Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 18:27 Höhlenkloster-Restaurierung in Kiew könnte zwei Jahre dauern +++
Die Reparaturen an der bei russischen Angriffen beschädigten weltberühmten Höhlenkloster-Anlage in Kiew sind nach Angaben ihres Direktors womöglich langwierig. "Nach Einschätzung unserer Experten könnten die Restaurierungs- und Sanierungsarbeiten etwa zwei Jahre dauern - sofern alles reibungslos verläuft", sagt Maksym Ostapenko Journalisten vor Ort. Der Schaden an der Anlage beläuft sich ihm zufolge auf umgerechnet rund 9,6 Millionen Euro.
+++ 17:36 Berichte: Russisches Kriegsschiff feuert im Ärmelkanal Warnschüsse auf ziviles Schiff ab +++
Matrosen einer russischen Fregatte haben Berichten zufolge im Ärmelkanal Warnschüsse auf eine zivile Yacht abgegeben, die sich dem Schiff genähert haben soll. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf eine mit dem Vorfall vertraute Quelle. Der Vorfall habe die russische Fregatte "Admiral Grigorowitsch" betroffen, sagte die Quelle unter der Bedingung der Anonymität. Laut Sky News soll sich der Vorfall am späten Dienstagvormittag ereignet haben.
Die Besatzung der in Großbritannien registrierten Yacht habe die Warnschüsse gemeldet, verlautete nach Bericht der AFP aus britischen Verteidigungskreisen. Der Vorfall soll sich rund 20 Seemeilen südlich der Isle of Wight ereignet haben. Ein Sprecher des britischen Verteidigungsministeriums erklärte: "Wir untersuchen Berichte über einen Vorfall im Ärmelkanal."
Erst am Sonntag hatte das britische Militär einen mit Sanktionen belegten Öltanker der russischen Schattenflotte im Ärmelkanal geentert. Es war der erste Einsatz dieser Art, der darauf abzielt, russische Einnahmen aus Ölgeschäften zu unterbinden, mit denen die Regierung in Moskau ihren Krieg in der Ukraine finanziert. Am Montag hatte die Marine mitgeteilt, zwei britische Schiffe hätten die russische Fregatte "Admiral Grigorowitsch" im Ärmelkanal westlich von Brest in Frankreich verfolgt.
+++ 17:04 Großbritannien und Kanada verhängen neue Russland-Sanktionen +++
Großbritannien und Kanada erhöhen den Druck auf Russland. Wie die Regierungschefs der beiden Länder beim G7-Gipfel im französischen Évian ankündigen, sollen unter anderem Russlands Schattenflotte und Rüstungsindustrie mit neuen Sanktionen ins Visier genommen werden. Kanadas Premier Mark Carney zufolge sollen 162 Menschen, Unternehmen und Schiffe neu auf die Sanktionsliste Ottawas kommen. Großbritannien verhängt 70 neue Sanktionen gegen Russlands Schattenflotte, Lieferketten im Rüstungsbereich und illegale Finanznetzwerke zur Umgehung von Sanktionen. Dabei soll die Beschaffung westlicher Technologie für das russische Militär unterbunden werden.
+++ 16:22 Russischer Ölkonzern Tatneft führt Obergrenzen beim Kraftstoffverkauf ein +++
Der russische Mineralölkonzern Tatneft hat an seinen Tankstellen Obergrenzen beim Verkauf von Kraftstoffen eingeführt. Autofahrerinnen und -fahrer dürfen aktuell nur "30 Liter Benzin und 60 Liter Diesel pro Person" tanken, wie der Kundendienst von Tatneft der Nachrichtenagentur AFP telefonisch bestätigt. Das gelte an allen rund 800 Tatneft-Tankstellen. Die Ukraine hatte zuletzt ihre Drohnenangriffe auf Raffinerien in Russland verstärkt, die Rohöl zu Treibstoffen verarbeiten. Es sei unklar, wie lange die Einkaufsbeschränkungen gelten werden, sagt ein Mitarbeiter des Tatneft-Kundenservices. Einen Grund für die Regelung wollte er nicht nennen. Das Unternehmen riet Kundinnen und Kunden außerdem, wegen Problemen mit elektronischen Zahlungsmitteln mit Bargeld zu zahlen. In der vergangenen Woche hatte das russische Energieministerium eingeräumt, dass Energiekonzerne "vorübergehend Schwierigkeiten mit der Treibstoffversorgung" in südlichen Regionen wegen eines Anstiegs der "feindlichen Luftangriffe" hätten. Schon im April führte das Land einen Exportverbot für Benzin ein, das zunächst bis Ende Juli gelten soll.
+++ 15:41 Von der Leyen bei G7: Blatt wendet sich für Ukraine +++
EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat sich nach G7-Beratungen mit US-Präsident Donald Trump optimistisch gezeigt, dass in die Bemühungen um ein Ende des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine neuer Schwung kommt. "Das Blatt wendet sich für die Ukraine", erklärt sie nach einer Arbeitssitzung bei dem G7-Gipfel führender westlicher Demokratien in Frankreich. Die Lage im Jahr 2026 unterscheide sich stark von der im Jahr 2025. Während die Ukraine mutig die Front halte, zeige sich Russlands Erschöpfung offen. Es sei nun der Moment, die Unterstützung für die Ukraine noch einmal deutlich zu verstärken, schreibt von der Leyen in sozialen Medien. Die G7 stehe solidarisch hinter einer starken und souveränen Ukraine.
+++ 15:02 Trump: Können Öl-Sanktionen gegen Russland "bald" wieder in Kraft setzen +++
US-Präsident Donald Trump stellt in Aussicht, ausgesetzte Sanktionen gegen russische Öl-Exporte wieder in Kraft setzen. Die USA würden "bald in der Lage sein", dies zu tun, sagt Trump beim G7-Gipfel im französischen Evian, "weil das Öl wieder fließe". Damit spielt er offenbar auf die jüngst mit dem Iran geschlossene Übereinkunft an, die Druck vom internationalen Öl-Markt nehmen dürfte. Die G7-Staats- und Regierungschefs hatten zuvor beschlossen, den Druck auf Russland im Ukraine-Krieg zu verstärken und hatten zusätzliche Sanktionen im Energiebereich angekündigt.
+++ 14:48 Regierungskreise: Trump ändert seinen Blick auf Russland +++
US-Präsident Donald Trump blickt nach Einschätzung von deutschen Regierungsvertretern derzeit kritischer auf Russland. Es habe eine "Änderung der Tonalität" gegeben, heißt es im Anschluss an eine G7-Arbeitssitzung zum Thema Ukraine am Dienstag in Évian in deutschen Regierungskreisen. Alle G7-Teilnehmer seien sich einig gewesen, "dass der Druck auf Russland erhöht werden muss". Europa habe seine Position "in großer Geschlossenheit vermittelt", heißt es weiter. "Das Signal von Anchorage hat sich geändert", heißt es mit Blick auf das Treffen von Trump und dem russischen Präsidenten Wladimir Putin im August 2025 in Alaska, bei dem der US-Präsident den Machthaber aus dem Kreml regelrecht hofiert hatte. Kritiker prangerten damals an, dass Trump Putin diplomatisch aufgewertet habe, ohne etwas zu erreichen. Dem US-Präsidenten wurde in der Vergangenheit im Ukraine-Konflikt immer wieder vorgeworfen, russlandsfreundliche Positionen zu vertreten.
+++ 14:25 Wadephul: Putin jetzt "womöglich ernsthaft" für Verhandlungen bereit +++
Bundesaußenminister Johann Wadephul sieht nach eigenen Worten eine Chance für neue Gespräche über ein Ende des Ukraine-Kriegs und hält es für möglich, dass Russlands Präsident Wladimir Putin inzwischen offener für Verhandlungen ist. "Es gibt jetzt eine Chance, glaube ich, in diesem Sommer mit Gesprächen zu beginnen", sagt der CDU-Politiker in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial". Mit Blick auf Putin fügt er hinzu: "Möglicherweise ist er jetzt in einer Phase, dass er darüber ernsthaft nachdenkt." Der Krieg bringe militärisch derzeit keiner Seite entscheidende Vorteile. "Das Einzige, was geschieht, ist sterben. Jeden Tag." Wadephul verweist auf eine Äußerung des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko, wonach weder Russland noch die Ukraine den Krieg militärisch gewinnen könne. Das sei "eine interessante Wortmeldung von einem sehr engen Verbündeten von Putin".
Das gesamte Interview wird in der RTL-Sendung "Nachtjournal Spezial" am Mittwoch, den 17. Juni 2026 um 00:25 Uhr auf RTL ausgestrahlt, auf YouTube sowie auf der Streamingplattform RTL+.
+++ 13:50 G7 planen neue Energie-Sanktionen gegen Russland +++
Der britische Premierminister Starmer gibt beim G7-Gipfel im französischen Evian neue Sanktionen gegen Russland bekannt. "In Zusammenarbeit mit unseren G7-Verbündeten werden wir den Druck auf Putin und seinen Kreis von Mitstreitern weiter erhöhen", sagt Starmer. Ziel sei, dass "Russlands Kriegsmaschine zum Stillstand kommt und Frieden auf unseren Kontinent zurückkehrt". Nach Angaben aus französischen Diplomatenkreisen haben sich die G7-Staaten auf neue Sanktionen gegen den russischen Energiesektor verständigt.
+++ 13:08 Nach Tötung von Kremlgegner in Polen Männer aus Belarus gefasst +++
Die polnische Staatsanwaltschaft bestätigt den tödlichen Anschlag auf einen exilierten russischen Künstler und Kritiker von Kremlchef Putin offiziell. Zwei Männer aus Belarus seien festgenommen worden, teilt die Behörde mit. "Die Beteiligung dieser beiden Männer und ihr Zusammenhang mit diesem Vorfall werden derzeit untersucht", sagt ein Sprecher nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP. Es sei aber noch keine Anklage erhoben worden.
+++ 12:41 Merz spricht unter vier Augen mit Selenskyj +++
Nach seinen vorsichtig optimistischen Äußerungen über ein "Fenster für die Diplomatie" im Ukraine-Krieg ist Bundeskanzler Merz am Rande des G7-Gipfels im französischen Evian mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj zusammengetroffen. Das bilaterale Gespräch der beiden bestätigt ein Sprecher der Bundesregierung. Selenskyj hatte zuvor an einer ersten Arbeitssitzung der G7-Staats- und Regierungschefs teilgenommen, bei der es um die Lage in seinem Land gehen sollte.
+++ 12:16 Trump: Russland sollte mit Ukraine "ein Abkommen schließen" +++
US-Präsident Donald Trump fordert Russland zu einer Vereinbarung mit Kiew zur Beendigung des Ukraine-Kriegs auf. "Russland sollte ein Abkommen schließen", sagt Trump am Rande des G7-Gipfels in Evian. Er bestätigt zudem, dass er den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dort bereits getroffen habe und ein weiteres Gespräch mit ihm geplant sei.
+++ 11:53 Putin dementiert Einladung von Selenskyj zu Treffen +++
Nach Angaben des Kremls hat der russische Präsident Putin keine offizielle Einladung des ukrainischen Präsidenten Selenskyj zu einem Treffen beim G7-Gipfel erhalten. "Es gibt derzeit keine offiziellen Kanäle zwischen Kiew und Moskau", sagt Kreml-Sprecher Peskow. Er bekräftigt zudem Äußerungen Putins, wonach Selenskyj jederzeit zu Gesprächen nach Moskau kommen könne. Selenskyj hatte nach eigenen Angaben ein Treffen mit Putin während des G7-Gipfels im französischen Evian vorgeschlagen. Putin sei dazu jedoch nicht bereit, hatte Selenskyj gestern gesagt. Einem Insider zufolge legte Selenskyj seinen Vorschlag den USA und Frankreich sowie Russland vor, erhielt aus Moskau aber keine klare Antwort.
+++ 11:35 Munz: Russland versucht, Dieselknappheit zu verschweigen +++
Russland kämpft mit der schwersten Treibstoffkrise seit mehr als 20 Jahren. Selbst Kreml-nahe Politiker schlagen Alarm. Russische Medien berichten kaum darüber. ntv-Korrespondent Rainer Munz erwartet zudem rund um den G7-Gipfel keine Bewegung bei den Positionen Russlands und der Ukraine:
+++ 11:07 Ukraine trifft 500 Kilometer entfernte Raffinerie +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj bestätigt, dass Kiew für den Angriff auf eine Ölraffinerie am Stadtrand von Moskau verantwortlich ist. Die Region Moskau habe die Reichweite der ukrainischen Langstreckenwaffen zu spüren bekommen, schreibt er in Onlinediensten: "Eine Ölraffinerie wurde aus einer Entfernung von 500 Kilometern getroffen." Er bezeichnete die Attacke als "angemessene Antwort auf die russischen Angriffe" auf die Ukraine. Die vom Staatskonzern Gazprom betriebene Raffinerie geriet in Brand.
+++ 10:32 EU wirft China Ausbildung russischer Soldaten vor - Peking dementiert +++
China dementiert Aussagen der EU-Außenbeauftragten Kaja Kallas, wonach die Volksrepublik russische Soldaten für den Ukraine-Krieg ausgebildet haben soll. "Diese Behauptungen entbehren jeder faktischen Grundlage", sagt Außenamtssprecher Lin Jian. Die Aussagen seien reine Verleumdung und Anschwärzung. Kallas hatte gestern bei einem EU-Außenministertreffen gesagt, die EU habe Berichte verifiziert, wonach das chinesische Militär russische Militärangehörige für den Kampf in der Ukraine ausgebildet habe. Man prüfe nun sorgfältig die möglichen Auswirkungen.
+++ 09:46 Macron empfängt Selenskyj mit Vieraugengespräch +++
Der ukrainische Präsident Selenskyj ist inzwischen vor Ort beim G7-Gipfel im französischen Evian. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron empfing ihn am Morgen vor der ersten Arbeitssitzung zur Ukraine. Nach Angaben der französischen Präsidentschaft führten beide zunächst ein bilaterales Gespräch, während Kanzler Friedrich Merz und die meisten anderen Teilnehmer der Gipfelrunde auf den Beginn der Sitzung warteten.
+++ 09:00 Moskau meldet Dutzende ukrainische Drohnen - Airports stoppen Flüge +++
Russlands Flugabwehr hat in der Hauptstadt Moskau nach Darstellung von Bürgermeister Sergej Sobjanin etwa 60 ukrainische Drohnen abgeschossen. Neben dem Treffer auf dem Gelände einer Ölraffinerie gab es demnach auf den vier Flughäfen wegen des Drohnenalarms Einschränkungen im Flugverkehr. Zuerst stellten die Flughäfen Domodedowo und Schukowski ihre Arbeit vorübergehend ein, später stoppten auch die Airports Scheremetjewo und Wnukowo Starts und Landungen. In der Ferienzeit erleben Russen inzwischen fast täglich zahlreiche Flugausfälle und Verspätungen.
+++ 08:01 Russland beklagt Treffer auf Moskauer Raffinerie +++
Eine Ölraffinerie in Moskau ist nach Angaben der russischen Behörden bei einem ukrainischen Drohnenangriff beschädigt worden. Es habe keine Opfer gegeben, teilt der Bürgermeister der Hauptstadt, Sergej Sobjanin, bei Telegram mit. Die Anlage gehöre dem Unternehmen Gazpromneft. Beiträge im Netzwerk X sollen zeigen, dass die Anlage brennt.
+++ 07:20 G7-Staaten starten Beratungen über Ukraine-Krieg +++
Die Staats- und Regierungschefs der G7-Gruppe kommen am Morgen bei ihrem Gipfel im französischen Evian zu ihren ersten Arbeitssitzungen zusammen. Am zweiten Tag des Treffens steht zunächst der Ukraine-Krieg auf der Agenda. Dazu wird auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet. Im Zentrum dürften Gespräche über mögliche Verhandlungen zur Beendigung des Kriegs stehen.
+++ 06:42 Russischer Militär soll bei Fenstersturz gestorben sein +++
Aus Rostow am Don in Russland wird ein weiterer tödlicher Fenstersturz gemeldet. Medienberichten zufolge, die sich auf ein lokales Portal beziehen, ist Oberst Oleg Sokolenko dort in den Tod gestürzt. Ein Abschiedsbrief soll demnach gefunden worden sein. Allerdings sind bereits zahlreiche russische Persönlichkeiten auf diese Weise ums Leben gekommen, darunter Oligarchen und Militärs.
+++ 06:00 Lukaschenko nennt militärischen Sieg unrealistisch +++
Der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko ruft Russland und die Ukraine zur Kompromissbereitschaft auf, um den seit mehr als vier Jahren andauernden Krieg zu beenden. Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten unrealistisch, sagte der enge Verbündete des russischen Präsidenten Wladimir Putin dem Fernsehsenders Al Arabija. Zwar rückten die russischen Truppen weiter vor, jedoch litten beide Kriegsparteien unter einem Mangel an Soldaten. Lukaschenko sagte zudem, dass die Ukraine von seinem Land nichts zu befürchten habe. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte angedeutet, dass neue russische Angriffe von belarussischem Gebiet aus erfolgen könnten. Belarus hatte Russland 2022 den Einmarsch in die Ukraine über sein Territorium gestattet und die Stationierung russischer Atomwaffen geduldet.
+++ 04:37 Öllager in Krasnodar steht in Flammen +++
Herabstürzende Trümmerteile einer Drohne haben Behördenangaben zufolge einen Brand in einem Öllager in der südrussischen Region Krasnodar verursacht. Es gebe keine Opfer, teilen die örtlichen Behörden auf Telegram mit. Die Anlage befindet sich in der Gegend von Poltawskaja unweit der von Russland annektierten Halbinsel Krim.
+++ 03:07 Großbritannien plant neue Sanktionen gegen russische Schattenflotte +++
Großbritannien kündigt neue Sanktionen gegen die russische Schattenflotte und Finanznetzwerke an. Die genauen Details stellt Premierminister Keir Starmer beim G7-Gipfel in Frankreich vor. Die Maßnahmen richten sich laut der Regierung in London direkt gegen Netzwerke, die zur Umgehung westlicher Sanktionen und zur Beschaffung von Militärgütern genutzt werden. Auch Schiffe, die sanktioniertes russisches Flüssigerdgas transportieren, sind betroffen. Hintergrund ist das erstmalige Abfangen eines sanktionierten russischen Öltankers im Ärmelkanal durch britische Spezialeinheiten. Zudem stellt die Regierung 210 Millionen Pfund (282 Millionen Dollar) bereit, damit das britische Unternehmen Urenco angereichertes Uran an den ukrainischen Atomkraftwerksbetreiber Energoatom liefern kann.
+++ 01:24 Ukraine verbessert Dienstbedingungen von Soldaten +++
Die Ukraine reformiert ihr Wehrpflichtsystem. Die neuen Verträge böten "klar definierte Dienstbedingungen", erklärt der ukrainische Verteidigungsminister Mychailo Fedorow. Ihnen liegt demnach "ein neues System der finanziellen Unterstützung sowie mehr Vorhersehbarkeit und Kontrolle über den eigenen Dienst" zugrunde. Die neuen Verträge bieten dem Minister zufolge zudem lukrative Gehälter für Frontsoldaten. Sie reichen demnach von durchschnittlich 300.000 Hrywnja pro Monat (umgerechnet etwa 5770 Euro) bis zu maximal 460.000 Hrywnja für besonders riskante Einsätze. Ab Montag können sowohl aktive Soldaten als auch Zivilisten Verträge mit einer Laufzeit von 6 bis 24 Monaten unterzeichnen.
+++ 23:21 Russischer Künstler in Polen erschossen +++
In Polen ist ein russischer Künstler und Putin-Kritiker auf offener Straße erschossen worden. Auf den 44-Jährigen seien mehrere Schüsse abgegeben worden, sagt ein Polizeisprecher der Woiwodschaft Lublin der polnischen Nachrichtenagentur PAP. Tatort war demnach die Stadt Biala Podlaska, die etwa 35 Kilometer vor der Grenze zu Belarus liegt. Dem Hergang nach sehe es nach einer geplanten Tötung aus, so der Polizeisprecher. Das Motiv sei aber unklar. Bislang konnte der Schütze nicht gefasst werden. Das Opfer hatte sich unter anderem mit Karikaturen über Kremchef Putin und den belarussischen Machthaber Lukaschenko einen Namen gemacht. Der Mann lebte seit 2021 in Polen im Exil.
+++ 22:19 "Neuer Kreis der Hölle": UN warnt vor autonomen Waffen +++
UN-Menschenrechtskommissar Volker Türk hat vor den Gefahren autonomer Waffen gewarnt und die internationale Gemeinschaft zu deren Regulierung aufgerufen. "Autonome Waffen dürfen nicht zu einer Art Freifahrtschein für Gräueltaten werden", erklärte Türk am Montag in Genf. Es sei dringend notwendig, dass sich die internationale Gemeinschaft "mit den damit verbundenen moralischen und rechtlichen Fragen auseinandersetzt". Türk beklagte die zahlreichen Todesopfer durch die "unaufhörlichen Drohnenangriffe" in der Ukraine, die "Angst und Schrecken unter der Zivilbevölkerung verbreiten". Auch in der Demokratischen Republik Kongo, im Gazastreifen, in Israel, Libanon und im Myanmar würde durch den Einsatz autonomer Drohnen "ein neuer Kreis der Hölle" geschaffen.
+++ 21:53 Selenskyj: EU-Beitrittsverhandlungen haben Signalwirkung +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den Beginn der Beitrittsverhandlungen zur EU gelobt. "Die Eröffnung des ersten Clusters in den EU-Beitrittsverhandlungen Moldaus und der Ukraine senden das klare Signal, dass Europas Fortschritt nicht gestoppt werden kann", sagt Selenskyj in einem auf seinen sozialen Netzwerken verbreiteten Video. Beide Länder hätten hart daraufhin gearbeitet, kooperierten miteinander und würden den Beitritt am Ende auch gemeinsam schaffen, sagt der Ukrainer bei einem Zwischenstopp in der moldauischen Hauptstadt Chisinau kurz vor seinem Abflug zum G7-Gipfel. Nach Darstellung Selenskyjs ist die Beschleunigung der Beitrittsgespräche auch die passende Antwort der Europäer auf den seit mehr als vier Jahre währenden russischen Angriffskrieg gegen sein Land. "Das ist die politische Entscheidung, die Europa heute braucht."
+++ 21:07 "Vielleicht können wir was machen": Trump spricht mit Putin und Selenskyj +++
US-Präsident Donald Trump hat getrennte Telefonate mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin und dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj geführt. Die Gespräche am Sonntag seien "sehr gut" gewesen, sagte Trump am Montag beim G7-Gipfel im französischen Evian bei einem Treffen mit Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron. "Vielleicht können wir was machen", sagte Trump, ohne Details zu nennen. "Sie sind beide offen dafür." Im seit mehr als vier Jahre andauernden Ukraine-Krieg sind Vermittlungsversuche bislang gescheitert. Trump ist immer wieder vorgeworfen worden, in dem Konflikt Russland-freundliche Positionen zu vertreten. Vor der US-Präsidentschaftswahl 2024 hatte Trump im Wahlkampf gesagt, er könne den Ukraine-Krieg "binnen 24 Stunden" beenden.
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