Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 01:25 Angriff mit ballistischen Raketen: Mindestens eine Tote in Kiew +++

19.10.2026, 00:01 Uhr

Russland greift Kiew am späen Abend mit ballistischen Raketen an. Es gibt Verletzte und mindestens eine Tote, wie die Militärverwaltung meldet. Nach Informationen des Online-Magazins Ukrajinska Prawda soll es sich bei einer der Getöteten um eine 21-jährige Frau handeln. Militärblogger und andere Kanäle berichten von mindestens acht ballistischen Raketen, die in der Hauptstadt eingeschlagen seien. Unter den getroffenen Gebäuden ist laut Bürgermeister Vitali Klitschko auch eine medizinische Einrichtung.

+++ 23:41 Trump: Ich will Moskau am Verhandlungstisch halten +++

US-Präsident Donald Trump begründet die Aussetzung von Sanktionen gegen Russland damit, dass er Russland am Verhandlungstisch halten wolle. "Meine Entscheidung ist eine sehr einfache", schreibt Trump auf seiner Plattform Truth Social. "Ich bin dabei, einen Frieden im Krieg zwischen Russland und der Ukraine auszuhandeln, und möchte nichts tun, was Russland törichterweise vom Verhandlungstisch vertreiben würde." Am Freitag hatte Trump die Aussetzung der Sanktionen noch mit einem nationalem Sicherheitsinteresse der USA begründet. Analysten zufolge hätten die Sanktionen die Spritpreise in den USA vor den US-Zwischenwahlen Anfang November weiter in die Höhe treiben und damit potenzielle Wähler von Trumps republikanischer Partei verschrecken können.

+++ 22:19 Bessent weist Selenskyjs Vorwurf zu Starlink-Einschränkungen zurück +++

US-Finanzminister Scott Bessent kritisiert den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj wegen dessen Aussagen über Einschränkungen der Satellitenkommunikation scharf. Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio hätten erklärt, dass niemand in der US-Regierung diese veranlasst habe, sagt Bessent in der NBC-Sendung "Meet the Press". "Ich halte es für sehr leichtsinnig von Präsident Selenskyj, eine solche Anschuldigung zu erheben." Selenskyj hatte zuvor in derselben Sendung erklärt, die US-Regierung habe SpaceX angewiesen, die Nutzung der Satellitendienste Starlink und Starshield in der Ukraine einzuschränken.

+++ 21:18 Türkei will von Diesel-Deal zwischen Trump und Putin profitieren +++

Die Türkei will nach Angaben ihres Energieministers Alparslan Bayraktar einen Teil der Diesellieferungen aus einem Abkommen zwischen den USA und Russland beziehen. "Durch die Gespräche, die wir geführt haben, werden wir einen Teil dieses Dieselkraftstoffs in die Türkei bringen", sagt Bayraktar dem Sender Kanal 7, wie Reuters berichtet. Einzelheiten zu Mengen oder Lieferterminen nennt er nicht. Bayraktar bezeichnet das Abkommen als wichtig für die Energiesicherheit der Türkei. Russland habe in den vergangenen Monaten Beschränkungen für Dieselausfuhren verhängt und nun eine Vereinbarung mit US-Präsident Donald Trump geschlossen. Die Türkei deckt einen Teil ihres Energiebedarfs durch Importe aus Russland und bemüht sich zugleich um eine breitere Aufstellung ihrer Versorgung.

+++ 20:23 Rechtsextreme greifen Historiker vor Vortrag in Lwiw an +++

Eine Gruppe von etwa 20 Männern hat nach Angaben der ukrainischen Organisation "Soziale Bewegung" den Kriegsveteranen und Historiker Wladyslaw Starodubzew im Zentrum von Lwiw angegriffen und geschlagen. Das ukrainische Nachrichtenportal NV beschreibt die Angreifer als rechtsextreme Aktivisten. Der Übergriff habe sich kurz vor einem geplanten Vortrag vor dem Büro der Organisation nahe der Iwan-Franko-Universität ereignet. Starodubzew sollte über die Geschichte linker Bewegungen in Lwiw sprechen, insbesondere über die Ursprünge der Arbeiter- und sozialistischen Bewegungen in Galizien vor der Sowjetherrschaft. Nach Angaben der Organisation befand sich auch der frühere Stadtrat von Lwiw, Ihor Scholtys, in der Gruppe. Eine Beteiligung an den Schlägen geht aus dem Bericht nicht hervor.

+++ 19:28 Selenskyj: US-Regierung veranlasste Einschränkungen bei Satellitenkommunikation +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj macht die US-Regierung für Einschränkungen bei der Nutzung der SpaceX-Satellitendienste Starlink und Starshield verantwortlich. "Es war eine Nachricht der amerikanischen Regierung, diese Geschwindigkeit zu begrenzen, und technisch gesehen hat SpaceX das getan", sagt er in der NBC-Sendung "Meet the Press". Von welcher Stelle die Anweisung gekommen sei, wisse er nicht. Die Einschränkungen seien weiterhin in Kraft. Die Beschränkung beeinträchtigt den Einsatz ukrainischer Abfangdrohnen. US-Präsident Donald Trump hatte am Freitag bestritten, die Einschränkungen angeordnet zu haben. Auch US-Außenminister Marco Rubio erklärt, die Trump-Regierung habe nichts mit der Einschränkung des Betriebs von Starlink in der Ukraine zu tun, siehe folgender Eintrag.

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