Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 20:32 Kiew: Kreml erwägt verdeckte Zwangsmaßnahmen für Rekrutierungen +++

17.08.2026, 00:01 Uhr

Der ukrainische Regierungsvertreter Andrij Kowalenko zufolge raten russische Ökonomen und Vertreter der politischen Elite Präsident Wladimir Putin von einer erneuten offenen Mobilmachung ab. Eine solche Entscheidung könne demnach die stillschweigende Vereinbarung gefährden, wonach der Krieg für die breite Bevölkerung fern bleibe und vor allem finanziell motivierte Freiwillige an der Front kämpfen. Stattdessen erwäge der Kreml laut Kowalenko verdeckte Zwangsmaßnahmen, um mehr Menschen zum Abschluss von Verträgen mit dem Verteidigungsministerium zu bewegen. Putin selbst befürworte zwar eine Mobilmachung, scheue aber deren innenpolitische Folgen. Tatsächlich haben russische Behörden und Unternehmen zuletzt deutlich mehr Stellen mit Bezug zu Wehr- und Mobilisierungsregistrierung ausgeschrieben. Ob dies auf eine bevorstehende Mobilmachung hindeutet, ist allerdings offen. Experten verweisen auch auf ausgeweitete gesetzliche Registrierungspflichten für Arbeitgeber.

+++ 19:48 Ukraine meldet Schäden an russischer Rüstungsfabrik +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs sollen bei einem Angriff auf das Kamensky-Werk in Kamensk-Schachtinski in der russischen Oblast Rostow zwei Werkstätten zur Produktion von Sprengstoffen und Schießpulver zerstört sowie vier weitere beschädigt worden sein. Fotos des Generalstabs sollen die Schäden an der Anlage zeigen. Das Werk gehört laut ukrainischen Angaben zum russischen militärisch-industriellen Komplex und produziert Feststoffraketentreibstoff, unter anderem für Munition der Mehrfachraketenwerfer Uragan, Smertsch und Tornado-S.

+++ 19:05 Selenskyj kündigt Personaländerungen im Militär an +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat mit der Militärspitze seines Landes die aktuelle Kriegslage erörtert und eine Reihe von Entscheidungen in die Wege geleitet. In erster Linie seien Personalentscheidungen getroffen worden, erklärt Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache. "Es ist sehr wichtig, dass erfahrene Kommandeure mehr Handlungsspielraum erhalten", sagt er. Er habe bei der Sitzung einen Teil der Personalentscheidungen gebilligt, die ihm Oberbefehlshaber Mychajlo Drapatyj vorgelegt habe. Namen nennt Selenskyj nicht. Selenskyj und die Militärs erörterten zudem die Auswirkungen der ukrainischen Drohnenangriffe tief auf russischem Staatsgebiet. "Wir setzen unsere Fernoperationen fort", sagt er zu den Einsätzen. "Die Prioritäten für die Präzisionsschläge bis September stehen bereits fest."

+++ 18:33 Drohne zerschellt in Moldau und löst Brand aus +++

Eine vermutlich russische Drohne ist in den Luftraum von Moldau eingedrungen und auf einem Acker explodiert. Das unbekannte Fluggerät sei im Gebiet Stefan Voda im äußersten Südosten des Landes zerschellt und habe einen kleinen Brand ausgelöst, teilt die moldauische Polizei auf Telegram mit. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Experten untersuchten den Absturzort. Nach Darstellung ukrainischer Medien war eine russische Drohne vom Typ "Banderol" beim Anflug auf den Hafen von Odessa vom Kurs abgekommen und über die Grenze nach Moldau geflogen.

+++ 18:16 Russland meldet Attacke auf Frachtschiffe mit Waffen +++

Das russische Militär will nach eigener Darstellung im Süden der Ukraine zwei Frachtschiffe mit militärischer Ausrüstung angegriffen haben. Ein Frachter sei im Hafen von Odessa getroffen worden, das zweite Schiff sei in Mykolajiw angegriffen worden, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau nach Angaben der Staatsagentur Tass mit. Beide Schiffe hätten Waffen und militärische Ausrüstung geladen. Über das Ausmaß der Schäden wurden keine Angaben gemacht. Die Darstellung konnte nicht unabhängig geprüft werden, die ukrainischen Behörden äußerten sich dazu nicht.

+++ 17:48 Polen bereitet sich auf möglichen Krieg mit Russland vor +++

Polen bereitet sich nach Worten des stellvertretenden Verteidigungsministers Cezary Tomczyk auf einen möglichen Krieg mit Russland vor, hofft aber, dass es nie dazu kommt. Man bewerte Szenarien nicht länger als realistisch oder unrealistisch, sondern nur als wahrscheinlich oder unwahrscheinlich, sagte Tomczyk. Selbst eine groß angelegte Provokation des Kremls könne "innerhalb weniger Monate" erfolgen. Tomczyk reagierte damit auf die Einschätzung des NATO-Oberbefehlshabers in Europa, Alexus Grynkewich, Russland könne bis 2027 sein militärisches Potenzial wieder aufbauen. Entscheidend sei der weitere Verlauf des Krieges gegen die Ukraine: Sollte er enden, könne Russland beginnen, seine Fähigkeiten für einen weiteren bewaffneten Konflikt wiederherzustellen. Derzeit sei Russland aber nicht zu einer Konfrontation mit der NATO fähig und würde einen solchen Krieg verlieren, betonte Tomczyk.

+++ 17:17 Kryptobörse Binance hilft Russland bei Verfolgung von Dissidenten +++

Die Kryptobörse Binance soll russischen Ermittlungsbehörden laut Reuters detaillierte Transaktionsdaten, eine Telefonnummer und eine Kopie der bulgarischen Aufenthaltserlaubnis des russischen IT-Experten Juri Belenkij übermittelt haben. Die Unterlagen werden demnach in einem Verfahren wegen angeblicher Terrorfinanzierung verwendet; Belenkij wird vorgeworfen, über Binance mehr als 700 Dollar an das ukrainische Militär und die von Moskau als terroristisch eingestufte Asow-Brigade gespendet zu haben. Binance erklärte, wie andere globale Finanzinstitute auf rechtmäßige Auskunftsersuchen von Strafverfolgungsbehörden weltweit zu reagieren - vorbehaltlich der jeweils geltenden Rechts-, Datenschutz- und Aufsichtsvorgaben. Ein von Reuters zitierter Krypto-Rechtsexperte hält die Datenweitergabe dagegen wegen des möglichen EU-Datenschutzschutzes des Betroffenen und des fehlenden angemessenen Datenschutzniveaus in Russland für rechtlich problematisch.

+++ 16:54 Kreml importiert Benzin aus Indien nach Angriffen auf Raffinerien +++

Russland importiert Benzin aus Indien, um Treibstoffengpässe nach ukrainischen Drohnenangriffen auf Raffinerien auszugleichen. Mindestens eine Ladung hat den russischen Inlandsmarkt erreicht, wie drei Brancheninsider der Nachrichtenagentur Reuters sagen und Schiffsdaten von LSEG zeigen. Ein unter omanischer Flagge fahrender Tanker hat Anfang August rund 68.000 Tonnen Benzin im arktischen Hafen Witino entladen, von wo aus es per Bahn an inländische Abnehmer weitertransportiert wird. Laut LSEG-Daten werden in den kommenden zwei Wochen mindestens zwei weitere Benzinlieferungen aus Indien in russischen Häfen erwartet. Moskau hat wegen der Engpässe zudem Benzinimporte aus Belarus und Kasachstan aufgenommen sowie ein Exportverbot für Kraftstoffe verhängt.

+++ 16:25 Moskau meldet Einnahme zwei weiterer Orte in der Ukraine +++

Russland setzt seinen Vormarsch in der Ukraine nach eigenen Angaben weiter fort und meldet die Einnahme von zwei Ortschaften. Es handele sich um Nowosoloschyne in der südöstlichen Region Saporischschja und um Andrijiwska Hromada in der Region Donezk, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit.

+++ 15:59 Strom fällt nach russischem Angriff in fünf Regionen aus +++

Nach einem großangelegten russischen Angriff sind in fünf ukrainischen Regionen am Morgen Stromausfälle gemeldet worden. Betroffen sind nach Angaben des staatlichen Netzbetreibers Ukrenergo die Oblaste Charkiw, Sumy, Saporischschja, Cherson und Donezk. Ukrenergo zufolge haben Notfallreparaturen begonnen, soweit es die Sicherheitslage zulässt. Verbraucher werden gebeten, stromintensive Tätigkeiten möglichst zwischen 10 und 16 Uhr zu erledigen und ihren Verbrauch zwischen 18 und 22 Uhr einzuschränken.

+++ 15:35 Russischer Kriegsgegner Schlosberg zu elf Jahren Straflager verurteilt +++

Ein russisches Gericht hat den prominenten Kriegsgegner und Oppositionspolitiker Lew Schlosberg zu elf Jahren und einem Monat Straflager verurteilt. Der Vizechef der liberalen Partei Jabloko wurde nach Angaben seiner Partei unter anderem wegen "Verunglimpfung" der russischen Streitkräfte schuldig gesprochen. Die Richterin blieb damit knapp unter der von der Staatsanwaltschaft geforderten Strafe von zwölf Jahren und einem Monat. Der 63-Jährige will gegen das Urteil Berufung einlegen, teilte Jabloko mit. Das Verfahren steht im Zusammenhang mit Schlosbergs und Jablokos Forderung nach einem sofortigen Waffenstillstand im russischen Krieg gegen die Ukraine.

+++ 15:06 Ukraine greift russische Drohneninfrastruktur auf der Krim an +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in der Nacht mehrere russische Einrichtungen zur Lagerung, Vorbereitung und Steuerung von Angriffsdrohnen auf der besetzten Krim sowie in der Region Cherson angegriffen. Dem ukrainischen Generalstab zufolge wurde nahe Hwardijske auf der Krim ein Lager-, Vorbereitungs- und Startplatz für Angriffsdrohnen getroffen; dort sei ein Brand registriert worden. Außerdem seien eine Bodenkontrollstation für Orion-Drohnen in Nowofedoriwka, eine Relaisstation zur Steuerung von Geran- und Herbera-Kampfdrohnen in Oleniwka sowie ein Kommunikations- und Stromversorgungspunkt einer UAV-Relaisstation auf der Tendra-Nehrung in der Oblast Cherson angegriffen worden. Das Ausmaß der Schäden werde noch geprüft.

+++ 14:38 Russland: Eine Tote bei ukrainischem Drohnenangriff in Region Astrachan +++

Bei einem ukrainischen Drohnenangriff in der südrussischen Region Astrachan ist nach Behördenangaben eine Frau getötet worden. Der Angriff traf eine Industrieanlage, wie der örtliche Gouverneur mitteilt. Weitere Einzelheiten nennt er bislang nicht.

+++ 14:10 Ukrainischer Energiekonzern zählt 13 Angriffe auf Anlagen innerhalb einer Woche +++

Das russische Militär hat Anlagen von Naftogaz - dem größten staatlichen Öl- und Gasunternehmens der Ukraine - allein in der vergangenen Woche 13 Mal angegriffen. Wie Naftogaz erklärt, sei insbesondere die Förderinfrastruktur von den Angriffen betroffen. Es gebe erhebliche Schäden an Anlagen und Produktionskapazitäten. Der Betrieb einiger Anlagen wurde demnach eingestellt, ein Teil der Fördermengen ging verloren. Mitarbeiter wurden Naftogaz zufolge nicht verletzt. Seit Anfang 2026 zählt das Unternehmen 293 russische Angriffe auf Naftogaz-Anlagen. 

+++ 13:33 Berlin reagiert auf Lawrow-Drohung: "Lassen uns nicht einschüchtern" +++

Die Bundesregierung weist Drohungen aus Russland gegen Unterstützer der Ukraine zurück. "Die Drohungen und Äußerungen gegenüber EU- oder Nato-Partnern sind nichts Neues", sagt eine Sprecherin des Auswärtigen Amts. "Die nehmen wir zur Kenntnis, von denen lassen wir uns nicht einschüchtern - und wir lassen uns auch in unserer Unterstützung für die Ukraine nicht einschüchtern." Die Sprecherin bezog sich auf eine Äußerung des russischen Außenministers Sergej Lawrow vom Freitag. Dieser hatte gesagt: "Wir werden unsere Methoden stark verschärfen, um all das zu zerstören, was Kiews Kriegsmaschine aus dem Westen speist. Und wir tun dies bereits."

+++ 13:02 Ukraine feiert todesmutige Pickup-Fahrt an der Front +++

Zwei ukrainische Soldaten werden durch einen russischen Angriff an der Front schwer verletzt. Ein ferngesteuertes Fahrzeug soll sie retten, wird aber ebenfalls zerstört. Kurzentschlossen steigt der Kommandant der Soldaten in einen Pickup und rast - so berichtet es die Heldensage - ungeschützt zur Rettung.

+++ 12:30 Minister: Abgeschossene Drohne flog über Belarus nach Lettland +++

Die von Nato-Kampfjets über Lettland abgeschossene Drohne ist nach Regierungsangaben aus dem benachbarten Belarus in den Luftraum des baltischen EU- und Nato-Landes eingeflogen. Die Herkunft des unbemannten Flugobjekts sei aber noch unklar, sagt Verteidigungsminister Raivis Melnis im lettischen Fernsehen. Italienische Eurofighter hatten die Drohne am Freitag im Nordosten Lettlands in der Region Balvi rund 20 Kilometer von der gleichnamigen Stadt entfernt vom Himmel geholt.

+++ 12:02 Russische Polizei nimmt Unterstützer von Anti-Kriegspartei fest +++

Russische Sicherheitskräfte nehmen in Moskau Dutzende Unterstützer der Anti-Kriegspartei Jabloko in Gewahrsam. Vor dem Obersten Gerichtshof wird über den Ausschluss der liberalen Oppositionspartei von der Parlamentswahl verhandelt. Dort seien nicht weniger als 35 Menschen abgeführt worden, teilt Jabloko-Chef Nikolai Rybakow mit. Die Festnahmen sind auch auf Videos zu sehen. Rybakow fordert vor Gericht die Freilassung der Menschen und ein Ende der Einschüchterungsversuche durch die Polizei.

+++ 11:25 Moskau bestätigt Angriffe auf Häfen - "westliche Militärtechnik" im Visier +++

Das Verteidigungsministerium in Moskau bestätigt Angriffe auf Ziele in der südukrainischen Region Odessa. Demnach wurde neben dem Donauhafen Ismajil auch der Schwarzmeerhafen in der Millionenstadt Odessa angegriffen. In Ismajil seien eine Anlegestelle sowie Lagerhallen mit "westlicher Militärtechnik" und Seedrohnen das Ziel gewesen. In der Stadt Odessa wiederum galt der Angriff demnach einem Patrouillenboot und Treibstofftanks. 

+++ 10:51 Russland greift Odessa an - vier Seeleute auf zivilem Schiff verletzt +++

Bei einem russischen Angriff auf die südukrainische Region Odessa werden nach ukrainischen Angaben vier Besatzungsmitglieder eines zivilen Schiffes verletzt. Das Schiff fahre unter der Flagge von Togo, teilt der Militärgouverneur der Region, Oleh Kiper, bei Telegram mit. Drei der Verletzten würden in einem Krankenhaus behandelt. Durch den Angriff ausgelöste Brände seien inzwischen gelöscht. Den genauen Ort des Angriffs und den eingesetzten Waffentyp nennt Kiper nicht. Die ukrainische Luftwaffe hatte zuvor vor russischen Drohnen gewarnt. 

+++ 10:14 Munz: Moskauer warten bis zu vier Stunden an Tankstellen +++

Die ukrainische Armee nimmt vermehrt russische Öl-Produktionsstätten ins Visier. Das macht sich an Russlands Zapfsäulen bemerkbar. Menschen berichten von bis zu vier Stunden Wartezeit an Moskauer Tankstellen, andernorts wird Sprit rationiert. "Die Benzinkrise ist zurück", berichtet ntv-Reporter Rainer Munz.

+++ 09:37 Ukrainisches Militär meldet hohe russische Verluste +++

Nach Angaben des ukrainischen Generalstabs verliert die russische Armee innerhalb eines Tages 1440 Soldaten. Demnach steigt die Gesamtzahl der verlorenen Soldaten auf russischer Seite seit Beginn des Angriffskrieges gegen die Ukraine auf 1.468.760. In der vergangenen Woche beliefen sich die russischen Verluste nach ukrainischen Angaben auf durchschnittlich rund 1370 Soldaten pro Tag. Zu eigenen Verlusten macht das ukrainische Militär keine Angaben. Nach Schätzungen verschiedener Denkfabriken dürften die russischen Verluste die ukrainischen deutlich übersteigen.

+++ 08:58 Zwei Menschen sterben bei russischem Angriff in Region Sumy +++

Bei russischen Angriffen in der Region Sumy kommen zwei Menschen ums Leben, drei weitere werden verletzt. Das teilt die Nationale Polizei der Ukraine mit. Bei den Toten handelt es sich demnach um einen 75-jährigen Mann und eine 72-jährige Frau. Bei dem Beschuss seien unter anderem mehrere Privathäuser, Gewerbeflächen sowie ein Getreidespeicher beschädigt worden. 

+++ 08:24 Ukraine: Russland greift Hafen-Infrastruktur in Region Odessa an +++

Russland nimmt ukrainischen Angaben zufolge bei einem nächtlichen Angriff die Hafen-Infrastruktur im Bezirk Ismajil in der südukrainischen Region Odessa ins Visier. Dabei sind Brände entstanden, die inzwischen gelöscht wurden, wie die Behörden bei Telegram mitteilen. Ismajil liegt nahe der rumänischen Grenze und beherbergt den größten ukrainischen Hafen an der Donau. 

+++ 07:52 Schweiz hilft bei Wiederaufbau von historischem Kloster in Kiew +++

Die Schweiz stellt der Ukraine 600.000 Schweizer Franken (rund 638.000 Euro) für die Erhaltung und Restaurierung des Kiewer Höhlenklosters Petscherska Lawra zur Verfügung. Das gibt Jacques Gerber, Delegierter des Schweizer Bundesrats, bekannt. Das 975 Jahre alte Höhlenkloster gehört zum Unesco-Weltkulturerbe und war Mitte Juni bei einem russischen Angriff auf die ukrainische Hauptstadt beschädigt worden. 

+++ 07:19 Russland: Sechs Tote bei ukrainischem Raketenangriff in Belgorod +++

Bei einem ukrainischen Raketenangriff auf die russische Grenzregion Belgorod sterben örtlichen Angaben zufolge sechs Menschen. Vier weitere Personen seien verletzt, wie der kommissarische Gouverneur Alexander Schuwajew auf dem Kurznachrichtendienst Telegram mitteilt. Unter den Verletzten befinde sich auch ein 14-jähriges Kind.

+++ 06:43 Bericht: Russland errichtet geheime Drohnenstützpunkte - Gefahr für Nato +++

Russland hat offenbar geheime Stützpunkte errichtet, von denen aus Drohnen tief in das Gebiet der Nato geschossen werden können. Das berichtet der "Telegraph" und beruft sich dabei auf eine eigene Untersuchung. Demnach handelt es sich um zehn Stützpunkte nahe der ukrainischen und belarussischen Grenze, die über neu errichtete Abschussrampen für Moskaus Langstreckendrohnen verfügen. Einige dieser Stützpunkte würden bereits für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt, heißt es weiter. 

+++ 06:01 Moskau: Ökonom sagt Russland Niederlage voraus - und wird entlassen +++

In Moskau sagt der prominente Ökonom Andrej Klepatsch Russland in seinem Abnutzungskrieg gegen die Ukraine eine Niederlage voraus - nun verliert er seinen Job. Das Staatsunternehmen VEB.RF, Russlands führende Institution für wirtschaftliche Entwicklung, habe seinen Chefökonomen entlassen, berichten mehrere russische Medien. Klepatsch war zuvor mit Äußerungen zitiert worden, nach denen es für Russland unmöglich sei, den Abnutzungskrieg gegen die Ukraine zu gewinnen. Er zeigte sich auch überzeugt, dass Russland auf eine Krise zusteuere. 

+++ 05:13 Putin: Kooperation mit Nordkorea "in allen Sektoren" +++

Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Nordkorea werde "in allen Sektoren" fortgesetzt, kündigt Putin an. "Die Geschichte des gemeinsamen Kampfes für Gerechtigkeit und die wertvollen Traditionen der Freundschaft" sollen demnach fortgeführt werden. Nordkorea hat sich zu einem bedeutenden militärischen Unterstützer Russlands entwickelt und liefert Truppen, Raketen und Artilleriemunition.

+++ 03:53 Ex-CIA-Chef warnt vor Putin: Nato muss "äußerst wachsam sein" +++

Nach Sabotageakten und Luftraumverletzungen in Europa warnt der ehemalige US-Verteidigungsminister Leon Panetta vor einer Ausweitung russischer Militäraktionen auf deutschem Boden. Putin reagiere auf Schwäche und teste systematisch die Verteidigungslinien und die Entschlossenheit der Nato bei der Beistandspflicht nach Artikel 5 aus, sagte der Ex-CIA-Chef in der "Bild"-Zeitung. Die Nato müsse daher "äußerst wachsam sein".

+++ 03:20 Kallas: EU will Russland-Sanktionen im Herbst ausweiten +++

Die EU will die Sanktionen gegen Russland nach den Worten der Außenbeauftragten Kaja Kallas in den kommenden Monaten deutlich ausweiten. "Im Herbst werde ich die weitreichendste Sanktionsliste seit Beginn des Krieges vorlegen. Sollte sie beschlossen werden, wird sich die Zahl der sanktionierten russischen Personen, Unternehmen und Organisationen sofort um ein Drittel erhöhen", sagte Kallas der Zeitung "Die Welt". "Der Druck muss verstärkt werden, bis Russland den Krieg beendet."

+++ 01:31 Kulturministerin meldet von Russland gestohlene Museumsobjekte bei Interpol +++

Rund 600 von Russland aus ukrainischen Museen gestohlene Objekte sind inzwischen in der Interpol-Datenbank erfasst. Das teilt Kulturministerin Tetjana Berezhna mit. Russland habe Kulturgüter aus besetzten Museen brutal gestohlen und nach Moskau oder St. Petersburg gebracht. Nach Berechnungen der Weltbank hat Russland der ukrainischen Kultur direkte und indirekte Schäden von rund 22 Milliarden Euro verursacht.

+++ 00:06 Russland greift Postfilialen in Odessa und Kramatorsk an +++

Bei einem russischen Drohnenangriff auf eine Postfiliale im Zentrum von Kramatorsk ist ein 19-jähriger Mitarbeiter getötet worden, sieben weitere Zivilisten wurden verletzt. Nach Angaben des Donezker Gebietsgouverneurs Wadym Filashkin handelt es sich dabei um eine Filiale des Postdienstleisters Nova Poshta. Auch ein Nova-Poshta-Lager in einem Einkaufszentrum im Großraum Odessa sei angegriffen worden.

+++ 22:11 Tausende demonstrieren in Kiew für Rückkehr von Verteidigungsminister Fedorow +++

In Kiew haben mehrere Tausend Menschen für die Wiedereinsetzung des entlassenen Verteidigungsministers Mychajlo Fedorow demonstriert. Die Demonstranten versammelten sich am Freiheitsbogen und zogen durch die Stadt. Fedorow war Mitte Juli im Zuge einer unübersichtlichen Kabinettsumbildung entlassen worden und gilt als Architekt von Ukraines Drohnenstrategie. Selenskyj hat auf die Forderungen bislang nicht direkt reagiert. Er soll Fedorow eine Position als Vize-Premier für militärische Innovationen oder als Chef des Rüstungskonzerns Ukroboronprom angeboten haben – Fedorow lehnte ab und besteht auf seiner Rückkehr als Verteidigungsminister. 

+++ 21:31 Browdi: Drohnenstreitkräfte setzen in zwei Wochen 5000 russische Soldaten außer Gefecht +++

Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für Drohnensysteme, Robert "Madyar" Browdi, meldet, dass seine Einheiten zwischen dem 1. und 15. August rund 5.000 russische Soldaten außer Gefecht gesetzt haben – durchschnittlich 333 pro Tag. Das schreibt er auf Facebook. Er zeigt sich zuversichtlich, dass im August die Marke von 10.000 getöteten und verwundeten Besatzern erreicht werde. Zugleich warnt Browdi vor wachsenden Herausforderungen: Russland baue Raketen- und Jet-Drohnenangriffe aus, und eine Mobilisierungswelle nach den russischen Parlamentswahlen zeichne sich ab. 

+++ 20:41 Bericht: Ukraine setzt britische Drohnen für Tiefschläge gegen Russland ein +++

Die Ukraine setzt nach einem Bericht der "Times" seit etwa sechs Monaten auch britische Drohnen für Angriffe tief im russischen Hinterland ein. Darunter soll die strahlgetriebene Drohne "Nyan" des Rüstungskonzerns BAE Systems sein, die von der britischen Royal Navy erprobt wurde. Als Ziele nennt die Zeitung unter Berufung auf ukrainische Militärquellen Ölraffinerien nahe Moskau sowie in Jaroslawl und Wolgograd, außerdem die russische Grenzstadt Belgorod. Den Großteil der Tiefschläge führt die Ukraine mit eigenen Drohnen durch, doch hätten auch die britischen Systeme "erhebliche Erfolge" erzielt, sagte ein hochrangiger ukrainischer Militärvertreter. Als Reaktion könnte Russland seine Hybridkriegsführung gegen Großbritannien intensivieren, warnen namentlich nicht genannte Quellen gegenüber der Times. 

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