Politik

Verbindung zu anderem Vorfall?Ermittler finden offenbar DNA-Spur nach Drohnen-Anschlag

10.08.2026, 15:39 Uhr
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Der-Tower-am-Flughafen-Leipzig-Halle-In-der-Naehe-ukrainischer-Transportflugzeuge-war-vor-wenigen-Tagen-eine-mit-Sprengstoff-und-Zuender-bestueckte-Drohne-entdeckt-worden
Der Vorfall ereignete sich am Flughafen Leipzig/Halle. (Foto: picture alliance/dpa)

Einige Tage nach dem Drohnenvorfall am Leipziger Flughafen kommen immer mehr Details ans Licht. Nicht nur soll der Flugkörper mit dem ukrainischen Frachtflugzeug kollidiert sein. Einem Medienbericht zufolge können Ermittler einen Zusammenhang zu einem anderen Vorfall herstellen.

Bei den Ermittlungen zum mutmaßlichen Anschlagsversuch mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle gibt es einem Medienbericht zufolge eine neue Spur. Ermittler hätten eine DNA-Spur sichern können, die mit einem Brandanschlag auf das DHL-Logistikzentrum in Leipzig vom 20. Juli 2024 übereinstimme, berichtet die "Bild". Demnach könne die Spur aber noch keiner konkreten Person zugeordnet werden.

Im Jahr 2024 detonierten in Deutschland, Großbritannien und Polen Pakete, die von den Logistikdiensten DHL und DPD befördert wurden. Die litauische Staatsanwaltschaft und Kriminalpolizei hatten erklärt, die Taten seien von russischen Staatsbürgern mit Verbindungen zum russischen Militärgeheimdienst organisiert und überwacht worden. Im März 2026 erhob Litauens Generalstaatsanwaltschaft Anklage gegen fünf Personen. Bei den Verdächtigen handelt es sich um Staatsbürger Russlands, der Ukraine und Litauens, denen Terrorismus vorgeworfen wird.

Indes kommen einige Tage nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig/Halle neben der DNA-Spur auch weitere Details ans Licht. Wie die "Zeit" berichtet, war die mit Sprengstoff beladene Drohne in der Nacht zum vergangenen Mittwoch gegen ein ukrainisches Frachtflugzeug geflogen und auf dessen Tragfläche geprallt. Der Flugkörper sei aber nicht explodiert, sondern nur abgeprallt und zu Boden gefallen. Weshalb der Sprengstoff nicht explodierte, ist bislang unklar.

Die Wochenzeitung beruft sich dabei auf Aufnahmen von Überwachungskameras. Spuren an einem Flügel der Antonow-Maschine bestätigten den Ablauf. Die Bundesanwaltschaft wollte sich auf Anfrage nicht zu dem Bericht äußern. "Die Ermittlungen dauern an", sagte eine Sprecherin. Die oberste Anklagebehörde hatte die Ermittlungen wegen der besonderen Bedeutung des Falls übernommen. CSU-Bundesinnenminister Alexander Dobrindt hatte von einem "hybriden Anschlagsszenario" gesprochen und "fremde Mächte" als Urheber nicht ausgeschlossen.

Der Vorfall löste eine Debatte über die Drohnenabwehr an kritischer Infrastruktur aus. Als Reaktion will Dobrindt einem "Bild"-Bericht zufolge die Anti-Drohnen-Einheiten bei der Bundespolizei verdoppeln.

Quelle: ntv.de, ses/rts

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