Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 00:19 Merz: In der Ukraine steht auch die Sicherheit Europas auf dem Spiel +++
Bundeskanzler Friedrich Merz wirft Russland die Bedrohung Europas vor. "Heute ist unsere kontinentale Friedensordnung durch den gewalttätigen Revisionismus aus Russland herausgefordert", sagt er beim Besuch des deutsch-niederländischen Korps in Münster. Moskau habe einen mörderischen Krieg in der Ukraine entfesselt und missachte und verachte Recht und Ordnung. "In der Ukraine steht auch die Sicherheit unseres Teils Europas, in dem wir leben, auf dem Spiel", betont der Kanzler. Deshalb sei man bereit für eine diplomatische Lösung, auch wenn Moskau nicht an den Verhandlungstisch kommen wolle. Deshalb unterstütze man aber die Ukraine auch gemeinsam in der Nato und "mit aller Kraft".
+++ 23:06 Rutte: Putin scheitert auf dem Schlachtfeld - und bei Einschüchterung +++
Nato-Generalsekretär Mark Rutte ruft angesichts russischer Provokationen zu Gelassenheit und einer fortgesetzten Unterstützung der Ukraine auf. "Bleiben Sie ruhig, machen Sie weiter und unterstützen Sie die Ukraine weiterhin", sagt Rutte bei einem Besuch in Münster. Russland teste die Nato in ganz Europa mit Luftraumverletzungen, Sabotage und hybriden Angriffen. "Wir sehen zwar keinen unmittelbaren militärischen Angriff auf die Nato, aber wir müssen darauf vorbereitet sein, dass Russlands Kampagne feindseliger Aktionen gegen die Verbündeten andauern wird", erklärt der Nato-Chef. An die Adresse des russischen Präsidenten Wladimir Putin gerichtet, sagt Rutte: "Er scheitert auf dem Schlachtfeld, und er scheitert dabei, uns einzuschüchtern."
+++ 22:10 Putin kündigt an: Russland besetzt Donbass in spätestens 36 Monaten +++
Kremlchef Wladimir Putin kündigt die komplette Eroberung des ukrainischen Donbass-Gebiets in weniger als anderthalb Jahren an. Zugleich gehe er davon aus, "dass dies angesichts des Vormarsches unserer Truppen viel früher geschehen wird", sagt Putin beim internationalen Waldai-Diskussionsforum in Moskau. Demnach verbleiben aktuell etwa elf Prozent der Region unter ukrainischer Kontrolle. Er wirft zudem Kiew vor, sinnlos Menschen für den Kampf um das ukrainische Staatsgebiet zu opfern. "Wenn der Verlust dieser Gebiete unvermeidlich ist, macht es dann Sinn, daran festzuhalten und dafür Menschen, ihre Sicherheit und ihr Leben zu opfern?", fragt der Präsident. Putin hatte in der Vergangenheit immer wieder ukrainische Orte wie Swjatohirsk oder Kupjansk für erobert erklärt, die weiterhin zum Teil recht deutlich unter ukrainischer Kontrolle stehen. Zuletzt hatten ukrainische Einheiten im Donezker Gebiet bei Lyman sogar Geländegewinne erzielt und Dutzende Quadratkilometer zurückgeholt. Zudem sind es vor allem russische Soldaten in großer Zahl, der in der Ukraine sterben oder verletzt werden. Experten sehen die deshalb Möglichkeit, dass der Kreml demnächst erneut Soldaten im großen Stil mobilisieren könnte.
+++ 21:27 Russischer Militärhelikopter soll abgestürzt sein - drei Crewmitglieder wohl tot +++
Unbestätigten Berichten zufolge soll ein russischer Militärhelikopter im Bezirk Anninsky in der Region Woronesch abgestürzt sein. Die drei Crewmitglieder sollen dabei gestorben sein, heißt es in Telegramkanälen. Es soll sich um einen Helikopter des Typs Mi-8 handeln. Die Region Woronesch befindet sich direkt an der Grenze zur Ukraine. Über den Grund des Absturzes ist bisher nichts bekannt.
+++ 20:53 Russische Drohnen treffen Kiews Südbrücke am Dnipro +++
Drohnen schlagen nahe der Südbrücke in Kiew ein und legen den Verkehr zeitweise lahm. Verkehr und Metro werden vorübergehend gestoppt. Aufnahmen zeigen Rauch und Schäden. Kritische Schäden an der Brücke oder Verletzte melden die Behörden zunächst nicht.
+++ 20:25 Ukraine setzt erstmals neu entwickelte Rakete FP-7 ein - was getroffen wurde, bleibt ein Geheimnis +++
Die in der Ukraine entwickelte ballistische Rakete FP-7 ist erstmals im Kampf gegen Russland eingesetzt worden, erklärt Präsident Selenskyj. "Ukrainische taktische ballistische Rakete. FP-7. Erster Kampfeinsatz. Danke für das Ergebnis. Als Nächstes: die Produktion. Ruhm der Ukraine!", sagt Selenskyj, ohne weitere Details zu nennen. Auf die Frage, was die Rakete getroffen habe, antwortet Selenskyjs Kommunikationsberater gegenüber dem "Kyiv Independent": "Das sagen wir nicht." Die vom führenden ukrainischen Rüstungskonzern Fire Point hergestellte ballistische Rakete FP-7 ist laut Herstellerangaben für eine Reichweite von bis zu 250 Kilometern und einen 200 Kilogramm schweren Sprengkopf ausgelegt. Die FP-7 basiert auf dem Abfangraketenmodell 48N6 aus der Sowjetzeit, das in den Luftabwehrsystemen S-300 und S-400 zum Einsatz kommt, nutzt jedoch moderne Komponenten und Fertigungstechniken."
+++ 19:46 Putin gesteht Erfolge der Ukraine ein: Raffinerie-Angriffe kosten Russland ein Prozent BIP +++
Die ukrainischen Angriffe auf Ölraffinerien kosten Russland nach den Worten von Präsident Wladimir Putin ein Prozent seines Bruttoinlandsprodukts (BIP). Die Ukraine habe mit diesen Angriffen "ihre Ziele teilweise erreicht", sagt Putin auf dem Waldai-Forum in Moskau. Russland reagiere nun entsprechend. Putin zufolge hat die Ukraine zudem mehr als 100 russische Schiffe im Schwarzen Meer beschädigt. Vorschläge, die Angriffe dort einzustellen, lehnt er ab.
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