Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 12:13 CDU-Politiker Kiesewetter: Ukraine-Einsatz nicht ausschließen +++
Politiker von CDU und FDP halten einen Einsatz der Bundeswehr in der Ukraine für möglich - nach einem Waffenstillstand und innerhalb einer multinationalen Truppe. Der CDU-Außenpolitiker Roderich Kiesewetter sagt dem "Spiegel", die Frage der Bodentruppen stelle sich erst nach einem Waffenstillstand. Er betont aber: "Deutschland als selbst ernannte Führungsnation sollte hier zumindest in der öffentlichen Kommunikation nichts ausschließen." Deutschland, so Kiesewetter, sollte die sogenannte Koalition der Willigen mit einer "angemessenen, also umfangreichen deutschen Beteiligung rechtssicher organisieren". Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann, Vorsitzende des Verteidigungsausschusses im EU-Parlament, sagt dem Magazin: "Deutschland muss bei einer möglichen Friedensabsicherung selbstverständlich dabei sein, das sollte jedem klar sein."
+++ 11:44 Sicherheitsberater der Ukraine-Verbündeten in Kiew eingetroffen +++
Delegationen der europäischen Verbündeten der Ukraine sowie der Nato sind zu neuen Beratungen in Kiew eingetroffen. "Sicherheitsberater aus europäischen Ländern sind in Kiew eingetroffen", schreibt der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umerow im Onlinedienst Telegram. Es stehe "ein arbeitsreicher Tag" bevor mit Beratungen zu Sicherheits- und Wirtschaftsfragen und der Abstimmung weiterer Schritte mit den Verbündeten. An dem Treffen der sogenannten Koalition der Willigen in der ukrainischen Hauptstadt sollen Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten teilnehmen. Eine US-Delegation wird nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj per Videolink zugeschaltet.
+++ 10:51 USA attackieren Venezuela: "Verringert Spielraum für andere dipomatische Initiativen" +++
Der US-Angriff auf Venezuela, bei dem der dortige Präsident Nicolas Maduro festgenommen worden sein soll, lenkt die Aufmersamkeit vom Krieg gegen die Ukraine weg. Der Militärexperte Franz-Stefan Gady schreibt auf X: "Die unmittelbarsten und praktischsten Folgen der US-Luftangriffe auf Venezuela für Europa und die Ukraine sind eine vorübergehende Verlagerung der Medienaufmerksamkeit und eine damit einhergehende Verlagerung der Aufmerksamkeit und des Fokus des Weißen Hauses. Dies verringert den Spielraum für andere diplomatische Initiativen, was weniger potenzielle Fortschritte bei den Ukraine-Gesprächen bedeutet."
+++ 10:01 Schrecklicher russischer Angriff auf Charkiw - Kind tot +++
Bei dem gestrigen russischen Angriff auf die Stadt Charkiw in der Ukraine wurde laut Bürgermeister Ihor Terechow ein Kind getötet. Die Leiche sei unter Trümmern gefunden worden. Zudem soll es 30 Verletzte geben. Staatschef Wolodymyr Selenskyj zufolge hat Russland zwei Raketen auf ein Wohngebiet gefeuert.
+++ 09:16 Ukraine meldet relativ wenige eliminierte russische Soldaten +++
Der Generalstab der Ukraine meldet verhältnismäßig wenige eliminierte russische Soldaten innerhalb des vergangenen Tages. Die Zahl an getöteten und schwer verwundeten Invasoren wird auf 750 geschätzt. In den letzten Wochen waren die Zahlen in der Regel weitaus höher, teilweise doppelt so hoch. Zudem werden drei eliminierte Kampfpanzer gemeldet:
+++ 08:19 Ukraine-Ärger in Tschechien: Präsident Pavel zählt Parlamentspräsident an +++
Der tschechische Präsident Petr Pavel kommentiert auf X ein Statement von Tomio Okamura: "Eine Erklärung des Präsidenten der Abgeordnetenkammer, des dritthöchsten Verfassungsbeamten, gibt nicht nur unseren Bürgern Anlass zur Sorge, sondern auch unseren Verbündeten und Partnern im Ausland. Ich werde dieses Thema bei meinem nächsten Treffen mit dem Chef der Koalitionsregierung und bei einer Sitzung der Verfassungsbeamten zur Sprache bringen." Okamura hatte sich in seiner Neujahrsansprache gegen die Unterstützung der Ukraine ausgesprochen und von einer angeblichen "Junta von Selenskyj" gesprochen. Okamura ist Vorsitzender der rechtsextremen Partei "Freiheit und Direkte Demokratie".
+++ 07:27 Russland soll laut Ukraine Operation unter falscher Flagge mit vielen Opfern planen +++
Die Ukraine warnt, dass Russland eine Operation unter falscher Flagge mit vielen Opfern vorbereite. Der ukrainische Auslandsgeheimdienst berichtet, dass wahrscheinlich am Vorabend oder während des orthodoxen Weihnachtsfestes (6. und 7. Januar) ein religiöses Gebäude oder ein anderer symbolträchtiger Ort in Russland oder der besetzten Ukraine angegriffen wird, um die von den USA geführten Friedensverhandlungen zu stören. Der Geheimdienst merkt an, dass Russland den Anschlag wahrscheinlich von einem Ort an der Front aus durchführen werde und plane, Fragmente westlicher Drohnen als gefälschte Beweise für eine angebliche Beteiligung der Ukraine zu verwenden.
+++ 06:41 Militäranalyst: 2025 war ein operativer und strategischer Misserfolg für Russland +++
Dem Militäranalysten Emil Kastehelmi zufolge kann das Jahr 2025 "durchaus als operativer und strategischer Misserfolg für Russland angesehen werden, aber alle Szenarien bleiben offen". Jeder Optimismus sei verfrüht, da auch die Ukraine vor großen Herausforderungen stehe, schreibt Kastehelmi auf X. Personalprobleme seien nach wie vor ungelöst und ein starker Anstieg der Desertionen im Jahr 2025 habe die bereits bestehende Herausforderung noch verschärft. "Europa müsste seine wirtschaftliche und militärische Unterstützung für die Ukraine verstärken, um ihre derzeitige Position militärisch und politisch überhaupt zu erhalten. Ich befürchte jedoch, dass es im Laufe des Jahres 2026 zu keinen größeren Veränderungen kommen wird, was die Optionen der Ukraine einschränkt und den Einfluss Russlands stärkt."
+++ 05:55 Kabel in der Ostsee beschädigt: Konsequenzen für Besatzungsmitglieder +++
Die finnische Polizei teilt mit, dass sie Fortschritte bei den strafrechtlichen Ermittlungen zu Schäden an einem Unterwasser-Telekommunikationskabel des Betreibers Elisa erzielt habe. Die Polizei beschlagnahmte am Mittwoch das Frachtschiff "Fitburg" auf seiner Fahrt von Russland nach Israel, da es im Verdacht steht, das Telekommunikationskabel sabotiert zu haben, das vom finnischen Helsinki nach Estland durch den Finnischen Meerbusen verläuft. Die Ermittler gaben am Donnerstag bekannt, dass sie zwei der 14 Besatzungsmitglieder festgenommen, zwei weiteren ein Reiseverbot auferlegt und mit deren Vernehmung begonnen hätten. Die 14 Besatzungsmitglieder sind Staatsangehörige Russlands, Georgiens, Kasachstans und Aserbaidschans.
+++ 03:26 Yad Vashem verweigerte Selenskyj Rede +++
Der Vorsitzende der israelischen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem, Dani Dayan, bestätigt, dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj eine Rede vor örtlichem Publikum untersagt zu haben. Selenskyj habe demnach kurz nach dem russischen Angriff auf die Ukraine vor 300 Gästen sprechen wollen, verbunden mit einer weltweiten Übertragung. "Ich habe das abgelehnt", sagt Dayan der "Neue Osnabrücker Zeitung". Er habe befürchtet, der Auftritt habe den Holocaust mit dem Krieg in der Ukraine gleichsetzen sollen. "Nicht jedes Kriegsverbrechen ist ein Genozid, und nicht jeder Genozid ist ein Holocaust", sagte Dayan. Zudem verweist er darauf, dass es in der Ukraine während des Völkermords im Zweiten Weltkrieg auch einheimische Täter gegeben habe.
+++ 02:01 Selenskyj ringt bei Sicherheitsberater-Treffen in Frankreich um Frieden +++
In der kommenden Woche will Selenskyj in Frankreich mit Spitzenvertretern von Partnerstaaten der Ukraine zusammenkommen. Die internationalen Bemühungen, den Krieg in der Ukraine zu beenden, hatten sich jüngst wieder intensiviert. Am vergangenen Sonntag waren Selenskyj und Trump in dessen Privatanwesen in Florida zu einem Gespräch zusammengekommen. Beide Seiten meldeten danach Fortschritte. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.
+++ 00:58 CSU will Bundeswehr zur "stärksten konventionelle Armee Europas" machen +++
Die Bundeswehr soll nach dem Willen der CSU im Bundestag deutlich aufgerüstet werden. "Deutschland muss Verantwortung übernehmen und die stärkste konventionelle Armee Europas stellen, um gemeinsam mit unseren Bündnispartnern verteidigungsbereit und abschreckungsfähig zu sein", sagte CSU-Landesgruppenchef Alexander Hoffmann der "Welt am Sonntag" laut Vorabbericht. Auch aufgrund der Erfahrungen des Kriegs in der Ukraine solle die Bundeswehr "zu einer echten Drohnenarmee" werden.
+++ 00:07 Sicherheitsberater der Ukraine-Unterstützerstaaten beraten in Kiew +++
In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj am Freitag ankündigte. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei.
+++ 22:11 Kiew: Haben 2025 fast 100 Flugzeugpiloten ausgebildet +++
Nach Angaben des Verteidigungsministeriums hat die Ukraine im vergangenen Jahr fast 100 Flugzeugpiloten ausgebildet. Zudem teilt die Behörde auf ihrer Homepage mit, dass man mehr als 5000 Drohnenpiloten an privaten und staatlichen Schulungszentren ausgebildet habe.
+++ 21:42 Vertreter der Ukraine-Unterstützerstaaten beraten in Kiew +++
In Kiew kommen am Samstag die nationalen Sicherheitsberater der sogenannten Koalition der Willigen zu Beratungen zusammen. Vertreter von etwa 15 Unterstützer-Staaten werden an den Gesprächen teilnehmen, wie der ukrainische Staatschef Wolodymyr Selenskyj ankündigt. Auch Vertreter der EU und der Nato seien dabei. Eine US-Delegation nimmt nach Angaben von Selenskyj per Videolink an dem Treffen teil.
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