Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 06:50 Selenskyj kündigt neue Angriffe auf russische Ölinfrastruktur an +++

14.10.2026, 00:01 Uhr

Nach Angaben von Präsident Selenskyj wird die Ukraine ihre Angriffe auf russische Ölinfrastruktur wiederaufnehmen. "Die Sperre ist aufgehoben - damit ist Schluss", sagte Selenskyj in einem Interview mit der "Financial Times" in London. Die Ukraine habe drei Tage lang keine Energieanlagen angegriffen, um dem Wunsch der USA nachzukommen. Russland habe währenddessen trotz der von US-Präsident Trump verkündeten "Energie-Waffenruhe" weiter ukrainische Energieinfrastruktur und Zivilsten angegriffen.

+++ 06:21 USA drängen Europa zu Teilfreigabe russischer Staatsvermögen +++

Die USA schlagen vor, dass europäische Staaten einen Teil der nach Moskaus Angriff auf die Ukraine blockierten russischen Staatsvermögen freigeben und in ein von Washington beaufsichtigtes Instrument übertragen. Damit sollten Friedensgespräche wiederbelebt werden, berichtet die "Financial Times" unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Europäische Delegierte weisen den Plan demnach zurück, den die US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner vorgelegt haben sollen.

+++ 06:06 Mützenich findet AfD-BSW-Antrag zu Russland-Sanktionen "schamlos" +++

SPD-Außenpolitiker Rolf Mützenich kritisiert den AfD-BSW-Antrag aus Sachsen-Anhalt zur Aufhebung der Wirtschaftssanktionen gegen Russland scharf. "Was AfD und BSW da veranstalten, ist schamlos", sagte Mützenich dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Sie gaukeln den Menschen vor, dass es auf ein komplexes Thema einfache Antworten gibt." Es sei eine völkerrechtliche Notwendigkeit, ein Land, das angegriffen wird, zu unterstützen. "Das sieht die Charta der Vereinten Nationen ausdrücklich vor." Behauptungen etwa der AfD, durch die Aufhebung der Sanktionen gegen Russland würden in Deutschland die Spritpreise sinken, seien "dummes Zeug". "Der Sprit würde nicht billiger, zumindest nicht nachhaltig", sagte Mützenich. "Russland richtet seine Energieinfrastruktur auf Asien aus. Es wäre außerdem falsch, Russlands Feldzug mitzufinanzieren." Für langfristig günstige Energie seien erneuerbare Energien und alternative Antriebsarten nötig.

+++ 05:40 Briten dringen auf schärfere Schifffahrtssanktionen gegen Russland +++

Großbritanniens Finanzminister John Healey fordert seine Amtskollegen beim Jahrestreffen des Internationalen Währungsfonds in Bangkok auf, Sanktionen gegen Russlands Schifffahrt zu verschärfen: "Meine Botschaft an die Finanzminister hier heute zur Ukraine lautet, bei harten Wirtschaftssanktionen gegen Russland Kurs zu halten, insbesondere bei einem strengeren Verbot von Schifffahrtsdiensten, die Putins sanktionsbrechender Schattenflotte den Betrieb ermöglichen." Großbritannien hat eine Reihe von Sanktionen gegen Schiffe und damit verbundene Dienstleistungen verhängt, die Russland nach britischer Einschätzung zur Finanzierung und Ausrüstung seines Krieges gegen die Ukraine nutzt. Ein US-Regierungsvertreter hatte dagegen erklärt, die Regierung von Präsident Donald Trump erwäge eine Lockerung von Strafmaßnahmen gegen Schiffe der sogenannten Schattenflotte, die Öl und Ölprodukte unter anderem aus Russland, dem Iran und Venezuela transportiert haben, um die rekordhohen globalen Frachtraten zu senken.

+++ 04:36 Strack-Zimmermann: "Putin hält uns für komplette Weicheier" +++

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann warnt davor, dass Russlands Strategie die Gesellschaft zu spalten aufgehen könnte. "Wladimir Putin spielt auf Zeit. Er hält uns für komplette Weicheier und sagt, wenn ich die nur lang genug penetriere, dann fällt die Gesellschaft auseinander", sagt die Vorsitzende des Ausschusses für Sicherheit und Verteidigung im EU-Parlament dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Das müssen wir ernst nehmen, weil da Ängste und Unsicherheit geschürt werden - und Angst ist immer ein ganz schlechter Ratgeber." Fortschritte der russischen Kräfte auf dem Schlachtfeld sieht Strack-Zimmermann nicht. "Russland ist zutiefst erfolglos in der Ukraine, die Front ist eingefroren, verliert aber nicht nur monatlich 30.000 Soldaten, sondern investiert alles."

+++ 03:24 Großbritannien: 17 Millionen Pfund für Reparaturen in Tschernobyl +++

Die britische Regierung stellt 17 Millionen Pfund für Reparaturen am Atomkraftwerk Tschernobyl in der Nordukraine bereit. Das Geld sei für wichtige Reparaturen an der Schutzhülle und dem Belüftungssystem bestimmt, teilt die Regierung in London mit. Ein russischer Drohnenangriff hatte im vergangenen Jahr den Schutzmantel des Kraftwerks beschädigt. Dort hatte sich 1986 der weltweit schwerste Atomunfall ereignet.

+++ 02:27 Wadephul: Schwarzes Meer immer mehr Kriegsschauplatz +++

Außenminister Johann Wadephul hat angesichts jüngster Angriffe auf zivile Schiffe vor der bulgarischen Schwarzmeerküste verlangt, den Druck auf Russland aufrechtzuerhalten und Moskau keine wirtschaftlichen Geschenke zu machen. "Geschenke bestärken Putin auf seinem Kurs. Nur Härte schafft Gesprächsbereitschaft", sagt der CDU-Politiker bei einem Treffen mit seiner bulgarischen Amtskollegin Welislawa Petrowa-Tschamowa in Berlin. Den jüngsten Diesel-Deal von US-Präsident Donald Trump mit seinem russischen Kollegen Wladimir Putin erwähnt Wadephul dabei nicht ausdrücklich.

+++ 01:42 US-Geheimdienste warnen Ukraine vor Angriffen auf russische Energieanlagen +++

Die USA drohen der Ukraine offenbar, sie von Geheimdienstinformationen abzuschneiden, wenn die Angriffe auf russische Raffinerien weitergehen. US-Geheimdienstmitarbeiter hätten eine entsprechende Warnung an die ukrainische Botschaft in Washington übermittelt, meldet die "Washington Post" unter Berufung auf einen Insider. Bislang seien die Informationen nicht eingestellt worden, zumindest nicht vollständig, heißt es. Die Drohung bestehe aber weiterhin. Der ukrainische Präsident Selenskyj hat in einem Radiointerview bestätigt, dass das ukrainische Militär entsprechende Warnungen erhalten habe.

+++ 00:22 Haushaltsausschuss billigt vier Rüstungsvorhaben unter anderem zur Drohnenabwehr +++

Der Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages hat grünes Licht für weitere Beschaffungsgroßprojekte der Bundeswehr gegeben, darunter Systeme zur Drohnenabwehr und zur Stärkung des Patriot-Luftabwehrsystems. Die Abgeordneten stimmten für vier genehmigungspflichtige Vorlagen, die den Umfang von 25 Millionen Euro übersteigen, wie das Bundesverteidigungsministerium mitteilt. Eines der genehmigten Projekte betrifft so genannte Netzwerfer-Drohnensysteme. Aufgrund der steigenden Bedrohungslage durch Klein- und Kleinstdrohnen, auch für Ausspäh- und Sabotageversuche, benötigt die Bundeswehr laut Ministerium effektive Abwehrmittel, um ihre Liegenschaften im In- und Ausland zu schützen.

+++ 23:09 Explosion im Schwarzen Meer: Feuer auf Handelsschiff +++

Nahe der Ukraine ist auf einem Handelsschiff in rumänischen Gewässern Feuer ausgebrochen. Noch sei unklar, ob ein Treffer durch eine Drohne die Ursache gewesen sei, sagt Verteidigungsminister Radu Miruta dem rumänischen Sender "Digi24". Die rumänische Luftabwehr habe auf ihrem Radar keine Drohne registriert, die sich auf dieses Schiff zubewegt habe. Zuletzt häufen sich im Schwarzen Meer die Drohnen-Angriffe auf Handelsschiffe. Vor neun Tagen war ein türkisches Handelsschiff nahe dem rumänischen Ort Sfantu Gheorghe gesunken. Betroffen waren in den letzten Tagen auch mehrere Schiffe in Schwarzmeer-Wirtschaftszonen des Nachbarlands Bulgarien.

+++ 22:13 Geködert und verheizt: 20 Bangladescher an der Front im Ukraine-Krieg gefallen +++

Mindestens 20 Staatsangehörige Bangladeschs, die vorher unter falschen Arbeitsversprechen nach Russland gelockt worden sein sollen, sind als lebende "Köder" im Ukraine-Krieg getötet worden. Das berichtet eine Spezialeinheit der bangladeschischen Polizei in Dhaka. Die Special Response Battalion (SRB) in dem südasiatischen Land ermittelt in Fällen von Menschenhandel. Vorläufige Untersuchungen ergeben demnach, dass die eigentlich kriegsuntauglichen Personen als "Köder" an die Front geschickt wurden, um feindliche Positionen ausfindig zu machen. Mitglieder eines international operierenden Schleusernetzwerks hätten mit Hilfe lokaler "Agenten" die Betroffenen als Bauarbeiter angeworben, heißt es weiter. Nach ihrer Ankunft seien sie jedoch gedrängt worden, ein dreiwöchiges Training zu absolvieren, das sie für den Kriegseinsatz vorbereiten sollte. "Sie wurden an das russische Militär übergeben, ihre Pässe und Mobiltelefone wurden ihnen unmittelbar nach der Ankunft auf russischem Boden abgenommen", erläutert der SRB.

+++ 21:35 Musk: Satelliten-Kontrolle liegt bei US-Regierung und letztlich bei Trump +++

Nach Kritik der Ukraine verweist der US-Unternehmer Elon Musk darauf, dass der Satellitennetzwerk Starshield Eigentum der US-Regierung sei und von dieser auch kontrolliert werde. Jegliche Beschränkungen bei Geschwindigkeit oder Nutzung werde vom US-Militär und letztlich vom US-Präsidenten festgelegt, erklärt Musk. Starshield ist der militärische Teil des Satellitennetzwerks, dessen ziviler Arm "Starlink" heißt. Zu Starlink sagt Musk, dieses System sei auf zivile oder defensive Aktivitäten beschränkt und könne nicht für offensive militärische Zwecke genutzt werden.

Die Ukraine hatte zuvor Musks Unternehmen SpaceX, zu dem Starshield und Starlink gehören, vorgeworfen, die Satelliten-Nutzung für die Ukraine eingeschränkt und dadurch die ukrainische Drohnenabwehr und Luftverteidigung im Kampf gegen Russland geschwächt zu haben. Das hatte Sorgen geschürt, US-Präsident Donald Trump könne die Unterstützung der Ukraine auf dem Schlachtfeld reduzieren, um Kiew zu Zugeständnissen an Russland oder die USA zu zwingen.

+++ 21:04 Le Pen: Frankreich kann Ukraine nicht weiter finanzieren +++

Die französische Rechtspopulistin Marine Le Pen sagt, Frankreich könne die Ukraine nicht weiter finanziell unterstützen. "Wir können die Ukraine nicht mehr finanzieren", sagt sie vor Journalisten in Brüssel. Frankreich sei in einer äußerst problematischen wirtschaftlichen Lage. Das Haushaltsdefizit sei hoch und das Wirtschaftswachstum schwach. Aktuellen Umfragen zufolge könnte Le Pen im kommenden Jahr die Präsidentschaftswahl in Frankreich gewinnen und Nachfolgerin von Emmanuel Macron werden.

+++ 20:31 Starlink wieder funktionstüchtig? Selenskyj appelliert an Elon Musk +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den US-Technologieunternehmer Elon Musk aufgefordert, den Satelliten-Kommunikationsdienst Starlink in der Ukraine wiederherzustellen. "Wenn die Angriffe weitergehen und Starlink nicht funktioniert, werden natürlich Menschen sterben", sagt Selenskyj während eines Besuchs in Großbritannien in einem Interview mit dem britischen Journalisten Piers Morgan. Die Störung des Dienstes sei "ein großer Fehler". Derweil erklärt der ehemalige ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow auf X: "Der Starlink-Betrieb bei Geschwindigkeiten von bis zu 160 km/h wurde wiederhergestellt. Angriffsdrohnen und Abfangdrohnen sollten wieder fliegen können. Jetzt müssen wir daran arbeiten, die Beschränkungen für Starshield vollständig aufzuheben." Für den militärischen Dienst Starshield ist das US-Verteidigungsministerium verantwortlich. Fedorow bedankt sich ausdrücklich bei Musk für die Unterstützung.

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