Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 05:10 Russland setzt Verkehr an Schwarzmeer-Hafen aus +++
Russland hat drei Insidern zufolge wegen ukrainischer Drohnenangriffe den Schiffsverkehr im Hafen von Noworossijsk am Schwarzen Meer über Nacht ausgesetzt. Zwischen Mitternacht und 5.00 Uhr (Ortszeit) durften keine Schiffe ein- oder auslaufen, verlautet aus Kreisen der Getreideindustrie. Die Anordnung sei mündlich erfolgt. Außerhalb der Sperrzeiten laufe der Betrieb in Russlands größtem Hafen normal weiter, Getreidelieferungen seien bislang nicht beeinträchtigt. Über Noworossijsk wird bis zu ein Drittel der russischen Getreideexporte abgewickelt, zudem werden dort Öl, Metalle und Container verladen.
+++ 23:42 Angriffe auf Schiffe: Ukraine beantragt Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrats +++
Die Ukraine beantragt dem geschäftsführenden Außenminister Andrij Sybiha zufolge wegen russischer Angriffe auf Schiffe im Schwarzen Meer eine Dringlichkeitssitzung im UN-Sicherheitsrat. Sybiha wirft Russland in einem Post auf X vor, mindestens drei zivile Frachtschiffe in den vergangenen Tagen bombardiert zu haben. Er sprach von Dutzenden Toten und Verletzten in der Folge und warf Moskau vor, die globale Lebensmittelsicherheit zu gefährden. Beantragt sei die Sitzung für den 27. Juli.
+++ 22:25 Statt Gefängnis an die Front: Russland weitet Rekrutierung von Häftlingen aus +++
Die russische Staatsduma hat ein Gesetz verabschiedet, das den Kreis potenzieller militärischer Rekruten aus den Reihen von Gefängnisinsassen erweitert. Wie der russische Sender RBC berichtet, kommen nun auch Häftlinge für den Dienst infrage, die wegen organisierter Kriminalität oder des unsachgemäßen Umgangs mit Staatsgeheimnissen verurteilt wurden. Im Gegenzug für ihren Dienst im Militär werde ihr Strafregister bereinigt - sofern sie den Kriegseinsatz überleben. Moskau gelingt es Berichten zufolge trotz erhöhter finanzieller Anreize nicht, genug Soldaten für den Krieg gegen die Ukraine zu rekrutieren.
+++ 21:41 Selenskyj: Lage an der Front und Langstreckenangriffe schaffen "sehr toxische Atmosphäre" um Putin +++
Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj entsteht um Russlands Staatschef Wladimir Putin momentan eine "sehr toxische Atmosphäre". "Natürlich schaffen die Lage an der Front, unsere Sanktionen und unsere Angriffe mit großer Reichweite derzeit eine neue Atmosphäre um Putin - eine sehr toxische Atmosphäre. Er allein ist der Grund dafür, dass der Krieg begonnen hat und andauert. Putin allein ist für die Verluste verantwortlich, die die Russen erleiden", schreibt Selenskyj in seiner abendlichen Ansprache bei Telegram. Putins engster Kreis sei sich seiner Verantwortung für den Krieg bewusst und signalisiere dies auch gegenüber der Ukraine sowie internationalen Partnern, so der ukrainische Präsident. Zudem beginne auch die russische Gesellschaft zunehmend, die Auswirkungen zu spüren.
+++ 21:13 Selenskyj spricht mit US-Gesandten über "neuen Schwung" für Diplomatie in Ukraine-Krieg +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat nach eigenen Angaben mit den beiden US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner über Wege zu einem Ende des Krieges mit Russland beraten. Bei dem Gespräch sei es darum gegangen, "wie man der Diplomatie neuen Schwung verleihen und den Frieden voranbringen kann", erklärt Selenskyj bei X. Das Gespräch nannte er "fruchtbar und wichtig". "Frieden ist notwendig - ein Frieden in Würde", schreibt Selenskyj weiter und fügt hinzu: "Die Ukraine ist schon seit langem dazu bereit." Die Teams beider Länder stünden "weiterhin in engem Kontakt".
+++ 20:50 Bericht: Selenskyjs Büro plant US-Reise und Treffen mit Trump +++
Das Büro des ukrainischen Präsidenten plant einem Bericht zufolge eine USA-Reise für Wolodymyr Selenskyj. Wie der ukrainische Sender Suspilne berichtet, soll der ukrainische Präsident an der Beisetzung von Senator Lindsey Graham teilnehmen und im Rahmen der laufenden Friedensgespräche zur Beendigung des Kriegs US-Präsident Donald Trump für ein bilaterales Gespräch treffen. Selenskyj soll Berichten zufolge zur Beisetzung des kürzlich verstorbenen Senators eingeladen worden sein. Der Reiseplan sowie die vollständige Liste der Treffen, der Teilnehmer und der Dauer des Besuchs stehen demnach noch nicht endgültig fest.