Politik

Linke bedrohen Veranstalter AfD-Wahlparty ruft Staatsschutz auf den Plan

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Störfeuer im Europa-Wahlkampf: Wahlplakat der AfD in Berlin.

(Foto: imago images / IPON)

Ob die AfD am Sonntag ihr Ergebnis bei der Europawahl eher bejubeln oder betrauern muss, steht noch nicht fest. Sicher ist aber, dass ihre Wahlparty in Berlin Moabit ins Wasser fällt. Nach massiven Drohungen linker Gruppen zieht die Veranstalterin den Mietvertrag zurück. Nun ermittelt der Staatsschutz.

Nach der Absage der zentralen Wahlparty der Alternative für Deutschland (AfD) in Berlin zur Europawahl ermittelt der Staatsschutz. Berlins Innensenator Andreas Geisel sagte in der Plenarsitzung im Abgeordnetenhaus, ein Ermittlungsverfahren sei eingeleitet worden. Die Polizei bestätigte, dass eine Anzeige wegen Bedrohung eingegangen sei. Aus der AfD hieß es, die Wahlparty werde nun voraussichtlich an einem anderen Ort in Berlin stattfinden, der aus Sicherheitsgründen erst kurzfristig bekannt gegeben werde.

Nach Angaben der AfD kam es vor Tagen zur Absage der Party, weil die Betreiberin des Veranstaltungssaals in Berlin Moabit, ihre Angehörigen, Nachbarn und Mitarbeiter aus dem linken Spektrum bedroht worden seien. Deshalb habe sie die Zusage für die Party zurückgenommen. Zuvor hatte die AfD die Absage-E-Mail veröffentlicht. Die Veranstalterin berichtete von "massiven Drohungen" gegen sich, ihre Familie und von "großen Sorgen" um ihre Sicherheit. An der Feier wollten Spitzenpolitiker der AfD teilnehmen.

Bereits Tage vorher hatten im Internet Aufrufe kursiert, die AfD-Party zu "crashen" oder sie zu "einem Desaster" werden zu lassen. Die linksextreme Internetseite Indymedia forderte ihre Sympathisanten auf, den möglichen neuen Ort einer AfD-Feier frühzeitig mitzuteilen, um die Feier zu verhindern. "Wir werden der AfD weiter die Räume nehmen", hieß es.

Quelle: mau/dpa/AFP

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