Ukraine-Krieg im Liveticker+++ 17:09 Russische Armee attackiert erneut Staudamm in der Oblast Charkiw +++
Die russische Armee hat erneut den Petschenihy-Staudamm in der ukrainischen Oblast Charkiw mit gelenkten Fliegerbomben attackiert, wie der Leiter der regionalen Militärverwaltung, Oleh Synehubow, laut der staatlichen ukrainischen Nachrichtenagentur Ukrinform mitteilt. "Das ist einer der größten Stauseen in der Oblast und ein kritisch wichtiges Objekt für die Region", warnt Synehubow demnach in der Mitteilung bei Telegram. Der Staudamm war bereits mehrmals das Ziel russischer Angriffe.
+++ 16:35 Selenskyj: Ukraine versorgt sich weitgehend selbst mit Waffen - Mittel fehlen +++
Nach Angaben des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj produziert sein Land den Großteil der Waffen, die auf dem Schlachtfeld eingesetzt werden. Dennoch bleibe die Ukraine weiter abhängig von Lieferungen aus den USA, was die Luftverteidigung angeht. Das sagte der ukrainische Staatschef nach einem Treffen mit Bundeskanzler Friedrich Merz bei einer Pressekonferenz in Berlin. "Der Großteil der Waffen, den die Ukraine für verschiedene Operationen nutzt - von Schlägen gegen das Hinterland über die Kämpfe an der Front bis hin zur Flugabwehr - wird heute in der Ukraine produziert", so Selenskyj. Dabei seien die ukrainischen Produktionskapazitäten doppelt so groß. "Uns fehlt einfach das Geld, doch zum Teil haben wir heute darüber gesprochen", sagte Selenskyj.
+++ 15:53 Ukraine meldet Angriff auf russisches Drohnenlager in besetztem Teil von Donezk +++
Die ukrainischen Streitkräfte haben nach eigenen Angaben in der vergangenen Nacht Drohnenlager in einem von Russland kontrollierten Teil der ostukrainischen Region Donezk angegriffen. Dabei seien SCALP-Marschflugkörper und gelenkte Fliegerbomben zum Einsatz gekommen, teilt der Generalstab mit. Zudem hätten ukrainische Kampfdrohnen russische Munitionsdepots in den ukrainischen Regionen Saporischschja und Donezk getroffen. Die Verluste des Gegners und das Ausmaß der Schäden würden derzeit bewertet.
+++ 15:38 Behörden melden mehrere Tote durch russischen Angriff im Osten der Ukraine +++
Bei einem russischen Angriff auf die Stadt Dnipro im Osten der Ukraine sind nach Behördenangaben mindestens vier Menschen getötet worden. Mindestens 25 weitere Menschen wurden nach Angaben von Regionalsgouverneur Oleksandr Ganzha bei dem Angriff verletzt. Zehn von ihnen erlitten demnach schwere Verletzungen durch Splitter oder Knochenbrüche. Die Industriestadt Dnipro liegt mehr als 100 Kilometer von der Frontlinie im Osten der Ukraine entfernt. Die russische Armee hat jedoch Gebiete in der Region Dnipropetrowsk erobert.
+++ 15:01 Selenskyj verspricht Reparatur der Druschba-Pipeline bis "Ende April" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj sagt eine Reparatur der für Ungarn wichtigen Druschba-Ölpipeline bis "Ende April" zu. Bis dahin werde die Leitung so weit instandgesetzt, dass sie wieder funktioniere, sagte Selenskyj bei den deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen in Berlin. Nach dem Wahlsieg der Opposition in Ungarn zeigte sich Selenskyj zuversichtlich, dass die neue Regierung in Budapest im Gegenzug den Widerstand gegen die Freigabe eines 90 Milliarden Euro schweren EU-Darlehens aufgibt. Die Druschba-Pipeline transportiert normalerweise russisches Öl durch die Ukraine nach Ungarn und in die Slowakei. Sie war nach ukrainischen Angaben im Januar bei einem russischen Angriff beschädigt und deshalb vorübergehend stillgelegt worden.
+++ 14:36 Militäranalyst Reisner erklärt Sabotage-Akt auf Pipeline durch die Alpen +++
Nach der mutmaßlichen Sabotage einer wichtigen Pipeline durch die Alpen steht die Ölversorgung nach Süddeutschland und Österreich zeitweise still. Militäranalyst Markus Reisner sieht darin ein Muster. Angriffe auf kritische Infrastruktur in Europa nehmen zu - mit Folgen für Versorgung und Preise.
+++ 14:21 Selenskyj: Ukraine braucht weder "EU-Light" noch "Nato-Light" +++
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj lehnt eine untergeordnete Mitgliedschaft seines Landes in der Nato und der Europäischen Union ab. Sein Land brauche weder eine "EU-Light" noch eine "Nato-Light", sagt Selenskyj bei einer Pressekonferenz mit Bundeskanzler Friedrich Merz in Berlin. Dies würde niemandem nutzen.
+++ 13:59 Deutschland finanziert der Ukraine Hunderte Patriot-Raketen +++
Deutschland finanziert der Ukraine nach Angaben des Verteidigungsministeriums "mehrere Hundert Patriot-Raketen". Damit werde ein entsprechender Vertrag der Ukraine mit der US-Firma Raytheon abgesichert. Zudem sei mit der Firma Diehl die Lieferung weiterer Startgeräte für Iris-T-Luftabwehrsysteme vereinbart worden. Auch dies werde von Deutschland finanziert. Außerdem sei die Produktion von Drohnen mittlerer und langer Reichweite beschlossen worden. Ziel sei die Lieferung von Tausenden von Drohnen zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte, teilt das Ministerium mit.
+++ 13:35 Merz: Russland wird Krieg nicht gewinnen - weitere Schritte gegen Schattenflotte geplant +++
Bundeskanzler Friedrich Merz hofft, dass mit dem Regierungswechsel in Ungarn blockierte EU-Hilfen für die Ukraine jetzt rasch ausgezahlt werden können. Zudem kündigt Merz bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj weitere Schritte gegen die russische Schattenflotte an. Russland werde diesen Krieg nicht gewinnen, betont der Kanzler. Deutschland unterstützt zudem das Ziel der Ukraine, der Europäischen Union beizutreten. Kurzfristig werde dies zwar nicht umzusetzen sein, ein Beitritt der Ukraine zur EU wäre aber ein strategisch wichtiger Schritt für Europa, so Merz.
+++ 13:15 Deutschland und Ukraine verabreden strategische Partnerschaft +++
Deutschland und die Ukraine bauen ihre bilateralen Beziehungen anlässlich der ersten Regierungskonsultationen beider Länder seit über 20 Jahren zu einer neuen Strategischen Partnerschaft aus. "Unsere Zusammenarbeit ist heute wirkungsvoller, unsere vertrauensvolle Partnerschaft stärker und unsere Freundschaft und die Verbundenheit zwischen unseren Gesellschaften tiefer denn je", sagt Bundeskanzler Friedrich Merz
+++ 12:44 Für Ukrainer, die in die Heimat zurück wollen: Neues Beratungszentrum in Berlin eröffnet +++
Bundesinnenminister Alexander Dobrindt und der ukrainische Sozialminister Denis Uljutin eröffnen in Berlin ein neues Beratungszentrum für rückkehrwillige Ukrainerinnen und Ukrainer. Diese sollen in dem so genannten Unity Hub vor allem zu einer möglichen Rückkehr in ihre Heimat und zu ihren Perspektiven dort beraten werden, wie Dobrindt sagt. Der Minister spricht von einer Anlaufstelle, in der die Betroffenen "zu allen Fragen einer Zukunft in der Ukraine Antworten erhalten". Die Einrichtung solle zugleich ein Zentrum für ukrainische Menschen und deren Kultur sein - "ein Verbindungselement in die Heimat". Die Bundesregierung werde den Unity Hub "maximal unterstützen", kündigt Dobrindt an. Um das Berliner Zentrum herum sollen dem Minister zufolge mehrere ähnliche Einrichtungen in Deutschland und Europa entstehen.
+++ 12:05 Präsidialamtsleiter Budanow scheut keinen Streit mit Selenskyj +++
Der Leiter des ukrainischen Präsidialamtes, Kyrylo Budanow, sagt in einem Gespräch mit dem US-Medium Bloomberg, dass er keine Angst habe, seinem Chef Wolodymyr Selenskyj zu widersprechen. "Ich bin General, Held der Ukraine. Wenn ich von etwas überzeugt bin, kann ich mit jedem diskutieren." Auch weist Budanow die Darstellung zurück, Selenskyj habe ihn als Präsidialamtsleiter haben wollen, weil er als Chef des militärischen Geheimdienstes immer höheres Ansehen genossen habe. "Was den administrativen Einfluss betrifft – ich bin nicht mehr Leiter des Geheimdienstes, aber jetzt organisiere ich die Arbeit aller. Glauben Sie also wirklich, dass ich schwächer geworden bin?", so Budanow. Auf eine mögliche Kandidatur als Präsident angesprochen erwidert Budanow: "Das ist eine interessante Frage. Nächste."
+++ 11:25 Frankreichs Außenminister: Putin verliert mit Orban sein "trojanisches Pferd" +++
Frankreichs Außenminister Jean-Noël Barrot sieht in der Wahlniederlage des ungarischen Regierungschefs Viktor Orban auch einen Rückschlag für den russischen Präsidenten. "Es ist auch eine Niederlage für Wladimir Putin, der sein trojanisches Pferd in der Europäischen Union verliert", sagt Barrot dem Sender RFI. Er appelliert an den Wahlsieger Peter Magyar, "die Pfeiler des Rechtsstaats wieder aufzubauen, die Orban demontierte hatte". Insbesondere erwarte er, dass die neue ungarische Regierung ihre Weigerungshaltung mit Blick auf die Unterstützung der Ukraine aufgebe. Er hoffe darauf, dass Ungarn seinen Platz unter den europäischen Mitgliedstaaten wiederfinde und "eine Reihe ungerechtfertigter Vetos" aufhebe. Der Putin nahestehende Orban hatte häufig Entscheidungen der EU blockiert, zuletzt die Auszahlung eines Milliardenkredits an die Ukraine.
+++ 10:52 "Einer der schmerzlichsten Verluste Russlands" - Ukraine erinnert an die Moskwa +++
Die Ukrainer erinnert heute an die Versenkung des Flaggschiffs der russischen Schwarzmeerflotte, der Moskwa. Das Schiff wurde damals mit ukrainischen Neptun-Raketen getroffen. "Einer der schmerzlichsten Verluste Russlands in diesem umfassenden Krieg. Ein Symbol der Macht, das nun auf dem Meeresgrund liegt", teilt das ukrainische Verteidigungsministerium mit. Die Moskwa werde die Ukraine nie wieder mit Marschflugkörpern angreifen können.
+++ 10:26 Spanien fordert von China mehr Einsatz für Frieden +++
Vor dem Hintergrund des Iran-Kriegs ruft der spanische Ministerpräsident Pedro Sánchez bei einem Besuch in Peking China dazu auf, sich stärker für den Frieden einzusetzen. China müsse als Großmacht seine Anstrengungen verstärken, fordert der sozialistische Politiker vor Journalisten. Er habe mit seinem Gastgeber, Staatschef Xi Jinping, nicht nur über den Iran und den Libanon, sondern unter anderem auch über Gaza und die Ukraine gesprochen. Die zahlreichen "grausamen, illegalen und endlosen Kriege" müssten beendet werden. "Die Mehrheit der Bürger will keine Kriege, sie will Frieden, Stabilität und Wohlstand", betont er. Sánchez ruft Europa und Peking dazu auf, sich gemeinsam für eine Reform der internationalen Ordnung einzusetzen, die zu dauerhaftem Frieden, Stabilität und Wohlstand für alle führt. Es liege "im Interesse Europas, die Beziehungen zu China zu vertiefen und positive Agenden mit China aufzubauen".
+++ 09:33 Merz empfängt heute Selenskyj im Kanzleramt +++
Bundeskanzler Friedrich Merz wird heute den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj im Kanzleramt empfangen, wie ein Regierungssprecher in Berlin mitteilt. Das Treffen findet demnach im Rahmen von deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen statt.
+++ 08:43 Russland brechen Freiwillige für den Krieg weg - kommt die Ukraine ihrem großen Ziel näher? +++
Laut Berechnungen des Wirtschaftswissenschaftlers Janis Kluge von der Stiftung Wissenschaft und Politik hat Russland im 1. Quartal 2026 rund 20 Prozent weniger Soldaten rekrutiert als im 1. Quartal 2025: Täglich zwischen 800 und 1.000 Soldaten statt 1.000 bis 1.200. Zuvor hatte bereits die ukrainische Armee mitgeteilt, dass Russland seit vier Monaten weniger freiwillige Kämpfer rekrutiere als es im Krieg verliere. Das Institut für Kriegsstudien (ISW) schreibt zu Kluges Zahlen: "Die Schlussfolgerungen stimmen mit mehreren anderen Indikatoren überein, die ISW beobachtet hat und die darauf hindeuten, dass Russland zunehmend unter Rekrutierungs- und Personalproblemen leidet. Dazu gehören beispielsweise gemeldete Rekrutierungsdefizite im Verhältnis zu den Verlusten, der Einsatz strategischer Reserven, erhöhte Antrittsprämien und verstärkte verdeckte Mobilisierungsbemühungen." Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj habe berichtet, dass russische Streitkräfte ab dem 10. April wahrscheinlich damit begonnen hätten, strategische Reserven auf das Schlachtfeld zu verlegen, um die steigenden Verluste und erfolgreichen ukrainischen Gegenangriffe in Richtung Oleksandrivka und Hüljaipole auszugleichen, so das ISW. Die Ukraine will die Zahl der eliminierten russischen Soldaten weiter nach oben treiben: auf 50.000 pro Monat. Das angegriffene Land verfolgt seit Jahren das Ziel, die Kosten für Russland so stark zu erhöhen, dass im Kreml die Einsicht einkehrt, den Krieg zu beenden.
+++ 07:59 Russland greift ukrainischen Donau-Hafen an - Treffer auf Schiff +++
Bei einem russischen Drohnenangriff auf den ukrainischen Donau-Hafen Ismajil ist den Behörden zufolge in der Nacht ein unter der Flagge Panamas fahrendes Schiff beschädigt worden. Demnach wurden im Hafengebiet in der südlichen Region Odessa mehrere Einschläge verzeichnet, bei denen auch Infrastruktur und Ausrüstung getroffen worden seien, wie der stellvertretende ukrainische Ministerpräsident Olexij Kuleba mitteilt. Ein durch einen der Einschläge ausgelöstes Feuer sei rasch gelöscht worden. Der Donau-Hafen Ismajil ist für die Ukraine eine wichtige Ausweichroute für den Export von Getreide, seit Russland das Abkommen zur sicheren Verschiffung über das Schwarze Meer aufgekündigt hat.
+++ 07:12 "Sehr gute Nachrichten" - Ukraine meldet bemerkenswerten Abschuss +++
Serhij Sternenko, ein Berater des ukrainischen Verteidigungsministers Mykhailo Fedorow, schreibt auf X von "sehr guten Nachrichten". Eine russische Shahed-Drohne sei über dem Schwarzen Meer mit einer Abfangdrohne der Wild Hornets abgeschossen worden - und das noch bevor sie die Küste erreichte. "Der Pilot befand sich zu diesem Zeitpunkt viele Kilometer vom Ort des Abschusses entfernt", so Sternenko. Neue Technologien würden eingesetzt, um den russischen Angriffen entgegenzuwirken.
+++ 06:24 Nur noch marodes Material in Russlands alten Panzer-Lagern aus der Sowjetzeit? +++
Die großen russischen Panzer-Lager aus Zeiten der Sowjetunion haben sich in den letzten Jahren stark geleert. Mittlerweile werden nur noch verhältnismäßig wenige Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge von den Kreml-Streitkräften im Krieg eingesetzt. "Ich schätze, wir sind offiziell an dem Punkt angelangt, an dem es keinen Sinn mehr macht, gelagerte Panzer aufzuarbeiten, Sie sind alle zu alt und marode", schreibt auf X der Osint-Analyst mit dem Rufnamen Jompy, der die Panzer-Lager lange Zeit anhand von Satellitenbildern analysiert hat. Es habe in diesem Jahr nur wenig Bewegung in den Lagerstätten gegeben. Russland verfüge bereits über genügend Panzerreserven für die wenigen Einsätze, die stattfinden. Die Neuproduktionen würden mehr als ausreichen, um die Verluste auszugleichen. In den vergangenen Wochen meldete die Ukraine in der Regel maximal zehn zerstörte oder schwer beschädigte Kampfpanzer und gepanzerte Fahrzeuge täglich, oft waren es deutlich weniger. Zu früheren Kriegszeiten lag die gemeldete Zahl teilweise bei um die 50 pro Tag.
+++ 05:42 Grüne für mehr Ukraine-Unterstützung: "Merz ist der neue Scholz" +++
Vor den deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen haben die Grünen mehr militärische Unterstützung durch die Bundesregierung gefordert. Eine Lieferung des deutschen Marschflugkörpers Taurus an die Ukraine sei "längst überfällig", sagt Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger. "Friedrich Merz ist in dieser Frage mit seinen Ausreden der neue Olaf Scholz geworden", kritisiert Brugger mit Blick auf den früheren SPD-Kanzler Scholz, der Taurus-Lieferungen an die Ukraine vehement abgelehnt hatte.
+++ 04:48 Bericht: Spanien und Belgien helfen Kiew mit zwei Milliarden Euro +++
Spanien und Belgien haben nach den jüngsten Verteidigungsgesprächen neue Militärhilfe für die Ukraine in Höhe von insgesamt zwei Milliarden Euro zugesagt, berichtet der "Kyiv Independent" mit Verweis auf Insider. Die Abkommen konzentrieren sich demnach auf die Stärkung der ukrainischen Luftverteidigung, den Ausbau der Drohnenkapazitäten und die Aufstockung der Langstreckenartilleriebestände. Belgien habe für das Jahr 2026 Militärhilfe in Höhe von einer Milliarde Euro zugesagt, darunter zusätzliche F-16-Kampfjets und Ersatzteile zur Instandhaltung der bereits im Einsatz befindlichen Flugzeuge. Spanien habe ebenfalls eine Milliarde Euro für das Jahr 2026 zugesagt, wobei die Gespräche sich auf den Ausbau der Verteidigungszusammenarbeit im Rahmen des europäischen SAFE-Mechanismus konzentrieren.
+++ 02:33 Selenskyj: Gespräche über Luftverteidigungssystem mit der EU beginnen +++
Die Ukraine wird kurzfristig Gespräche mit europäischen Partnern über ein gemeinsames Luftverteidigungssystem führen. Das teilt der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj laut Ukrinform bei einer Ansprache mit. "Bereits diese Woche werden wir Gespräche mit den Europäern führen - Verhandlungen über die Schaffung eines gemeinsamen Luftverteidigungssystems. Ich bin zuversichtlich: Entweder wird die Ukraine ein integraler Bestandteil des europäischen Sicherheitssystems, oder einige in Europa riskieren, Teil der 'russischen Welt' zu werden", sagt Selenskyj demnach. Die Ukraine halte nicht nur mit dem Wandel Schritt, sondern gehöre zu den führenden Nationen in der Entwicklung von Sicherheitstechnologien. Er sei überzeugt, dass die Sicherheitsexpertise und das militärische Know-how der Ukraine heute für Dutzende Länder weltweit zu den begehrtesten Ressourcen zählen.
+++ 01:34 Grüner: Putins Schattenflotte schärfer ins Visier nehmen +++
Deutschland sollte aus Sicht des Grünen-Politikers Robin Wagener entschiedener gegen die sogenannte Schattenflotte russischer Öltanker in der Ostsee vorgehen. "Diese Schiffe verletzen regelmäßig das Seerechtsübereinkommen und verwirken damit ihr Recht auf freie Durchfahrt", sagte der Bundestagsabgeordnete dem Sender ntv. Deswegen könnten deutsche Behörden den Versicherungs- und Flaggenstatus konkreter prüfen. Auch das Umweltrecht biete Möglichkeiten, "gegen diese Rostkähne vorzugehen und ihnen die Durchfahrt zu verweigern". Mit der Schattenflotte versucht Moskau, einen von westlichen Unterstützern der Ukraine eingeführten Preisdeckel für russisches Öl zu umgehen. Dabei kommen alte und unterversicherte Tanker zum Einsatz. Wagener sagte, den deutschen Behörden fehle ein klarer Auftrag der Bundesregierung. "Andere Staaten sind da deutlich entschlossener."
+++ 00:17 Deutsch-ukrainisches Unternehmen liefert erste Drohnen aus Deutschland an die Front +++
Weniger als vier Monate nach ihrer Gründung hat die deutsch-ukrainische Drohnenfirma Quantum Frontline Industries (QFI) eine erste Charge an die ukrainischen Streitkräfte geliefert. Derzeit liege die Produktion des Unternehmens in Süddeutschland bei rund 20 Drohnen pro Tag, sagte QFI-Geschäftsführer Matthias Lehna dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Das Gemeinschaftsunternehmen von Quantum Systems in Deutschland und Frontline Robotics in der Ukraine war Mitte Dezember gegründet worden und will die Fertigung nun deutlich ausweiten.
+++ 23:08 Hunderte Zivilisten in Keller eingesperrt: Ukraine zeigt russischen General an +++
Der ukrainische Inlandsgeheimdienst SBU macht den russischen General Denis Barila für die Folter und den Tod von Zivilisten im ukrainischen Gebiet Tschernihiw kurz nach Kriegsbeginn mitverantwortlich und hat ihn in Abwesenheit angezeigt. Unter seinem Kommando hätten russische Soldaten im März 2022 369 Zivilisten - darunter 69 Minderjährige - in den Keller eines Schulgebäudes in Jagodne eingesperrt, schreibt der SBU. Zehn Zivilsten seien gestorben. Ihre Leichen verblieben demnach längere Zeit in dem Keller, während es dort weder eine Lüftung noch eine Wasserversorgung noch Schlafplätze für die Lebenden gab. Die Menschen hätten kaum Wasser und Nahrung erhalten, heißt es weiter. Jeder eingesperrten Person habe weniger als ein halber Quadratmeter Platz zur Verfügung gestanden - das hätten die Ermittlungen des SBU und der regionalen Staatsanwaltschaft ergeben. Dem "Kyiv Independent" zufolge mussten die Überlebenden 27 Tage aushalten. Zudem seien sieben Menschen im Dorf hingerichtet worden.
+++ 22:03 Ukraine gibt Weiler an Nordgrenze auf +++
Die ukrainische Armee hat nach eigenen Angaben einen grenznahen Weiler im Gebiet Sumy unter dem Druck russischer Angriffe geräumt. Dabei handele es sich um Myropilske, teilt das 14. Armeekorps auf Facebook mit. Um eigene Verluste zu vermeiden, hätten sich die Verteidiger auf vorbereitete Stellungen zurückgezogen. Die russische Armee hat an mehreren Stellen die Grenze zum nordukrainischen Gebiet Sumy überschritten. Die Kämpfe um Myropilske bedeuten einen weiteren russischen Einbruch, auch wenn die eroberte Fläche bislang klein ist. Auch der ukrainische Militärblog Deepstate meldet am Abend ein Vorrücken russischer Truppen in dieser Gegend: nahe Myropilske, sowie Maryine und Novodmytrivka.
+++ 21:24 Russen erobern südukrainisches Dorf +++
Den russischen Truppen gelingt im Süden der Ukraine offenbar ein kleiner Fortschritt. Sie hätten den Ort Myrne in der Gegend Saporischschja besetzt, schreibt der ukrainische Militärblog Deepstate am Sonntagabend.
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