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Großbaustelle in Niedersachsen AKW Unterweser wird abgerissen

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Das Kernkraftwerk in Unterweser erzeugte mehr als 305 Milliarden Kilowattstunden Strom.

(Foto: dpa)

Das Kernkraftwerk im niedersächsichen Unterweser geht kurz nach der Nuklearkatastrophe in Fukushima vom Netz. Fast sieben Jahre später erteilt Niedersachsens Umweltminister Lies die Genehmigung für den Abriss. Doch die Arbeiten dürften sich hinziehen.

Das 2011 abgeschaltete Kernkraftwerk Unterweser kann endgültig stillgelegt und abgebaut werden. Niedersachsens Umweltminister Olaf Lies von der SPD habe dazu jetzt die Genehmigung übergeben, teilte der Kraftwerkbetreiber PreussenElektra mit. Die Eon-Konzerntochter will noch im Februar mit dem Rückbau der Anlage beginnen.

Zügig kann der Abriss nicht vonstattengehen. Tonnenweise Stahlbeton und radioaktiv strahlende Bauteile aus dem Inneren des Meilers machen besondere Vorkehrungen erforderlich. Für die Arbeiten am Rückbau in Unterweser sind im Kontrollbereich volle 13 Jahre eingeplant. Wenn nichts dazwischen kommt, könnte die Kernphase des Abrisses damit im Jahr 2031 abgeschlossen sein.

Das Kernkraftwerk Unterweser war von 1978 an in Betrieb - bis es 2011 nach der Nuklearkatastrophe im japanischen Fukushima abgeschaltet wurde. Der Druckwasserreaktor hatte eine elektrische Leistung von 1410 Megawatt und erzeugte während der Betriebsphase insgesamt mehr als 305 Milliarden Kilowattstunden Strom. Derzeit sind an dem Standort bei Esenshamm bei Bremerhaven noch rund 180 Mitarbeiter beschäftigt.

Das Unternehmen verwies auf Erfahrungen bei ähnlichen Projekten wie den nuklearen Rückbau des Kernkraftwerks in Stade an der Elbe. Es war 1972 in Betrieb gegangen und 2003 abgeschaltet worden. Der Abriss in Stade soll in rund vier Jahren abgeschlossen sein. Die Gesamtkosten für den Abriss dürften dann bei rund 1,2 Milliarden Euro liegen - die Endlagerung der verbrauchten Brennelemente und andere strahlender Rückstände nicht mit eingerechnet.

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Quelle: n-tv.de, ftü/dpa

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