Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 22:24 Schmyhal: Russlands ständige Angriffe verhindern Stabilisierung des ukrainischen Stromnetzes +++

24.01.2026, 00:01 Uhr

Die anhaltenden russischen Angriffe verhindern die Stabilisierung der ukrainischen Stromversorgung, berichtet Energieminister Denys Schmyhal bei Telegram. "Über Nacht wurde die Ukraine erneut Opfer eines massiven russischen Angriffs. Der Feind griff Energieanlagen, Fernwärmenetze und andere zivile Infrastruktur in den Regionen Kiew, Charkiw, Tschernihiw und weiteren Gebieten an", so Schmyhal.

+++ 21:45 Behörden melden Raketenangriff auf russische Grenzregion +++

Die westrussische Großstadt Belgorod nahe der Grenze zur Ukraine ist nach Behördenangaben von einem schweren Raketenangriff getroffen worden. "Unseren Informationen nach war es der massivste Raketenbeschuss Belgorods (seit Kriegsbeginn)", schrieb der Gouverneur der Region, Wjatscheslaw Gladkow, bei Telegram. Demnach wurden Energieanlagen getroffen. Tote und Verletzte habe es ersten Informationen nach aber nicht gegeben, fügte er hinzu. Russland beschießt seit Kriegsbeginn systematisch die Infrastruktur der benachbarten Ukraine. Das Energienetz dort ist inzwischen so geschwächt, dass vielerorts die Menschen täglich stundenlang ohne Strom und Heizung auskommen müssen. Aber auch die Russen selbst spüren zunehmend die Folgen des Kriegs. Belgorod ist in Russland eine der am stärksten betroffenen Regionen. Wegen ukrainischer Angriffe ist dort ebenfalls die Stromversorgung eingeschränkt.

+++ 21:08 Wasserversorgung in Kiew nach russischem Angriff wieder hergestellt +++

Die Wasserversorgung in Kiew ist nach den schweren russischen Angriffen vollständig wiederhergestellt. Dies teilt das Wasserversorgungsunternehmen Kyivvodokanal laut Ukrinform mit. Demnach haben Spezialisten die Wasserversorgung im nahezu gesamten rechten Teil der Stadt wiederhergestellt. Im Petscherskyj-Bezirk ist jedoch weiterhin ein reduzierter Wasserdruck zu verzeichnen. "Das städtische Wasserversorgungssystem wird in Kürze wieder voll funktionsfähig sein", heißt es darin.

+++ 20:17 Strategiepapier: USA schätzen Russland nicht mehr als globale Bedrohung ein +++

Die USA betrachten Russland laut neuer nationaler Verteidigungsstrategie nicht mehr als globale Bedrohung, sondern lediglich als regionale Gefahr für Osteuropa. Das geht aus dem neuen Strategiepapier der Trump-Administration hervor. Demnach wird Moskau zwar als "anhaltende, aber handhabbare" Bedrohung bezeichnet, aber die USA stufen Russland nicht als in der Lage ein, eine Vormachtstellung in Europa einzunehmen. Die USA fokussieren sich künftig mehr auf den Schutz des eigenen Territoriums und auf die Abschreckung Chinas, die europäischen Verbündeten sollen sich stärker selbst um ihre Verteidigung kümmern. Die jüngste Bewertung unterscheidet sich damit deutlich von den US-Verteidigungsstrategien von 2018 und 2022.

+++ 19:54 Bericht: Nächstes Gespräch zwischen den USA, Ukraine und Russland für 1. Februar geplant +++

Die nächste Runde der trilateralen Gespräche zwischen den USA, der Ukraine und Russland ist einem Medienbericht zufolge für den 1. Februar angesetzt. Wie der Journalist Barak Ravid der US-amerikanischen Nachrichtenseite "Axios" unter Berufung auf einen US-Beamten schreibt, findet auch das nächste Treffen in Abu Dhabi, der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate, statt. "Die trilateralen Verhandlungen zwischen den USA, Russland und der Ukraine werden am kommenden Sonntag in Abu Dhabi wieder aufgenommen", so Ravid.

+++ 19:28 Kiew: EU schickt knapp 450 Generatoren in die Ukraine +++

Die Ukraine erhält von der Europäischen Union innerhalb einer Woche rund 450 Stromgeneratoren. Das gibt der stellvertretende Ministerpräsident für den Wiederaufbau der Ukraine und Minister für Kommunal- und Gebietsentwicklung, Oleksij Kuleba, bei Facebook bekannt. Mit den Generatoren soll die Energieversorgung nach den russischen Angriffen auf kritische Infrastruktur in Kiew und weiteren betroffenen Regionen unterstützt werden. Kuleba zufolge ist diese Hilfe unerlässlich, um den ununterbrochenen Betrieb von Schulen, Krankenhäusern, sozialen Einrichtungen, Notunterkünften und Heizstationen sowie von Heizkraftwerken, Wasserentnahmestellen, Aufbereitungsanlagen und Brunnen zu gewährleisten. Die Hilfe wird der Mitteilung zufolge den Regionen Kiew, Donezk, Saporischschja, Tschernihiw, Charkiw, Cherson, Odessa, Sumy und Mykolajiw zugutekommen.

+++ 19:06 Nach Angriffen aufs ukrainische Energiesystem: Naftogaz erhöht Stromimporte aus Europa +++

Wegen der massiven russischen Angriffe erhöht die Naftogaz-Gruppe die Stromimporte aus Europa, um das ukrainische Energiesystem möglichst schnell wieder zu stabilisieren. Das gab Sergii Koretskyi, Chef der ukrainischen Naftogaz-Gruppe, bei Facebook bekannt. "Die importierten Strommengen decken nun über 50 Prozent des Bedarfs aller Konzernunternehmen, wie in der Regierungsverordnung vorgesehen. Die entsprechende Strommenge wurde für private Haushalte freigegeben", so Koretskyi.

+++ 18:19 Klitschko: Rund 3300 Haushalte in Kiew immer noch ohne Heizung +++

Nach dem jüngsten russischen Angriff auf Kiew sind 3.300 Haushalte in der Stadt weiterhin ohne Heizung. Dies schreibt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko bei Telegram. "Rund 3.300 Wohnhäuser in Kiew sind nach dem Angriff des Feindes auf die Hauptstadt in der vergangenen Nacht weiterhin ohne Heizung", so Klitschko. Demnach waren aufgrund der nächtlichen Luftangriffe auf die Infrastruktur am Morgen zunächst fast 6.000 Gebäude in Kiew erneut ohne Heizung. "Mitarbeiter der Stadtverwaltung und der Energieversorger arbeiten weiterhin daran, die Versorgung der Kiewer Bevölkerung wiederherzustellen. Die Wasserversorgung ist bereits wiederhergestellt", fügt der Bürgermeister hinzu.

+++ 17:37 Sybiha über blockierte EU-Beitrittsgespräche: Orbán macht Ungarn "zum Komplizen des Kremls" +++

Die Ukraine muss weiter auf die offizielle Aufnahme von EU-Beitrittsgesprächen warten. Der Grund: Die ungarische Regierung unter Viktor Orbán legte ein Veto ein - nicht das erste Mal, dass Orbán in der EU ausschert, wenn es um die Ukraine geht. Für Orbáns Blockade-Haltung findet der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha deutliche Worte. "Indem Viktor Orbán die EU-Mitgliedschaft der Ukraine blockiert, erfüllt er Putins Wünsche. Gleichzeitig blockiert Orbán die Wiederherstellung des Friedens in Europa und macht Ungarn zum Komplizen des Kreml-Regimes", schreibt Sybiha bei X.

+++ 17:04 "Russland muss zahlen": Estnischer Außenminister fordert deutliche Reaktion nach jüngsten Angriffen +++

Der estnische Außenminister Margus Tsahkna ruft dazu auf, Russland nach dem jüngsten massiven Angriff auf die Ukraine zur Verantwortung zu ziehen. In einem Post auf X betont er, dass Kremlchef Wladimir Putin seine Ziele nicht geändert habe: "Seine Kampagne besteht weiterhin aus Morden, Zerstörung und Terror". Der Außenminister fordert daher: "Unsere Reaktion muss unerschütterlich bleiben. Wir müssen den Druck durch härtere Sanktionen und strengere Einschränkungen gegen Russland verstärken, während wir die Unterstützung für die Ukraine ausbauen. Russland muss zahlen."

+++ 16:23 General: Nato will Ostflanke mit "automatisierter Zone" schützen +++

Die Nato will die Verteidigung ihrer Ostflanke laut dem deutschen Nato-General Thomas Lowin künftig unter anderem mit einer weitgehend menschenleeren "automatisierten Zone" vor einer möglichen russischen Invasion schützen. Es gehe dabei darum, an der Grenze zu Russland und Belarus "zur Verteidigung nicht nur konventionelle Truppen einzusetzen, sondern durch Hindernisse und den Einsatz von Technik eine roboterisierte oder automatisierte Zone im grenznahen Bereich zum Gegner zu schaffen, die dieser dann erst einmal überwinden muss", sagte Lowin der "Welt am Sonntag". Systeme wie "bewaffnete Drohnen, teilautonome Gefechtsfahrzeuge, unbemannte roboterisierte Bodensysteme" sollten im Zusammenspiel mit Sensoren und automatischen Auslösern dabei helfen, russische Streitkräfte in der ersten Phase des Angriffs aufzuhalten, und dabei gleichzeitig die eigenen Soldaten zu schonen, sagte der Bundeswehr-Brigadegeneral weiter. Es gehe bei diesem System "nicht um eine Entmenschlichung des Krieges", am Ende entscheide weiterhin "der Mensch in verantwortlicher Weise, wann und wie die Waffen eingesetzt werden".

+++ 15:48 Selenskyj nach Abu-Dhabi-Treffen: Baldige Folgegespräche möglich +++

Nach den trilateralen Verhandlungen der Ukraine, Russlands und der USA in Abu Dhabi hält der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein Folgetreffen in der kommenden Woche für möglich. Die Gespräche seien konstruktiv gewesen, und die Ukraine sei zu weiteren Gesprächen bereit, sagt Selenskyj. Militärvertreter hätten eine Liste von Themen für eine mögliche nächste Begegnung identifiziert. Zudem habe die US-Seite Formate angesprochen, um Parameter für ein Ende des Krieges zu formalisieren.

+++ 15:23 Kreise: Russland-Ukraine-Gespräche liefen in "konstruktiver und positiver Atmosphäre" +++

Die Gespräche Russlands und der Ukraine in Abu Dhabi haben nach Angaben der Vereinigten Arabischen Emirate (VAE) in einer "konstruktiven und positiven Atmosphäre" stattgefunden. Ein Regierungssprecher teilt mit, der direkte Austausch habe sich auf noch offene Punkte des von den USA vorgeschlagenen Friedensplans konzentriert. Das russische Außenministerium erklärt unterdessen mit Blick auf mögliche weitere Treffen in Istanbul, Moskau bleibe offen für eine Fortsetzung des Dialogs. Dies meldet die staatliche Nachrichtenagentur RIA.

+++ 14:51 Polen kündigt Unterzeichnung für "wichtigstes Drohnen-Abwehrsystem in Europa" an +++

Polens Verteidigungsminister Wladyslaw Kosiniak-Kamysz kündigt die baldige Unterzeichnung eines Vertrags zur Installation "des wichtigsten Drohnen-Abwehrsystems in Europa" an. Die Vereinbarung zwischen Warschau und einem internationalen Konsortium werde bis Ende des Monats unterzeichnet, wird der Minister von der Zeitung "Gazeta Wyborcza" zitiert. Die zugrundeliegenden Verhandlungen seien bereits abgeschlossen. Den finanziellen Umfang des Rüstungsprojekts nennt Kosiniak-Kamysz nicht. Nach seinen Angaben besteht die neue Drohnen-Abwehr für Polen aus "verschiedenen Rüstungssystemen", die vornehmlich von heimischen Firmen, aber in Zusammenarbeit mit ausländischen Konzernen geliefert würden. Im vergangenen Jahr habe er bereits einen Vertrag mit der US-Gruppe Anduril unterzeichnet, sagt der Verteidigungsminister. Auch der norwegische Technologiekonzern Kongsberg gehöre zu den Konzernen, "mit denen wir reden".

+++ 14:26 Verhandlungen in Abu Dhabi vorerst beendet +++

Der zweite Verhandlungstag bei den trilateralen Gesprächen zwischen Kiew, Moskau und Washington über eine Beendigung des russischen Kriegs in der Ukraine ist beendet. Die Delegationen seien in ihre Hotels zurückgekehrt, eine Fortsetzung heute sei nicht mehr geplant, berichtete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass unter Berufung auf Verhandlungskreise. Konkrete Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

+++ 13:50 Massive Stromausfälle in weiten Teilen der Ukraine +++

Gut 1,2 Millionen Haushalte in der Ukraine sind nach den russischen Angriffen von der Stromversorgung abgeschnitten. Nach Angaben von Vizeregierungschef Olexij Kuleba sind in Kiew 800.000 und in der nördlichen Region Tschernihiw 400.000 Haushalte ohne Strom. Auf Anordnung des Unternehmens Ukrenergo werden zudem in den Regionen Odessa und Dnipropetrowsk Notstromabschaltungen durchgeführt. Wie "Kyiv Independent" berichtet, werden 80 Prozent der Ukraine heute noch mit ungeplanten Notstromausfällen konfrontiert sein.

+++ 13:19 ISW: Russland geht es nicht nur um den Donbass +++

Offiziell erklärt der Kreml, dass es bei den Friedensgesprächen vor allem um die Kontrolle über den Donbass gehe. Aussagen russischer Regierungsvertreter gegenüber dem heimischen Publikum bestätigen jedoch, "dass die Forderungen Russlands über die Ostukraine hinausgehen", wie das Institute for the Study of War schreibt. Kreml-Vertreter verweisen so häufig auf die "Pufferzonen", die durch die russischen Vorstöße in den Regionen Sumy und Charkiw entstanden sind. Vertreter der russischen Staatsduma zeigen sich weiterhin unzufrieden mit jedem Abkommen, das die derzeitigen Frontlinien im Süden der Ukraine festschreibt. So zitiert beispielsweise das ISW Andrej Kolesnik, Mitglied des Verteidigungsausschusses der Duma, der Freitag gesagt hatte, dass Russland die internationale und ukrainische Anerkennung der in der russischen Verfassung festgelegten "konstituierenden Einheiten" benötige. Damit meint er die gesamte Krim sowie die Regionen Luhansk, Donezk, Saporischschja und Cherson. Kreml-Vertreter, darunter auch Wladimir Putin, haben kürzlich zudem ndere Forderungen Russlands bekräftigt, die nichts mit dem ukrainischen Territorium zu tun haben: Die NATO muss demnach ihre Erweiterung stoppen sich auf ihre Grenzen von 1997 zurückziehen.

+++ 12:48 Ukraine-Verhandler reden nun über Gebietsfragen +++

In Abu Dhabi beginnt der zweite Tag der Verhandlungen über eine Beendigung des russischen Kriegs mit dem heiklen Thema Gebietsabtretungen. Mehrere Dokumente würden studiert und erörtert, heißt es der staatlichen Nachrichtenagentur Tass zufolge aus russischen Delegationskreisen. "Sowohl Territorien als auch (Sicherheits-)Garantien und andere Aspekte", zitiert die Agentur ihren Informanten. Das Thema Gebietsabtretungen ist eins der schwierigsten bei den Gesprächen über einen Frieden. Russland fordert neben den ohnehin schon besetzten Gebieten im Osten der Ukraine weitere Landstriche - konkret die auch nach knapp vier Jahren Vollinvasion noch nicht eroberten Reste des Gebietes Donezk, für sich ein. Die Ukraine wiederum lehnt einen einseitigen Rückzug aus der Region ab.

+++ 12:18 USA stehen "eng an der Seite des Aggressors" +++

Bei den Verhandlungen zwischen Moskau und Kiew in Abu Dhabi nehmen die USA nach eigenen Worten eine Vermittlerrolle ein. Viel eher aber verhandele die Ukraine mit dem russischen Aggressor und den USA, die in den Verhandlungen eng an dessen Seite stünden, meint der Politologe Thomas Jäger.

+++ 11:50 Bericht über massiven Druck auf russische Wehrpflichtige +++

Russische Militärkommandanten üben offenbar massiven Druck auf Wehrpflichtige aus, damit diese sich "freiwillig" zum Krieg gegen die Ukraine melden. Das schreibt das unabhängige russische Portal Astra. Der Bericht beruft sich auf offizielle Beschwerden von Eltern der Wehrpflichtigen und Videointerviews mit einzelnen Soldaten, die behaupteten, von ihren Vorgesetzten misshandelt worden zu sein. Nach russischem Recht darf ein Wehrpflichtiger nicht außerhalb Russlands zum Kampfeinsatz eingesetzt werden. Den Beschwerden zufolge wurden neue Wehrpflichtige, noch bevor sie ihren vorgesehenen Dienstort innerhalb Russlands erreichten, von Offizieren und Unteroffizieren angesprochen und aufgefordert, sich als Vertragssoldaten zu melden Wer dazu nicht bereit war, wurde offenbar gedemütigt, bedroht, geschlagen, gefesselt oder stundenlang auf dem kalten Boden des Zugwaggons liegen gelassen, heißt es in den Beschwerden. "Ich habe den Vertrag liegend auf dem Boden des Zuges unterschrieben, während eine Person meine Beine festhielt und die andere meine Arme verdrehte", wird ein Mann zitiert.

+++ 11:19 Bericht: BASF erhält Millionen aus Russland-Staatsgarantien +++

Seit dem Herbst kann sich BASF über Zahlungen des Bundes für frühere Russlandaktivitäten seiner Tochter Wintershall DEA freuen. Wie das "Handelsblatt" berichtet, fließen im dritten Quartal dem Chemiekonzern 229 Millionen Euro aus Steuergeldern zu, im vierten Quartal seien weitere Zahlungen erfolgt. Wintershall DEA habe damit erste Ansprüche aus Staatsgarantien der Bundesregierung für die aufgegebenen Russlandaktivitäten offenbar erfolgreich durchgesetzt, schreibt das Blatt. 2016 hatte der frühere Öl- und Gasförderer von der Bundesregierung Garantien für Investitionen in russische Gasfelder erhalten. Damit sollte die Energiekooperation mit Russland gefördert werden. Nach Ausbruch des Ukrainekriegs war Wintershall in Russland de facto enteignet worden. Die genaue Summe der 2016 gegebenen Staatsgarantien ist laut dem Bericht nicht bekannt. In Branchenkreisen werde die Summe von 1,8 Milliarden Euro genannt.

+++ 10:45 Russland: Dorf in Region Charkiw eingenommen +++

Russland nimmt nach eigenen Angaben das Dorf Staryzja in der nordostukrainischen Region Charkiw ein. Zudem hätten die Truppen in der Nacht ukrainische Drohnenstellungen und Energieanlagen angegriffen, teilt das Verteidigungsministerium in Moskau mit. Seit Monaten zerstört Russland die ukrainische Energieinfrastruktur, Hunderttausende Ukrainer haben bei eisigen Temperaturen oft weder Strom noch Heizung.

+++ 10:14 "Friedensbemühungen" - Sybiha kritisiert Zynismus des Kreml +++

Kiew kritisiert die massiven russischen Angriffe auf die Ukraine inmitten der Verhandlungen über eine Beendigung des Krieges in Abu Dhabi. "Friedensbemühungen? Trilaterales Treffen in den Vereinigten Arabischen Emiraten? Diplomatie? Für die Ukrainer war es eine weitere Nacht russischen Terrors", erklärt der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha beit X. Er macht Kremlchef Wladimir Putin persönlich dafür verantwortlich. "Zynischerweise hat Putin einen brutalen massiven Raketenangriff gegen die Ukraine angeordnet, während sich Delegationen in Abu Dhabi treffen, um den US-geführten Friedensprozess voranzubringen", kritisierte Sybiha. "Seine Raketen haben nicht nur unser Volk, sondern auch den Verhandlungstisch getroffen."

+++ 09:46 Wieder Tausende Gebäude in Kiew ohne Heizung +++

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew sind nach einem russischen Angriff in der Nacht fast 6000 Gebäude von der Wärmeversorgung abgeschnitten. Dies teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit. Die Außentemperatur liegt am Morgen bei minus 12 Grad.

+++ 09:08 Selenskyj pocht auf Umsetzung von Trump-Absprachen zur Luftabwehr +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert nach den schweren russischen Angriffen auf Energieanlagen die vollständige Umsetzung der mit US-Präsident Donald Trump getroffenen Absprachen zur Luftabwehr. Die in Davos vereinbarten Maßnahmen müssten "vollständig umgesetzt" werden, sagt Selenskyj. Er und Trump hatten sich am Donnerstag beim Weltwirtschaftsforum getroffen und über Unterstützung bei der Luftabwehr gesprochen, ohne jedoch Details zu nennen.

+++ 08:41 Auch Tschernihiw ohne Strom +++

Die Behörden der nordukrainischen Stadt Tschernihiw melden einen schweren Angriff auf Energieanlagen. Fast in der gesamten Stadt sei der Strom ausgefallen, teilt der Pressedienst des Stadtparlaments mit. Die Umstellung auf Reservekapazitäten werde einige Zeit in Anspruch nehmen. Russland beschießt systematisch Energieobjekte in der Ukraine. Für die Ukrainer ist in diesem strengen Winter damit die bislang schwerste humanitäre Krise seit Kriegsbeginn ausgebrochen.

+++ 08:10 Ukraine bestätigt Angriff auf russisches Öllager +++

Der ukrainische Generalstab bestätigt einen Angriff auf ein Öllager im russischen Gebiet Pensa und mehrere andere russische Militäreinrichtungen. Auch eine Radarstation auf der besetzten Krim sei getroffen worden. Der Gouverneur des Gebiets, Oleg Melnitschenko, hatte zuvor berichtet, dass nach einem ukrainischen Drohnenangriff in der Stadt Pensa ein Feuer ausgebrochen sei. Wie "Kyiv Independent" berichtet, gab der Beamte nicht an, welche Einrichtung angegriffen worden war. "Die Trümmer (einer abgeschossenen Drohne) fielen auf das Gelände des Öllagers und verursachten einen Brand. Die Rettungsdienste sind derzeit vor Ort im Einsatz."

+++ 07:29 Bericht: Russischer Öltanker treibt im Mittelmeer +++

Ein wegen des Transports von russischem Öl sanktionierter Öltanker treibt nach einem möglichen technischen Defekt im Mittelmeer, berichtet Bloomberg. Der Tanker "Progress" der LR2-Klasse befand sich am frühen Morgen des 21. Januar auf dem Weg zum Suezkanal entlang der nordafrikanischen Küste nahe Algerien, als er Algier passierte und dann rasch nach Norden abdrehte und die Schifffahrtsroute verließ. Berichten zufolge transportiert das Schiff rund 730.000 Barrel russisches Urals-Rohöl. Am frühen Morgen des 22. Januar änderte der Tanker seinen Navigationsstatus auf "manövrierunfähig" und seine Geschwindigkeit sank auf einen Knoten. Tracking-Daten, die von Bloomberg zitiert werden, zeigen, dass das Schiff weiterhin langsam mit einer Geschwindigkeit von einem Knoten ostwärts treibt. Das Verlassen der Schifffahrtswege, die Änderung des Navigationsstatus und der Geschwindigkeitsabfall könnten auf ein mögliches mechanisches Problem hindeuten, heißt es.

+++ 06:55 Altkanzler Schröder gegen "Dämonisierung" Russlands +++

Der frühere Bundeskanzler Gerhard Schröder warnt vor einer "Dämonisierung" Russlands. "Natürlich ist der Krieg in der Ukraine nicht zu respektieren, auch nicht zu relativieren. Er ist völkerrechtswidrig, eine Verletzung der Menschenrechte», schreibt der Altkanzler in einem Gastbeitrag für die "Berliner Zeitung". Es müssten alle diplomatischen Mittel genutzt werden, um den Krieg zu stoppen. "Ich bin aber auch gegen die Dämonisierung Russlands als ewiger Feind", schiebt der SPD-Politiker nach, der seit Jahren wegen seiner langjährigen Freundschaft zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und Tätigkeiten für russische Öl- und Gaskonzerne in der Kritik steht. "Russland, das ist nicht das Land der Barbaren, sondern ein Land mit einer großen Kultur und vielfältigen historischen Verbindungen zu Deutschland", so Schröder. Es bleibe die "deutsche Schande", dass dieses Land in zwei Weltkriegen von deutschen Soldaten brutal überfallen wurde. Tatsächlich hat Deutschland 1941 die Sowjetunion überfallen, zu der auch die Ukraine gehörte. Schröder betont, er halte es weiterhin für richtig, was er in seiner Zeit als Kanzler vorangetrieben habe: den sicheren und verlässlichen Import preiswerter Energie aus Russland. "Wir brauchen derartige Formen der Kooperation mit Russland."

+++ 06:37 Ranghohe Militärvertreter treffen heute bei Gesprächen in Abu Dhabi aufeinander +++

Die direkten Verhandlungen zwischen den Kriegsparteien über ein Ende des russischen Feldzugs gegen die Ukraine sind nach monatelanger Pause wieder angelaufen. Nach dem Auftakt der Gespräche am Vorabend in Abu Dhabi werden heute ranghohe Militärvertreter beider Seiten unter Vermittlung der USA aufeinandertreffen. Nach ukrainischen Angaben sollen Generalstabschef Andrij Hnatow und der stellvertretende Chef des Militärgeheimdienstes, Generalleutnant Wadym Skibizkyj, dazustoßen. Die russische Verhandlungsdelegation wird angeführt vom Chef des Militärgeheimdienstes, Igor Kostjukow. Von US-Seite ist unter anderem der fürs Heer zuständige Staatssekretär Daniel Driscoll dabei. Ziel des diplomatischen Ringens in der Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate sei ein würdiger und dauerhafter Frieden, teilt der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow mit. Ungeachtet der Gespräche nehmen die russischen Angreifer in der Nacht wieder ukrainische Großstädte schwer unter Beschuss.

+++ 06:08 "Massiv angegriffen": Mindestens ein Toter und mehrere Verletzte in Kiew +++

Bei russischen Angriffen in der ukrainischen Hauptstadt Kiew und in der Region Charkiw im Osten des Landes wird Behörden zufolge mindestens ein Mensch getötet, 15 weitere Menschen werden verletzt. "Kiew wird vom Feind massiv angegriffen. Verlassen Sie die Schutzräume nicht", erklärt Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko am frühen Morgen auf Telegram. Es seien mehrere Gebäude getroffen worden, bei denen es sich jedoch nicht um Wohngebäude handele. In einem späteren Beitrag erklärt Klitschko: "Bisher ist bekannt, dass eine Person ums Leben gekommen ist und vier weitere verletzt wurden". In mehreren von Drohnentrümmern getroffenen Gebäuden sei Feuer ausgebrochen. Zudemist die Wärme- und Wasserversorgung in Teilen der Hauptstadt unterbrochen.

+++ 05:39 Washington legt neue Verteidigungsstrategie vor: Russland ist Sache der Europäer +++

Die USA wollen zwar weiter fester Bündnispartner der Nato und damit Verbündeter der Europäer sein, sehen in der Verteidigung ihres Heimatlandes und der Abschreckung Chinas aber eine Priorität. Das geht aus der neuen nationalen Verteidigungsstrategie der Regierung von Donald Trump hervor. Man werde weiterhin eine zentrale Rolle innerhalb der Nato spielen - auch wenn man die Präsenz in Europa justiere, heißt es. Anders als China halten die USA Russland für eine "beherrschbare Bedrohung" für die östlichen Nato-Mitglieder. Die Hauptverantwortung für die Unterstützung der ukrainischen Verteidigung sehen die USA bei den Europäern. Der russische Krieg gegen die Ukraine müsse enden, die Hauptverantwortung liege aber auch hier bei den Europäern. Moskau sei nicht in der Lage, die Vorherrschaft in Europa zu erlangen, heißt es in dem Papier.

+++ 04:44 Nato will Ostflanke mit Robotern schützen +++

Die Nato will an ihrer Ostflanke deutlich mehr Waffen und Munition lagern und zugleich eine neue Verteidigungszone mit Robotertechnik aufbauen. Wie ein ranghoher Offizier der "Welt am Sonntag" sagt, soll so vor allem die Abschreckung gegenüber Russland verbessert werden. Das mehrstufige Verteidigungskonzept sieht den Angaben zufolge vor, den Vormarsch von Angreifern künftig zunächst mit Hightech aufzuhalten. Entlang der Grenze zu Russland und Belarus soll demnach ein Abschnitt entstehen, der vor allem mit Überwachung und ferngesteuerten oder teilautomatisierten Systemen geschützt wird - und den ein Gegner erst überwinden müsste, bevor er weiter vorrücken kann.

+++ 03:57 Russland startet Drohnen- und Raketenangriffe auf Kiew und Charkiw - 13 Verletzte +++

Bei russischen Angriffen auf die beiden größten Städte der Ukraine werden Behördenangaben zufolge 13 Menschen verletzt worden. In der Hauptstadt Kiew werden zwei Menschen schwer verletzt und in ein Krankenhaus gebracht, wie Bürgermeister Vitali Klitschko mitteilt. "Kiew steht unter massivem feindlichen Beschuss", schreibt Klitschko auf Telegram. Tymur Tkachenko, Chef der Kiewer Militärverwaltung, berichtet von Drohnenangriffen in mindestens drei Stadtteilen, die an mindestens zwei Orten Brände auslösten. Die ukrainische Luftwaffe teilt mit, bei dem Angriff auf die Hauptstadt seien sowohl Drohnen als auch Raketen eingesetzt worden. In der nordostukrainischen Stadt Charkiw werden den Behörden zufolge elf Menschen verletzt. Dort treffen Drohnen laut Bürgermeister Ihor Terechow unter anderem ein Wohnheim für Vertriebene, ein Krankenhaus und eine Geburtsklinik.

+++ 02:54 Ukraine: Erneut russischer Luftangriff auf Kiew +++

Während die Gespräche der Ukraine mit den USA und Russland in Abu Dhabi weitergehen, gibtt es in der Nacht nach ukrainischen Angaben einen erneuten russischen Luftangriff auf Kiew. Drohnen greifen die Stadt weiterhin an, teilt der Leiter der Militärverwaltung der Hauptstadt, Tymur Tkatschenko, mit. Es bestehe zudem die Gefahr von russischen Raketenangriffen. Die Luftabwehr sei im Einsatz. Tkatschenko zufolge ist nach einem Einschlag in einem Stadtbezirk ein Feuer ausgebrochen.

+++ 01:54 UNHCR: Ukrainer fliehen vermehrt wegen Energienotstand +++

Unter den Kriegsflüchtlingen aus der Ukraine wächst angesichts der gezielten Angriffe Russlands auf die Energieinfrastruktur und der aktuellen Kältewelle die Zahl derer, die wegen des Mangels an Strom, Heizung oder Wasser fliehen. Das teilt ein Sprecher des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen (UNHCR) dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) mit. "In letzter Zeit haben wir keinen Anstieg der Zahl der Menschen festgestellt, die die Ukraine verlassen", sagt er. "Im Dezember als auch in den ersten Januarwochen sind die grenzüberschreitenden Bewegungen eher zurückgegangen." Die Mehrheit der Menschen, die aus der Ukraine geflohen seien, habe dies bereits im Jahr 2022 getan. "Allerdings sehen wir einen höheren Anteil der Menschen, die die Ukraine verlassen und neben der Sicherheitslage auch den Mangel an Strom, Heizung oder Wasser als ausschlaggebende Gründe nennen", fügt der Sprecher hinzu.

+++ 00:54 Ukraine: Auf ein Neugeborenes kommen drei Todesfälle +++

In der Ukraine werden 2025 knapp eine halbe Million Todesfälle registriert – dreimal so viele wie Geburten. Laut der ukrainischen Datenplattform "Opendatabot", die sich auf Zahlen des Justizministeriums beruft, starben 485.300 Menschen, während nur 168.800 Kinder geboren wurden. Die Sterblichkeit sinkt im Vergleich zu 2024 leicht um 2 Prozent. Regional zeigen sich unterschiedliche Entwicklungen: Während in Poltawa und Riwne die Todesfälle um 4 Prozent zurückgehen, steigen sie in sechs Regionen – am stärksten in Kiew (+2 Prozent). Die dramatische Diskrepanz zwischen Geburten und Todesfällen verschärft die demografische Krise des Landes.

+++ 23:26 Ukraine: Haben über Parameter für Kriegsende verhandelt +++

Am ersten Verhandlungstag in Abu Dhabi ist es nach ukrainischen Angaben um die Parameter für eine Beendigung des Krieges gegangen. Auch die weitere Logik des Verhandlungsprozesses sei erörtert worden, teilt der Sekretär des Nationalen Sicherheits- und Verteidigungsrats und Delegationsleiter, Rustem Umerow, mit.

+++ 22:14 Selenskyj: Trump sagt Raketen für Patriot-Systeme zu +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben beim Weltwirtschaftsforum in Davos eine Einigung mit US-Präsident Donald Trump über die Lieferung von PAC-3-Raketen für Patriot-Luftabwehrsysteme erzielt. "Wir haben über globale Themen gesprochen, aber wir haben eine Frage gelöst, die meinen Grund für die Reise dorthin rechtfertigt", sagt Selenskyj. Die genaue Anzahl der Raketen nennt er nicht. Anfang Januar hatte das ukrainische Verteidigungsministerium mitgeteilt, dass zwei zusätzliche Patriot-Systeme zum Schutz ukrainischer Städte und kritischer Infrastruktur in Dienst gestellt wurden.

+++ 21:46 Fischer: Verhandlung, wie viel Ukraine "Donbass wert" ist +++

Professor Klemens Fischer, Experte für internationale Beziehungen, sieht in Bezug auf die neuen Verhandlungsgespräche in Abu Dhabi keine nennenswerte Bewegungsbereitschaft bei Russland. Ein Schlüssel zu einem möglichen Fortschritt könnte einmal mehr im Donbass liegen.

+++ 21:14 Selenskyj kündigt weitere Ukraine-Gespräche für Samstag an +++

Nach dem Auftakt der ersten direkten Gespräche zwischen Ukrainern und Russen über eine Beendigung ihres Krieges kündigt Präsident Wolodymyr Selenskyj für diesen Samstag weitere Verhandlungen an. "Das ist wichtig, denn solche trilateralen Treffen gab es schon lange nicht mehr", sagt Selenskyj in seiner abendlichen Videobotschaft. Es sei noch zu früh, um Schlussfolgerungen zu dem Treffen in Abu Dhabi zu ziehen. Vor allem müsse Russland, das den Angriff begonnen habe, bereit sein, den Krieg zu beenden. "Fast stündlich erhalte ich Berichte von den ukrainischen Vertretern – sie befinden sich derzeit in den Emiraten, wo heute ukrainische, amerikanische und russische Delegationen zu Gesprächen zusammengekommen sind", sagt Selenskyj. Gesprochen werde über die Bedingungen für ein Ende des Krieges.

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