Politik

Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 21:51 Russische Fliegerbomben töten in Saporischschja mindestens drei Menschen +++

19.07.2026, 22:00 Uhr

Bei einem russischen Angriff mit gelenkten Fliegerbomben auf Saporischschja wurden drei Menschen getötet und 33 weitere verletzt, darunter fünf Kinder. Das teilt Ivan Fedorow , Leiter der Militärverwaltung des Oblast Saporischschja, mit. Ein Wohngebiet wurde durch den Angriff erheblich zerstört. Ein fünfstöckiges Gebäude wurde schwer beschädigt, und in der Nähe eines neunstöckigen Gebäudes wurde ein Treffer registriert. Russische Lenkbomben zerstörten zwei Stockwerke des fünfstöckigen Gebäudes und beschädigten Fenster und Balkone des neunstöckigen Gebäudes. Im Wohngebiet entstanden Zerstörungen, und das Terminal eines Logistikunternehmens steht in Flammen.

+++ 21:25 Ukraine meldet massiven Rückgang der Fährkapazität in Straße von Kertsch +++

Die Ukraine hat nach eigenen Angaben die Fährkapazität in der Straße von Kertsch deutlich eingeschränkt. Der Kommandeur der ukrainischen Streitkräfte für unbemannte Systeme, Robert "Madyar" Brovdi, sagt, durch eine Serie von Drohnenangriffen auf Schiffe zwischen der besetzten Krim und Russland sei die Kapazität um rund 75 Prozent reduziert worden. Die Operation mit dem Namen "MoLoCHKa" läuft demnach seit dem 6. Juli über einen Zeitraum von zwei Wochen und zielt auf die Zerstörung der russischen "Schattenflotte" ab. Parallel dazu setzten die ukrainischen Streitkräfte ihre Kampagne eines "logistischen Lockdowns" fort, die russische Nachschubwege in den besetzten Gebieten, einschließlich der Krim, treffen soll. Brovdi zufolge wurde der Fährverkehr zwischen dem russischen Hafen Kavkaz und der besetzten Krim bislang von vier Fähren abgewickelt: Lavrentiy, Panagia, Eisk und Maria. Das Schiff SKS One stand als Reserve zur Verfügung.

+++ 20:54 Putin lobt "heldenhafte Taten" nordkoreanischer Soldaten in der Ukraine +++

Russlands Präsident Wladimir Putin hat Nordkorea für die Unterstützung von Moskaus Krieg in der Ukraine gedankt. Er wolle sich "noch einmal" für die von Pjöngjang erhaltene Unterstützung für Russlands "Spezialoperation" bedanken, sagt Putin bei einem Treffen mit Nordkoreas Außenministerin Choe Son Hui in Moskau laut einem vom Kreml veröffentlichten Video. Die "heldenhaften Taten" der nordkoreanischen Soldaten würden "niemals vergessen". Sie würden "genauso geehrt wie unsere Landsleute", fügt Putin hinzu. Bei der Gelegenheit pries der Kreml-Chef zudem das gegenseitige Verständnis, das mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un aufgebaut worden sei.

+++ 20:31 Ukraine meldet fünf Tote bei russischem Raketenangriff auf türkisches Schiff +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf ein Frachtschiff mit türkischem Eigentümer sind nach ukrainischen Angaben fünf Besatzungsmitglieder getötet worden. Das Schiff fuhr laut dem Portal Vesselfinder unter der Flagge von Guinea-Bissau. Die ukrainische Marine erklärt, Russland habe die "Golden Leo" mit drei Marschflugkörpern vom Typ Kh-59/Kh-69 beschossen, als der Frachter dabei gewesen sei, "das Kampfgebiet" zu verlassen. Eine Rakete habe den Bereich der Steuerbordseite des Aufbaus getroffen, an Bord soll ein Feuer ausgebrochen sein. Fünf Besatzungsmitglieder würden noch vermisst, acht Menschen seien in ein Krankenhaus der Hafenstadt Odessa am Schwarzen Meer gebracht worden.

+++ 19:23 Auf Krim werden Festnetztelefone wegen Störung des Mobilfunks installiert +++

Auf der besetzten Krim werden Festnetztelefone installiert, um den Bewohnern zu helfen, in Zeiten von Störungen der Mobilfunknetze Notdienste zu erreichen, berichtet die Besatzungsverwaltung von Jewpatorija. Laut Bericht wurde im Zentrum von Jewpatorija, auf dem Teatralna-Platz, ein kostenloses Festnetztelefon installiert, damit die Bewohner im Notfall die Rettungsdienste anrufen können. "Ein Festnetzanschluss ist besonders wichtig bei Ausfällen des Mobilfunknetzes", erklärt die Besatzungsverwaltung der Stadt. Laut Astra sind in Dzhankoi bisher an fünf Standorten ähnliche Telefone aufgetaucht.

+++ 18:31 Russischer Angriff auf Charkiw fordert drei Tote und 20 Verletzte +++

Russische Streitkräfte haben die Außenbezirke von Charkiw angegriffen, wobei drei Menschen getötet und mindestens 20 verletzt wurden, berichtet der regionale Militärgouverneur Oleh Synehubov auf Telegram. Ein Postterminal in einem Vorort wurde angegriffen. Drei Menschen kamen ums Leben - Männer im Alter von 24, 45 und 62 Jahren. Weitere 20 Personen wurden unterschiedlich schwer verletzt, drei der Verletzten befinden sich in kritischem Zustand. Neun Personen wurden ins Krankenhaus eingeliefert, drei von ihnen in ernstem Zustand, so der Beamte. Zuvor hatte er von 13 Verletzten und drei Toten bei dem Angriff am Stadtrand von Charkiw berichtet; die Zahl der Opfer wurde später nach oben korrigiert.

+++ 17:42 Ukrainische Demonstranten fordern Rücktritt von Armeechef Syrskyjs +++

In mehreren ukrainischen Städten sind erneut tausende Menschen auf die Straße gegangen. Sie protestierten gegen die Absetzung des als populär geltenden Verteidigungsministers Mychailo Fedorow und forderten zugleich den Rücktritt von Armeechef Oleksandr Syrskyj. Fedorow, der nur ein halbes Jahr im Amt war, galt vielen als Symbol für eine Modernisierung der Streitkräfte. Nach seinem Ausscheiden warf er Syrskyj vor, seine Entlassung mit einem Ultimatum erzwungen zu haben.

+++ 17:00 "Mein Mann ist gefallen, deshalb bin ich in der Armee" +++

Der ukrainischen Armee schließen sich immer mehr Frauen an, vor allem den Drohnen-Einheiten. Der Auslandsreport begleitet zwei Drohnenpilotinnen, die sich freiwillig der Armee angeschlossen haben und mit Vampirdrohnen "russische Kämpfer jagen".

+++ 16:35 Trump fordert Aufnahme des Irans in Sanktionspaket für Russland +++

US-Präsident Donald Trump fordert seine republikanische Partei auf, den Iran in ein geplantes Sanktionspaket gegen Russland aufzunehmen. "WICHTIG!!!", schrieb Trump in Großbuchstaben hinter seine Forderung, die er auf der Plattform Truth Social postete. "Das wollte Lindsey tun", ergänzt der Präsident, und verwies damit auf den kürzlich gestorbenen Senatoren Lindsey Graham. Dieser hatte sich maßgeblich für das Gesetzesvorhaben für neue Sanktionen gegen Russland eingesetzt. Im US-Senat wird bereits seit über einem Jahr um das neue Sanktionspaket gegen Russland gerungen. Vor wenigen Tagen stellten Senatoren der beiden großen US-Parteien einen überarbeiteten Gesetzentwurf vor. Die Initiative sieht den Angaben zufolge Zölle in Höhe von bis zu 100 Prozent vor, die sich gegen die größten Abnehmer von russischem Öl und Gas richten sollten, darunter China und Indien.

+++ 16:03 Selenskyj: Russland setzt binnen einer Woche mehr als 1400 Kampfdrohnen ein +++

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat eine hohe Zahl russischer Angriffe in den vergangenen Tagen gemeldet. Insgesamt habe Russland im Laufe der Woche rund 1450 Kampfdrohnen, mehr als 1640 gelenkte Luftbomben sowie 99 Raketen unterschiedlicher Typen gegen die Ukraine eingesetzt, sagt Selenskyj. Die Abwehr ballistischer Raketen bleibe dabei die "beständige oberste Priorität" des Landes. Abfangraketen würden täglich benötigt, betonte der Präsident und dankte Partnern, die Vereinbarungen zur Lieferung entsprechender Systeme einhalten. Diese retteten "buchstäblich Leben bei jedem größeren russischen Angriff". Zugleich forderte Selenskyj, den internationalen Druck auf Russland parallel zu den Bemühungen um zusätzliche Luftverteidigung aufrechtzuerhalten.

+++ 15:36 Selenskyj erwägt Entlassung von Oberbefehlshaber Syrskyj +++

Präsident Wolodymyr Selenskyj prüft offenbar einen Wechsel an der Spitze der ukrainischen Streitkräfte. Nach Informationen der "Ukrainska Prawda", die sich auf einen Bericht der "Financial Times" beruft, zieht Selenskyj in Betracht, den Oberbefehlshaber Oleksandr Syrskyj abzusetzen. Auslöser sollen anhaltende Proteste gegen Syrskyj sein. Die "Financial Times" stützt sich dabei auf Angaben eines hochrangigen Mitarbeiters des Präsidentenbüros. Demnach plante Selenskyj, führende Militärs zusammenzubringen, um die Lage an der Front zu analysieren und mögliche Nachfolger zu sondieren. Ein Austausch käme laut dem Mitarbeiter infrage, sobald ein Kandidat gefunden ist, der einen reibungslosen Übergang gewährleisten und die Verteidigungsfähigkeit aufrechterhalten kann.

+++ 15:00 Sharma zeigt "destruktive Detonationskraft" in Kiew +++

Kiew wird in der Nacht einmal mehr von schweren Raketenangriffen Russlands erschüttert. ntv-Reporterin Kavita Sharma ist in der ukrainischen Hauptstadt und zeigt, welch "destruktive Kraft" von den Detonationen ausgeht.

+++ 14:29 Gouverneur bestätigt Großbrände in Stawropol +++

Die Ukraine hat mit neuen Drohnenangriffen auf Anlagen der russischen Ölindustrie mehrere Großbrände in dem Land ausgelöst. In der südrussischen Region Stawropol gerieten Medien zufolge drei Öldepots in Brand. Gouverneur Wladimir Wladimirow bestätigt, dass im Zuge ukrainischer Drohnenangriffe mehrere Feuer in Industrieobjekten ausgebrochen seien - und es zu Detonationen explosiver Stoffe komme. Es gebe keine Verletzten. Um welche Anlagen es sich genau handelte, sagt der Gouverneur nicht. Allerdings verhängte er in der Region ein örtlich begrenzter Ausnahmezustand. Gebäude seien evakuiert, Menschen in Sicherheit gebracht worden.

+++ 13:58 Ukraine: Russische Rakete zerstört eines der größten Logistikzentren der Ukraine +++

Während eines der massivsten russischen Raketenangriffe auf die ukrainische Hauptstadt Kiew und die gleichnamige umliegende Region wurde eines der größten Logistikzentren der Ukraine zerstört. Das teilt der ukrainische Katastrophenschutz in den sozialen Medien mit. Auf einem rund 100.000 Quadratmeter großen Logistikkomplex in Bucha sollen zwei Lagerhallen abgebrannt sein. Laut ukrainischem Katastrophenschutz sind mindestens zwei Personen verletzt worden.

+++ 13:27 Selenskyj: Mehrere Öldepots im südrussischen Stawropol attackiert +++

Die Ukraine hat nach Angaben von Präsident Wolodymyr Selenskyj drei Öldepots und ein Treibstofflager in der südrussischen Kaukasus-Region Stawropol attackiert. Zudem seien drei russische Tanker der sogenannten Schattenflotte im Schwarzen Meer getroffen worden, teilt Selenskyj auf der Online-Plattform X mit. Die Angriffe auf die Öldepots seien vom ukrainischen Inlandsgeheimdienst SBU ausgeführt worden, während Einheiten der Streitkräfte das Treibstofflager attackiert hätten. Eine russische Stellungnahme liegt zunächst nicht vor.

+++ 12:51 Pipeline-Konsortium stoppt Ölverladung nach Tanker-Angriffen im Schwarzen Meer +++

Nach Angriffen auf Tanker vor der Schwarzmeer-Küste hat das Öltransportunternehmen Kaspische Pipeline-Konsortium (CPC) die Ölverladung dort ausgesetzt. Die Tanker "Asia" und "Nissos Ios" seien während des Ladevorgangs am Terminal attackiert worden, teilt CPC mit. Der Tanker "Asia" sei dabei in Brand geraten, das Feuer aber gelöscht worden. Es sei niemand verletzt worden. Auch sei kein Öl ausgetreten, und die Schiffe seien schwimmfähig geblieben. CPC macht keine Angaben dazu, wer für den Angriff verantwortlich sei. Die CPC-Pipeline verbindet über eine Strecke von rund 1510 Kilometern die kasachischen Öllagerstätten am Kaspischen Meer mit dem russischen Schwarzmeerhafen Noworossijsk. Von dort aus wird das Öl mit Tankern auf den Weltmarkt transportiert. CPC wickelt rund 80 Prozent der kasachischen Ölexporte ab.

+++ 12:17 Militärexperte Thiele: Russland ist "nicht besonders klug aufgestellt" +++

Russland attackiert die ukrainische Hauptstadt mit einer Welle ballistischer Raketen. Lange wird Moskau dies aber nicht fortsetzen können, sagt der Militärexperte Ralph Thiele. Denn mit Blick auf die Produktionskapazitäten seien sie "dieser Tage nicht klug aufgestellt".

+++ 11:45 Gouverneur: Russische Drohne trifft Personenzug in Saporischschja +++

Eine russische Drohne hat einen Personenzug in der Region Saporischschja im Südosten der Ukraine getroffen. Das teilt der Gouverneur der Region, Iwan Fedorow, auf Telegram mit. Da die ukrainische Eisenbahn den Zug rechtzeitig räumen konnte, sollen bei dem Einschlag der russischen Drohne keine Passagiere verletzt worden sein. Eine Zugbegleiterin erlitt demnach leichte Verletzungen.

+++ 10:57 Ukraine meldet Angriffe auf Energiezentren auf der Krim und russische Schattenflotte im Schwarzen Meer +++

Unbemannte ukrainische Kampfsysteme haben vier Schiffe der russischen Schattenflotte im Schwarzen Meer sowie insgesamt 13 Umspannwerke, davon acht auf der besetzten Krim sowie fünf in anderen besetzten Gebieten, angegriffen. Das teilt der Chef der Drohnentruppen, Robert Browdi, in sozialen Netzwerken mit. Die russische Flotte ziehe sich immer weiter zurück und verstecke sich. Konkret sollen bei dem Einsatz zwei Tanker, ein Frachtschiff und ein Schwimmkran Ziel ukrainischer Drohneneinheiten geworden sein.

+++ 10:22 ISW: Keine Vorstöße an der Front in der Ukraine +++

Weder die ukrainischen noch die russischen Streitkräfte erzielten bestätigte Vorstöße. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Russische Truppen setzten ihre Offensivoperationen in Richtung Nowopawliwka in der Region Dnipropetrowsk im Osten der Ukraine zwar fort, konnten dabei jedoch keine Fortschritte erzielen, so die Analysten des ISW. Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage. Zunehmend gibt es vermehrt Tage, in denen sich die Front in der Ukraine zum Stellungskrieg entwickelt.

+++ 09:39 Ukraine: Russische Öltanker im Schwarzen Meer attackiert +++

Die ukrainischen Streitkräfte haben in der Nacht zum Sonntag nach eigenen Angaben zwei russische Öltanker im Schwarzen Meer angegriffen. Zudem sei ein Schwimmkran im Asowschen Meer getroffen worden, teilt der ukrainische Generalstab mit. Alle drei Ziele seien zur Unterstützung der russischen Kriegsanstrengungen in der Ukraine genutzt worden, heißt es in der Erklärung weiter. Die Ukraine hat bei ihren Angriffen auf die russische Öl-Infrastruktur neben Raffinerien zuletzt auch verstärkt Tanker im Schwarzen Meer ins Visier genommen.

+++ 08:55 Ukraine: Größter russischer Angriff mit ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn +++

Russland hat die Ukraine bei dem jüngsten Angriff nach Angaben aus Kiew mit der größten Zahl an ballistischen Raketen seit Kriegsbeginn attackiert. Russland habe rund vier Dutzend dieser Raketen abgefeuert, schreibt der geschäftsführende Außenminister Andrij Sybiha auf der Online-Plattform X. Er bezeichnet das russische Vorgehen als brutalen Terrorangriff. Gleichzeitig fordert Sybiha angemessene und starke Reaktionen sowie mehr Druck auf die Führung in Moskau, um diesen Terror zu beenden. Der ukrainischen Luftwaffe zufolge hatte Russland bei dem Angriff in der Nacht 41 Raketen eingesetzt. Davon habe die Luftabwehr 18 Raketen abgefangen. Hauptziel des russischen Angriffs sei die ukrainische Hauptstadt Kiew gewesen. Dort wurde nach Angaben der Behörden mindestens ein Mensch getötet. 13 weitere Menschen seien verletzt worden.

+++ 08:36 ISW: Russischer Militärchef übertreibt Geländegewinne, um "Putins erfundene Realität" zu stützen +++

Der Generalstabschef der russischen Streitkräfte und Oberbefehlshaber des russischen Militärs im Ukraine-Krieg, Waleri Wassiljewitsch Gerassimow, hat wiederholt Angaben zu russischen Vorstößen in der ukrainischen Frontregion Donezk übertrieben dargestellt. Das schreiben die Analysten des Institute for the Study of War (ISW) in ihrem jüngsten Bericht. Für mehrere seiner Behauptungen über russische Geländegewinne in der Ukraine gäbe es keine verfügbaren Beweise. Gerassimow und andere hochrangige russische Befehlshaber hielten seit Januar 2026 mindestens einmal im Monat inszenierte Pressekonferenzen ab, um übertriebene Behauptungen aufzustellen, schreiben die Analysten des ISW. Wahrscheinlich als Teil einer kognitiven Kriegsführung, die darauf abziele, fälschlicherweise den Eindruck zu erwecken, dass russische Streitkräfte im gesamten Kriegsgebiet vorrücken und die ukrainischen Linien kurz vor dem Zusammenbruch stünde und ein russischer Sieg in der Ukraine unvermeidlich wäre. Weiter schreiben die ISW-Analysten: "Diese Behauptungen über Vorstöße vermitteln jedoch weiterhin Putins erfundene Realität, die sich erheblich von der durch alle verfügbaren Beweise dargestellten Realität unterscheidet." Sie beziehen sich in ihrem Bericht auf geolokalisiertes Bild- und Filmmaterial der vergangenen Tage.

+++ 07:44 Ukraine veröffentlicht Zahlen zu russischen Verlusten +++

Der ukrainische Generalstab veröffentlicht neue Verlustzahlen zu den russischen Truppen in der Ukraine. Demnach soll Russland seit dem 24. Februar 2022 rund 1.428.930 Soldaten in der Ukraine verloren haben. Allein innerhalb von 24 Stunden betrage die Zahl der Verluste 1520. Dem Bericht aus Kiew zufolge sollen unter anderem außerdem fünf Panzer, 92 Artilleriesysteme und 1858 Drohnen zerstört worden sein. Insgesamt soll Russland laut der Ukraine seit Beginn des Großangriffs 12.156 Panzer, 46.261 Artilleriesysteme, 1505 Flugabwehrsysteme und 438 Flugzeuge, 354 Hubschrauber, 416.656 Drohnen, 34 Schiffe sowie zwei U-Boote verloren haben. Westliche Schätzungen nennen geringere Verlustzahlen - wobei das auch nur Mindestwerte sind.

+++ 07:00 Ukraine: Mehrere Großbrände und 13 Verletzte nach massivem russischem Angriff auf Kiew +++

Nach den heftigen russischen Luftangriffen auf die ukrainische Hauptstadt Kiew steigt die Zahl der Verletzten auf 13. Das teilt der ukrainische Katastrophenschutz in den sozialen Medien mit. Ein Mensch wurde getötet (siehe Einträge 04:39, 03:30 und 01:22). In fünf Bezirken der Stadt seien Großbrände ausgebrochen – teilweise auch bewohnten Gebäuden. Der  ukrainische Katastrophenschutz und andere Notfalldienste versuchen derzeit, die Brände zu löschen. Zudem suchen sie unter den Trümmern der teilweise eingestürzten Gebäude nach Überlebenden.

+++ 06:27 Staatsmedien: Nordkoreas Außenministerin reist zu Treffen mit Lawrow in Moskau +++

Die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui ist laut Staatsmedien zu einem Treffen mit ihrem russischen Kollegen Sergej Lawrow in Moskau aufgebrochen. Die zentrale staatliche Nachrichtenagentur Nordkoreas KCNA meldet am Sonntag, das Flugzeug mit der Ministerin und ihrer Delegation sei bereits am Samstag in Pjöngjang gestartet. Das russische Außenministerium hatte den bevorstehenden Besuch zuvor bekannt gegeben. Pjöngjang ist ein enger Verbündeter Moskaus und ein wichtiger Unterstützer von Russlands Offensive gegen die Ukraine. So hat Nordkorea in der Vergangenheit tausende Soldaten entsandt sowie Raketen und Munition zur Verfügung gestellt. Im Gegenzug versorgt Russland Nordkorea nach Angaben von Analysten mit Finanzhilfen, Militärtechnologie sowie Lebensmittel- und Energielieferungen.

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Schon mehrfach war die nordkoreanische Außenministerin Choe Son Hui auf Staatsbesuch in Moskau. 2024 traf sie neben ihrem russischen Amtskollegen Sergej Lawrow (im Bild) auch den russischen Präsidenten Wladimir Putin. (Foto: REUTERS)

+++ 05:41 So viele Raketen sollen sich in Russlands Lagern befinden +++

Der ukrainische Militärgeheimdienst äußert sich gegenüber dem Medium NV zu den Lagerbeständen an russischen Raketen und Marschflugkörpern. Demnach sollen die Streitkräfte des Kreml Mitte Juli über mindestens 100 ballistische Raketen vom Typ Iskander-M und rund 100 Kinschal-Hyperschallraketen verfügen. Der Bestand der Zirkon-Hyperschallraketen wird auf über 120 geschätzt. Darüber hinaus sollen sich in den Lagern viele Marschflugkörper befinden: Mindestens 60 Iskander-K, mindestens 450 Kalibr, über 600 Oniks und bis zu 100 Kh-101 sowie über 250 Kh-32. Weiterhin listet der ukrainische Militärgeheimdienst circa 50 nordkoreanische KN-23 auf sowie über 400 RM-48U-Angriffsraketen.

+++ 04:39 Ein Toter in Kiew - Zahl der Verletzten steigt +++

Bei einem russischen Raketenangriff auf Kiew und die umliegende Region ist Behördenangaben zufolge mindestens ein Mensch getötet und elf weitere verletzt worden. In der Hauptstadt brachen Brände unter anderem in einem Wohnheim, einem Wohnhaus und einem Supermarkt aus, teilt Bürgermeister Vitali Klitschko mit.

+++ 03:30 Mehrere Verletzte in Kiew +++

Laut den Behörden in Kiew sind mindestens sieben Menschen in Kiew bei Luftangriffen verletzt worden. Angaben der ukrainischen Luftwaffe zufolge wurden mehr als zwei Dutzend ballistische Raketen auf Ziele in und nahe der Hauptstadt abgefeuert.

+++ 01:22 Explosionen erschüttern ukrainische Hauptstadt +++

Mehrere Explosionen erschüttern Kiew. Eine Detonation ist so stark, dass sie die Alarmanlagen geparkter Autos im Stadtzentrum aktiviert, wie ein Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichtet. Die ukrainische Luftwaffe erklärt im Onlinedienst Telegram, dass sich ballistische Raketen Kiew näherten. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko berichtet auf Telegram von brennenden Fahrzeugen und Rauch, der in der Nähe eines Einkaufszentrums aufsteige. Ein Gebäude sei getroffen worden.

+++ 23:11 Russland lockt Menschen aus Botswana unter falschem Vorwand und zwingt sie zu Einsatz +++

Russland locke Männer aus Botswana unter falschen Vorwänden ins Land und zwinge sie zum aktiven Kampfeinsatz, erklärt das botswanische Ministerium für Internationale Beziehungen in einer Stellungnahme. Die Rekrutierungsaktion eskaliere "in alarmierendem Tempo", so die Regierung. Moskau rekrutiert seit Beginn der Invasion ausländische Kämpfer aus Entwicklungsländern und lockt sie mit Versprechungen hoher Gehälter, Sozialleistungen und der russischen Staatsbürgerschaft. Berichte über erzwungene Täuschung, Nötigung und regelrechten Menschenhandel liegen ebenfalls vor. Botswana warnte seine Bürger vor "irreführenden Anwerbungsmaschen", die sie unter "falschen Vorwänden" ins Ausland locken.

+++ 21:33 Ukraine wird SBU- und Geheimdienstakten zur Wolhynien-Massaker öffnen +++

Die Ukraine wird alle Archive des Sicherheitsdienstes und des Auslandsnachrichtendienstes im Zusammenhang mit den Massakern in Wolhynien in den Jahren 1943 bis 1944 öffnen, sagt Präsident Wolodymyr Selenskyj. "Polen hat der Ukraine nach Beginn des russischen Angriffs bedeutende Unterstützung geleistet, und dafür sind wir Polen dankbar", sagt Selenskyj. "Die Verteidigung der Unabhängigkeit der Ukraine stärkt unmittelbar die Unabhängigkeit Polens." Bei den Massakern der ukrainischen Militäreinheit UPA im Zweiten Weltkrieg wurden mehr als 100.000 polnische Zivilisten getötet. Vor Kurzem ehrte Präsident Selenskyj die UPA mehrfach und brachtre das Nachbarland gegen die Ukraine auf. Selenskyj kündigt Pläne an, die Zahl der Genehmigungen für Suchaktionen und Exhumierungen im Zusammenhang mit dem Wolhynien-Massaker zu erhöhen. Die Verantwortlichen erörterten zudem mögliche Wege zur Vertiefung des Dialogs zwischen der ukrainischen und der polnischen Gesellschaft. Oleksandr Alfiorov, Leiter des Ukrainischen Instituts für Nationales Gedenken, werde "systemische Vorschläge" ausarbeiten und präsentieren, sagt Selenskyj.

+++ 20:25 Moskaus Bürgermeister: Knapp 1900 Drohnen in einer Woche über russischer Hauptstadt +++

Zwischen dem Abend des 11. Juli und dem Morgen des 18. Juli flogen knapp 1900 unbemannte Luftfahrzeuge in Richtung Moskau. Das berichtet die russische staatliche Nachrichtenagentur Tass nach Angaben des Moskauer Bürgermeister Sergei Sobjanin. Die meisten Drohnen wurden laut Sobjanin von russischen Truppen abgeschossen. „Zwischen 20:30 Uhr [Moskauer Zeit] am 11. Juli und 8:30 Uhr [Moskauer Zeit] am 18. Juli flogen 1.892 Drohnen in Richtung der Region Moskau. Die meisten wurden von den Luftverteidigungskräften im Vorfeld neutralisiert. 207 feindliche Drohnen wurden beim Anflug auf Moskau zerstört“, schreibt der Bürgermeister auf dem russischen Messanger Max.

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