Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:54 Zum Aufwärmen tanzen Bewohner Kiews auf dem zugefrorenen Fluss +++
Allen Widrigkeiten zum Trotz lachen und tanzen sie: Einige Bewohner Kiews haben auf dem zugefrorenen Fluss Dnipro zu den Klängen eines DJs getanzt, um sich aufzuwärmen. Das ukrainische Energiesystem ist durch Russlands regelmäßige Luftangriffe stark beschädigt. Mitten im Winter sind deswegen zahlreiche Menschen teilweise ohne Strom, Heizung oder Wasserversorgung.
+++ 19:28 Wittkoff nennt Gespräch mit Kreml-Gesandtem Dmitrijew "konstruktiv" +++
Bei den Bemühungen um ein Ende des Ukraine-Kriegs hat der US-Gesandte Steve Witkoff den russischen Unterhändler Kirill Dmitrijew getroffen, der auch Wirtschaftsgesandter des russischen Präsidenten Wladimir Putin ist. Es sei ein "konstruktives" Gespräch gewesen, erklärt Witkoff im Onlinedienst X. Zuvor hatte Dmitrijew erklärt, dass er neue Gespräche mit US-Vertretern in Miami im US-Bundesstaat Florida führe. "Wir begrüßen dieses Treffen, da es zeigt, dass Russland sich für den Frieden in der Ukraine einsetzt", schreibt Witkoff nach seinem Gespräch mit Dmitrijew. An diesem habe auf US-Seite auch Finanzminister Scott Bessent teilgenommen sowie Jared Kushner, der Schwiegersohn von Präsident Donald Trump.
+++ 19:07 Rettungskräfte evakuieren Bewohner: Alte Frau hatte Wohnung drei Jahre kaum verlassen +++
Keine 15 Kilometer von der Front entfernt liegt die Stadt Druzhkivka im Osten der Ukraine. Von dort wurden zwei Bewohner durch Rettungskräfte evakuiert. Laut dem Staatlichen Dienst für Notfallsituationen war darunter eine ältere Frau, die in ihrer Mobilität eingeschränkt war und die ihre Wohnung in dem fünfstöckigen Gebäude seit über drei Jahren kaum verlassen hatte. Jeder Schritt über die Schwelle ihrer Wohnungstür hinaus sei für sie schwierig und beunruhigend gewesen, schreibt der Notdienst am Freitagabend bei Telegram. Die Rettungskräfte hätten sie an einen sichereren Ort gebracht, wo sie auch die notwendige Pflege erhalten könne. Die Behörde warnt: "Diese Geschichte erinnert uns einmal mehr daran, wie wichtig es ist, keine Entscheidung hinauszuzögern und rechtzeitig zu evakuieren." Oft sind es ältere Menschen, die in den frontnahen Orten,wie in diesem Fall in der Region Donezk, zurückbleiben. Einer der Gründe ist, dass sie die Orte trotz der Evakuierungs-Aufforderungen der Behörden nicht verlassen wollen.
+++ 18:36 Ministerium: Stromversorgung in Moldau wiederhergestellt +++
Die Stromversorgung in Moldau ist nach Angaben des Energieministeriums wiederhergestellt. Die Endverbraucher seien wieder ans Netz angebunden, heißt es. Derzeit seien die Stromnetze insgesamt stabil, vereinzelt könne es aber noch zu Stromausfällen kommen.
+++ 17:55 Hunderte Fahrgäste aus U-Bahn-Tunneln gerettet +++
Rettungskräfte haben fast 500 Fahrgäste in Kiew aus den U-Bahn-Tunneln geholt. Die Menschen seien sicher zu den U-Bahnhöfen gebracht worden, schreibt der Staatliche Dienst für Notfallsituationen in sozialen Medien. Bilder und Videos zeigen, wie die Einsatzkräfte die Fahrgäste durch die Schächte zur nächsten Station begleiten. Einige Züge waren in den Tunneln stehen geblieben, weil am Vormittag in Teilen der Ukraine der Strom ausgefallen war.
+++ 17:20 "Alle sind natürlich geschockt" – als Strom, Heizung und Wasser weg sind +++
Kein Strom, keine Heizung, keine Wasserversorgung – und das neben den täglichen Angriffen der russischen Armee: Die Menschen in der Ukraine erleben eine Extremsituation nach der anderen, seitdem der Krieg vor fast vier Jahren begann. An diesem Samstagvormittag fiel in der Hauptstadtregion und in weiteren Teilen der Ukraine erneut der Strom aus. Als das passierte, fuhr die 27-jährige Tanzlehrerin Kateryna Maliuha in Kiew gerade mit der U-Bahn. "Wir waren mit anderen Fahrgästen etwa zwei Stunden lang unter der Erde, bevor wir gerettet wurden", berichtet sie dem "Kyiv Independent". "Es gab keine Panik. Alles verlief recht organisiert. Wir wurden hinausgeführt, und niemand ging verloren", schildert Maliuha weiter ihre Erlebnisse. "Aber natürlich sind alle geschockt. Es gibt fast kein Mobilfunknetz mehr. Ich überlege, wie ich nach Hause komme." Durch den massiven Stromausfall wurde auch die Wasserversorgung in Kiew unterbrochen. Unter anderem die Großstadt Winnyzja war von den heutigen Ausfällen ebenfalls betroffen. Dort fiel erst der Strom und infolgedessen auch die Wasserversorgung aus. Inzwischen sei die Stromversorgung wiederherstellt, schreibt der Stadtrat bei Telegram. Bis alle Stadtteile wieder laufendes Wasser hätten, werde es aber noch Stunden dauern. Hinzu kommt die Kälte: Die Temperaturen in Kiew etwa sollen in den nächsten Tagen zwischen Minus 9 und Minus 24 Grad liegen. Nach dem letzten Stand von gestern Abend sind in Kiew noch 253 Wohnblöcke ohne Heizung.
+++ 16:37 Kiews U-Bahn nimmt Betrieb wieder auf +++
"Der U-Bahn-Betrieb wird auf allen drei Linien schrittweise wieder aufgenommen", schreibt Kiews Bürgermeister Vitali Klischko auf Telegram. Auch kritische Infrastruktureinrichtungen seien wieder in Betrieb, nachdem es zu massiven Stromausfällen gekommen war. Weitere Reparaturarbeiten sind Klitschko zufolge im Gange: "Der Wasserdruck im Wasser- und Wärmeversorgungssystem wird wiederhergestellt, um die Versorgung der Kiewer Bevölkerung so schnell wie möglich wiederherzustellen."
+++ 16:10 Kreml-Gesandter spricht mit US-Vertretern in Florida +++
Der russische Wirtschaftsgesandte Kirill Dmitrijew, der für sein Land auch an den Verhandlungen über ein Ende des Ukraine-Kriegs teilnimmt, führt derzeit neue Gespräche mit US-Vertretern in Florida. Dies erfuhr die Nachrichtenagentur AFP aus Verhandlungskreisen. Die Gespräche hätten um 14 Uhr MEZ begonnen. Angaben über den Inhalt der Gespräche und die Mitglieder der Verhandlungsdelegationen wurden nicht gemacht. Dmitrijew hatte seinerseits kurz zuvor in sozialen Medien mitgeteilt, dass er "zurück in Miami" sei. Die Gespräche in Florida finden nur einen Tag vor geplanten neuen Treffen zwischen Vertretern Kiews und Moskaus in Abu Dhabi statt.
+++ 16:00 Stromversorgung in Ukraine zum Teil wiederhergestellt +++
In der Ukraine gehen die Reparaturen am Stromnetz voran. Die Stromversorgung der kritischen Infrastrukturen in den Regionen Kiew und Dnipropetrowsk sei am Nachmittag wiederhergestellt worden, teilt Energieminister Denys Shmyhal mit. Als nächstes sollen die Haushalte schrittweise wieder Strom bekommen. In den Regionen Charkiw, Schytomyr und Odessa werde die Stromversorgung der Bevölkerung bereits wiederhergestellt, so der Minister. Ihm zufolge war am Morgen an den Hauptstromleitungen zwischen Rumänien, Moldau und der Ukraine eine Störung aufgetreten. Infolgedessen kam es zu massiven Stromausfällen in der Ukraine und in Moldau. (Siehe Eintrag um 14:27 Uhr) Zur Ursache für die Störung hat der Minister bisher nichts gesagt.
+++ 15:39 Tschernobyl-Ruine kurzzeitig ohne externe Stromversorgung +++
Das ehemalige Atomkraftwerk Tschernobyl war nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) an diesem Samstag kurzzeitig von der externen Stromversorgung abgeschnitten. Der Anschluss sei inzwischen wiederhergestellt, teilt IAEA-Chef Rafael Grossi mit. Aufgrund technischer Probleme im Stromnetz hätten zudem andere ukrainische Kernkraftwerke ihre Leistung vorübergehend gedrosselt. Direkte Auswirkungen auf die nukleare Sicherheit seien nicht zu erwarten, die Gesamtlage bleibe jedoch prekär.
+++ 15:12 Nach Cyberangriffen auf polnisches Energienetz: IT-Experten vermuten Russland hinter Attacken +++
Nach Cyberangriffen auf die polnische Energieinfrastruktur gehen IT-Fachleute davon aus, dass der russische Inlandsgeheimdienst FSB hinter den Hackerattacken steckt. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters und beruft sich auf Angaben des polnischen Computer-Notfallteams CERT Polska. Demnach fanden die Cyberangriffe Ende Dezember 2025 statt und richteten sich gegen 30 polnische Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien, ein Produktionsunternehmen und ein Kraftwerk, das fast 500.000 Verbraucherinnen und Verbraucher mit Wärme versorgt. Der Angriff wird einer Hackergruppe zugeschrieben, die Verbindungen zum russischen Inlandsgeheimdienst FSB unterhält und unter verschiedenen Decknamen wie Berserk Bear und Dragonfly aktiv ist.
+++ 14:45 Blackout in Moldau ist teilweise behoben +++
In Moldau ist die Wiederherstellung der Stromversorgung nach Angaben des Energieministeriums weit fortgeschritten. Im Süden, Norden und Nordwesten des Landes seien alle 110-Kilovolt-Stromleitungen wieder angeschlossen, schreibt das Ministerium in sozialen Medien. Auch mehrere Umspannwerke seien wieder vollständig in Betrieb, heißt es. In der Hauptstadt Chișinău sei die Versorgung der Verbraucher teilweise wieder aufgenommen worden. Die Versorgung der Endverbraucher im Land soll schrittweise wiederhergestellt werden. Zuvor hatte das Ministerium mitgeteilt, dass schwerwiegende Probleme im ukrainischen Netz einen Spannungsabfall verursacht hätten, der zu einer Notabschaltung geführt habe.
+++ 14:27 Minister: Störung verursachte gleichzeitige Abschaltung von Hauptstromleitungen +++
In der Ukraine ist es nach Regierungsangaben infolge einer "technischen Störung" zu massiven Stromausfällen gekommen. Die Störung sei am Morgen an den Hauptstromleitungen zwischen Rumänien, Moldau und der Ukraine aufgetreten, erklärt Energieminister Denys Schmyhal. Die Störung habe zu einer "gleichzeitigen Abschaltung der 400-Kilovolt-Leitung zwischen den Stromnetzen Rumäniens und Moldaus und der 750-Kilovolt-Leitung zwischen West- und Zentralukraine" geführt, erläutert der Minister. Dabei seien "automatische Schutzmechanismen in mehreren Umspannwerken" ausgelöst worden. In der Folge sei es in der Hauptstadtregion Kiew, der zentralen Region Schytomyr sowie in Charkiw im Nordosten des Landes zu Stromausfällen gekommen. Er versichert, die Stromversorgung werde "innerhalb der nächsten Stunden" wiederhergestellt sein. Eine Ursache für die Störung nennt er bisher nicht.
+++ 13:47 Vor Gesprächen: Russischer Unterhändler Dmitrijew in den USA +++
Vor neuen Verhandlungen morgen in Abu Dhabi über eine Beendigung des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine ist der Kreml-Unterhändler Kirill Dmitrijew nach eigenen Angaben wieder in die USA gereist. "Wieder in Miami", schreibt der Vertraute von Kremlchef Wladimir Putin bei Instagram zusammen mit einem Friedenstauben-Emoji. Dmitrijew macht keine Angaben dazu, mit wem er sich trifft und worum es genau bei den Gesprächen geht. Dmitrijew hatte seine bisherigen Gespräche stets mit dem US-Unterhändler Steve Witkoff geführt. Russen und Ukrainer wollen an diesem Sonntag in Abu Dhabi ihre am vergangenen Wochenende nach langer Zeit wieder aufgenommenen direkten Verhandlungen über ein mögliches Ende des Krieges fortsetzen.
+++ 13:19 Stromausfälle in Moldau und Ukraine +++
In Moldau und der Ukraine kommt es zu weitreichenden Stromausfällen. Das moldauische Energiesystem ist nach Angaben des Energieministeriums wegen eines Spannungsabfalls im ukrainischen Netz von einer Notabschaltung betroffen. In der Hauptstadt Chisinau fallen Ampeln und die Versorgung in den meisten Bezirken aus. Auch in der Ukraine meldet der Versorger DTEK Notabschaltungen. In Kiew stehen die U-Bahnen still, zudem ist die Wasserversorgung unterbrochen. Das ukrainische Stromnetz ist seit Monaten Ziel russischer Angriffe.
+++ 12:51 ntv-Reporterin Kriewald über Feuerpause: "In Kiew sitzen Menschen ohne Heizung, ohne Strom" +++
Trotz der angekündigten Feuerpause meldet die Ukraine etliche Luftangriffe. Gleichzeitig blickt das Land skeptisch auf die laufenden Verhandlungen: Ein längerer Waffenstillstand wäre dringend nötig, doch das Vertrauen in Moskau ist gering, wie ntv-Reporterin Nadja Kriewald aus dem kalten Odessa berichtet.
+++ 12:28 U-Bahnen in Kiew stehen wegen Stromausfalls still +++
Das U-Bahn-Netz der ukrainischen Hauptstadt Kiew ist aufgrund von Stromausfällen zum Stillstand gekommen. "Der Zugverkehr und der Betrieb der Rolltreppen in der U-Bahn wurde vorübergehend eingestellt", teilt der Betreiber der U-Bahn bei Facebook mit. Grund sei der Ausfall eines externen Stromversorgungszentrums. Bis die Stromversorgung wiederhergestellt sei, würden die U-Bahn-Stationen als Schutzräume vor den russischen Angriffen dienen, erklärt Bürgermeister Vitali Klitschko im Onlinedienst Telegram. Das U-Bahn-Netz ist ein wichtiges Verkehrssystem der ukrainischen Hauptstadt. Selbst während intensiver russischer Bombardements stellte die U-Bahn nur selten den Betrieb ein.
+++ 12:01 Russland verlagert Angriffe auf andere Ziele vor Verhandlungen +++
Russland hat nach einem erklärten vorübergehenden Verzicht auf den Beschuss von Energieanlagen dem Verteidigungsministerium zufolge seine Angriffe auf andere Ziele fortgesetzt. Es seien von den ukrainischen Streitkräften genutzte Objekte der Verkehrsinfrastruktur und Munitionsdepots beschossen worden, teilt das russische Ministerium mit. Die ukrainischen Luftstreitkräfte melden, dass Russland in der Nacht zum Samstag 85 Drohnen eingesetzt habe. Über Einschläge in Energieanlagen war demnach zunächst nichts bekannt.
+++ 11:39 Politologin Puglierin: Weder Trump noch Putin oder Xi wollen ein starkes Europa +++
Haben sich die europäischen Staaten zu sehr auf die USA im Nato-Bündnis verlassen? Aus Sicht der Politologin Jana Puglierin hat Washington Europa bewusst in militärischer Abhängigkeit gehalten. Auch Russland und China hätten kein Interesse an einem geeinten und wehrhaften Europa. "Weder Trump noch der russische Präsident Wladimir Putin oder der chinesische Präsident Xi Jinping haben ein Interesse an einem starken Europa. Sie wollen einzelne europäische Staaten, die dann viel schwächer und formbarer wären", sagte die Leiterin des Berliner Büros der Denkfabrik European Council on Foreign Relations (ECFR) im Interview mit ntv.de. US-Präsident Donald Trumps Drohung, Grönland zu annektieren, habe die europäischen Staatschefs zusammengeschweißt und gezeigt: "Europa ist stärker, als es sich wahrnimmt."
+++ 11:14 Ukrainisches Militär zerstört Tor-M1-Flugabwehrsystem in der Oblast Luhansk +++
Ukrainische Truppen haben die Zerstörung eines Tor-M1-Flugabwehrraketensystems in der Nähe von Kamjanka im Gebiet Luhansk in der Nacht vom 30. auf den 31. Januar bestätigt. Das teilt der Generalstab der Streitkräfte der Ukraine bei Facebook mit.
+++ 10:43 Polen: Wohl erneut Ballons aus Belarus im Luftraum entdeckt +++
Polen hat erneut aus Belarus kommende Flugobjekte in seinem Luftraum entdeckt. Wie das Operative Kommando der Streitkräfte in Warschau mitteilt, ergab eine Analyse der Flugparameter, dass es sich höchstwahrscheinlich um Ballons gehandelt habe. Der Vorfall ereignete sich in der Nacht im Osten des EU- und Nato-Mitgliedstaats. Die Armee betont, es handele sich um einen weiteren in einer Serie von Zwischenfällen hybriden Charakters im Osten Polens. Die Sicherheit des Luftraums sei nicht direkt gefährdet gewesen.
+++ 10:21 Duma-Sprecher droht der Ukraine mit weiteren massiven Angriffen +++
Laut des Sprechers der russischen Staatsduma, Wjatscheslaw Wolodin, wollen Mitglieder des russischen Parlaments massive Angriffe gegen die Ukraine fordern. "Die Mitglieder der Staatsduma bestehen auf den Einsatz stärkerer Waffen, sogenannter Vergeltungswaffen", so Wolodin bei Telegram. Er machte Andeutungen, dass die Ukraine mit "neuen Problemen" konfrontiert werde. Die Drohung fällt zeitlich mit Wettervorhersagen zusammen, die auf die kälteste Winterperiode in der Ukraine hindeuten. Die Folgen erneuter Angriffe auf die Infrastruktur können für die ukrainische Bevölkerung ohne Heizung oder Strom bei bis zu Minus 30 Grad verheerend sein.
+++ 09:48 Irland unterstützt Ukraine mit 25 Millionen Euro für Energienetze +++
Die irische Regierung hat 25 Millionen Euro für die Ukraine zur Unterstützung ihrer Energieinfrastruktur bewilligt. Dies gab der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha bei X bekannt. Sybiha dankte der irischen Außenministerin Helen McEntee und der irischen Regierung. "Dieser wichtige Beitrag kommt zu einem kritischen Zeitpunkt, da die Bevölkerung in der gesamten Ukraine unter den Folgen russischer Angriffe und den damit verbundenen Heizungsausfällen leidet – und das in einem der härtesten Winter seit Jahren", so Sybiha.
+++ 09:02 Kiew: Knapp 900 russische Soldaten innerhalb eines Tages "eliminiert" +++
Kiew macht täglich Angaben zu den personellen Verlusten auf russischer Seite. Laut Ukraine sind es 880 russische Soldaten, die am vergangenen Tag verletzt oder getötet worden sind. Nach Angaben des ukrainischen Verteidigungsministeriums sind seit Beginn des Krieges im Februar 2022 insgesamt 1.239.590 russische Soldaten "eliminiert" worden. Wie das Verteidigungsministerium in seinen täglichen Angaben zu den Verlusten Russlands verkündet, habe der Gegner seit Kriegsbeginn rund 11.600 Panzer und fast 120.000 Drohnen, die sich nicht mehr im Besitz des russischen Militärs befinden oder zerstört wurden. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen. Moskau selbst hält sich mit Informationen zu eigenen Verlusten in der Ukraine zurück.
+++ 08:37 Putin-Gesandter trifft sich mit Trump-Team in Florida +++
Kirill Dmitrijew, ein Gesandter des Kremlchefs Wladimir Putin, wird heute voraussichtlich im US-Bundesstaat Florida Vertreter des Teams von US-Präsident Donald Trump treffen. Das berichtet Reuters unter Berufung auf zwei mit US-Vertreter. Das Treffen soll demnach im Vorfeld einer weiteren geplanten Runde von Friedensgesprächen zwischen Russland und der Ukraine in den Vereinigten Arabischen Emiraten stattfinden. An dem Gespräch nehmen dem Bericht zufolge sehr wahrscheinlich auch der Sondergesandte Steve Witkoff und Trumps Schwiegersohn Jared Kushner teil.
+++ 08:12 Ukrainische Verteidiger wehren 64 russische Drohnen in der Nacht ab +++
Die ukrainische Luftverteidigung hat seit gestern Abend 64 von 85 russischen Drohnen abgewehrt. Dies teilt die ukrainische Luftwaffe via Telegram mit. Etwa 55 dieser Drohnen waren demnach vom Typ Shahed. Es seien Treffer von 20 Drohnen an 13 Standorten registriert worden.
+++ 07:32 Militärverwaltung: Siedlungen in Saporischschja mehr als 1000 Mal in 24 Stunden attackiert +++
Das russische Militär hat in den vergangenen 24 Stunden nach ukrainischen Angaben 1.019 Angriffe auf 33 Siedlungen in der Region Saporischschja durchgeführt. Dies teilt der Leiter der Militärverwaltung der Region Saporischschja, Iwan Fjodorow, bei Telegram mit. Demnach wurden drei Menschen bei den Angriffen verletzt.
+++ 07:16 Kiew: Mehr als 250 Wohnhäuser weiter ohne Strom nach russischen Angriffen +++
Nach den massiven russischen Angriffen auf das Energienetz Kiews gibt es dort immer noch in mehr als 250 Wohnblöcken keinen Strom. "Mitarbeiter der Versorgungsbetriebe und Energieingenieure arbeiten weiterhin daran, die durch großangelegte feindliche Angriffe auf die Hauptstadt verursachten Schäden an der kritischen Infrastruktur zu beheben und die Heizung in den Wohnungen der Kiewer Bewohner wiederherzustellen", schreibt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. Oleksandr Kharchenko, Direktor des Forschungszentrums für die Energiewirtschaft, sagte, dass Wohngebäude in Kiew, die noch ohne Heizung sind, bis zum 1. Februar beheizt werden könnten.
+++ 06:47 Selenskyj lehnt Gespräche in Moskau ab +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt den Vorschlag des Kremls ab, Gespräche mit dem russischen Präsidenten Wladimir Putin in Moskau zu führen. Das sagte Selenskyj laut "Kyiv Independent" bei einer Pressekonferenz, aber er signalisierte gleichzeitig Bereitschaft zu einem Treffen in einem angemesseneren Format. "Ich kann ihn genauso gut nach Kiew einladen, soll er doch kommen. Ich lade ihn offen ein, wenn er sich traut", sagte der ukrainische Staatschef und deutete damit an, dass Putin direkte Gespräche vermeiden wolle. Selenskyjs Äußerungen folgen auf die Aussage des Kreml-Beraters Juri Uschakow, Moskau sei bereit, Selenskyjs Sicherheit und Arbeitsbedingungen zu gewährleisten, sollte er nach Russland kommen, um die Gespräche über ein Ende des Krieges fortzusetzen.
+++ 06:21 Sicherheitsexpertin sieht europäische Atombombe skeptisch +++
In der Diskussion um eine mögliche EU-Atombombe gibt sich Sicherheitsexpertin Jana Puglierin vom Thinktank European Council on Foreign Relations in Berlin skeptisch. Die Nuklearwaffe sehe sie aus vielen Gründen nicht als Ersatz zum atomaren Schutzschirm der USA. Zugleich widerstrebe ihr die Vorstellung, dass sich europäische Länder einzeln damit ausrüsten würden. "Priorität müsste haben, mit den Atommächten Frankreich und Großbritannien einen pragmatischen Weg zu suchen, wie sie stärker zur gesamteuropäischen Abschreckung beitragen können", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Seit dem Amtsantritt von US-Präsident Donald Trump wachsen die Zweifel daran, dass sich die Europäer im Ernstfall noch auf den atomaren Schutz der USA verlassen können. Der französische Präsident Emmanuel Macron schlägt seit längerem ein europäisches atomares Schutzschild vor.
+++ 05:35 Putin lobt russische Rüstungsexporte +++
Kremlchef Wladimir Putin lobt die Rüstungsexporte seines Landes trotz des Drucks westlicher Staaten. Im vergangenen Jahr seien russische Rüstungsgüter in mehr als 30 Länder geliefert worden, sagt Putin bei einem Treffen im Kreml. Die Einnahmen in ausländischer Währung hätten 15 Milliarden Dollar überschritten. Der Sektor arbeite unter "komplizierten Bedingungen" und stehe unter dem Druck westlicher Länder. "Aber trotz all dieser Versuche wurden unsere Exportverträge im Großen und Ganzen konsequent eingehalten", sagt Putin. Afrikanische Länder zeigten dem russischen Staatschef zufolge besonderes Interesse an russischen Militärgütern.
+++ 04:35 Pistorius wirft Putin "Terror" gegen Ukraine vor +++
Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius von der SPD wirft Kremlherrscher Wladimir Putin "Terror" gegen die ukrainische Zivilbevölkerung vor. Zugleich äußert er im Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) Zweifel an der Friedensbereitschaft des russischen Machthabers. Bislang sehe er "keine Anzeichen dafür, dass Russland ernsthaft Frieden will". Wenn es darauf ankomme, halte Putin immer an seinen Maximalforderungen fest und zeige sich an keiner Stelle kompromissbereit, kritisiert Pistorius. Während der Friedensgespräche in Abu Dhabi habe er die Ukraine in einer Art und Weise bombardieren lassen wie zuvor kaum in diesem Krieg. "Das hat nichts mehr mit einer militärischen Auseinandersetzung zu tun. Das ist Terror, der sich ausschließlich gegen die Zivilbevölkerung richtet, in einem Winter mit Temperaturen von minus 20 Grad", wirft Pistorius Putin vor.
+++ 03:30 Ukrainischer Geheimdienst: Anschlag in Odessa vereitelt +++
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU hat nach eigenen Angaben drei Männer festgenommen, die im Auftrag des russischen Geheimdienstes FSB Terroranschläge in Odessa vorbereitet haben sollen. Ziel der geplanten Anschläge seien Angehörige ukrainischer Spezialeinheiten und Soldaten gewesen, die an Kampfeinsätzen an der Südfront beteiligt sind. Die Männer sollen geplant haben, Autos und Wohnungen von Militärangehörigen und deren Familien mit ferngezündeten Sprengsätzen anzugreifen, um Angst unter der Zivilbevölkerung zu verbreiten. Der SBU erklärt, man habe die Verdächtigen auf dem Weg zu den Wohnorten der Soldaten festgenommen und Sprengsätze sowie Mobiltelefone sichergestellt. Gegen die Männer wird wegen Hochverrats unter Kriegsrecht ermittelt, ihnen droht lebenslange Haft.
+++ 02:25 Expertin: Europas Militär noch jahrelang auf USA angewiesen +++
Europa bräuchte nach Einschätzung der Sicherheitsexpertin Jana Puglierin mehrere Jahre, um militärisch unabhängig von den USA zu werden. "Fünf Jahre mindestens, für Bereiche wie Aufklärung, Überwachung, Satelliten vielleicht sogar ein Jahrzehnt oder länger", sagt sie den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es gehe insbesondere um "strategische Schlüsselbereiche, über die europäische Armeen bislang noch nicht verfügen" - etwa Aufklärung, Zielerfassung, die integrierte Luftverteidigung oder den strategischen Lufttransport. Europa müsse sich allein verteidigen können, sagt Puglierin, die das Berliner Büro des Thinktanks European Council on Foreign Relations leitet. "Es gibt nicht wirklich eine Alternative, außer wir dienen uns einer Schutzmacht so an, dass wir eine Art Protektorat werden." Das bisherige Nato-Modell, in dem die Alliierten den USA freiwillig als Bündnispartner gefolgt seien, sei "offensichtlich nicht mehr im Angebot", sagt Puglierin.
+++ 01:20 Umfrage: 72 Prozent der Ukrainer sehen Trump negativ +++
72 Prozent der Ukrainer haben einer Umfrage zufolge eine negative Einstellung zu US-Präsident Donald Trump. Das geht aus einer Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Rating hervor. Demnach äußerten 47 Prozent der Befragten eine eher negative, weitere 25 Prozent eine sehr negative Haltung. Positiv bewerteten Trump 22 Prozent. Auch der chinesische Staats- und Parteichef wird mehrheitlich kritisch gesehen: 80 Prozent der Ukrainer äußerten eine negative Haltung gegenüber Xi Jinping, davon 40 Prozent sehr negativ und weitere 40 Prozent eher negativ. Besonders eindeutig fällt das Urteil über Russland aus. Demnach bewerten 99 Prozent der Befragten Wladimir Putin negativ. Die Umfrage wurde vom 11. bis 14. November telefonisch unter 1000 Personen durchgeführt.
+++ 00:15 Ukraine: Russland greift Eisenbahn-Strecken an +++
Russland hat nach ukrainischen Angaben binnen 24 Stunden sieben Angriffe auf die Eisenbahn-Infrastruktur verübt. "Russland greift absichtlich die Logistikrouten der Ukraine an", schreibt Vize-Ministerpräsidentin Julia Swyrydenko auf X. Dies sei vorsätzlicher Terror, der auf Menschen und zivilen Transport abziele.
+++ 23:10 Putin empfängt Irans Sicherheitschef +++
Vor dem Hintergrund der Spannungen zwischen Washington und Teheran traf Kremlchef Wladimir Putin den iranischen Sicherheitschef. Putin habe "den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrates der Islamischen Republik Iran, Ali Laridschani, im Kreml empfangen", teilt der Kreml mit. Der iranische Botschafter in Moskau, Kazem Jalali, erklärt auf Telegram, dass es bei den Gesprächen um wirtschaftliche Beziehungen und "wichtige regionale und internationale Themen" gegangen sei. Laridschanis Besuch wurde laut der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Novosti im Vorfeld nicht angekündigt.
+++ 22:07 Putin-Vertrauter Dmitriew trifft offenbar Trumps Team in den USA +++
Kirill Dmitriew, ein Sondergesandter von Kremlchef Wladimir Putin, will nach Angaben von Reuters am Samstag in den USA Vertreter des Teams von US-Präsident Donald Trump treffen. Demnach ist Miami geplant, einen Tag vor einer weiteren Runde geplanter Gespräche über ein mögliches Kriegsende in Abu Dhabi. Welche Vertreter der US-Seite teilnehmen, ist offiziell nicht bekannt. Laut Reuters ist es jedoch wahrscheinlich, dass Sondergesandter Steve Witkoff sowie Trumps Schwiegersohn Jared Kushner eingebunden sind. US-Außenminister Marco Rubio hatte zuvor erklärt, Witkoff und Kushner würden nicht an der nächsten Gesprächsrunde mit Russland und der Ukraine teilnehmen, eine US-Präsenz schloss er aber nicht aus.
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