Politik

Forderung aus eigener Partei AfD-"Flügel" soll Strukturen offenlegen

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Offenbar kein Freund des Flügels: Alexander Wolf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die ultrarechte AfD-Gruppierung "Der Flügel" steht unter der Beobachtung des Verfassungsschutzes. Parteivorstandsmitglied Wolf hält die Strömung zu mehr Transparenz an, bringt sogar eine Auflösung ins Spiel. Seinen Parteikollegen Björn Höcke greift er dabei scharf an.

AfD-Bundesvorstandsmitglied Alexander Wolf hat den "Flügel" seiner Partei aufgefordert, seine Strukturen offenzulegen. "Das Projekt der Partei ist ernsthaft in Gefahr. Der Flügel muss jetzt seine Strukturen offenlegen. Das wird zeigen, dass er eine deutlich geringere Größe hat als von vielen angenommen und nicht prägend ist für die Partei. Wenn er dazu nicht bereit ist, muss er sich auflösen zum Wohle der Partei", sagte Wolf.

Wolf, der Fraktionschef in Hamburg ist, griff auch "Flügel"-Frontmann Björn Höcke an: "Björn Höcke ist der König der Eigentore. Allzu viele Äußerungen von ihm haben der Partei in den vergangenen Jahren geschadet - und machen die Partei für viele im Westen unwählbar." Es sei perfide, dass ausgerechnet er jetzt Solidarität und Einheit einfordere, der laufend innerparteiliche Kontrahenten diffamiere. Höcke hatte auch den Hamburger Landesverband für dessen Wahlkampf vor der Hamburger Bürgerschaftwahl als zu anbiedernd kritisiert. Die AfD hatte in Hamburg den Wiedereinzug in die Bürgerschaft nur knapp geschafft.

Das Bundesamt für Verfassungsschutz hatte vergangene Woche den rechtsnationalen "Flügel" der AfD zum Beobachtungsobjekt erklärt. Die wichtigsten "Flügel"-Vertreter, der Thüringer Fraktionsvorsitzende Björn Höcke und der Brandenburger Fraktionschef Andreas Kalbitz, seien erwiesenermaßen "Rechtsextremisten", sagte Verfassungsschutzchef Thomas Haldenwang.

Quelle: ntv.de, mdi/dpa

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