Politik

Umfrage zeigt viele Zweifler auf 80 Prozent der US-Bürger erkennen Biden an

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Die meisten Amerikaner wünschen sich eine friedliche Machtübergabe an Trump.

(Foto: REUTERS)

Die große Mehrheit der US-Amerikaner steht einer Umfrage zufolge hinter ihrem neuen gewählten Präsidenten. Für 13 Prozent dagegen ist der Ausgang der Wahl noch offen. Manche glauben gar an einen Machterhalt Trumps. Vor allem Republikaner vermuten eine Wahlmanipulation.

Der designierte US-Präsident Joe Biden wird einer Umfrage zufolge von knapp 80 Prozent der Amerikaner als künftiger Präsident der USA anerkannt. Eine Reuters/Ipsos-Meinungsumfrage ergab am Dienstag, dass 79 Prozent der Wähler in den USA glauben, dass Biden die Präsidentschaftswahl am 3. November für sich entschieden habe. Weitere 13 Prozent sagten, dass der Wahlausgang noch offen sei. Rund fünf Prozent der Befragten gaben an, sie wüssten nicht, wer gewonnen habe und drei Prozent gehen davon aus, dass Amtsinhaber Donald Trump eine zweite Amtszeit bestreiten werde.

Die Umfrage ergab auch, dass 72 Prozent der US-Bürger der Meinung sind, dass der Verlierer der Wahl eine Niederlage eingestehen müsse. Von den Befragten glauben 60 Prozent an einen friedlichen Machtwechsel, wenn Trumps Amtszeit am 20. Januar endet. In Bezug auf Trumps Vorwurf der Wahlmanipulation zeigt sich, dass 70 Prozent der Amerikaner - darunter 83 Prozent der Demokraten und 59 Prozent der Republikaner - darauf vertrauen, dass die lokalen Wahlmänner "ihre Arbeit ehrlich machen".

Trump hat den Sieg Bidens noch nicht anerkannt. Auch eine Woche nach der Wahl beharrt er darauf, dass bei der Abstimmung betrogen worden sei. Beweise für diese Behauptung hat er bislang keine vorgelegt. Er ließ mehrere Klagen einreichen, einige wurden bereits abgewiesen. Die Auszählung der Stimmen ist noch nicht vollständig abgeschlossen, was zum großen Teil an der Briefwahl liegt, die wegen der Corona-Pandemie diesmal so viele Amerikaner wie noch nie genutzt haben. Dennoch steht seit Samstag fest, dass Biden rechnerisch nicht mehr einzuholen ist.

Quelle: ntv.de, shu/rts