Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:27 Bundesanwaltschaft ermittelt zu Drohnen-Vorfall in Leipzig +++
Nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Leipziger Flughafen hat die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. Es bestehe der Verdacht des versuchten Herbeiführens einer Sprengstoffexplosion und des gefährlichen Eingriffs in den Luftverkehr, teilt die Karlsruher Behörde mit.
+++ 18:44 Putins Schattenflotte: Schweden übergibt beschlagnahmten Getreide-Frachter an die Ukraine +++
Schweden übergibt der Ukraine einen beschlagnahmten Frachter der sogenannten russischen Schattenflotte. Das oberste schwedische Gericht lehnte einen Einspruch der Reederei gegen die Entscheidung ab, wie aus einem Urteil hervorging, das der AFP vorliegt. Die ukrainische Justiz vermutet, dass der Frachter gestohlenes Getreide aus von Russland besetzten Gebieten transportierte. Die schwedische Polizei hatte die "Caffa" im März auf Anfrage der ukrainischen Justiz beschlagnahmt. Der 96 Meter lange Frachter war auf dem Weg von Casablanca in Marokko nach St. Petersburg in Russland. Das Schiff steht auf einer Sanktionsliste der Ukraine und fuhr unter falscher guineischer Flagge, zehn von elf Crewmitgliedern waren Russen. Russland nutzt die sogenannte Schattenflotte, um wegen des Ukraines-Krieges vom Westen verhängte Sanktionen zu umgehen. Wie im Fall der "Caffa" ist oft schwierig nachzuvollziehen, wem die Schiffe gehören.
+++ 18:01 Putins Armee wird umgebaut - was steckt dahinter? +++
Das russische Militär wird auf zwei Ebenen neu umgebaut. Einerseits gibt es personelle Veränderungen, wie Moskau-Korrespondent Rainer Munz erklärt, noch wichtiger seien aber die strukturellen Maßnahmen, die umgesetzt werden.
+++ 17:46 Krim: Ukrainischer Geheimdienst meldet erfolgreichen Angriff auf Patrouillenboote des FSB +++
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SSU hat gemeinsam mit anderen Einheiten der ukrainischen Streitkräfte Schiffe der Küstenwache des russischen Geheimdienstes FSB auf der besetzten Krim angegriffen. "Infolge von Drohnenangriffen auf den Hafen von Kertsch wurden zwei Patrouillenboote der russischen FSB-Küstenwache vom Typ 10410 (Klasse Swetljak) - die 'Balaklawa' und die 'Kertsch' - beschädigt", teilt der SSU bei Telegram mit.
+++ 17:13 Tote und Verletzte nach russischen Angriffen in der Ostukraine +++
Durch russische Angriffe sind in den ukrainischen Gebieten Dnipropetrowsk und Charkiw mindestens acht Menschen getötet worden. Mindestens drei Tote habe es bei einer Attacke auf die Industriestadt Pawlohrad gegeben, teilt der Militärgouverneur der südostukrainischen Region Dnipropetrowsk, Olexander Hanscha, bei Telegram mit. Sieben Menschen seien dazu verletzt worden. Einen weiteren russischen Luftangriff mit drei Toten und drei Verletzten gab es den Angaben nach auf die Gemeinde Wyschnewe rund 70 Kilometer westlich der Gebietshauptstadt Dnipro. Bei einer Drohnenattacke auf den Bahnhof in der Stadt Losowa im ostukrainischen Gebiet Charkiw kamen nach Behördenangaben zwei Männer ums Leben. Acht weitere Menschen seien verletzt worden. Acht weitere Verletzte gab es laut den Behörden zudem nach einem russischen Raketenschlag auf die Stadt Balaklija.
+++ 16:54 Bundesinnenministerium dementiert: Keine Munition in Antonow-Flugzeug bei Drohnen-Vorfall +++
Nach der Entdeckung einer Sprengstoff-Drohne auf dem Leipziger Flughafen hat das Bundesinnenministerium intern Berichte dementiert, wonach eines der ukrainischen Antonow-Flugzeuge in der Nähe mit Munition beladen gewesen sei. In der Obleute-Runde im Bundestag mit den Abgeordneten aus den Ausschüssen Inneres und Verteidigung wurde klargestellt, dass sich keine Munition in der Maschine befunden habe. Ein Bericht des "Focus" zu dem Dementi entspricht auch den Informationen der Deutschen Presse-Agentur. Auf eine offizielle Anfrage äußerte sich das Ministerium bislang nicht. Ein Mitarbeiter des Flughafens hatte die mit Sprengstoff bestückte Drohne in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn "Südpiste" des Flughafens Leipzig/Halle bemerkt. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.
+++ 16:42 Selenskyj sieht von Ukrainern entwickeltes Raketenabwehrsystem auf gutem Weg +++
Die Ukraine macht nach den Worten von Präsident Wolodymyr Selenskyj Fortschritte bei der Entwicklung ihres eigenen Systems zur Abwehr ballistischer Raketen. "Wir können feststellen, dass auch unsere Waffenhersteller bereits das erforderliche Niveau erreicht haben", teilt Selenskyj nach einem Treffen mit Verteidigungs- und Sicherheitsexperten bei Telegram mit. "Wir gehen davon aus, dass die Ukraine im Zeitraum 2026-2027 die angestrebten Ergebnisse erzielen wird", sagt er. Die Ukraine setzt auf ein eigenes Abwehrsystem mit dem Namen Freyja, weil sie den Angriffen durch russische ballistische Raketen beinahe schutzlos ausgeliefert ist. Selenskyj beklagt immer wieder, dass der Ukraine die wirksamen Patriot-Abwehrraketen fehlten. Er hat die Verbündeten wiederholt aufgefordert, eigene Bestände freizugeben. Parallel entwickelt das Land ein eigenes Abwehrsystem.
+++ 16:05 Kreise: Flughafenmitarbeiter brachte Drohne mit Fußtritt zu Boden +++
Der Mitarbeiter des Flughafens Leipzig/Halle, der in der Nacht zum Mittwoch eine Drohne mit Sprengstoffvorrichtung auf einer Start- und Landebahn entdeckt hatte, hat großes Glück gehabt. Er holte das Fluggerät nach dpa-Informationen aus Sicherheitskreisen mit einem Fußtritt aus der Luft und brachte es zu Boden. Nach Angaben des Landeskriminalamts Sachsen hatte er die Drohne auf der Start- und Landebahn "Südpiste" bemerkt. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Spezialisten der Bundespolizei entschärften die Sprengvorrichtung.
+++ 15:42 Röwekamp fordert nationale Zuständigkeit bei Drohnen-Abwehr +++
Nach den Vorfällen am Flughafen Leipzig dringt der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im Bundestag, Thomas Röwekamp darauf, die Drohnen-Abwehr zur klaren nationalen Zuständigkeit zu machen. "Der Vorfall in Leipzig macht deutlich, dass sich die Bedrohung durch Drohnen nicht mehr auf militärische Konflikte beschränkt. Mit vergleichsweise einfachen Mitteln können sie den öffentlichen Raum und kritische Infrastruktur erheblich gefährden", sagte der CDU-Politiker der "Rheinischen Post". "Wir brauchen eine klare nationale Zuständigkeit für die Abwehr von Drohnen, schnellere Entscheidungsstrukturen und eine moderne technische Ausstattung der Sicherheitsbehörden", mahnt Röwekamp. "Die aktuelle Zersplitterung von Zuständigkeiten wird der Dynamik dieser Bedrohung nicht mehr gerecht. Die Bedrohung durch Drohnen entwickelt sich schneller als unsere Sicherheitsstrukturen. Diesen Rückstand dürfen wir uns nicht länger leisten", warnt der Vorsitzende des Verteidigungsausschusses.
+++ 15:14 Nach Ausweisung von kremltreuer Journalistin: Russland wirft Frankreich "politische Verfolgung" vor +++
Nach der Ausweisung der kremltreuen Journalistin Xenia Fedorova aus Frankreich hat Moskau Paris eine "politische Verfolgung" von Medienschaffenden vorgeworfen. "Jede abweichende Meinung wird als russische Propaganda bezeichnet, worauf Versuche folgen, Journalisten und ganze Medien zu vertreiben", sagte der stellvertretende Sprecher des russischen Außenministeriums, Alexej Fadejew. Es gebe in Frankreich eine "Zensur von Meinungen, die nicht der offiziellen Linie entsprechen". Fadejew warf Frankreich eine "politische Verfolgung von Journalisten auf Grundlage trügerischer Anschuldigungen" vor. Das französische Innenministerium hatte Ende Juli Fedorovas Ausweisung angeordnet. Die Regierung in Paris sieht die russische Journalistin als Sprachrohr für von Russland aus dirigierte "Desinformationskampagnen", mit denen die "öffentliche Ordnung destabilisiert" werden solle. Fedorova leitete früher das Büro des russischen Senders Russia Today in Paris. Zuletzt geriet sie in Frankreich zunehmend in die Kritik. Der erzkatholische, politisch rechtsaußen stehende Unternehmer Vincent Bolloré öffnete ihr die Türen zu seinem Medienimperium, dort vertrat die Journalistin häufig die offizielle Linie Moskaus. Kritiker befürchteten, dass Fedorova insbesondere die französische Präsidentschaftswahl im kommenden Jahr beeinflussen könnte.
+++ 14:38 Seehäfen fordern Konsequenzen aus Drohnenfund in Leipzig +++
Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle fordert der Zentralverband der Deutschen Seehafenbetriebe (ZDS) Konsequenzen auch für die Häfen. Der Leipziger Vorfall zeige, dass bestehende gesetzliche Regelungen trotz Fortschritten "den Realitätstest noch nicht bestehen", erklärte Verbandshauptgeschäftsführer Florian Keisinger. Zwar habe sich die Rechtslage in den vergangenen beiden Jahren deutlich verbessert. "Der aktuelle Vorfall zeigt jedoch, dass zwischen der Erkennung einer Drohne und ihrer tatsächlichen Abwehr weiterhin eine sicherheitsrelevante Lücke besteht", sagte Keisinger. Am Flughafen Leipzig/Halle war in der Nacht zum Mittwoch eine Drohne mit einer Sprengstoffvorrichtung auf einer Start- und Landebahn nahe einer ukrainischen Transportmaschine entdeckt worden. Kritische Infrastrukturen wie Seehäfen stünden zunehmend im Fokus hybrider Bedrohungen. "Bei einem hybriden Angriff bleiben häufig nur 60 bis 90 Sekunden Reaktionszeit. Bis die zuständigen Behörden vor Ort eingreifen können, ist eine Drohne oftmals bereits wieder verschwunden oder hat ihren Auftrag abgeschlossen", so Keisinger.
+++ 14:16 Russischer Sonnenblumenöl-Riese stoppt Betrieb von Terminal am Schwarzen Meer +++
Der russische Sonnenblumenöl-Produzent EFKO stoppt den Betrieb an seinem Exportterminal im Hafen Taman am Schwarzen Meer. Grund dafür sei ein ukrainischer Drohnenangriff am 30. Juli, teilt EFKO mit. EFKO ist einer der größten Agrarkonzerne und Lebensmittelhersteller Russlands und einer der führenden Exporteure von Sonnenblumenöl. Russland, der weltweit größte Weizenexporteur, und die Ukraine, die ebenfalls ein bedeutender Agrarexporteur ist, haben in den vergangenen Wochen ihre Angriffe auf die Agrarexportanlagen der jeweils anderen Seite und auf Handelsschiffe im Schwarzen Meer verstärkt.
+++ 13:51 Nato will "dringend" Luftabwehrsysteme für die Ukraine bereitstellen +++
Die Nato arbeitet daran, der Ukraine die Luftabwehr zu beschaffen, die sie "dringend benötigt". Dies verspricht Generalsekretär Mark Rutte, wie der britische "Guardian" berichtet. Nach einem Treffen mit Rutte betonte demnach der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj: "Es ist wichtig, alle bürokratischen Hürden zu überwinden und die notwendigen politischen Entscheidungen zu treffen. Buchstäblich jeden Tag hängt das Leben der Menschen hier in der Ukraine von der Entschlossenheit unserer Partner in Europa und den Vereinigten Staaten ab." Am Mittwoch war es der Ukraine nicht gelungen war, auch nur eine einzige von Russland abgefeuerte ballistische Rakete abzuschießen. Zahlreiche Menschen starben oder wurden verletzt.
+++ 13:27 Russland griff Schiff von deutscher Reederei im Schwarzen Meer an +++
Das russische Militär hat nach Angaben vom Mittwoch drei Frachter im Schwarzen Meer mit Drohnen angegriffen. In einem Video des Verteidigungsministeriums ist zu sehen, dass es sich bei einem der Schiffe um die unter der Flagge Liberias fahrende "Emil" der Hamburger Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH & Co. KG handelt. Dem Video zufolge gab es mehrere Treffer. Laut Informationen der "Bild" fielen technische Systeme auf dem Schiff aus. Es soll manövrierunfähig gewesen sein.
+++ 13:03 Bericht: Flugzeug neben Drohne in Leipzig war mit Munition beladen +++
Der Flughafen Leipzig ist womöglich glimpflich davongekommen: Wie die "Süddeutsche Zeitung", NDR und WDR berichten, war eines der Antonow-Frachtflugzeuge, neben der die Sprengstoff-Drohne in der Nacht auf Mittwoch gefunden wurde, mit militärischer Munition beladen. Diese sei offenbar kurz zuvor aus Frankreich nach Leipzig geliefert worden und sei wohl für den Weitertransport vorgesehen, heißt es unter Berufung auf einen vertraulichen Bericht der Polizei. Wer hinter dem Drohnenvorfall steckt, ist noch unklar. Auf dem Flughafen in Leipzig werden auch militärische Transporte für die Nato abgewickelt.
+++ 12:42 "Schwarze Witwen" verführen Putins Soldaten +++
Putins Armee lockt Soldaten auch mit dem Versprechen von viel Geld - das Hinterbliebene nach dem Tod an der Front bekommen. Daraus entspinnt sich eine morbide Betrugsmasche: Frauen verführen Soldaten kurz vor dem Einsatz - und kassieren dann ab, nur um zu verschwinden. CNN hat eine Hinterbliebene aufgespürt.
+++ 12:14 Gouverneur: Große Raffinerie in Jaroslawl steht in Flammen +++
Auch die Russen bestätigen es: In der russischen Region Jaroslawl brennt eine Ölraffinerie nach einem schweren ukrainischen Drohnenangriff. Wie der Gouverneur Michail Jewrajew auf Telegram mitteilt, arbeiteten Rettungskräfte daran, den Brand zu löschen. Herabfallende Drohnenteile hätten den Lagertank der Raffinerie getroffen. Zuvor teilte bereits der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj mit, die Streitkräfte seines Landes hätten zwei russische Ölraffinerien angegriffen. Eine davon sei die Slawnet-Janos-Raffinerie in Jaroslawl (siehe auch Eintrag um 05:01).
+++ 11:47 Drohnenabwehr an großen Flughäfen soll rasch modernisiert werden +++
Die acht größten deutschen Flughäfen werden dem Bundesluftfahrtverband BDL zufolge durch den Bund derzeit "in Lichtgeschwindigkeit" mit neuester Drohnenabwehrtechnik ausgestattet. Am größten Airport Frankfurt sei bereits sehr leistungsfähige Technik eingeführt worden, die wegen der rasanten technischen Entwicklung auf diesem Feld auch nachrüstbar sei, so BDL-Geschäftsführer Joachim Lang. Er schränkt aber auch ein: "Absolute Sicherheit gibt es nicht." Nach dem jüngsten Vorfall in Leipzig mit einer Sprengstoffdrohne gibt es Kritik an der Drohnenabwehr in Deutschland. Diese weise große Lücken auf, sagt etwa Terrorismus-Experte Hans-Jakob Schindler ntv.
+++ 11:17 "Russen haben keinen Grund, sich zu Leipzig zu äußern" +++
Nach dem Zwischenfall mit einer Sprengstoffdrohne am Leipziger Flughafen werden Vorwürfe Richtung Russland laut. In Moskau sieht man allerdings keinen Anlass, sich hierzu zu äußern, wie ntv-Korrespondent Rainer Munz berichtet.
+++ 10:49 Ukrainer wegen Sabotageverdachts in Thüringen festgenommen +++
Ein 33 Jahre alter Ukrainer wird in Deutschland wegen des Verdachts verhaftet, dass er ein Rüstungsunternehmen ausgespäht hat. Ihm werde Agententätigkeit zu Sabotagezwecken für einen ausländischen Nachrichtendienst zur Last gelegt, teilen die Generalstaatsanwaltschaft München und das Bayerische Landeskriminalamt mit. Der Beschuldigte sei am Sonntag in Thüringen festgenommen worden und befinde sich nun in Untersuchungshaft. Er stehe unter dem dringenden Verdacht, im Juni als sogenannter "Low-Level-Agent" Aufnahmen vom Betriebsgelände eines bayerischen Rüstungsunternehmens gemacht und diese seinem Auftraggeber zur Vorbereitung von Sabotageakten zur Verfügung gestellt zu haben.
+++ 09:47 Insider: USA verhandeln mit Ukraine über Produktion von Patriot-Abfangraketen +++
Die USA führen weiterhin Verhandlungen, um der Ukraine die Produktion von Patriot-Abfangraketen zu ermöglichen. Dies berichtet die Agentur Reuters unter Berufung auf mit den Verhandlungen vertraute Personen. "Es gab keinen Befehl, die Verhandlungen abzubrechen", zitiert Reuters nun eine der Quellen. Die Verhandlungen mit amerikanischen Waffenherstellern, Militärvertretern und anderen Parteien dauerten an. US-Präsident Donald Trump hatte erst im Juli angekündigt, der Ukraine eine Lizenz für die Herstellung der Abfangraketen zu erteilen. Später rückte er davon ab. Kiew braucht die Abfangraketen dringend zum Schutz vor russischen Angriffen.
+++ 09:28 Odessa: Russen töten Besatzungsmitglied von Weizenfrachter +++
Bei einem russischen Angriff auf ein Schiff im ukrainischen Teil des Schwarzen Meeres ist ein Besatzungsmitglied getötet worden. Die unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende "Mera Queen" sei am späten Mittwochabend getroffen und beschädigt worden, teilt der Gouverneur der Region Odessa, Oleh Kiper, mit. Zudem sei ein Feuer ausgebrochen. Das Schiff war mit Weizen beladen. Nach Angaben des Verteidigungsministeriums in Moskau haben die russischen Streitkräfte am späten Mittwochabend zwei Frachter in der Nähe des ukrainischen Hafens Odessa angegriffen. Die Trockengutfrachter hätten Rüstungsgüter transportiert, teilt das Ministerium der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Tass zufolge mit. Russland hat seine Angriffe auf die Schwarzmeerhäfen der Ukraine verstärkt, um ihre Handels- und Exportrouten zu unterbinden. Für die ukrainische Wirtschaft, die über die Häfen viele Agrarprodukte exportiert, hat dies massive Folgen.
+++ 09:00 ISW: Nordkorea kann mit Raketen in der Ukraine Feldtests durchführen +++
Das Institute for the Studies of War geht davon aus, dass die Stationierung nordkoreanischer Raketen im Westen Russlands es dem Kreml ermöglichen wird, in naher Zukunft die ballistischen Raketenangriffe gegen die Ukraine zu intensivieren, ohne auf seine eigenen Bestände zurückgreifen zu müssen. Auch würden mit den ungenaueren nordkoreanischen Raketen vermutlich größere Zerstörungen angerichtet werden. Die Stationierung hat auch noch einen Nebeneffekt: "Russland und Nordkorea versuchen, die begrenzten Bestände der Ukraine an ballistischen Raketenabwehrsystemen auszunutzen, um die Leistungsfähigkeit nordkoreanischer Raketen zu testen", so die Analysten. Wie ISW anmerkt, bietet Russlands Einsatz nordkoreanischer Raketen Nordkorea die Möglichkeit, Feldtests durchzuführen und Feedback zu erhalten, um die Raketen zu verbessern.
+++ 08:35 Grüne fordern Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates +++
Nach dem Vorfall mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig fordern die Grünen im Bundestag Beratungen des Nationalen Sicherheitsrates. Fraktionschefin Katharina Dröge sagt, der Sicherheitsrat müsse umgehend zusammenkommen, um über die Lage und die notwendigen Konsequenzen daraus zu beraten. In einer solch ernsten Situation dürften auch Bundeskanzler Friedrich Merz und Verteidigungsminister Boris Pistorius nicht fehlen. Die schwarz-rote Bundesregierung hatte den Nationalen Sicherheitsrat im vergangenen Jahr gegründet, um auf Krisen und Bedrohungen aller Art schnell und effektiv reagieren zu können. Neben Mitgliedern der Bundesregierung und Sicherheitsbehörden können auch Vertreter der Länder eingeladen werden.
+++ 08:14 Sächsischer Innenminister: Suche nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne +++
Einen Tag nach dem Fund einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig dauern die Ermittlungen an. Die Suche nach einem zweiten unbekannten Gegenstand soll in den Morgenstunden fortgesetzt werden, sagt ein Sprecher des Landeskriminalamts Sachsen. Die Drohne mit der Sprengvorrichtung war in der Nacht zum Mittwoch auf der Start- und Landebahn "Südpiste" entdeckt worden. Sie befand sich nach Angaben aus Sicherheitskreisen nahe einer ukrainischen Transportmaschine vom Typ Antonow AN-124 Condor. Ein mutmaßlich zweites unbekanntes Flugobjekt sei mit einem Frachtflugzeug zusammengestoßen, nachdem das Flugzeug wegen der zuvor erfolgten Sperrung der Landebahn wieder durchgestartet sei. Bei der Maschine seien nach der Landung in Hannover leichte Beschädigungen festgestellt worden, heißt es. Laut Sachsens Innenminister Armin Schuster wird noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne gesucht.
+++ 07:48 Angriffe auf Zivilisten: Ukrainische Behörden melden Tote in Sumy und Balaklija +++
Bei russischen Angriffen auf die Ukraine gibt es wieder mehrere Tote und Verletzte: Im Norden der Region Sumy und in der gleichnamigen Stadt wurden drei Menschen getötet und 31 Menschen verletzt, teilen die örtlichen Behörden mit. Dabei seien gelenkte Fliegerbomben eingesetzt worden. Die Region Sumy liegt im Norden der Ukraine. In der ostukrainischen Stadt Balaklija wurden den örtlichen Behörden zufolge bei einem russischen Angriff drei Menschen getötet. Durch den nächtlichen Angriff seien Brände ausgebrochen, teilen die Behörden auf Telegram mit. Rettungskräfte seien im Einsatz, um das Feuer zu löschen und Trümmer zu beseitigen. Darüber hinaus wurden in Cherson im Süden des Landes der Regionalverwaltung zufolge bei einem Drohnenangriff auf einen Lieferwagen sechs Menschen verletzt.
+++ 07:19 Deep State: "Was die Vorstöße angeht, herrscht derzeit ein Gleichgewicht" +++
In den vergangenen Wochen erzielen ukrainische und russische Streitkräfte an verschiedenen Abschnitten der Front offenbar ähnliche Fortschritte. Dies ist zumindest die Einschätzung von Roman Pohorilyi, Mitbegründer des der ukrainischen Armee nahestehenden Portals Deep State für militärische Analysen. Die Statistiken vom Juni zu den besetzten und zurückeroberten Gebieten zeigten einen Vorteil für die ukrainischen Streitkräfte, denen es gelungen sei, die aktiven russischen Vorstöße zu stoppen, sagt Pohorilyi der "New Voice of Ukraine". Es gebe "gewisse Erfolge" an Abschnitten der Front, an denen die ukrainischen Streitkräfte ihre Positionen zurückerobern und zu verbessern versuchten. Dennoch drängten russische Truppen weiterhin nach vorne vor. "Was die Vorstöße angeht, herrscht derzeit ein Gleichgewicht", so der Analyst. Der entscheidende Punkt besteht ihm zufolge darin, dass Russland nicht mehr in der Lage sei, große, massierte Vorstöße zur Eroberung von Gebieten durchzuführen, wie er es zuvor getan habe – mit Gebietsgewinnen von 500, 300, 200 oder sogar 100 Quadratkilometern.
+++ 06:48 "Antikrisenmaßnahme": Russland soll wieder minderwertiges Benzin verkaufen +++
Die russischen Behörden nehmen einem Bericht zufolge die Einfuhr und den Verkauf von Euro-2-, Euro-3- und Euro-4-Benzin wieder auf. Wie Radio Svoboda schreibt, soll das Benzin, das wegen seines hohen Schwefelgehalts als umweltschädlich und gesundheitsschädlich gilt, bis Juli 2027 gelten. Vertreter des russischen Energieministeriums erklärten, diese Entscheidung sei "vorübergehender Natur" und eine "Antikrisenmaßnahme".
+++ 06:20 Rekrutiert Russland kolumbianische Söldner? Botschaft hat "nicht die geringste Ahnung" +++
Die russische Botschaft in Kolumbien weist einen Bericht über ihre Verwicklung in die Rekrutierung von Söldnern aus dem südamerikanischen Land für den Ukraine-Krieg zurück. In einer Erklärung der Vertretung Moskaus in Bogotà hieß es, die Botschaft habe "weder eine Verbindung zu den im Bericht genannten Rekrutierern noch die geringste Ahnung, wie diese ihre Aktivitäten finanzieren". Das kolumbianische Nachrichtenportal Noticias Caracol hatte am Montag einen Bericht veröffentlicht, wonach Moskau in Kolumbien Männer für den Krieg in der Ukraine rekrutieren lasse. Dabei stützte es sich auf entsprechende Zeugenaussagen und Dokumente. Angehörige berichteten dem Portal, dass es sich bei den angeworbenen Kolumbianern hauptsächlich um frühere Armeeangehörige handele. Diese seien offiziell für Sicherheitsdienstleistungen im Ausland rekrutiert worden.
+++ 05:52 Experte: Deutlich erhöhtes Gefahrenpotenzial durch bewaffnete Drohnen +++
Nach dem Fund einer Drohne mit einer Sprengvorrichtung am Flughafen Leipzig sieht der Dresdner Luftverkehrsexperte Hartmut Fricke eine neue Dimension der Bedrohung für kritische Infrastruktur. Anders als bei bisherigen Drohnenvorfällen gehe es nicht mehr allein um die Gefahr einer Kollision mit einem Flugzeug oder Schäden durch die Drohne selbst. Eine Sprengvorrichtung erhöhe das Gefahrenpotenzial erheblich, sagte der Professor für Technologie und Logistik des Luftverkehrs an der TU Dresden. Auch Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte am Abend von einer "neuen Gefahrenqualität" und einem "hybriden Anschlagsszenario" gesprochen.
+++ 05:01 Ukrainische Drohnen greifen erneut große russische Ölraffinerie an +++
Die Ölraffinerie Slavneft-Yanos in Jaroslawl, über 700 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt, wird offenbar in der Nacht von ukrainischen Drohnen attackiert. Dies berichtet Kyiv Independent und beruft sich auf mehrere Augenzeugen. Die Raffinerie ist eine der fünf größten Anlagen in ganz Russland. Sie verfügt über eine jährliche Rohölverarbeitungskapazität von rund 15 Millionen Tonnen.
+++ 02:34 USA wissen offenbar von Verlegung nordkoreanischer Raketeneinheit nach Russland +++
Es wäre eine Ausweitung der militärischen Zusammenarbeit zwischen Moskau und Pjöngjan: Nach Angaben eines ukrainischen Geheimdienstvertreters könnte nordkoreanische Raketeneinheit im Westen Russlands stationiert sein. Sie könnte für Angriffe auf die Ukraine mit 120 ballistischen Raketen und sechs Startrampen ausgerüstet werden, warnt Andrij Tschernjak vom Militärgeheimdienst der Ukraine. Russland plane demnach, eine Einheit mit rund 90 nordkoreanischen Soldaten in der westrussischen Region Woronesch zu stationieren. Eine mit der Angelegenheit vertraute Person sagt der Nachrichtenagentur Reuters, die USA wüssten wohl von der Verlegung.
+++ 00:14 Ukrainische Justiz ermittelt gegen Ex-Botschafterin Stefanischyna +++
Die ukrainische Justiz ermittelt gegen die von ihrem Posten zurückgetretene Ex-Botschafterin in den USA, Olha Stefanischyna. Vor dem obersten Antikorruptionsgericht werde über Auflagen für die frühere Vizeministerpräsidentin entschieden, berichten örtliche Medien übereinstimmend. Zu den konkreten Vorwürfen ist bisher nichts bekannt. Stefanischyna war bis zum vergangenen Montag ukrainische Botschafterin in den USA.
+++ 22:15 Berichte: Russischer General nach Bombenanschlag auf Moskauer Restaurant heimlich beerdigt +++
In Moskau hat laut Berichten eine heimliche Beerdigung für einen russischen Generalmajor stattgefunden. Dieser war möglicherweise ein Freund des Kommandeurs der russischen Luft- und Raumstreitkräfte, Aleksandr Tschajko, und kam bei einem Bombenanschlag in einem Restaurant ums Leben. Das berichten laut dem unabhängigen Exilmedium "Medusa" mehrere russischen Telegram-Kanäle. Tschajko soll demnach in dem Lokal seinen 55. Geburtstag gefeiert haben. Die Beerdigung soll auf dem Trojekurowskoje-Friedhof stattgefunden haben. Zuvor gab es Berichte, dass dort zwei Gräber ausgehoben worden seien und zwar in einem Bereich, in dem vor allem hochrangige Geheimdienstmitarbeiter und Angehörige des russischen Verteidigungsministeriums beigesetzt werden. Die Beerdigung fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Augenzeugen berichten, heißt es in den Telegram-Kanälen, dass der beigesetzte Generalmajor "ziemlich jung" gewesen sei und in den russischen Landstreitkräften gedient habe. Neben dem Grab soll eine Flagge der russischen Landstreitkräfte aufgestellt worden sein.
+++ 21:35 Dobrindt zu Drohnen-Vorfall: Vorgehen deutet nicht auf Amateur hin +++
Nach Angaben des Bundesinnenministers Alexander Dobrindt handelt es sich bei dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle nicht um das Werk eines Laien. Das Vorgehen sei sehr professionell vorbereitet gewesen mit einem hohen Maß an Kenntnissen zu Technik und im Umgang mit Sprengstoff. "Das alles deutet nicht auf ein amateurhaftes Vorgehen hin", so Dobrindt.
+++ 21:24 Sachsens Innenminister Schuster: "Suchen noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne" +++
Nach dem mutmaßlichen Drohnenanschlag auf den Flughafen Leipzig/Halle laufen die Ermittlungen auch am Fundort laut Sachsens Innenminister Armin Schuster noch auf Hochtouren. "Wir suchen noch nach Teilen einer möglichen zweiten Drohne", so der CDU-Politiker bei der Pressekonferenz am Abend. Gemeinsam mit Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und weiteren Vertretern der Sicherheitsbehörden informierte er über die aktuelle Lage nach dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle. "Die Gefahrenlage ist nicht mehr abstrakt, sie ist jetzt hoch", so Schuster.
+++ 21:19 Dobrindt nennt Leipziger Drohnen-Vorfall "hybrides Anschlagsszenario" +++
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt sieht in dem Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle ein "hybrides Anschlagsszenario". Das sagt der CSU-Politiker am Abend vor Ort. Dass eine Drohne "bewaffnet mit Sprengstoff sich hier auf einem Flughafengelände befindet, das ist ein neues Bedrohungsszenario".
+++ 21:07 Bericht: Wrackteile von russischer Drohne in Moldau entdeckt +++
In Moldau sind einem Bericht zufolge Trümmerteile einer russischen Drohne gefunden worden. Wie "Ukrainska Pravda" unter Berufung auf ein russischsprachiges Nachrichtenportal mit Sitz in Moldau meldet, wurden die Teile einer russischen "Geran 2"-Drohne in der Nähe des Dorfes Văleni im südmoldauischen Bezirk Cahul gefunden. Demnach stellten Sicherheitskräfte die Trümmerteile für eine Untersuchung sicher. Die Konstruktionsmerkmale, Materialien und Kennzeichnungen weisen laut der moldauischen Polizei darauf hin, dass es sich um eine russische Drohne handelt.
+++ 20:36 Mehr Bedrohungen seit Kriegsbeginn: Hessischer Verfassungsschutz wird um Spionageeinheit erweitert +++
Mit Blick auf eine wachsende Bedrohung durch Spionage und Sabotage aus dem Ausland stellt sich der hessische Verfassungsschutz neu auf. Künftig werde sich eine eigene Abteilung ausschließlich mit Spionage, hybriden Bedrohungen und Einflussnahme durch fremde Staaten befassen, kündigt Innenminister Roman Poseck von der CDU an. Einzelheiten will der Minister morgen bei einer Pressekonferenz im Landesamt für Verfassungsschutz (LfV) in Wiesbaden erläutern. Bei dem Termin ist auch LfV-Präsident Bernd Neumann dabei. "Desinformationskampagnen, Cyberangriffe und Spionage aus dem Ausland haben sich mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine verschärft", so Poseck vor einigen Wochen.
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