Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:59 Mindestens 22 Tote, darunter mehrere Kinder: Opferzahlen steigen nach russischem Angriff +++

02.06.2026, 01:00 Uhr

Die Zahl der zivilen Todesopfer in der Ukraine nach dem verheerenden russischen Angriff in der Nacht ist nach Behördenangaben auf mehr als 20 gestiegen. In der Millionenstadt Dnipro seien die Such- und Rettungsarbeiten abgeschlossen, schrieb der Militärgouverneur der Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram. Allein in Dnipro sind demnach 16 Tote zu beklagen, darunter vier Kinder. 42 Menschen wurden dort verletzt. Mindestens drei Kinder seien getötet worden. Auch in der Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Toten. "Ein Verletzter ist im Krankenhaus gestorben", teilte Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Später bezifferte er die Anzahl der Opfer in Kiew auf 6 Tote und 66 Verletzte. Russland hatte die Ukraine in der Nacht mit Drohnen, Marschflugkörpern, ballistischen Raketen und auch Hyperschallwaffen beschossen. Das russische Verteidigungsministerium sprach in dem Zusammenhang von einer Vergeltungsaktion, die militärischen und militärnahen Zielen im Nachbarland gelte.

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Ein Rettungshelfer löscht ein Feuer in einem Gebäude in Kiew, das bei einem russischen Angriff beschädigt wurde. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 17:13 Mehrere Anlagen getroffen? Russland nimmt ukrainische Rüstungsindustrie ins Visier +++

Die russischen Streitkräfte haben nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau vergangene Nacht mehrere Einrichtungen der Rüstungsindustrie in der Ukraine beschossen und getroffen. Allein in Kiew seien zehn Rüstungsunternehmen getroffen worden, erklärt das Ministerium. Darunter seien Firmen, die Kampfdrohnen herstellten. Auch in anderen Gebieten der Ukraine seien Einrichtungen der Rüstungsindustrie beschossen worden. Russland habe außerdem drei Rekrutierungszentren für die ukrainischen Streitkräfte in Kiew angegriffen.

+++ 16:43 Russische Angriffe: Tausende müssen in ukrainischer Grenzregion ihre Häuser verlassen +++

Wegen fortgesetzter russischer Angriffe haben die Behörden in der Ukraine heute mehr als 7000 Menschen in der im Nordosten gelegenen Grenzregion von Charkiw aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. "Angesichts der Sicherheitslage und der systematischen Angriffe des Feindes weiten wir die Zone der verpflichtenden Evakuierung aus", erklärte der Regionalgouverneur Oleg Synegubow im Onlinedienst Telegram. Die Bewohner mehrerer Ortschaften waren betroffen. Die russischen Streitkräfte hatten am Morgen erneut massive Angriffe auf Ziele in der Ukraine ausgeführt, bei denen mindestens 18 Menschen getötet wurden.

+++ 16:13 Magyar: Können noch diese Woche Differenzen mit Kiew beilegen +++

Ungarn und die Ukraine können nach Ansicht des neuen Ministerpräsidenten Peter Magyar in Kürze ihre Differenzen beilegen. "Wir hoffen, dass wir diese Woche diese Verhandlungen auf technischer Ebene bereits abschließen können", sagt Magyar nach seinem Antrittsbesuch bei Kanzler Friedrich Merz in Berlin. "Ich kann nur wiederholen, dass ich bereit bin, mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj Anfang nächster Woche zu verhandeln, mich mit ihm zu treffen", fügt er hinzu. Magyar bezeichnet es als Voraussetzung für die ungarische Normalisierung des Verhältnisses mit der Ukraine, dass die dortige Regierung den 100.000 ungarisch-stämmigen Einwohnern des Landes Minderheitenrechte zugesteht. Magyar betont, dass Ungarn auch unter seiner Regierung keine Waffen oder Soldaten in die Ukraine schicken werde. Nach seinem Wahlsieg gegen den moskaunahen Viktor Orban hatte Magyar aber Widerstand Ungarns gegen die Auslösung des 90-Milliarden-Euro-Kredits an die Ukraine beendet.

+++ 15:33 Angriffe auf Zivilisten: Kreml spricht von neuer Phase im Ukraine-Krieg +++

Der Krieg in der Ukraine ist nach Darstellung des Kremls wegen ukrainischer Angriffe auf Zivilisten in eine neue Phase eingetreten. Der Konflikt habe "ein neues Paradigma" erreicht, sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Er reagiert damit auf Fragen zu den schweren russischen Luftangriffen in der Nacht, bei denen nach jüngsten Angaben mindestens 18 Menschen getötet und mehr als 100 verletzt wurden. Moskau stellt die Angriffe als Vergeltung für einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studentenwohnheim im russisch kontrollierten Luhansk im vergangenen Monat dar, bei dem 21 Menschen starben. Die Ukraine weist den Vorwurf zurück, das Wohnheim gezielt angegriffen zu haben, und erklärt, das Ziel sei eine Drohnen-Kommandozentrale gewesen.

+++ 15:03 Zweiter Monat in Folge: Russland verzeichnet weiter Gebietsverluste in der Ukraine +++

Russland hat im zweiten Monat in Folge Gebietsverluste in der Ukraine verzeichnet. Wie aus einer Analyse der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Daten des in den USA ansässigen Institute for the Study of War (ISW) hervorgeht, verlor die russische Armee im Mai unter dem Strich die Kontrolle über rund 282 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums. Demnach erzielte die ukrainische Armee vor allem in der östlichen Region Donezk und in der Region Saporischschja im Süden des Landes Erfolge. Der Vormarsch der russischen Armee hatte sich der Analyse zufolge bereits in den Monaten zuvor erheblich verlangsamt: Im November 2025 hatte Russland noch 579 Quadratkilometer in der Ukraine eingenommen, im März waren es nur noch 23 Quadratkilometer. Im April verzeichneten die russischen Truppen dann erstmals seit fast drei Jahren Netto-Gebietsverluste und büßten unter dem Strich die Kontrolle über rund 120 Quadratkilometer ukrainischen Territoriums ein. Kiews Gebietsgewinne im April und Mai machen allerdings nur etwa 0,4 Prozent des gesamten von Russland kontrollierten Gebiets in der Ukraine aus. Insgesamt hält Russland den ISW-Daten zufolge weiterhin etwas mehr als 19 Prozent des ukrainischen Staatsgebiets besetzt.

+++ 14:33 Sicherheitspolitiker warnen vor Spionagerisiken wegen AfD-Russlandreise +++

Politiker von CDU, SPD und Grünen kritisieren die geplante Teilnahme mehrerer AfD-Politiker wie unter anderem Markus Frohnmaier an einem Wirtschaftsforum im russischen St. Petersburg scharf. "Solche Reisen sind sicherheitspolitisch hochriskant", sagt etwa der Vorsitzende des Geheimdienst-Ausschusses im Bundestag, Marc Henrichmann, dem "Handelsblatt". Russische Geheimdienste nutzten Veranstaltungen wie das sogenannte SPIEF-Forum in St. Petersburg gezielt "zur Informationsgewinnung und zur Anwerbung". Wer dorthin reise, müsse wissen: "Man kommt nicht unbeobachtet zurück", so Henrichmann. Der Vorsitzende des Parlamentarischen Kontrollgremiums wirft der AfD vor, "sich in St. Petersburg von Putins Apparat hofieren zu lassen". Dies sei "nicht Friedensdiplomatie - das ist politischer Kniefall vor einem Kriegsverbrecher". Frohnmaier weist die Kritik zurück. Als außenpolitischer Sprecher der AfD-Fraktion im Bundestag sehe er seine Aufgabe auch darin, "unter schwierigen Bedingungen Gesprächskanäle offenzuhalten und deutsche Interessen zu vertreten", sagt er. Wegen der russischen Offensive in der Ukraine haben westliche Staaten Russland mit Sanktionen belegt und weitgehend vom internationalen Finanzsystem ausgeschlossen. Viele westliche Unternehmen haben sich aus dem Land zurückgezogen. Auch das St. Petersburger Wirtschaftsforum SPIEF zeigt inzwischen Russlands Isolierung. Bei früheren SPIEF-Ausgaben war etwa Bundeskanzlerin Angela Merkel aufgetreten.

+++ 13:53 Munz über Lage in Russland: Schröder in Moskau - Besuchsgrund "bleibt Spekulation" +++

Die Intensität der russischen Luftangriffe auf die Ukraine nimmt weiter zu. Laut ntv-Korrespondent Rainer Munz seien noch häufigere und schwerere Attacken vorstellbar. Doch auch ukrainische Angriffe zeigen bereits Wirkung. Derweil sorgt der Besuch von Altkanzler Gerhard Schröder in Moskau für Gesprächsstoff.

+++ 13:35 ISW: Putin glaubt, Russland könne den Ukraine-Krieg gewinnen +++

Obwohl Wirtschaftsvertreter zunehmend davor warnen, dass Russlands Krieg in der Ukraine die russische Wirtschaft untragbar belastet, kürzt der russische Präsident Wladimir Putin die Verteidigungsausgaben nicht. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Das lasse vermuten, dass Putin davon ausgehe, den Krieg kurz- bis mittelfristig gewinnen zu können und die russische Wirtschaft bis dahin durchhalten kann, so die Analysten des ISW.

+++ 13:06 Bericht: 140.000 Kiewer nach russischen Angriffen ohne Strom +++

Infolge der nächtlichen russischen Luftangriffe waren zunächst 140.000 Menschen in Kiew ohne Strom. Das berichtet SkyNews unter Berufung auf Angaben des Energieversorgers DTEK. Demnach soll die Stromversorgung für rund 110.000 Einwohnerinnen und Einwohner wiederhergestellt worden sein. 30.000 Menschen seien in der ukrainischen Hauptstadt weiterhin ohne Strom. Zwei Ingenieure seien bei den russischen Angriffen verletzt worden.

+++ 12:34 Kriewald über die Angriffe auf Ukraine: "Kleiner Junge aus Trümmern gezogen" +++

Bei den jüngsten russischen Angriffen auf mehrere ukrainische Städte werden erneut zahlreiche Zivilisten getötet, darunter auch ein Kleinkind. "Man hat mit fürchterlichen Angriffen gerechnet, aber das war wirklich verheerend", berichtet ntv-Reporterin Nadja Kriewald aus Odessa.

+++ 12:05 Altkanzler Schröder in Moskau gesichtet +++

Der Ex-Bundeskanzler Gerhard Schröder ist derzeit zu Besuch in der russischen Hauptstadt Moskau. Der ntv-Korrespondent Rainer Munz hat Schröder im Hotel Kempinski gesehen. Der 82-jährige frühere SPD-Chef gilt als persönlicher Freund Putins und war auch nach dem Beginn der russischen Vollinvasion gegen die Ukraine für russische Energiefirmen tätig. Zuletzt hatte die deutsche Bundesregierung einen Vorschlag des russischen Präsidenten für eine Vermittlerrolle Schröders im Ukraine-Krieg zurückgewiesen. Am 3. Juni beginnt das Sankt Petersburger Internationale Wirtschaftsforum (SPIEF). Schröder könnte dafür nach Russland gereist sein.

+++ 11:32 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.366.910 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1440. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem ein Panzer, ein Flugabwehrsystem, 75 Artilleriesysteme und 1583 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 11.969 Panzer, 43.112 Artilleriesysteme, 1400 Flugabwehrsysteme und 436 Flugzeuge, 353 Hubschrauber, 323.762 Drohnen, 33 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 10:57 Russland: Ukrainische Drohnen setzen südrussische Raffinerie in Brand +++

Ukrainische Drohnen haben die Raffinerie Ilski in der südrussischen Region Krasnodar beschädigt. In der Raffinerie, rund 50 Kilometer von der Millionenstadt Krasnodar entfernt, sei ein Feuer nach dem Drohnenangriff ausgebrochen, teilt der Krisenstab der Region Krasnodar auf Telegram mit. Verletzte gebe es nicht, heißt es. Die Raffinerie ist eine der größten Ölverarbeitungsanlagen im Süden Russlands. 2022 hatte die Raffinerie in Ilski laut Medienberichten eine Verarbeitungskapazität von 6,6 Millionen Tonnen Öl im Jahr. Seither wurde die Anlage mehrfach von ukrainischen Drohnen angegriffen und beschädigt.

+++ 10:31 Ukraine: Zahl der Toten nach massiven russischen Angriffen steigt auf 13 +++

Bei massiven russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf die Ukraine sind in der Nacht zum Dienstag mindestens 13 Menschen getötet worden. Allein in der Hauptstadt Kiew gab es nach Angaben von Bürgermeister Vitali Klitschko mindestens vier Todesopfer. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge setzte die russische Armee mehr als 650 Drohnen und dutzende Raketen ein.

+++ 10:04 Selenskyj: "Diese Angriffe werden weitergehen" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj drängt erneut auf US-Unterstützung bei der Luftverteidigung. Mehr als 500 Einsatzkräfte des staatlichen Rettungsdienstes der Ukraine sind damit beschäftigt, die Folgen des nächtlichen russischen Angriffs auf unsere Städte und Gemeinden zu bewältigen. Das schreibt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in einem Post auf der Plattform X. "Die Angriffe werden weitergehen", schreibt er weiter. Europa brauche eine eigene Raketenabwehr, damit dieser Krieg endlich beendet werden kann. Gleichzeitig sei die Unterstützung der Vereinigten Staaten von Amerika bei der Lieferung von Raketen für Patriot-Systeme absolut notwendig. "Wir zählen auf die Unterstützung unserer Partner und auf wirksame Reaktionen auf den heutigen Angriff", so Selenskyj weiter.

+++ 09:53 ISW: Ukrainer erobern Gebiete in der Nähe von Pokrowsk zurück +++

Die ukrainischen Streitkräfte sind kürzlich in Richtung der Industrie- und Bergbaustadt Pokrowsk in der ukrainischen Region Donezk vor. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Die ukrainischen Truppen behindern laut ISW die russischen Bemühungen, Truppen in Pokrowsk zu konzentrieren und blockieren gleichzeitig die Rotation russischer Truppen. Die Analysten des ISW beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 09:15 Ukraine: Russland hat mit 73 Raketen und über 650 Drohnen angegriffen +++

Russland hat nach Angaben der Ukraine bei seinem jüngsten Großangriff 73 Raketen und 656 Drohnen eingesetzt. Davon seien 40 Raketen und 602 Drohnen abgefangen worden, teilt die ukrainische Luftwaffe auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mit. Hauptziel der Angriffe war demnach die Hauptstadt Kiew. Insgesamt seien landesweit 38 Objekte getroffen worden. Bei dem nächtlichen Angriff habe Russland auch acht Zirkon-Hyperschallraketen eingesetzt. Dies sei die vermutlich größte Anzahl dieser Raketen, die seit Kriegsbeginn bei einem einzelnen Angriff auf die Ukraine abgefeuert worden seien, erklärt ein Luftwaffensprecher.

+++ 08:44 Russland: Luftangriff war Reaktion auf ukrainische "Terroranschläge" +++

Russland hat nach eigenen Angaben bei seinem schweren nächtlichen Luftangriff auf die Ukraine Ziele der Rüstungsindustrie unter Beschuss genommen. Dies sei eine Reaktion auf "Terroranschläge" gewesen, teilt das Verteidigungsministerium unter Verweis auf ukrainische Angriffe mit. Alle anvisierten Ziele seien getroffen und die Aufgaben des Angriffs erfüllt worden. Bei dem russischen Großangriff sind nach ukrainischen Angaben mindestens elf Menschen getötet und mehr als 100 verletzt sowie mehrere Wohngebäude beschädigt worden. Die Führung in Moskau hatte mit "systematischen" Angriffen auf Kiew gedroht als Reaktion auf einen ukrainischen Drohnenangriff auf ein Studierendenwohnheim in der von Russland besetzten Region Luhansk, bei dem 21 Menschen getötet worden sein sollen. Die Ukraine bestreitet die russischen Vorwürfe.

+++ 08:07 ISW: Ukraine hält erfolgreich gegen russische Sommer-Offensive +++

Die ukrainischen Streitkräfte konnten die russische Offensive im Frühjahr/Sommer 2026 bislang weitgehend stoppen. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Sie betonen, dass auch andere Quellen für den Monat Mai 2026 ein langsames Vorrücken der russischen Truppen verzeichnen. Russlands nachlassende Fortschritte scheinen nicht mit den saisonalen Wetterveränderungen zusammenzuhängen, die traditionell Vorstöße behindern, sondern sind wahrscheinlich das Ergebnis umfassenderer Verschiebungen auf dem Schlachtfeld im Jahr 2026, schlussfolgern die Analysten des ISW. Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:32 Ukraine: Mindestens 10 Tote und fast 100 Verletzte nach massiven russischen Luftangriffen +++

Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew und andere Landesteile erneut massiv mit Raketen und Drohnen angegriffen. Dabei gab es Behördenangaben zufolge landesweit insgesamt 10 Tote und fast 100 Verletzte. Im Zentrum von Kiew waren in der Nacht heftige Explosionen zu hören. Dabei wurden in der Dreimillionenstadt mindestens vier Menschen getötet und 58 weitere verletzt, wie Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram schreibt. 40 von ihnen würden stationär behandelt, darunter zwei Kinder. Mehrere Gebäude wurden demnach beschädigt und gerieten in Brand. Viele Einwohner suchten Zuflucht in U-Bahn-Stationen und Luftschutzkellern. Kurzzeitig kam es auch zu Stromausfällen und Problemen bei der Wasserversorgung. Im Morgengrauen zeugen schwarze Rauchwolken über dem Zentrum von Bränden.

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Eine Anwohnerin betrachtet ein Wohnhaus in Kiew, das durch nächtliche russische Angriffe beschädigt wurde. (Foto: REUTERS)
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Nach einer Explosion steigt eine Rauchwolke am Himmel über der ukrainischen Hauptstadt Kiew auf. (Foto: REUTERS)

+++ 07:00 EU verurteilt russische "Nötigung" Armeniens +++

Die EU hat jegliche Versuche Russlands verurteilt, vor den anstehenden Parlamentswahlen in Armenien Druck auf das Kaukasusland auszuüben. "Russland will der armenischen Wirtschaft schaden und den Ausgang der Parlamentswahlen in Armenien beeinflussen", sagt ein Sprecher der EU-Kommission in Brüssel. "Wir werden Armenien weiterhin dabei unterstützen, solchen Nötigungen entgegenzuwirken", sagt er. Armenien habe als "souveränes, demokratisches und unabhängiges Land das uneingeschränkte Recht, seinen eigenen Weg und seine Partner selbst zu wählen. "Armenien ist ein historischer Verbündeter Russlands, hat sich aber zuletzt der EU angenähert. Grund dafür war unter anderem die Enttäuschung darüber, dass Moskau beim Angriff Aserbaidschans auf die von Armeniern bewohnte Region Bergkarabach im September 2023 nicht eingriff. 2024 kündigte Armenien seinen Austritt aus dem von Russland geführten Militärbündnis OVKS an. Die Parlamentswahl am 7. Juni gilt auch als Abstimmung über den pro-westlichen Kurs von Ministerpräsident Niko Paschinjan.

+++ 06:28 Gouverneur: Russland feuerte 6 Raketen auf Saporischschja +++

Die russischen Streitkräfte führten innerhalb der vergangenen 24 Stunden 890 Angriffe auf die Region Saporischschja im Südosten der Ukraine durch. Das teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Es gibt demnach mehrere Verletzte, jedoch keine Toten. 44 Ortschaften der Region seien betroffen gewesen. Der Gouverneur zählt mindestens 21 russische Luftangriffe, 601 Drohnenangriffe und acht Beschüsse mit Mehrfachraketenwerfern in der Region. Zudem feuerten die Russen in diesem Zeitraum laut Fedorow mindestens sechs Raketen auf Saporischschja.

+++ 05:57 Gouverneur: 5 Tote nach russischen Angriffen auf Dnipro +++

Bei russischen Luftangriffen auf Dnipro, eine Stadt in der Region Dnipropetrowsk im Osten der Ukraine, sind fünf Menschen getötet und 25 verletzt worden, teilt der Gouverneur der Region Dnipropetrowsk, Oleksandr Hanzha, auf Telegram mit. 23 der Verletzten seien ins Krankenhaus eingeliefert worden, darunter ein 13-jähriges Mädchen, schreibt er. Drei der Verletzten befänden sich in kritischem Zustand. In den sozialen Medien veröffentlicht die Regionalverwaltung von Dnipropetrowsk ein Video, das die Zerstörung eines Wohnhauses nach dem Einschlag einer ballistischen Rakete aus Russland zeigen soll.

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Ein Bild aus dem von der Regionalverwaltung von Dnipropetrowsk veröffentlichten Video über die Zerstörung in der Stadt Dnipro: Ein Feuerwehrmann löscht ein durch einen russischen Luftangriff beschädigtes Gebäude. (Foto: via REUTERS)

+++ 04:52 Ukrainische Experten sollen Lettland bei Drohnen-Abwehr helfen +++

In Lettland sollen in Kürze ukrainische Spezialisten eintreffen, um das baltische EU- und Nato-Land bei der Abwehr von Drohnen zu beraten. Die Experten sollen nach Angaben von Regierungschef Andris Kulbergs in den kommenden Wochen nach Riga kommen, um ihre Erfahrungen zu teilen. Dazu solle ein langfristiges Abkommen zum Aufbau eines mehrschichtigen Flugabwehrsystems gegen unterschiedliche Bedrohungen abgeschlossen werden. In dem an Russland und Belarus grenzenden Lettland war es zuletzt wiederholt zu Vorfällen mit einfliegenden Drohnen gekommen. "Wir müssen besser darauf vorbereitet sein, Drohnen abzuschießen, die in den lettischen Luftraum eindringen, und niemand weiß besser als die Ukrainer, wie man sie erkennt und abschießt", sagte Kulbergs.

+++ 03:27 Mehrere heftige Explosionen in Kiew +++

In Kiew gibt es in der Nacht laut Berichten von Korrespondenten mehrere heftige Explosionen. Aus dem Stadtzentrum steigt eine große Rauchwolke auf, Einwohner der ukrainischen Hauptstadt eilen mit Taschen und Decken in die Schutzräume. "Explosionen in der Stadt. Die Luftabwehr ist aktiv", erklärt Bürgermeister Vitali Klitschko. Zugleich ruft er die Bevölkerung auf, unbedingt in Schutzräumen zu bleiben. Durch die russischen Angriffe seien in der Stadt mehrere Brände ausgebrochen, erklärt Klitschko weiter. Es seien mindestens vier Menschen verletzt worden.

+++ 02:12 Litauen für schnellen EU-Beitritt der Ukraine +++

Litauens Regierungschefin Inga Ruginiene macht sich dafür stark, die von Russland angegriffene Ukraine so schnell wie möglich als Vollmitglied in die EU aufzunehmen. "Die Ukraine muss bis 2030 vollwertiges EU-Mitglied werden. Dieser Prozess zieht sich schon viel zu lange hin. Deshalb müssen wir alles tun, um ihn zu beschleunigen", sagt Ruginiene in Vilnius nach den zweiten litauisch-ukrainischen Regierungskonsultationen. Es sei sehr wichtig, dass alle sechs Verhandlungskapitel über den EU-Beitritt der Ukraine jetzt eröffnet würden. Auch Außenminister Kestutis Budrys fordert, die Beitrittsverhandlungen sollten unverzüglich beginnen: "Die EU-Mitgliedschaft der Ukraine ist die wichtigste Sicherheitsgarantie sowohl für das Land selbst als auch für ganz Europa. Es liegt in unserem gemeinsamen Interesse, dass die Ukraine mit ihrer gesamten militärischen Stärke sowie ihrem menschlichen und wirtschaftlichen Potenzial so bald wie möglich unserer Gemeinschaft beitritt."

+++ 00:40 Bericht: Russland prüft Import von Flugzeugtreibstoff +++

Die russischen Behörden erwägen einem Medienbericht zufolge den Import von Flugzeugtreibstoff. Das Nachrichtenportal RBC beruft sich auf zwei Insider. Demnach weist Vizeministerpräsident Alexander Nowak das Energie- und das Verkehrsministerium sowie die Luftfahrtbehörde Rosawiazija an, zu prüfen, ob die Betankungsanlagen Kerosin der Sorte JET A-1 aus dem In- und Ausland aufnehmen können. Zuvor verhängte Russland ein Exportverbot für Kerosin bis zum 30. November 2026. Die Ukraine hat den russischen Energiesektor ins Visier genommen und greift etwa Raffinerien im Landesinneren an.

+++ 23:35 Selenskyj: "Operation Spinnennetz" trifft Russland schwer +++

Die Ukraine bringt Russland mit der vor einem Jahr begonnenen "Operation Pawutina" (Operation Spinnennetz) nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj schwer in Bedrängnis. "Diese Operation hat vieles verändert", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Zu dieser Operation gehören neben dem Einsatz neuer, weitreichender Drohnen gegen die russische Erdöl- und Militärindustrie auch gezielte und koordinierte Kommandoeinsätze hinter den feindlichen Linien. Vor allem werde das russische Militär durch sogenannte asymmetrische Kriegsführung getroffen. Weitere Details will Selenskyj nicht verraten.

+++ 22:05 Große russische Raffinerie soll nach ukrainischen Angriffen Ölverarbeitung ausgesetzt haben +++

Nach einem ukrainischen Drohnenangriff hat zwei Insidern zufolge die russische Lukoil-Raffinerie in Wolgograd die Ölverarbeitung ausgesetzt. Der Angriff vom 29. Mai habe Brände und Schäden verursacht, heißt es aus den Branchenkreisen. Unter anderem sei eine Rohöldestillationsanlage, die 40 Prozent der Kapazität ausmache, abgeschaltet worden. Lukoil äußert sich zunächst nicht dazu. Die Raffinerie im Süden Russlands steht mit 13,5 Millionen Tonnen verarbeitetem Öl im Jahr 2024 für etwa fünf Prozent der russischen Gesamtverarbeitung.

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