Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 19:07 Russlands Oberstes Gericht schließt Antikriegspartei Jabloko von Wahl aus +++

10.08.2026, 00:01 Uhr

Das Oberste Gericht Russlands schließt die Antikriegspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September aus. Damit gibt das Gericht einer Klage der kremltreuen nationalistischen Kleinpartei Rodina statt. Deren Vorsitzender wirft Jabloko vor, eine vom Westen unterstützte Bewegung zu sein, die den Wahlprozess und Russland selbst destabilisieren wolle. Jabloko ist die einzige Partei im Land, die sich gegen den Krieg in der Ukraine ausspricht. Die russische Finanzaufsicht beschuldigt sie zudem, über Dritte Gelder aus den USA und Deutschland erhalten zu haben.

+++ 18:09 Video zeigt tödlichen Angriff auf russische Nachschubroute +++

Ein Tanklaster geht auf einer wichtigen russischen Nachschubroute zur besetzten Krim in Flammen auf und explodiert. Die Aufnahmen sollen von der Strecke zwischen Mariupol und Dschankoj stammen. Die Ukraine nimmt weiter russische Versorgungswege verstärkt ins Visier.

+++ 17:34 "Agent" in Diplomatenkreisen: Schweden meldet vereitelte russische Geheimdienstmission +++

Der schwedische Nachrichtendienst Säpo hat nach eigenen Angaben eine russische Geheimdienstmission vereitelt. Die für Spionageabwehr zuständige Behörde erklärt, die russische Geheimdienstmission habe darauf abgezielt, "die schwedische Entscheidungsfindung zu beeinflussen und Schweden, die Nato und die EU zu diskreditieren". Die Mission sei "seit einiger Zeit vom russischen Auslandsgeheimdienst SWR geplant und gesteuert" worden. An der russischen Mission sei ein "Agent" beteiligt gewesen, der in einer ausländischen diplomatischen Vertretung in Schweden tätig gewesen sei, erklärt Säpo, ohne bekannt zu geben, um welche diplomatische Vertretung es sich gehandelt habe. Der stellvertretende Einsatzleiter von Säpo, Christoffer Wedelin, erklärt, der schwedische Nachrichtendienst habe Maßnahmen ergriffen, "um wichtige schwedische Interessen zu schützen und weitere Auswirkungen zu verhindern".

+++ 16:58 Ukrainische Spezialkräfte melden Drohnenangriff auf russische Chemieanlage +++

Ukrainische Spezialkräfte haben nach eigenen Angaben die petrochemische Anlage SapSibNeftechim im russischen Gebiet Tjumen mit Drohnen angegriffen. Der Angriff löste laut einer Telegram-Mitteilung einen Brand aus und verursachte Zerstörungen. Der dortige Gouverneur berichtete ebenfalls von einem Feuer in einer Industrieanlage nach einer Drohnenattacke. Tjumen liegt gut 2000 Kilometer von der ukrainischen Grenze entfernt.

+++ 16:26 Ukraine: Russland beschleunigt Ausbau von eigenem Satelliten-Internet +++

Russland treibt den Aufbau eines eigenen Satelliten-Internetsystems nach ukrainischen Angaben schneller voran als geplant. Bis 2027 wolle Moskau knapp 300 Satelliten in der Umlaufbahn stationiert haben, sagt der stellvertretende Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes GUR, Wadym Skybyzkyj, in einem Interview mit dem Medienportal RBC-Ukraine. Das System namens "Rasswet" solle dem US-System Starlink von SpaceX Konkurrenz machen, das der Ukraine im Krieg Vorteile bei der Drohnensteuerung und Kommunikation verschafft. Derzeit habe Russland erst 16 Satelliten im Orbit, weshalb das System über der Ukraine nur lückenhaft arbeite. Bis 2027 seien 292 Satelliten geplant, bis 2035 solle das Satelliten-Netzwerk auf 924 anwachsen. Sobald das System vollständig einsatzbereit sei, werde es eine ähnliche Abdeckung wie Starlink bieten.

+++ 16:05 Drohnenvorfall: Moldau ruft Botschafter aus Russland zurück +++

Vor dem Hintergrund einer explodierten Drohne im Süden des Landes ruft die Republik Moldau ihren Botschafter zu Beratungen aus Russland zurück. Der Vorfall nahe der Ortschaft Crocmaz werde aufs "Schärfste verurteilt", teilt das Außenministerium in Chisinau in sozialen Netzwerken mit. Der Zwischenfall stelle eine Verletzung der Souveränität von Moldau dar und gefährde die Sicherheit der moldauischen Bürger. Am Sonntag war eine mutmaßlich russische Drohne nahe Crocmaz an der moldauisch-ukrainischen Grenze abgestürzt und explodiert. Schäden oder Opfer gab es keine. Moldaus Präsidentin Maia Sandu verurteilte die Verletzung des moldauischen Luftraums bei X und rief zu einem Ende des russisch-ukrainischen Krieges auf.

+++ 15:35 Russland-Wahl: Oppositionspartei kämpft gegen Ausschluss +++

Die liberale russische Oppositionspartei Jabloko hat sich vor dem Obersten Gericht in Moskau gegen ihren drohenden Ausschluss von der Parlamentswahl im September gewehrt. Millionen Russen seien bereit, ihre Stimme seiner Partei zu geben, die den Angriffskrieg gegen die Ukraine kritisiert, sagte Jabloko-Chef Nikolai Rybakow. "Politische Konkurrenz ist das Wesen von Wahlen", betonte er. Die von der kremltreuen Partei Rodina eingereichte Klage auf Ausschluss von der Duma-Wahl habe zum Ziel, den Menschen eine freie Wahl zu nehmen.

Der Prozess unter Vorsitz von Richter Wjatscheslaw Kirillow wird live im Internet übertragen. Wann ein Urteil gesprochen wird, ist nicht klar. Vor dem Gerichtsgebäude in Moskau standen am Morgen Hunderte Menschen Schlange, um in den Saal zu kommen. Ausgelegt ist er nur für 150 Personen, teilte die Partei mit, die auch ein Video von dem Andrang veröffentlichte. Rybakow sprach von einem "historischen Prozess", weil noch nie eine zur Wahl zugelassene Partei später wieder ausgeschlossen wurde. Die zentrale Wahlkommission hatte Jabloko im Juli einstimmig zur Wahl zugelassen.

+++ 15:00 Mutmaßliche Zwangsrekrutierung in Ukraine sorgt für Aufsehen +++

Aufnahmen einer mutmaßlichen Zwangsrekrutierung aus der ukrainischen Stadt Odessa schlagen auf Telegram hohe Wellen. Uniformierte zerren einen jungen Mann aus einem Taxi. Seine Begleitung schreit markerschütternd und klammert sich an dem Mann fest - vergebens.

+++ 14:19 Bericht: DNA-Treffer auf der Leipzig-Drohne +++

Von einer "heißen Spur im Fall der Leipziger Drohnen-Bombe" berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eigenen Informationen. Demnach konnten Ermittler eine DNA-Spur an dem mit Sprengstoff gefüllten Fluggerät, das am Leipziger Flughafen entdeckt worden war, sichern. Ob diese Spur am Sprengstroff selbst oder an der Drohne ausgemacht wurde, geht aus dem Bericht nicht hervor. Nach jüngsten Berichten soll der Sprengstoff nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden sein, sondern in einiger Entfernung. Nach den Informationen des Mediums soll die DNA-Spur mit der vom Brandanschlag am 20. Juli 2024 am DHL-Logistikzentrum in Leipzig übereinstimmen.

+++ 14:01 Behörden: Sechs Tote nach russischen Angriffen in Charkiw und Cherson +++

In der Ukraine sind in der nordöstlichen Region Charkiw nach Behördenangaben fünf Menschen durch einen russischen Artillerieangriff getötet worden. Der "massive" Angriff habe sich gegen ein Wohngebiet im Ort Bugajiwka gerichtet, erklärt die Staatsanwaltschaft im Onlinedienst Telegram. Mehrere Häuser seien zerstört worden. Dazu veröffentlichte die Behörde das Bild von Trümmern eines Hauses. Laut Behördenangaben wurde zudem in der südukrainischen Region Cherson nahe der Front durch einen russischen Drohnenangriff ein Mann in einem Taxi getötet. Die ukrainische Luftwaffe erklärt, Russland habe das Nachbarland in der Nacht mit 126 Drohnen angegriffen.

+++ 13:25 Ukraine meldet viele Verletzte nach russischem Angriff auf Saporischschja +++

Bei einem russischen Luftangriff auf die südostukrainische Großstadt Saporischschja sind mindestens 13 Menschen verletzt worden. Militärgouverneur Iwan Fedorow informiert auf Telegram über beschädigte Wohnhäuser und in Brand gesetzte Autos. Es sei mindestens eine Gleitbombe auf die Industriestadt abgeworfen worden. Für die Großstadt gilt wegen ständiger Angriffe fast ununterbrochen Luftalarm. Die Front ist nur etwas mehr als 20 Kilometer von Saporischschja entfernt.

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Ein Anwohner steht nach dem russischen Angriff in Saporischschja vor einem beschädigten Auto. (Foto: REUTERS)

+++ 12:42 Behörden: Zahl der Toten nach ukrainischem Drohnenangriff steigt +++

In Nischnekamsk in der russischen Teilrepublik Tatarstan ist die Zahl der Toten nach einem ukrainischen Drohnenangriff laut Behörden auf 13 gestiegen. Es seien 48 Menschen verletzt worden, teilt die Regierung in der Hauptstadt Kasan mit. Zuvor war von zwölf Toten und 39 Verletzten die Rede gewesen (siehe Eintrag um 9:24 Uhr). Republikchef Rustam Minnichanow verhängte offiziell Trauer in Tatarstan.

+++ 12:21 Raketen-Einschlag in Polen: Behörden wollen Bürger per SMS warnen +++

Polen will künftig seine Bürger per SMS darüber informieren, wenn seine Luftwaffe während Angriffen gegen die Ukraine Kampfjets aufsteigen lässt. Damit ziehe man eine Konsequenz aus dem Raketenabsturz Ende Juli, sagt Vize-Verteidigungsministerin Magdalena Sobkowiak-Czarnecka dem Portal "Wirtualna Polska". Am 30. Juli war während schwerer russischer Luftangriffe auf die Ukraine ein Flugobjekt in den Luftraum des Nato-Staats Polen eingedrungen und in der Nähe der Stadt Lublin abgestürzt. Nach Angaben der Regierung in Warschau handelte es sich um einen russischen Marschflugkörper vom Typ Ch-101. Verletzt wurde niemand.

+++ 11:45 Ukrainischer Generalstab meldet mehr als 250 Front-Gefechte +++

Im Laufe des vergangenen Tages hat es zwischen ukrainischen und russischen Truppen 254 Gefechte an der Front gegeben. Das schreibt die Nachrichtenagentur Ukrinform unter Berufung auf den Generalstab der ukrainischen Streitkräfte. Besonders schwer umkämpft waren demnach Kostjantyniwka und Lyman.

+++ 10:53 Brisanter Selenskyj-Besuch "macht Kreml keine Freude" +++

Der ukrainische Präsident Wolodymr Selenskyj reist erstmals nach Serbien, um sich mit seinem Amtskollegen Aleksandar Vucic auszutauschen. Brisant daran: Serbien ist eigentlich ein Verbündeter Russlands. ntv-Korrespondent Rainer Munz ordnet das Treffen ein.

+++ 10:47 Bericht: Drohne am Flughafen Leipzig prallte gegen Flugzeug-Tragfläche +++

Die bei dem mutmaßlichen Anschlagsversuch am Flughafen Leipzig/Halle entdeckte Drohne ist einem Medienbericht zufolge gezielt gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug geflogen und auf dessen Tragfläche geprallt. Der mit dem Sprengstoff Semtex bestückte Flugkörper sei aber nicht explodiert, sondern abgeprallt und zu Boden gefallen, berichtet die Wochenzeitung "Die Zeit" unter Berufung auf Aufnahmen von Überwachungskameras. Spuren an einem Flügel der Antonow-Maschine bestätigten den Ablauf. Warum der Sprengsatz nicht gezündet habe, sei unklar. Der Sprengstoff sei nicht an der Drohne selbst vorgefunden worden, sondern in einiger Entfernung. Dieser habe sich möglicherweise beim Aufprall abgelöst.

+++ 10:32 Russlands liberaler Partei Jabloko droht Ausschluss von Wahl +++

Das Oberste Gericht Russlands in Moskau will am heutigen Montag über einen möglichen Ausschluss der liberalen Oppositionspartei Jabloko von der Parlamentswahl im September verhandeln. Vor dem Gebäude in Moskau versammelten sich am Morgen Hunderte Menschen, die Schlange standen, um in den Gerichtssaal zu kommen. Ausgelegt ist der Saal für 150 Personen, teilt die Partei mit. Jabloko kritisiert den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine, war aber von der Wahlleitung unerwartet für die Duma-Wahl zugelassen worden. Der Vorsitzende Nikolai Rybakow, der selbst nicht zugelassen ist zur Wahl, nimmt für die Partei an der Verhandlung teil. Die kremltreue rechte Partei Rodina klagt auf Wahlausschluss. Sie wirft Jabloko zahlreiche Gesetzesverstöße vor, darunter Verletzungen von Urheberrechten in Wahlkampfmaterial und undurchsichtige Finanzierung.

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Anhänger der Partei Jabloko stehen Schlange vor dem Obersten Gericht. (Foto: picture alliance/dpa/AP)

+++ 10:23 Russland: 456 ukrainische Drohnen über Nacht abgeschossen +++

Russland hat in der Nacht zum Montag nach eigenen Angaben 456 ukrainische Drohnen abgefangen und zerstört. Die Angriffe hätten sich gegen rund 15 russische Regionen und die annektierte Halbinsel Krim gerichtet, erklärt das russische Verteidigungsministerium. Wieviele Drohnen ihr Ziel erreichten gibt das Ministerium grundsätzlich nicht an.

+++ 10:02 Zahl der Verletzten nach russischem Angriff auf Sumy steigt +++

In der nordukrainischen Stadt Sumy ist die Zahl der Verletzten nach einem russischen Angriff auf 14 gestiegen (siehe Eintrag um 03:49 Uhr). Wie ukrainische Medien unter Berufung auf Behörden berichten, ist unter den Betroffenen auch eine 14-Jährige. Zudem gebe es Schäden in mehreren Wohngebieten, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow über den Kurznachrichtendienst Telegram mit. 

+++ 09:24 Behörden melden zwölf Tote bei ukrainischem Angriff in russischer Region Tatarstan +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die zentralrussische Region Tatarstan sind nach Behördenangaben mindestens 12 Menschen getötet worden (siehe Eintrag um 08:03 Uhr). 39 weitere Menschen seien in der Industriestadt Nischnekamsk verletzt worden, teilen die Behörden nach Berichten staatlicher Medien am Morgen mit. Nischnekamsk liegt etwa 1600 Kilometer entfernt von der Grenze zur Ukraine. Es handelte sich um einen der schwersten ukrainischen Einzelangriffe seit Beginn der großangelegten russischen Offensive gegen die Ukraine im Februar 2022.

+++ 08:37 Günther: Bundeswehr im Inneren bei Drohnenabwehr einsetzen +++

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther hat sich angesichts der Bedrohungslage durch Drohnen dafür ausgesprochen, dass Bundeswehreinsätze auch im Inneren ermöglicht werden sollten. "Weil man bei Drohnen kaum unterscheiden kann, ob es sich um eine außenpolitische oder innenpolitische Bedrohung handelt. Und deswegen, glaube ich, müssen wir auch über eine Änderung des Grundgesetzes sprechen, und ich hoffe auch, dass wir da zu Ergebnissen kommen", sagt Günther dem Deutschlandfunk. Generell sei er davon überzeugt, dass beim Thema äußere und innere Sicherheit die strikte Trennung zwischen Bund und Ländern nicht mehr zeitgemäß sei. Stattdessen sollten angesichts der aktuellen Bedrohungslage die Kompetenzen von Bund und Ländern noch stärker gebündelt werden.

+++ 08:03 Behörden melden Tote bei ukrainischem Drohnenangriff weit östlich von Moskau +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff auf die russische Stadt Nischnekamsk sind den dortigen Behörden zufolge mehrere Menschen getötet worden. Wie Bürgermeister Radmir Beljajew auf Telegram mitteilt, galt der Angriff Industrieanlagen und zivilen Einrichtungen. In der Stadt befindet sich eine wichtige Ölraffinerie. Laut russischen Nachrichtenagenturen handelte es sich um einen großen Drohnenangriff. Nischnekamsk liegt in der Region Tatarstan rund 1000 Kilometer östlich von Moskau.

+++ 07:09 Gouverneur: Zahl der Verletzten in Odessa steigt auf 14 +++

Nach einem russischen Raketenangriff auf die Region Odessa ist die Zahl der Verletzten auf 14 gestiegen. Das berichten ukrainische Medien mit Verweis auf den Gouverneur. Demnach sind elf Menschen ins Krankenhaus gebracht worden, einer der Verletzten befindet sich in kritischem Zustand.

+++ 06:11 Bilger will Drohnenabwehr an Deutschlands Flughäfen rasch verbessern +++

Nach dem Drohnen-Vorfall am Leipziger Flughafen hat Bundesverkehrsminister Steffen Bilger eine rasche Verbesserung der Vorkehrungen zur Entdeckung und Abwehr von Drohnen an Deutschlands Flughäfen angekündigt. "Die Deutsche Flugsicherung ist zuständig für die Sicherheit im Luftraum rund um die Flughäfen. Da spielt rechtzeitiges Erkennen von Drohnen natürlich eine wesentliche Rolle", sagt Bilger dem Nachrichtenportal Politico (Montag). "Verlässliche Detektion ist das A und O", betonte der neue Verkehrsminister. "Frankfurt und München sind da inzwischen besser ausgestattet. Was die anderen Flughäfen angeht, haben wir keine Zeit zu verlieren. Ich will bei der weiteren Ausrüstung beschleunigen, was geht", betonte er.

+++ 03:49 Bombenangriff auf Sumy: Mindestens fünf Verletzte +++

Bei russischen Bombenangriffen auf die nordukrainische Stadt Sumy sind in der Nach mindestens fünf Menschen verletzt worden. Zudem gebe es Schäden in mehreren Wohngebieten, teilt der regionale Gouverneur Oleh Hryhorow auf Telegram mit.

+++ 01:46 Russland meldet Einnahme von zwei Dörfern in Region Donezk +++

Russische Truppen haben nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur RIA unter Berufung auf das Verteidigungsministerium in Moskau zwei Dörfer in der ostukrainischen Region Donezk unter ihre Kontrolle gebracht. In einer Mitteilung des Ministeriums auf Telegram heißt es, die Streitkräfte hätten Wasjutynske und Torezk eingenommen. Das ukrainische Militär bestätigt das bislang nicht. Der Generalstab in Kiew berichtet am späten Abend, ukrainische Truppen hätten 24 Angriffe um Kostjantyniwka, Illiniwka und andere Orte abgewehrt. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußert sich in seiner Videoansprache nicht zu Veränderungen des Frontverlaufs.

+++ 00:20 Ökonom Schularick: Pistorius investiert Rüstungsbudget falsch +++

Der Präsident des Kiel Instituts für Weltwirtschaft (IfW), Moritz Schularick, wirft Verteidigungsminister Boris Pistorius vor, das Rüstungsbudget falsch zu investieren. "Wir haben viel Kapital, viel industrielles Know-how und in Teilbereichen auch immer noch hochmoderne Technologien", sagt der Ökonom im Interview mit der "Süddeutschen Zeitung". "Was wir nicht haben, sind Hunderttausende Menschen, die in Panzer steigen und an die Front fahren möchten. Das heißt: Statt auf mehr Soldaten, mehr bemannte Fahrzeuge und mehr Kasernen müssen wir – wo immer möglich – auf KI, Robotik, Drohnen und Satellitentechnik setzen." Pistorius gebe aber den Großteil der 700 Milliarden Euro, die ihm bis 2030 für die Modernisierung der Bundeswehr zur Verfügung stünden, weiter für Panzer, Fregatten und andere veraltete Technologien aus, statt für Waffensysteme der Zukunft, so Schularick.

+++ 22:11 Selenskyj: Ukrainische ballistische Raketen könnten Russland schon im Herbst treffen +++

Ballistische Raketen des ukrainischen Unternehmens Fire Point könnten nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj voraussichtlich in zwei bis drei Monaten einsatzbereit sein. Die kleinere FP-7 befinde sich nach Angaben des Unternehmens derzeit im Zertifizierungsverfahren des ukrainischen Verteidigungsministeriums. Dieses solle noch im August abgeschlossen werden. Die größere FP-9 könnte laut Fire Point im Spätherbst verfügbar sein. Das Unternehmen gibt für das System eine Reichweite von bis zu 855 Kilometern an – genug, um von Teilen der Ukraine aus Ziele in Moskau zu erreichen. Unabhängige Nachweise für diese Leistungsdaten oder einen vollständigen erfolgreichen Flugtest der FP-9 liegen bislang nicht vor.

+++ 21:04 Kiews Drohnenkommandeur fordert Schwächung von fünf Elementen russischer Kriegsmaschinerie +++

Das Ende des russischen Angriffskriegs hänge davon ab, ob der Kreml seine Fähigkeit verliere, den Krieg fortzuführen, erklärt Robert Browdi, Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme. Russland müsse demnach die Möglichkeit verlieren, den Krieg zu finanzieren, Waffen zu produzieren, rückwärtige Gebiete zu schützen, Personal zu rekrutieren und innenpolitisch den Eindruck von Stabilität und Kontrolle aufrechtzuerhalten. Die Ukraine müsse diese fünf Elemente der russischen Kriegsmaschinerie systematisch und asymmetrisch schwächen, sagt Browdi. Er rief die Bevölkerung zugleich zum Durchhalten auf: Es werde "noch schwieriger werden". Entscheidend seien intellektuelle und technologische Vorteile. Browdi steht als Kommandeur der ukrainischen Drohnenkräfte für eine auf skalierbare Drohnensysteme und Angriffe auf russische Kräfte im Hinterland ausgerichtete Strategie.

+++ 20:33 Selenskyj: 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom +++

Der jüngste russische Großangriff auf die Region um die ukrainische Küstenstadt Odessa hat in der Nacht zum Sonntag für einen massiven Stromausfall gesorgt. "Am Morgen waren mehr als 300.000 Haushalte in Odessa und der Region ohne Strom; mittlerweile ist ein Drittel wieder mit Strom versorgt", sagt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. Die Arbeiten zur Wiederherstellung der Versorgung und zur Beseitigung der Schäden dauerten an. Bei dem Angriff mit ballistischen Raketen und Drohnen waren mindestens sechs Menschen verletzt worden.

+++ 19:58 Russland zerstört Lager der Weltgesundheitsorganisation in Dnipro +++

Bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Stadt Dnipro ist nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ein humanitäres Lager mit medizinischen Notfallvorräten zerstört worden. Das Lager sei am Freitag getroffen worden und habe Hilfsgüter für medizinische Einrichtungen in Frontnähe enthalten, schreibt WHO-Generaldirektor Tedros Adhanom Ghebreyesus nun auf X. WHO-Mitarbeiter und Fahrer hatten nach Angaben Ghebreyesus’ zuvor 130 von rund 300 Paletten in Sicherheit gebracht. Verletzte seien nicht gemeldet worden. Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinez bezeichnet den Angriff als schweren Schlag gegen lebenswichtige Medikamente für Krankenhäuser und Menschen an der Front.

+++ 18:42 Huss: "Ukraine blickt auf schwierigen Winter" +++

Russland nimmt gezielt die kritische Infrastruktur der Ukraine ins Visier, so etwa die Energie- und Wasserversorgung. Bereits jetzt zeichne sich deshlab ein "schwieriger" Winter ab, sagt die Politikanalystin Oksana Huss im Gespräch mit ntv.

+++ 17:36 Ukrainische Militäranalysten melden russische Vorstöße bei Kramatorsk und Bachmut +++

Russische Truppen sind nach Angaben der ukrainischen Militäranalysten von DeepState nahe Illiniwka im Bezirk Kramatorsk sowie in Tschassiw Jar im Bezirk Bachmut vorgerückt. DeepState zufolge verstärken die russischen Streitkräfte zugleich den Druck auf den Ballungsraum Slowjansk-Kramatorsk. Die Analysten berichten von anhaltenden Angriffen mit gelenkten Fliegerbomben, Raketenartillerie, Shahed-Drohnen und FPV-Drohnen; besonders nachts dauere der Beschuss nahezu ununterbrochen an. Auch andere Berichte dokumentieren den fortgesetzten russischen Vormarsch in Richtung Kramatorsk sowie schwere Angriffe auf die Stadt und die Region.

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