Politik

Treibt vor Küste des OmanUmweltkatastrophe durch russischen Schattenflottentanker droht

31.07.2026, 20:14 Uhr
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Die "Caroline Bezengi" ist teilweise im Wasser eingesunken. (Foto: via REUTERS)

Seit Wochen befindet sich ein Tanker im Nahen Osten in Schwierigkeiten. Nun spitzt sich die Lage zu, Öl ist aus einem Leck ausgetreten. Laut Experten soll das Schiff jederzeit auseinanderbrechen können.

Vor der Küste des Oman verliert ein sanktionierter Tanker Öl und schürt damit Sorgen über eine Umweltkatastrophe. Die "Caroline Bezengi" hatte vor ihrer jüngsten Fahrt im Schwarzmeerhafen Noworossijsk russisches Öl geladen, wie aus Positionsdaten hevorging. Satellitenbilder von Ende Juli zeigen einen dunklen Ölteppich in der Nähe des Schiffes, der sich in den vergangenen Tagen ausgebreitet hat.

Ein Experte der niederländischen Organisation Pax sagte nach der Auswertung der Bilder, mindestens eine der Hüllen des Rohöltankers scheine gebrochen zu sein. Die Monsunzeit in der Region, die normalerweise im Juli und August ihren Höhepunkt erreicht, könnte das Rohöl rasch verteilen. Das Leck befindet sich in der Nähe eines geschützten Meeresgebiets.

Der Tanker hatte am 8. Juni vor der jemenitischen Küste erstmals Schwierigkeiten gemeldet. Zwei Insidern aus der maritimen Sicherheitsbranche zufolge gab es eine Explosion an Bord. Die Ursache ist unklar. Das Schiff wurde wegen des mutmaßlichen Transports von russischem Treibstoff von der EU und Großbritannien sanktioniert. Es wird der sogenannten Schattenflotte zugerechnet, mit der Russland versucht, westliche Sanktionen gegen seine Ölexporte zu umgehen.

Andere Schifffahrtsexperten warnten, das Schiff könne jederzeit auseinanderbrechen. Die Internationale Seeschifffahrtsorganisation der Vereinten Nationen (IMO) teilte mit, sie beobachte die Situation genau.

Quelle: ntv.de, rog/rts

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