Politik

Meuthen räumt Fehler ein AfD will nichts von Aufspaltung wissen

imago96825957h.jpg

Bereut seine jüngsten Aussagen:Jörg Meuthen.

(Foto: imago images/Hartenfelser)

Mit seinen Aussagen zu einer möglichen Aufspaltung der AfD bringt sich Jörg Meuthen selbst in Bedrängnis. Nach heftiger Kritik aus den eigenen Reihen rudert der Parteichef nun zurück. Laut Beschluss des Vorstands soll bundesweit Einigkeit herrschen.

Im Streit um die Äußerungen des Vorsitzenden Jörg Meuthen zu einer möglichen Aufspaltung der AfD hat der Bundesvorstand in einem Beschluss die Einheit der Partei betont. Zugleich wiederholte Meuthen in einer Erklärung des AfD-Vorstandes, seine Interviewäußerungen von vergangener Woche seien ein "großer Fehler" gewesen. Er werde "die Diskussion nicht weiter führen". Der Beschluss des Vorstandes fiel den Angaben zufolge einstimmig in einer Telefonkonferenz.

Der Parteivorsitzende bekenne sich zur Geschlossenheit der AfD als einheitlicher Partei und bekräftige, "ausschließlich in diesem Sinne gemeinsam vorzugehen", hieß es weiter. Der Bundesvorstand begrüße diese "Klarstellung", bejahe die Einheit der Partei und spreche sich "gegen jegliche Bestrebung aus, diese zu gefährden".

Bereits am Wochenende hatte Meuthen seinen Vorstoß zu einer Spaltung der AfD in zwei Teile als Fehler bezeichnet. Er hätte "klarer machen müssen, dass es sich hier um einen strategischen Denkansatz handelt und nicht um eine konkrete Forderung - das war sicherlich ein Fehler", räumte Meuthen in einem am Samstag veröffentlichten Interview mit der Wochenzeitung "Junge Freiheit" ein. Vielleicht sei auch der Zeitpunkt für seine Äußerungen "ungünstig" gewesen.

Meuthen hatte am Mittwoch im Online-Magazin "Tichys Einblick" angeregt, über eine Trennung der Partei in einen "freiheitlich-konservativen" Teil und den rechtsextremen "Flügel" nachzudenken. Dieser Vorstoß hatte ihm heftige Kritik aus der AfD eingebracht - über die zerstrittenen Parteiflügel hinweg.

Quelle: ntv.de, mba/AFP