Getroffen im Schwarzen MeerRussische Drohnen schlagen in Schiff von deutscher Reederei ein

Das Schwarze Meer ist im Juli besonders gefährlich für russische Öltanker und andere Frachter. Dutzende werden innerhalb weniger Wochen getroffen. Mittlerweile reagiert Moskau seinerseits mit Angriffen auf Schiffe, die in Verbindung mit der Ukraine stehen.
Russland hat nach eigenen Angaben am Mittwoch drei Frachter im Schwarzen Meer mit Drohnen angegriffen. In einem Video des Verteidigungsministeriums ist zu sehen, dass es sich bei einem der Schiffe um die unter der Flagge Liberias fahrende "Emil" der Hamburger Reederei Johann M. K. Blumenthal GmbH & Co. KG handelt. Den Aufnahmen zufolge gab es mehrere Treffer. Die Verifizierung von ntv.de stuft das Video als authentisch ein.
Laut Informationen der "Bild"-Zeitung fielen technische Systeme auf dem Schiff aus. Es soll manövrierfähig gewesen sein. Laut verschiedenen Schiffstrackingdiensten wurden die letzten Ortungssignale der "Emil" am Mittwochmittag gesendet. Zu diesem Zeitpunkt befand sie sich vor der rumänischen Küste bei Sulina in der Nähe der ukrainischen Grenze.
Der Gouverneur der ukrainischen Region Odessa, Oleh Kiper, teilte mit, dass bei einem weiteren russischen Angriff auf die unter der Flagge von Guinea-Bissau fahrende "Mera Queen" ein Besatzungsmitglied getötet worden sei. Das Schiff sei mit Weizen beladen gewesen. Russland behauptet immer wieder, in Verbindung mit der Ukraine stehende Schiffe würden Rüstungsgüter transportieren.
Seitdem die Ukraine zur Verteidigung gegen die russische Invasion vermehrt russische Öltanker im Schwarzen Meer angegriffen hat, reagieren die Kreml-Streitkräfte ihrerseits mit verstärkten Attacken. Nach Angaben der ukrainischen Drohnenstreitkräfte wurden in wenigen Wochen über 150 russische Öltanker und andere Schiffe im Schwarzen Meer und Asowschen Meer beschädigt.