Politik

Bewegung nach Irak-Wahl Al-Sadr und Al-Abadi bilden Allianz

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Moktada al-Sadr könnte Regierungschef Abadi zu weiterer Amtszeit verhelfen.

(Foto: picture alliance / Karim Kadim/A)

Iraks Regierungschef Al-Abadi ist ein Verlierer der jüngsten Wahl, seine Liste wurde nur drittstärkste Kraft. Dennoch kann er auf eine weitere Amtszeit hoffen. Der Schlüssel dazu liegt in der Bildung eines großen Bündnisses - mit den Schiiten Al-Sadrs.

Im Irak haben sich 16 politische Gruppierungen zum größten Block im Parlament zusammengeschlossen, darunter das Bündnis des schiitischen Predigers Moktada Al-Sadr und das des scheidenden Regierungschefs Haider Al-Abadi. Dem Block gehören 177 Abgeordnete an, wie ein Berater Abadis sagte. Das sind mehr als die Hälfte der bei der Parlamentswahl im Mai gewählten 329 Abgeordneten.

Der vom Westen unterstützte scheidende Regierungschef Abadi könnte seinen Posten damit behalten. Bei der Wahl war dessen Liste mit 42 Sitzen nur drittstärkste Kraft geworden. 

Das Parlament kommt am Montag zu seiner konstituierenden Sitzung zusammen. Dabei müssen der Parlamentspräsident - in der Regel ein Sunnit - sowie zwei Stellvertreter gewählt werden. Anschließend haben die Abgeordneten 30 Tage Zeit, um einen neuen Staatspräsidenten zu wählen, bei dem es sich traditionell um einen Kurden handelt. Der neue Präsident hat dann 15 Tage Zeit, um den größten Block im Parlament mit der Regierungsbildung zu beauftragen.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP/rts

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