Politik

Iran-Krieg im Liveticker+++ 22:56 Irans Außenminister: Brückenangriff zeigt "moralischen Zusammenbruch" der USA +++

02.04.2026, 00:01 Uhr

Irans Außenminister Abbas Araghtschi reagiert mit scharfer Kritik auf die US-Bombardierungen einer Autobahnbrücke: "Angriffe auf zivile Strukturen, einschließlich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen", schreibt Araghtschi auf X. Derartige Angriffe seien Ausdruck eines "moralischen Zusammenbruchs", fügt er hinzu. Das Ansehen der USA werde sich niemals davon erholen, mahnt Araghtschi.

+++ 21:47 Demokratischer Trump-Rivale zerlegt dessen "wirre" Iran-Rede +++

In einem TV Interview zerlegt Demokratenführer Chuck Schumer Trumps Iran-Politik und arbeitet sich an seiner Rede an die Nation ab. Sie sei wirr und lächerlich gewesen. Außerdem gebe es keinen klaren Kriegsziele.

+++ 21:01 Argentinien weist ranghöchsten iranischen Diplomaten aus +++

Argentinien erklärt den iranischen Geschäftsträger Mohsen Soltani Tehrani zur unerwünschten Person und verweist ihn des Landes. Soltani müsse Argentinien binnen 48 Stunden verlassen, teilt das argentinische Außenministerium mit. Grund sei eine Erklärung des iranischen Außenministeriums, welche "falsche, beleidigende und unbegründete Anschuldigungen" gegen Argentinien enthalten habe, erklärt das Ministerium weiter. Tehrani ist der ranghöchste iranische Diplomat in Argentinien.

+++ 20:15 Iraner überlebt Kugelhagel - und kämpft gegen das Regime +++

Bei Protesten wird der iranisch-kurdische Boxer Ashkan Morovati 2022 von Sicherheitskräften niedergeschossen und überlebt nur knapp. Danach sperrt das Regime ihn ein, doch ihm gelingt die Flucht aus dem Iran. Mit Beginn der diesjährigen Proteste fast Morovati den Entschluss, zu kämpfen - gemeinsam mit den kurdischen Peschmerga.

+++ 19:42 Israel meldet Tötung von iranischem Öl-Kommandeur in Teheran +++

Die israelische Armee hat nach eigenen Angaben einen weiteren ranghohen iranischen Kommandeur getötet. Bei dem Angriff in der iranischen Hauptstadt Teheran sei Dschamschid Eshaghi in dieser Woche ums Leben gekommen. Er sei Kommandeur des "Öl-Hauptquartiers" der iranischen Streitkräfte gewesen, heißt es in der Mitteilung. Dieses ermögliche dem iranischen Machtapparat die Fortsetzung seiner Aktivitäten und seines militärischen Aufbaus durch Gewinne aus Ölverkäufen. 

+++ 19:14 Iran droht nach aggressiver Trump-Rede mit "vernichtenden" Angriffen +++

US-Präsident Donald Trump löst mit einer aggressiven Fernsehansprache zum Iran-Krieg scharfe Reaktionen aus Teheran provoziert und neue Verunsicherung an den Öl- und Finanzmärkten aus. Die iranischen Streitkräfte drohen den USA und Israel "vernichtende" Angriffe an und feuerten zahlreiche Geschosse auf israelische Städte ab.

+++ 18:32 Wichtige Autobahnbrücke "B1" bei Teheran erneut bombardiert +++

Im Iran ist eine wichtige Autobahnbrücke zum zweiten Mal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. In der Großstadt Karadsch, einem Vorort westlich von Teheran, wurde die als "B1" bekannte Brücke erneut bei einem Luftangriff getroffen, wie iranische Medien übereinstimmend berichten. Der neue Angriff ereignete sich, als Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren, berichtete unter anderem die Nachrichtenagentur Fars. Videos in den sozialen Medien zeigen dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Das israelische Militär teilte auf Anfrage mit, nicht für den Angriff verantwortlich zu sein.

+++ 18:02 Neuer Raketenangriff auf Tel Aviv +++

Der Iran hat Israel erneut mit Raketen angegriffen. Irans staatlicher Rundfunk berichtet von einer weiteren Angriffswelle auf die Küstenstadt Tel Aviv. In der Metropole sowie in Jerusalem gab es erneut Raketenalarm, Menschen eilen in Schutzräume. 

+++ 17:37 London betont "dringende Notwendigkeit" einer Öffnung von Hormus +++

Die britische Außenministerin Yvette Cooper unterstreicht zum Auftakt eines internationalen virtuellen Treffens zur Sicherung der Schifffahrt in der Straße von Hormus die "dringende Notwendigkeit" einer Wiedereröffnung der Meerenge. Die "Rücksichtslosigkeit" des Iran bei der Blockierung der Straße von Hormus "trifft unsere globale wirtschaftliche Sicherheit hart", sagt Cooper zu Beginn des Treffens, an dem mehr als 40 Staaten teilnehmen. "Heute sind Außenminister und Vertreter aus über 40 Ländern zusammengekommen, um über die Straße von Hormus zu beraten, über die Folgen ihrer Sperrung, die dringende Notwendigkeit, die Freiheit der Schifffahrt für den internationalen Seeverkehr wiederherzustellen und über unsere Entschlossenheit, die Straße wieder zu öffnen", erklärt die britische Außenministerin, die den Vorsitz bei dem Treffen hat.

+++ 16:52 Bekannte iranische Anwältin Sotudeh festgenommen +++

Im Iran ist die bekannte Anwältin und Menschenrechtsaktivistin Nasrin Sotudeh nach Angaben ihrer Tochter erneut festgenommen worden. Ihre Mutter sei am Mittwochabend festgenommen worden, als sie allein zu Hause gewesen sei, schreibt Mehraweh Chandan auf Instagram. Angehörige hätten vor Ort festgestellt, dass Rechner und Telefone ihrer Mutter und ihres Vaters "beschlagnahmt" worden seien, schrieb Chandan weiter. Es sei nicht klar, welche Sicherheitskräfte genau Sotudeh festgenommen hätten. Sie habe seit der Festnahme keinen Kontakt zu ihrer Mutter, fügt Chandan hinzu.

+++ 16:31 Vierte Hinrichtung im Iran im Zusammenhang mit jüngster Protestwelle +++

Im Iran ist ein 18-Jähriger hingerichtet worden, der den Behörden zufolge während der jüngsten Protestwelle im Auftrag Israels und der USA gehandelt haben soll. "Amir-Hossein Hatami ist heute im Morgengrauen gehängt worden", heißt es auf der Website der iranischen Justiz Misan Online. Hatami habe Handlungen begangen, "welche die nationale Sicherheit gefährdet haben". Demnach wurde ihm unter anderem der Versuch zur Last gelegt, in ein Armeezentrum einzudringen. Er habe "dort gelagerte Waffen an sich nehmen wollen", heißt es weiter.

+++ 15:58 Regisseur Panahi trotz Haftdrohung zurück im Iran +++

Der renommierte iranische Filmemacher Jafar Panahi ist trotz des Krieges und einer drohenden Haftstrafe in den Iran zurückgekehrt. Wie die Tageszeitung "Hammihan" berichtet, reiste der 65-Jährige auf dem Landweg über die türkische Grenze ein. Ein Revolutionsgericht hatte Panahi im Dezember vergangenen Jahres in Abwesenheit zu einem Jahr Haft verurteilt. Zudem erhielt er ein zweijähriges Reiseverbot sowie ein Verbot, politischen oder sozialen Organisationen beizutreten. Die Anklage lautete auf "Propaganda gegen das System". Als Beweis führte das Gericht vor allem Panahis jüngsten, heimlich gedrehten Film "Ein einfacher Unfall" an. Das Werk gewann im Jahr 2025 die Goldene Palme der Filmfestspiele von Cannes. Er wurde außerdem für die Golden Globes und die Oscars in diesem Jahr nominiert.

+++ 15:28 Irans größte Stahlwerke müssen Betrieb einstellen +++

Die beiden größten iranischen Stahlwerke sind bei Angriffswellen der USA und Israels nach Unternehmensgaben schwer beschädigt und anschließend außer Betrieb genommen worden. Es werde "mindestens sechs Monate und bis zu einem Jahr" dauern, die Produktion neu zu starten, sagt die Leitung des Chusestan-Stahlwerks laut der iranischen Justiz-Website "Misan Online. Das Mobarakeh-Stahlwerk in der zentralen Provinz Isfahan teilt mit, die Produktion sei wegen der großen Zahl der Angriffe komplett zum Erliegen gekommen. Die beiden Werke wurden bereits Ende der vergangenen Woche beschädigt und waren seither wiederholt Ziele US-israelischer Angriffe. Stahl ist für die Produktion zahlreicher industrieller und militärischer Güter unverzichtbar, darunter Raketen, Drohnen und Schiffe.

+++ 15:05 Österreich verbietet USA militärische Überflüge für Iran-Krieg +++

Österreich untersagt den USA alle militärischen Überflüge über sein Gebiet seit Beginn des Iran-Kriegs unter Verweis auf seine Neutralität. "Es hat Anträge gegeben und diese wurden von Anfang an abgelehnt", erklärt ein Sprecher des österreichischen Verteidigungsministeriums. Für jeden Überflug müsse ein Antrag gestellt werden und "immer wenn es sich um ein Land handelt, das sich im Krieg befindet, wird der Antrag abgelehnt - in diesem Fall in Abstimmung mit dem Außenministerium", fügt er hinzu.

+++ 14:45 Iran erlaubt philippinischen Schiffen Durchfahrt von Straße von Hormus +++

Der Iran sichert nach Angaben aus Manila eine sichere Durchfahrt der Straße von Hormus für Öllieferungen für die Philippinen zu. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi habe telefonisch versichert, dass der Iran "die sichere, ungehinderte und zügige Durchfahrt" erlauben werde, erklärt das philippinische Außenministerium. Das ermögliche die beständige Belieferung mit Öl und Düngemitteln.

+++ 14:26 Macron wirft Trump das "Aushöhlen" der Nato vor +++

Nach der jüngsten Attacke von US-Präsident Donald Trump gegen die Nato wirft Frankreichs Präsident Emmanuel Macron seinem Amtskollegen das "Aushöhlen" der Allianz vor. Der Wert der Nato basiere auf dem Vertrauen der Mitgliedstaaten, sagt Macron bei einem Besuch in der südkoreanischen Hauptstadt Seoul. "Wenn man jeden Tag Zweifel an seinem Engagement nährt, dann höhlt man die Substanz aus", betont Macron. Er reagiert damit auf Trumps jüngste Aussagen gegenüber der britischen Zeitung "The Telegraph", der die Nato erneut als einen "Papiertiger" kritisiert und zudem angedeutet hatte, dass er einen Austritt der USA aus dem Militärbündnis ernsthaft prüfe.

+++ 14:01 Macron: Gewaltsame Öffnung der Straße von Hormus unrealistisch +++

Der französische Präsident Emmanuel Macron hält einen Militäreinsatz zur Öffnung der Straße von Hormus für unrealistisch. "Einige verteidigen die Idee, die Straße von Hormus durch eine Militäroperation gewaltsam zu befreien", so Macron. Dies sei eine Haltung, die die USA gelegentlich verträten. Frankreich hingegen lehne ein solches Vorgehen ab, da es unrealistisch sei, erklärt Macron weiter. "Es würde ewig dauern und alle, die die Meerenge passieren, den Risiken durch die Revolutionsgarden, aber auch durch ballistische Raketen aussetzen."

+++ 13:41 Pasteur-Institut in Teheran getroffen +++

Das Institut Pasteur in Teheran wird bei einem Beschuss der iranischen Hauptstadt nach Behördenangaben schwer beschädigt. "Der Angriff gegen das Institut Pasteur des Iran, ein hundertjähriger Pfeiler der Weltgesundheit und Mitglied des internationalen Pasteur-Netzwerks, ist eine direkte Attacke gegen die internationale Gesundheitsversorgung", teilt der Sprecher des iranischen Gesundheitsministeriums, Hossein Kermanpur, bei X mit. Kermanpur veröffentlicht auch Bilder des stark beschädigten Gebäudes, von dem einige Teilen in Trümmern liegen.

+++ 13:14 Israel tötet viele Hisbollah-Mitglieder +++

Israels Armee hat bei Angriffen am Boden, aus der Luft und vom Meer aus etliche Mitglieder der libanesischen Hisbollah getötet. In den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 40 Mitglieder der vom Iran unterstützen Miliz im Nachbarland getötet worden, teilt das israelische Militär in einer Erklärung mit. Aus Kreisen der Hisbollah heißt es ebenfalls, Dutzende Kämpfer seien bei Nahkämpfen mit israelischen Soldaten im Südlibanon ums Leben gekommen.

+++ 12:41 Muslimische Länder kritisieren Gesetz zur Todesstrafe in Israel scharf +++

Mehrere mehrheitlich muslimische Länder kritisieren die vom israelischen Parlament beschlossene Einführung der Todesstrafe für wegen Terrorismusvorwürfen verurteilte Palästinenser scharf. Das verabschiedete Gesetz bedrohe die "regionale Stabilität", hieß es in einer gemeinsamen Erklärung von Außenministern mehrerer mehrheitlich muslimischer Länder, darunter Saudi-Arabien, die Türkei und Jordanien. "Dieses Gesetz stellt eine gefährliche Eskalation dar, insbesondere angesichts seiner diskriminierenden Anwendung gegenüber palästinensischen Gefangenen, und es wurde betont, dass solche Maßnahmen die Gefahr bergen, die Spannungen weiter zu verschärfen", heißt es in der Erklärung. Zu den Unterzeichnern gehörten überdies die Außenminister Ägyptens, Pakistans, Katars, der Vereinigten Arabischen Emirate und Indonesiens.

+++ 12:10 China gibt Trump die Schuld an der Hormus-Blockade +++

China weist nach der Rede von US-Präsident Trump zum Iran-Krieg die Schuld für die Blockade der Straße von Hormus den USA zu. Die "Grundursache" für die Sperre liege in den "illegalen militärischen Aktivitäten der Vereinigten Staaten und Israels gegen den Iran", sagt Außenamtssprecherin Mao Ning in Peking. Die Sicherheit für die internationalen Seewege könne nur mit einem Waffenstillstand und der Herstellung von Frieden und Stabilität in der Golfregion gewährleistet werden, so Mao. 

+++ 11:41 Angriff auf Militäranlage vorgeworfen: Iran richtet Mann hin +++

Im Iran ist nach amtlichen Angaben ein Mann hingerichtet worden, dem vorgeworfen wurde, an einem Angriff auf eine geheime Militäreinrichtung beteiligt gewesen zu sein. Er sei für schuldig befunden worden, in die Sperranlage in Teheran eingedrungen zu sein, meldet die Justiz-Nachrichtenagentur Mizan. Er habe die Einrichtung beschädigt, einen Brand gelegt und versucht, Waffen und Munition zu entwenden. Der Mann habe die Taten während eines Verhörs zugegeben. Sein Einspruch sei zurückgewiesen und das Urteil vom Obersten Gerichtshof bestätigt worden. Ein Justizvertreter hatte im März erklärt, Fälle im Zusammenhang mit den landesweiten Protesten vom Januar seien abgeschlossen und die Urteile würden nun vollstreckt.

+++ 11:15 NRW verlängert Abschiebestopp in den Iran +++

Nordrhein-Westfalen verlängert den Abschiebestopp in den Iran um weitere drei Monate bis Mitte Juli. Die Sicherheitslage im Iran habe sich durch den Krieg deutlich verschärft, begründete NRW-Fluchtministerin Verena Schäffer den Schritt. "Für Straftäter und Gefährder gilt der Abschiebestopp nicht", sagt die Grüne. Bereits im Januar hatte NRW angesichts der massiven Menschenrechtsverletzungen und des brutalen Vorgehens gegen die Zivilbevölkerung im Iran Abschiebungen dorthin ausgesetzt. Ein Abschiebestopp gilt deswegen auch in mehreren anderen Bundesländern. 

+++ 10:51 Irans Armeechef fordert Truppen zu Wachsamkeit auf +++

Iranische Staatsmedien verbreiten eine Nachricht von Armeechef Amir Hatami. Er fordert demnach die militärische Einsatzführung auf, Bewegungen des Feindes genau zu überwachen. Die Truppen müssten bereit sein, jede Art von Angriff abzuwehren, wird der Kommandeur zitiert. "Es dürfen keine feindlichen Truppen überleben, falls der Gegner versuchen sollte, eine Bodenoffensive zu starten." Die staatlichen Medien veröffentlichen dazu ein Video ohne Ton, das Hatami in einem Raum mit drei weiteren Armeekommandeuren zeigt. Per Video sind in dem Raum zudem etwa ein Dutzend weitere Personen hinzugeschaltet. Es lässt sich zunächst nicht überprüfen, wann die Aufnahme entstanden ist.

+++ 10:23 China fordert sofortiges Ende der Angriffe +++

China fordert nach den neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Donald Trump gegen den Iran ein sofortiges Ende der Kampfhandlungen. "Militärische Mittel können das Problem nicht grundlegend lösen und die Eskalation von Konflikten widerspricht den Interessen beider Seiten", sagt eine Sprecherin des Außenministeriums in Peking. Sie ruft die Konfliktparteien auf, "ihre Militäreinsätze sofort einzustellen".

+++ 09:54 US-Austritt aus der Nato? Das geht selbst Republikanern zu weit +++

US-Präsident Donald Trump bekommt für seine Äußerungen zu einem möglichen Nato-Austritt überparteilichen Gegenwind aus dem US-Senat. In einer gemeinsamen Erklärung schreiben der Demokrat Chris Coons und der Republikaner Mitch McConnell, US-Amerikaner seien sicherer, wenn die Nato stark sei. "Der Senat wird das Bündnis weiterhin unterstützen, da es Amerika, Europa und der Welt Frieden und Schutz bietet", heißt es in der Mitteilung. Trump ist verärgert darüber, dass diverse Nato-Mitglieder den Krieg der USA und Israels gegen den Iran nicht unterstützen. Dabei geht es unter anderem um die Nutzung von Stützpunkten und die Öffnung der von Teheran faktisch geschlossenen Straße von Hormus, durch die ein Teil des Welthandels sowie wichtige Öllieferungen laufen.

+++ 09:17 US-Botschaft in Bagdad befürchtet baldige Angriffe pro-iranischer Milizen +++

Die US-Botschaft in Bagdad warnt vor Angriffen pro-iranischer Gruppen im Irak in den kommenden Tagen. "Mit dem Iran verbündete irakische Terrormilizen könnten in den nächsten 24 bis 48 Stunden im Zentrum Bagdads Attacken verüben", erklärt die US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt bei X. Sie ruft US-Bürger auf, das Land sofort zu verlassen. Die USA und Israel hatten am 28. Februar mit ihren Angriffen auf den Iran begonnen. Der Iran reagierte mit Attacken auf Israel, mehrere Golfstaaten und US-Einrichtungen in der Region. Raketen und Drohnen fliegen seitdem immer wieder über den Irak hinweg oder treffen auch Ziele in dem Land. Der Irak hat erklärt, dass er nicht in den US-israelischen Krieg gegen den Iran hineingezogen werden wolle.

+++ 08:50 "Hisbollah ist noch lange nicht geschlagen" +++

Auch wenn das israelische Militär jeden Tag Erfolge vermeldet: Die Menschen vor Ort spüren noch nicht viel davon, wie ntv-Reporterin Elke Büchter berichtet. Der Alltag ist geprägt von Angst und Unsicherheit. Ein schnelles Ende des Krieges ist aktuell nicht in Sicht. 

+++ 08:22 Iran droht mit "noch vernichtenderen Maßnahmen" +++

Das iranische Militär droht nach neuen Angriffsankündigungen von US-Präsident Donald Trump gegen die Islamische Republik eine "vernichtende" Reaktion. "Rechnet mit unseren noch vernichtenderen, umfassenderen und zerstörerischen Maßnahmen", erklärte das zentrale Einsatzkommando des iranischen Militärs, Chatam al-Anbija, an die USA und Israel gerichtet. "Im Vertrauen auf den allmächtigen Gott wird dieser Krieg so lange andauern, bis ihr gedemütigt, entehrt, von dauerhaftem und sicherem Bedauern erfüllt seid und euch ergebt."

+++ 07:51 Hisbollah: Neue Angriffe mit Raketen und Drohnen auf Israels Norden +++

Die vom Iran unterstützte Hisbollah im Libanon hat nach eigenen Angaben neue Raketen und Drohnen auf den Norden Israels abgefeuert. Sie habe israelische Soldaten im Grenzgebiet mit Raketen angegriffen, teilt die pro-iranische Miliz mit. Zudem habe sie eine israelische Ortschaft mit Drohnen attackiert, heißt es in einer separaten Hisbollah-Erklärung. Nach Angaben des israelischen Heimatfrontkommandos wurde im Norden Israels Luftalarm ausgelöst. Die Hisbollah ist Teil der vom Iran angeführten "Achse des Widerstands" an, deren erklärtes Ziel die Vernichtung Israels ist. Außer der Miliz im Libanon gehören dazu pro-iranische Milizen im Irak, die Huthis im Jemen und die Hamas im Gazastreifen, die mit ihrem Angriff auf Israel am 7. Oktober 2023 den Gaza-Krieg ausgelöst hatte.

+++ 07:25 Nato-Chef Rutte nächste Woche in Washington +++

Nato-Generalsekretär Mark Rutte wird in der kommenden Woche für Gespräche mit US-Präsident Donald Trump nach Washington reisen. Der Besuch in der US-Hauptstadt sei bereits seit längerer Zeit geplant gewesen, sagt seine Sprecherin Allison Hart. Details zum Programm sollten in den kommenden Tagen bekanntgegeben werden. Für Rutte dürfte das Treffen mit Trump eine Gelegenheit sein, sich im bündnisinternen Streit um den Iran-Krieg um Entspannung zu bemühen.

+++ 06:53 Israels Botschafter Prosor macht Steinmeier schwere Vorwürfe +++

Israels Botschafter Ron Prosor wirft Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier mit Blick auf den Iran-Krieg eine Verletzung der deutschen Staatsräson für die Sicherheit seines Landes vor. Zu Steinmeiers Bewertung des amerikanisch-israelischen Kriegs als Völkerrechtsbruch sagt Prosor dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND): "Seine Worte laufen letztlich darauf hinaus, das Recht Israels zur Selbstverteidigung infrage zu stellen. Das ließe sich nur schwer mit der Aussage vereinbaren, wonach 'die Sicherheit Israels' deutsche Staatsräson sei." Die Mullahs wollten Israel vernichten. "Bevor wir uns gewehrt haben, habe ich keinen deutschen Politiker gehört, der dieses Verhalten Irans als völkerrechtswidrig kritisiert hat", sagt der Botschafter. Europa sehe die Bedrohungslage für Israel offenbar nicht. "Israels Recht auf Selbstverteidigung existiert auf dem Papier - aber alles, was wir konkret tun, wird kritisiert. Leider oft auch aus Deutschland."

+++ 06:25 Bei Annäherung an Uran-Lager: Trump droht Iran mit "sehr harten" Raketenangriffen +++

US-Präsident Donald Trump spielt die Bedeutung des wohl im Iran verschütteten hochangereicherten Urans herunter. Irans Atomanlagen seien bei den Luftangriffen im Juni vergangenen Jahres so hart getroffen worden, dass es Monate dauern würde, um auch nur in die Nähe des Urans zu gelangen, sagt er. Man beobachte dies mit Hilfe von Satelliten intensiv. Wenn man auch nur die geringste Bewegung der Iraner bemerke, würden sie "sehr hart" mit Raketen getroffen werden, sagt Trump im Weißen Haus in einer Rede an die Nation. Die USA hielten alle Karten in der Hand, die Iraner hätten keine Handlungsmöglichkeiten, sagt er. 

+++ 05:58 Israel meldet drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran +++

Die israelische Armee meldet drei Angriffswellen mit Raketen aus dem Iran. Die dritte Angriffswelle erfolgt kurz nachdem US-Präsident Donald Trump in Washington eine Ansprache an die Nation zum Iran-Krieg gehalten hatte. Israelische Medien berichten von mehreren leicht verletzten Menschen. Nach dem ersten Angriff teilt die israelische Polizei mit, Einsatzkräfte seien zu "mehreren" Einschlagsorten im Zentrum Israels gerufen worden. Israelische Medien beziffern die Zahl der Einschläge auf neun. Vier Menschen seien dabei leicht verletzt worden, berichten Medien unter Berufung auf Sanitäter. In Medienberichten werden die Schäden in einem relativ weiten Gebiet auf den Einsatz von Streumunition zurückgeführt.

+++ 05:25 Trumps Rede zu Iran-Krieg verunsichert Asiens Börsen +++

Die Unsicherheit über das Ende des Iran-Krieges belastet die asiatischen Börsen. US-Präsident Donald Trump hatte vor wenigen Stunden zwar ein baldiges Erreichen der strategischen Ziele angekündigt, gleichzeitig aber "extrem harte" Angriffe in den kommenden zwei bis drei Wochen auf Energieanlagen in Aussicht gestellt - was die Börsen in Asien teils verunsichern, wie erste Daten aus Japan zeigen.

+++ 04:30 Umweltverband will "Mobilitätsgeld" statt Pendlerpauschale +++

Der Umweltverband BUND spricht sich angesichts der hohen Spritpreise für ein sogenanntes "Mobilitätsgeld" aus. Dieses solle die bestehende Regelung zur Pendlerpauschale ablösen. "Auch wenn die Kosten für Diesel und Benzin in nächster Zeit wieder sinken sollten, werden sie doch perspektivisch grundsätzlich eher steigen", sagt BUND-Verkehrsexperte Jens Hilgenberg. Der Lobbyverband wolle "sozial- und umweltverträgliche Mobilität" fördern.

+++ 03:25 Trump: US-Ziele im Iran-Krieg stehen "kurz vor der Vollendung" +++

Die USA sind nach Angaben von Präsident Donald Trump ihren strategischen Zielen gegenüber dem Iran sehr nahe. "Wir werden die Aufgabe beenden und wir werden sie sehr schnell beenden", sagt Trump bei seiner Rede an die Nation. Man sei fast am Ziel. "Der Iran ist im Grunde genommen zerstört, die harte Arbeit ist getan." Der Iran dürfe niemals Atomwaffen bekommen, betont der Präsident. "Wir werden sie extrem hart treffen in den nächsten zwei bis drei Wochen."

+++ 03:10 US-Militär: Bereits mehr als 12.300 Ziele im Iran angegriffen +++

Das US-Militär hat in dem seit mehr als einem Monat andauernden Krieg gegen den Iran nach eigenen Angaben bereits mehr als 12.300 Ziele in dem Land angegriffen. Darunter befänden sich auch 155 iranische Schiffe, die beschädigt oder zerstört worden seien, teilt das US-Regionalkommando für den Nahen Osten (Centcom) bei X mit.

+++ 02:12 Lufthansa spürt Anzeichen von Kerosin-Knappheit in Asien +++

Die Lufthansa spürt erste Anzeichen, dass wegen des Iran-Krieges und der Blockade der Straße von Hormus in einzelnen Weltregionen Kerosin knapp werden kann. "Wenn Knappheiten bei der Kerosinversorgung auftreten, zeigen sie sich voraussichtlich zuerst außerhalb Europas", sagt der Vorstandsvorsitzende Carsten Spohr der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". Die ersten Flughäfen in Asien nehmen laut Spohr "keine zusätzlichen Flüge mehr an." Flüge, die ohnehin im Plan stehen, sollen aber weiter durchgeführt werden.

+++ 01:24 Reiche: Trotz Iran-Krieg keine Versorgungsengpässe +++

Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche sieht trotz des Iran-Krieges und dessen Auswirkungen auf die Lieferketten keine Gefahr für Engpässe bei der Energieversorgung in Deutschland. "Diese Botschaft an die Bürgerinnen und Bürger ist mir wichtig: Die Versorgung mit Sprit und Gas ist gesichert", sagt die CDU-Politikerin dem "Focus". 

+++ 23:55 "NYT": Iran laut US-Geheimdiensten gegen Verhandlungen +++

Die "New York Times" berichtet, mehrere US-Geheimdienste seien in den letzten Tagen zu der Einschätzung gelangt, dass die iranische Regierung derzeit nicht bereit sei, substanzielle Verhandlungen zur Beendigung des Krieges aufzunehmen. Die US-Zeitung beruft sich auf US-Beamte.

+++ 23:25 Hersteller von Kunststoffverpackungen beklagen Lieferengpässe +++

Die Hersteller von Kunststoffverpackungen und Folien klagen über historische Engpässe bei erdölbasierten Rohstoffen infolge des Irankriegs. Die Unternehmen seien mit massiven Problemen bei der Beschaffung konfrontiert, teilt der Branchenverband Industrievereinigung Kunststoffverpackungen mit. Im Verein mit massiven Preisanstiegen seien Versorgungssicherheit und Lieferfähigkeit der überwiegend mittelständischen Betriebe massiv gefährdet. Viele Lieferanten beriefen sich mit Hinweis auf die militärische Eskalation im Nahen Osten auf höhere Gewalt und lieferten gar nicht mehr oder nur noch zu stark überhöhten Preisen. Diese Preiserhöhungen könnten nur wenige Unternehmen an die Kunden weitergeben, wie eine Verbandsumfrage ergeben habe. Die Kombination aus Lieferunterbrechungen und extremen Preisaufschlägen bringe viele mittelständische Unternehmen an ihre Belastungsgrenze.

+++ 22:11 Iranischer Präsident schreibt Brief an das amerikanische Volk +++

In einem offenen Brief an die amerikanische Nation kritisiert Irans Präsident Massud Peseschkian den Krieg der USA gegen sein Land als eine absurde und für die USA kostspielige Operation. "Die Welt befindet sich heute an einem Punkt, an dem die Fortsetzung eines Konfrontationskurses kostspieliger und ergebnisloser ist denn je", schreibt der Präsident in seiner Botschaft. Der Iran habe in seiner Geschichte viele Aggressoren gesehen. Von denen blieb in den Geschichtsbüchern laut Peseschkian aber nur ein "Name der Schande". Zudem versichert er dem amerikanischen Volk, dass sein Land keine Feindschaft gegen einfache US-Bürger hege. Für iranische Verhältnisse ist ein offener Brief an das amerikanische Volk eher ungewöhnlich. Daher werten Beobachter ihn als Versuch des Irans, die amerikanische Öffentlichkeit von der Fehlentscheidung ihrer Regierung zu überzeugen und so indirekt eine Waffenruhe zu erzwingen.

+++ 21:29 Pentagon schickt weitere Kampfflugzeuge in den Nahen Osten +++

Angeblich steht ein Ende des Iran-Kriegs kurz bevor. Andererseits entsendet das Pentagon weitere Kräfte in den Nahen Osten. Wie die "New York Times" berichtet, verlegt das US-Verteidigungsministerium 18 Kampfflugzeuge des Typs A-10 in die Region. Die vorhandene Flotte vor Ort solle damit mehr als verdoppelt werden, wie es heißt. Etwa ein Dutzend A-10 befinden sich bereits auf Stützpunkten der Luftwaffe. Sie sollen genutzt werden, um iranische Boote und vom Iran unterstützte Milizen im Irak anzugreifen, sagen zwei Vertreter des Pentagons dem Bericht zufolge. Die Flugzeuge könnten auch eingesetzt werden, um US-Bodentruppen dabei zu unterstützen, Gebiete in der Nähe der Straße von Hormus oder der Insel Charg zu besetzen. Flugverfolgungsdaten und Angaben von Pentagon-Vertretern zufolge machen die A-10 auf ihrem Weg einen Zwischenstopp auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Lakenheath.

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