Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 03:49 US-Initiative für Kriegsende: Kiew legt neue Vorschläge vor +++
Der US-Gesandte Steve Witkoff will nach als "konstruktiv" bezeichneten Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj am heutigen Mittwoch den russischen Präsidenten Wladimir Putin treffen, um einen Weg für Friedensverhandlungen zu ebnen. Einem US-Regierungsvertreter zufolge brachte die Ukraine bei dem Treffen in Oslo, an dem auch die Staats- und Regierungschefs von Norwegen und Finnland sowie Vertreter der EU und der Nato teilnahmen, neue Vorschläge ein. Dabei sei es unter anderem um Sicherheitsgarantien, einen Wirtschaftsplan für die Zeit nach dem Krieg und eine breitere europäische Sicherheitsarchitektur gegangen.
+++ 02:45 Nato plant Entsendung "zusätzlicher Mittel" ans Schwarze Meer +++
Nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Rumäniens und Bulgariens hat die Nato die Entsendung "zusätzlicher Mittel" in die Schwarzmeerregion angekündigt. Dazu gehörten "Unterstützung für Überwachung, Aufklärung und forensische Analyse", erklärt Nato-Sprecherin Allison Hart nach einem Treffen der Nato-Botschafter der Mitgliedstaaten in Brüsse im Onlinedienst X. "Wir werden weiterhin geschlossen auftreten und dafür sorgen, dass wir bereit und in der Lage sind, jeder Bedrohung zu begegnen", fügt sie hinzu. Seit Anfang Oktober häufen sich die Zwischenfälle vor den Küsten Bulgariens und Rumäniens. Die Angriffe werden russischen Drohnen zugeschrieben.
+++ 01:38 Bulgarien lehnt Beteiligung an neuer EU-Finanzhilfe für Kiew ab +++
Bulgarien wird sich nach den Worten von Regierungschef Rumen Radew nicht mehr an einer neuen Finanzhilfe der Europäischen Union (EU) für die Ukraine beteiligen. Beim jüngsten EU-Gipfel forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj von der EU weitere 70 Milliarden Euro für das kommende Jahr, um im Abwehrkampf gegen Russlands Angriffskrieg bestehen zu können. Der bulgarische Regierungschef erinnerte daran, dass die EU der Ukraine im vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 bewilligt hatte. Für dieses Darlehen hatten drei EU-Staaten - Ungarn, Tschechien und die Slowakei - ausgehandelt, nicht an den Kosten beteiligt zu werden. Bulgarien war allerdings daran noch beteiligt.Der Ukraine-Krieg erschöpfe die europäischen Volkswirtschaften und führe zu sozialer Spannung und politischer Instabilität, sagte Radew. Er rief zu einem möglichst baldigen Ende des Krieges auf. "Der Ausgang wird nicht mit militärischen Mitteln erreicht werden."
+++ 00:36 Blatt: Musk drosselte Starlink nach Gesprächen mit Trump +++
SpaceX-Chef Elon Musk hat einem Zeitungsbericht zufolge in der vergangenen Woche die Drosselung der militärischen Version des Satellitennetzwerks Starlink angeordnet, auf das die Ukraine angewiesen ist. Wie das "Wall Street Journal" unter Berufung auf US-Regierungskreise und Insider berichtet, besprach Musk die Entscheidung zuvor mit US-Präsident Donald Trump. Stellungnahmen des Tesla-Chefs, von SpaceX und dem US-Präsidialamt liegen zunächst nicht vor. Trump sagte am Freitag, er halte weder sich noch Musk für den Ausfall des Starlink-Zugangs verantwortlich. Musk hatte betont, die Entscheidung über die Nutzung der Militärvariante Starshield obliege letztlich dem Präsidenten.
+++ 23:25 Trump: Habe Putin um Freilassung von US-Bürger Hubbard gebeten +++
US-Präsident Donald Trump hat den russischen Staatschef Wladimir Putin nach eigenen Angaben um die Freilassung des seit Jahren inhaftierten US-Bürgers Stephen Hubbard gebeten. Es sei an der Zeit, Hubbard zurückzuholen, erklärt Trump in Washington. Der Lehrer im Ruhestand war im Oktober 2024 in Moskau wegen angeblichen "Söldnertums" für die Ukraine zu einer Haftstrafe von fast sieben Jahren verurteilt worden. Trump sagt, er habe "ausführlich" mit Putin über den Fall gesprochen. Der US-Präsident deutete an, es könne sich in Kürze etwas bewegen. Die USA hatten in der Vergangenheit wiederholt Gefangene mit Russland ausgetauscht.
+++ 22:18 Trump macht wieder Druck auf Selenskyj +++
US-Präsident Donald Trump drängt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj erneut zu einer Friedenseinigung - obwohl dieser immer wieder Friedensangebote macht und es Russlands Präsident Wladimir Putin ist, der seit Jahren alles tut, um den Krieg fortzusetzen. Selenskyj müsse mit Putin "ein Abkommen schließen", sagt Trump in Washington. Dies sei auch in Selenskyjs eigenem Interesse. Die Beziehungen zwischen Kiew und Washington hatten sich in den vergangenen Wochen stark verschlechtert. So hatte Trump ein Abkommen mit Moskau über die Lieferung von Diesel-Kraftstoff geschlossen und geplante Sanktionen gegen Russland ausgesetzt.
+++ 21:46 Norwegen und Finnland: Große Fortschritte hinter den Kulissen erzielt +++
Nach einem Treffen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem US-Sondergesandten Steve Witkoff in Oslo äußern sich Norwegen und Finnland positiv. Der finnische Präsident Alexander Stubb erklärt, auf inhaltlicher und technischer Ebene seien in der vergangenen Woche hinter den Kulissen große Fortschritte erzielt worden. Man habe einige Ansätze für eine Friedenslösung gefunden, die nun in St. Petersburg weiterverfolgt werden sollen. Dorthin wird Witkoff dem norwegischen Ministerpräsidenten Jonas Gahr Stoere zufolge morgen reisen, um sich mit der russischen Führung zu treffen. Die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass meldet die Reisepläne ebenfalls unter Berufung auf einen Insider. Stoere bezeichnet die Gespräche in Oslo als gut und konstruktiv.
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