in dieser Lage von den Erfahrungen der Ukraine profitieren, so Kharchenko weiter. Die ukrainische Seite sei bereit, ihr Wissen zu teilen und konkrete Empfehlungen zu geben.

+++ 07:20 Moskau: Mittelstreckenrakete Oreschnik gegen Ukraine eingesetzt +++

Das russische Militär hat nach eigenen Angaben seine Hyperschallrakete Oreschnik gegen ein Ziel in der Ukraine eingesetzt und damit vorherige ukrainische Angaben bestätigt. Der Angriff sei Teil eines massiven nächtlichen Schlags gegen Energieanlagen und Drohnenfabriken gewesen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

+++ 06:46 Trump stellt neue Russland-Sanktionen in Aussicht +++

US-Präsident Donald Trump signalisiert Unterstützung für ein neues Sanktionspaket gegen Russland. "Ich unterstütze es", sagt er in einem Interview des US-Senders Foxnews. Weiter sagt er aber: "Ich hoffe, dass wir es nicht verwenden müssen." Man habe bereits "große Sanktionen gegen Russland" verhängt, die russische Wirtschaft sei "sehr schlecht", so Trump. Russland sei jedoch größer als die Ukraine und ein einflussreicheres Land. Dem republikanischen US-Senator Lindsey Graham zufolge könnte Trump mit dem Sanktionspaket den Druck auf Länder wie China, Indien und Brasilien erhöhen, kein russisches Öl mehr zu kaufen. Er erwarte in der kommenden Woche eine Zustimmung von Demokraten und Republikanern im US-Kongress.

+++ 06:05 Mindestens vier Tote nach Angriffen auf Kiew +++

Nach den schweren russischen Luftangriffen auf Kiew steigt die Zahl der Todesopfer. Bürgermeister Vitali Klitschko spricht inzwischen von vier Toten, 14 Menschen würden in Krankenhäusern behandelt. Unter den Toten sei auch ein Arzt. Klitschko berichtet außerdem von Schäden an der kritischen Infrastruktur. In einigen Stadtteilen sei der Strom ausgefallen, außerdem gebe es Unterbrechungen bei der Wasserversorgung. In der ukrainischen Hauptstadt werden in den nächsten Tagen Temperaturen weit unter dem Gefrierpunkt erwartet.

+++ 04:31 Trump deutet Ende von Atomabrüstungsvertrag New Start an +++

US-Präsident Donald Trump gibt sich angesichts des baldigen Auslaufens des Abrüstungsvertrags New Start gelassen. "Wenn er ausläuft, läuft er aus", sagte er in einem Interview der "New York Times". "Wir machen einfach ein besseres Abkommen." China müsse Teil eines Nachfolgevertrags werden. "Man sollte wahrscheinlich auch ein paar andere Akteure mit einbeziehen", sagte Trump. Die Regierung in Peking lehnt einen solchen Vorschlag seit Langem ab. Der 2010 zwischen den USA und Russland geschlossene Vertrag sieht eine Reduzierung der Atomsprengköpfe und der Trägersysteme vor und wurde 2021 letztmalig um fünf Jahre verlängert.

+++ 02:40 Massive Angriffe auf Kiew: drei Tote +++

Bei schweren russischen Luftangriffen auf Kiew sind mindestens drei Menschen getötet worden. Drei Verletzte würden im Krankenhaus behandelt, berichtet Bürgermeister Vitali Klitschko. Mehrere Stadtteile der ukrainischen Hauptstadt sind betroffen, unter anderem gibt es einen Brand in den oberen Stockwerken eines Wohngebäudes. Russland hatte Kiew zunächst mit Drohnen angegriffen und später in der Nacht mit Marschflugkörpern.

+++ 00:25 Raketeneinschläge bei Lwiw - möglicherweise Oreschnik-Einsatz +++

Mehrere russische Raketen schlagen nahe der Stadt Lwiw im Westen der Ukraine ein. Gouverneur Maksym Kosyzkyj schreibt auf Telegram, es sei ein Objekt der kritischen Infrastruktur angegriffen worden. Die ukrainische Luftwaffe, die vor einem Angriff mit ballistischen Raketen gewarnt hatte, hob nach dem Einschlag den Alarm wieder auf. Ukrainische Militärblogs veröffentlichen angebliche Videos aus der Region, die sechs Einschläge hintereinander zeigen. Dies würde dem Trefferbild von sechs Gefechtsköpfen der neuen russischen Mittelstreckenrakete Oreschnik entsprechen. Auf Telegramkanälen war von Startvorbereitungen auf dem russischen Testgelände Kapustin Jar bei Astrachen berichtet worden. Offizielle Bestätigungen für den Einsatz einer Oreschnik gibt es bislang nicht.

+++ 23:31 Raketenalarm für gesamte Ukraine ausgelöst +++

In der gesamten Ukraine wird wegen eines möglichen russischen Raketenangriffs Luftalarm ausgelöst. "Drohende Gefahr durch den Einsatz ballistischer Waffen", schreibt die ukrainische Luftwaffe auf ihrem Telegram-Kanal. Die russische Armee hat am späten Abend bereits mit Dutzenden Kampfdrohnen angegriffen. Über der Hauptstadt Kiew sei die Flugabwehr im Einsatz, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Üblicherweise setzt Russland später Raketen und Marschflugkörper ein. Explosionen werden aus Lwiw im Westen der Ukraine gemeldet.

+++ 22:20 Kiew ruft Luftalarm wegen Drohnenangriffen aus +++

Kiew hat am Abend wegen der Bedrohung durch russische Kampfdrohnen Luftalarm ausgerufen. Das berichtet RBC-Ukraine unter Berufung auf eine Mitteilung der Kiewer Stadtverwaltung auf Telegram. "In Kiew wurde eine Luftalarmierung ausgerufen. Wir bitten alle dringend, sich in den Zivilschutzbunker zu begeben", heißt es in der Mitteilung. Die Luftwaffe der ukrainischen Streitkräfte habe geleldet, dass russische Drohnen aus östlicher Richtung auf Kiew zufliegen. Zuvor hatten der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj und die US-Botschaft in Kiew vor möglichen heftigen russischen Luftangriffen gewarnt (siehe auch Einträge von 21:06 und 19:18 Uhr).

++ 21:48 Ehemalige deutsche Botschafterin zum Wirtschaftsombudsmann der Ukraine ernannt +++

Die ehemalige deutsche Botschafterin Anka Feldhusen wird Anfang Februar das Amt des neuen Wirtschaftsombudsmanns der Ukraine übernehmen, nachdem sie am Mittwoch die Zustimmung des Ministerkabinetts erhalten hat. Anka Feldhusen war von 2019 bis 2023 deutsche Botschafterin in Kiew und tritt nun die Nachfolge des Kanadiers Roman Washchuk an, der den Business Ombudsman Council von Dezember 2021 bis 2025 leitete. Die Deutsche wurde im November vom Aufsichtsrat des Rates nach einem offenen Wettbewerb im vergangenen Sommer ausgewählt. Der Rat der Wirtschaftsombudsleute fungiert als Vermittler zwischen ukrainischen Unternehmen und der Regierung und geht Beschwerden von Unternehmen über staatliches Fehlverhalten oder Korruption nach.

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Anka Feldhusen während ihrer Zeit als Botschafterin in Kiew im Februar 2023. (Foto: picture alliance / abaca)

+++ 21:06 US-Botschaft warnt vor möglichem großangelegtem Luftangriff auf Ukraine +++

Die US-Botschaft in der Ukraine hat vor einem möglichen Luftangriff auf die Ukraine in den kommenden Tagen gewarnt. Die entsprechende Sicherheitswarnung ist auf der Website der Botschaft veröffentlicht. "Die US-Botschaft in Kiew hat Informationen über einen möglicherweise bedeutenden Luftangriff erhalten, der jederzeit in den nächsten Tagen erfolgen kann", heißt es in der Erklärung. Auch der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj warnt vor noch heftigere russische Luftangriffe in der gegenwärtigen Frostperiode (siehe auch Eintrag von 19:18 Uhr).

+++ 20:23 Moskau und Paris tauschen Gefangene aus +++

Frankreich und Russland haben in einem politischen Deal Gefangene ausgetauscht. Staatspräsident Emmanuel Macron teilt auf X mit, der in Russland wegen angeblicher Spionage angeklagte französische Politologe Laurent Vinatier sei in die Heimat zurückgekehrt. Im Gegenzug wurde der russische Basketballer Daniil Kassatkin aus französischer Haft entlassen und flog zurück nach Russland, wie der Inlandsgeheimdienst FSB in Moskau mitteilt. Der Zentralasien-Experte Vinatier arbeitete in Russland für die Schweizer Nichtregierungsorganisation Zentrum für humanitären Dialog, die auf Konfliktlösung spezialisiert ist. Er war 2024 festgenommen und verurteilt worden, weil er gegen die Auflagen für sogenannte ausländische Agenten verstoßen habe. 2025 kam eine Anklage wegen Spionage dazu. Der Sportler Kassatkin war 2025 in Frankreich auf Betreiben der USA festgenommen worden, weil er an Cyber-Erpressung beteiligt gewesen sein soll. Die USA hatten einen Auslieferungsantrag gestellt. Der Austausch kann als Zeichen einer gewissen Entspannung zwischen Paris und Moskau gewertet werden.

+++ 19:49 Ukraine dementiert russische Einnahme des Dorfes Andriivka +++

Die ukrainische "Kursker" Streitkräftegruppe dementiert laut Kyiv Independent die Einnahme des Dorfs Andriiva in der Oblast Sumy durch russische Truppen. Dies steht einer Meldung des ukrainischen Open-Source-Kartierungsprojekt DeepState vom Vortag entgegen. Diese Nachricht kommt zu einem Zeitpunkt, an dem russische Streitkräfte versuchen, die Kampfzone entlang der Front auf die Gebiete Sumy und Charkiw auszuweiten. Andriivka, weniger als fünf Kilometer von der russischen Grenze entfernt, stand im Juni 2025 unter russischer Kontrolle und wurde im von der Ukraine August befreit. Nach den russischen Vorstößen im Gebiet Sumy im Herbst und Winter dieses Jahres wurde das Dorf erneut angegriffen.

+++ 19:18 Selenskyj warnt vor neuen "massiven russischen Angriffen heute Nacht" +++

Die Ukraine richtet sich nach Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj auf noch heftigere russische Luftangriffe in der gegenwärtigen Frostperiode ein. "Es gibt Informationen, dass es heute Nacht einen neuen massiven russischen Angriff geben könnte", warnt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft aus Kiew. Die Bürger sollten unbedingt auf Luftalarm achten und sich in Schutzräume flüchten. "Russland setzt derzeit mehr auf den Winter als auf Diplomatie, auf ballistische Raketen gegen unsere Energieversorgung und nicht auf Arbeit mit Amerika und Vereinbarungen mit Präsident (Donald) Trump", so Selenskyj. Die Temperaturen sollen in der Ukraine ab Freitag fast überall unter den Gefrierpunkt sinken. In Kiew und im nördlichen Teil des Landes werden auf Tage zehn Grad Frost und mehr herrschen.

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