Politik

Bei CDU-Anhängern und allgemein AKK hat die Nase vorn

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In den Augen vieler CDU-Anhänger wäre Kramp-Karrenbauer am besten für den Parteivorsitz geeignet.

(Foto: imago/Chris Emil Janßen)

Zwei gemeinsame Auftritte haben sie noch - dann muss die Partei entscheiden. Annegret Kramp-Karrenbauer, Friedrich Merz und Jens Spahn wollen alle den CDU-Vorsitz. Glaubt man Umfragen, zeichnet sich eine Favoritin ab, einer bleibt quasi chancenlos.

Im Rennen um die Nachfolge Angela Merkels auf den CDU-Vorsitz liegt Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer weiter vorn. Laut dem RTL/n-tv Trendarometer wünschen sich unter den CDU-Anhängern 45 Prozent der Befragten "AKK" als neue Parteichefin. Der frühere Fraktionsvorsitzende Friedrich Merz kommt demnach auf 32 Prozent Zustimmung, Gesundheitsminister Jens Spahn auf nur 4 Prozent. Unter den Wählern der CSU hätte indes Merz mit 39 Prozent die Nase vorn. Kramp-Karrenbauer wünschten sich demnach 36 Prozent der Christsozialen als Parteichefin.

Auch die Gesamtheit der Bundesbürger zieht Kramp-Karrenbauer den anderen beiden aussichtsreichsten Kandidaten vor. 38 Prozent trauen ihr das Amt zu, 26 Prozent sprechen sich für Merz, 5 Prozent für Spahn aus.

Besonders hoch ist der Zuspruch für Kramp-Karrenbauer bei den Frauen. 42 Prozent von ihnen würde AKK als Parteichefin bevorzugen. Außer bei den Wähler von FDP und AfD läge die Generalsekretärin auch bei den Anhängern der anderen Parteien vorn. Unabhängig von geschlecht und Parteipräferenz trauen die Wähler der früheren saarländischen Regierungschefin auch am ehesten zu, die GroKo zusammenzuhalten. Bei den Wählern von CDU, SPD und grünen liegt der Anteil hier sogar bei jeweils mehr als 60 Prozent. Bei Linke-Sympathisanten und FDP-Anhängern sind es immerhein noch mehr als jeweils 50 prozent.

Forsa befragte nach eigenem Bekunden für die repräsentative Umfrage am 28. und 29. November 1005 Wahlberechtigte.

Erst Parteivorsitz, dann Kanzleramt?

Am Donnerstagabend präsentierten die drei Kandidaten für den CDU-Vorsitz ihre Ideen auf einer Regionalkonferenz in Bremen. Es war der vorletzte von insgesamt acht Terminen in unterschiedlichen Bundesländern. Den Abschluss bildet an diesem Freitag eine Veranstaltung in Berlin. Im Anschluss haben die drei noch einen gemeinsamen Auftritt am Samstag beim Landesparteitag der sächsischen CDU in Leipzig. Gewählt wird der oder die neue Parteivorsitzende dann auf einem CDU-Bundesparteitag gut eine Woche später in Hamburg.

Kramp-Karrenbauer hat jedenfalls nicht nur Interesse am Parteivorsitz, sondern gleich auch an der Kanzlerschaft bekundet. "Wenn man sich um den Vorsitz der CDU bewirbt, ist klar, dass irgendwann die Frage mindestens der Kanzlerkandidatur kommt", sagte sie jüngst der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten". Sie gehe allerdings davon aus, dass Merkel bis zum Ende der Legislaturperiode 2021 im Amt bleibe.

Quelle: ntv.de, ame/jwu/AFP