Politik

Acht Tote bei BrückenangriffIrans Außenminister wirft USA "moralischen Zusammenbruch" vor

03.04.2026, 01:31 Uhr
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Die Brücke war Teil der Pendelroute zwischen der Großstadt Karadsch und der Hauptstadt Teheran. (Foto: x.com/war_intell)

Beim US-Angriff auf Irans höchste Autobahnbrücke sterben mindestens acht Menschen. Trump will ohne Deal weitere Infrastruktur zerstören. Irans Außenminister Araghtschi verurteilt den Beschuss ziviler Strukturen, lehnt aber eine "Kapitulation" ab.

Irans Außenminister Abbas Araghtschi hat mit scharfer Kritik auf die US-Bombardierungen einer Autobahnbrücke reagiert. "Angriffe auf zivile Strukturen, einschließlich unfertiger Brücken, werden die Iraner nicht zur Kapitulation zwingen", schrieb Araghtschi bei X. Derartige Angriffe seien Ausdruck eines "moralischen Zusammenbruchs", fügte er hinzu. Das Ansehen der USA werde sich niemals davon erholen.

Bei den Angriffen seien mindestens acht Menschen getötet und fast 100 Menschen verletzt worden, berichteten das iranische Staatsfernsehen und die staatliche iranische Nachrichtenagentur Fars unter Berufung auf den stellvertretenden Gouverneur der Provinz Albors, in der sich die Brücke befindet.

US-Präsident Donald Trump hatte zuvor mit weiteren Angriffen gedroht. "Die größte Brücke im Iran stürzt ein und wird nie wieder genutzt werden - es wird noch viel mehr folgen", schrieb er mit einem Ausrufezeichen am Ende bei Truth Social. Der Iran solle sich auf einen Deal einlassen, bevor es zu spät sei und nichts mehr übrig bleibe von dem Land, mahnte Trump.

Die als "B1" bekannte Autobahnbrücke war am Gründonnerstag zweimal innerhalb kurzer Zeit bombardiert worden. Sie war Teil der Pendlerroute zwischen der Großstadt Karadsch und der Hauptstadt Teheran. Zudem liegt sie an einem Verkehrsknoten in Richtung Kaspisches Meer, einem beliebten Reiseziel. Mit einer Höhe von 132 Metern war sie die höchste Brücke im Iran. Ein Teilabschnitt befand sich noch im Bau.

Der zweite Angriff ereignete sich iranischen Medien zufolge, als Rettungskräfte vor Ort im Einsatz waren. Videos in den sozialen Medien zeigten dunkelgraue Rauchwolken nach den Raketeneinschlägen und Brückenelemente, die in sich zusammenstürzten. Der Strom an der Landstraße Richtung Norden fiel infolge der Attacken aus.

Quelle: ntv.de, bho/dpa/AFP

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