Politik

Sozialdemokrat neuer Ministerpräsident Albig entgeht "Heidemörder"

Es ergeht im nicht wie der gescheiterten Sozialdemokratin Heide Simonis. Torsten Albig gelingt es in Schleswig-Holstein, sein Lager hinter sich zu scharen und sogar noch Stimmen der Piraten zu gewinnen. Der 49-Jährige ist der neue Ministerpräsident des nördlichsten Bundeslandes.

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Albig übernimmt das Amt vom CDU-Politiker Peter Harry Carstensen.

(Foto: picture alliance / dpa)

Der SPD-Politiker Torsten Albig ist neuer Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. Der Kieler Landtag bestimmte den 49-Jährigen mit 37 von 69 Stimmen zum Regierungschef. Das Bündnis aus SPD, Grünen und Südschleswigschem Wählerverband (SSW) hat im Parlament zusammen 35 Sitze. Damit dürfte der bisherige Kieler Oberbürgermeister auch Stimmen aus den Reihen der Piraten gewonnen haben. Vertreter der oppositionellen Partei hatten schon im Vorfeld erklärt, dass einige von ihnen sich vorstellen könnten, für Albig zu stimmen.

Zum ersten Mal in der Landesgeschichte regiert künftig der SSW als Partei der dänischen Minderheit mit. Albig löst als Ministerpräsident Peter Harry Carstensen von der CDU ab, die das Land zusammen mit der FDP seit 2009 regiert hatte.

Mit Albigs Wahl stellt die SPD nach sieben Jahren Pause wieder den Ministerpräsidenten. 2005 war die damalige Regierungschefin Heide Simonis in vier Wahlgängen spektakulär gescheitert, weil ihr eine Stimme aus dem eigenen Lager fehlte. Sie wollte damals eine Minderheitsregierung mit den Grünen führen, toleriert vom SSW. . Bis heute ist nicht klar, wer ihr damals seine Stimme versagte.

Bei der Landtagswahl am 6. Mai dieses Jahres wurde die CDU mit 30,8 Prozent knapp stärkste Kraft vor der SPD mit 30,4 Prozent. Es folgten die Grünen mit 13,2 Prozent, gefolgt von FDP und Piraten mit je 8,2 sowie SSW mit 4,6 Prozent.

Albig fiel in seinem Wahlkampf vor allem auf, . Das nördlichste Bundesland ist für seine rauhe Politik bekannt.

Quelle: ntv.de, ieh/dpa/rts

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