Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:43 Nach der Wahl: Preise im russischen Teil von Cherson explodieren +++
In der russisch besetzten Region Cherson sind nach den sogenannten "Wahlen" die Strom- und Heizkosten sowie die Brotpreise gestiegen. Das berichtet Ukrinform unter Berufung auf Serhii Danylov, den stellvertretenden Direktor des Zentrums für Nahost-Studien. "Die elektronische Sonderoperation ist beendet, und die Stromtarife in der besetzten Region Cherson wurden sofort erhöht, während die Brotpreise bereits um das Doppelte gestiegen sind", schreibt Danylov sarkastisch auf Facebook. Dem Bericht zufolge haben die Bewohner der besetzten Gebiete der Region Cherson bereits gut eine Woche nach dem Ende der "Wahlen" zur russischen Staatsduma die "Verbesserungen" gespürt. Die größte Erhöhung gab es bei der Müllabfuhrgebühr, die um fast 40 Prozent stieg. Der Stromtarif erhöht sich um ein Drittel.
+++ 04:51 Merz trifft Rutte - und hält Grundsatzrede zur Nato +++
In einer Grundsatzrede will sich Bundeskanzler Friedrich Merz am heutigen Donnerstag in Münster mit den aktuellen Herausforderungen in der Außen- und Sicherheitspolitik befassen. Anlass der Rede des Bundeskanzlers ist die Verleihung des Internationalen Preises des Westfälischen Friedens an die Nato. Merz wird dabei im historischen Rathaus der Stadt Münster die Laudatio halten. Den Preis soll Nato-Generalsekretär Mark Rutte entgegennehmen.
+++ 03:16 Russland beschießt erneut Odessa +++
Russland hat am späten Mittwochabend erneut die Infrastruktur von Odessa angegriffen und damit eine Serie von Angriffen auf die Schwarzmeerstadt fortgesetzt, bei denen in den letzten Tagen Zivilisten getötet und Häuser, Geschäfte und Logistikeinrichtungen beschädigt wurden. "Odessa wurde vom Feind angegriffen. Die Infrastruktur wurde beschädigt", berichtet Serhiy Lysak, Leiter der Militärverwaltung der Stadt Odessa, auf Telegram. Dem jüngsten Angriff gingen tagelange russische Bombardierungen von Odessa und der umliegenden Region voraus.
+++ 01:03 Wadephul sieht EU-Erweiterung auf westlichem Balkan als "Nagelprobe für Europa" +++
Vor einem Treffen mit europäischen Außenministern in Montenegro hat Bundesaußenminister Johann Wadephul die EU-Erweiterung auf dem westlichen Balkan als eine "Nagelprobe für Europa" bezeichnet. Sie entscheide, "welchen Einfluss die EU in den nächsten Jahrzehnten" haben werde, erklärt Wadephul am Mittwochabend vor seiner Abreise in die Region. "Nur wenn wir den Westbalkanstaaten eine glaubwürdige EU-Perspektive bieten und sie enger an uns binden, sichern wir uns dauerhaft geopolitischen Spielraum." Dabei gehe es "gegenüber geopolitischen Kontrahenten und Rivalen" um "Kerninteressen" Europas: "Sicherheit, Einfluss und Handlungsfähigkeit unseres Kontinents", betont Wadephul mit Bezug auf ein aggressives Russland. Beim EU-Beitrittsprozess müsse nun statt "kleinteiliger Forderungen" aufs Gaspedal gedrückt werden.
+++ 23:19 Hegseth: Musk soll "Zukunft der Kriegsführung" erforschen +++
Tech-Milliardär Elon Musk soll eine führende Rolle bei einem neuen Projekt des US-Verteidigungsministeriums einnehmen. In einer Rede vor Militärs in Quantico im US-Bundesstaat Virginia kündigte Pentagon-Chef Pete Hegseth an, dass es dabei darum gehe, die Zukunft der Kriegsführung zu erforschen. Musk soll demnach eine von mehreren Personen sein, die die Initiative leiten sollen. Zweck des "Projekts Meridian" sei es, "mit einem kreativen Blick auf die Zukunft zu schauen, und Bereiche zu identifizieren, die wir erobern müssen, und die Fähigkeiten, die wir beherrschen müssen", sagte der Verteidigungsminister bei seiner Rede. Dabei sprach Hegseth auch das Thema der autonomen Kriegsführung an, also den Einsatz von Waffensystemen und Künstlicher Intelligenz, die ohne direktes menschlichen Eingriff aktiv sein und etwa Angriffe ausführen können.
+++ 21:42 Ukraine bereitet vierte Phase von Operation "Vivaldi" vor +++
Die Ukraine bereitet die vierte Phase der Operation "Vivaldi" vor, ihrer Gegenoffensive im Gebiet Lyman in der Region Donezk, die bislang das militärische Ziel Russlands, den gesamten Donbass einzunehmen, erheblich beeinträchtigt hat. Der Plan wurde mit ukrainischen Militärangehörigen im Kommandoposten des 3. Armeekorps besprochen, das die Operation leitet, wie Präsident Wolodymyr Selenskyj imitteilt.
+++ 20:41 Kiew verhandelt Lieferung von 20-Millimeter-Geschossen für F-16-Kampfflugzeuge +++
Die Ukraine will mehrere Zehntausend 20-Millimeter-Geschosse für ihre F-16-Kampfflugzeuge kaufen, um die zunehmend eingesetzten, jetgetriebenen Angriffsdrohnen Russlands abzuschießen. Kiew verhandelt derzeit mit mehreren europäischen Ländern und Munitionsherstellern über mögliche Lieferungen, berichtet Bloomberg unter Berufung auf mit den Gesprächen vertraute Personen. Die Munition würde aus der eingebauten Kanone der F-16 abgefeuert werden und der Ukraine damit eine potenziell kostengünstigere und leichter verfügbare Alternative zum Einsatz knapper Luft-Luft-Raketen gegen jede einzelne russische Drohne bieten.
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