Politik

Nasenbein gebrochen Altmaier sagt Indien-Reise nach Sturz ab

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Altmaier geht zur Eröffnung des Digital-Gipfel 2019 der Bundesregierung auf die Bühne - hier wird er später stürzen.

(Foto: picture alliance/dpa)

In Indien wollte Bundeswirtschaftsminister Altmaier für engere wirtschaftliche Zusammenarbeit werben. Bei einem öffentlichen Auftritt in Dortmund stürzt er jedoch von der Bühne und bricht sich sein Nasenbein. Nun muss Bundeskanzlerin Merkel ohne ihn nach Neu Delhi reisen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier wird nicht zusammen mit Kanzlerin Angela Merkel zu den deutsch-indischen Regierungskonsultationen fliegen. Der CDU-Politiker habe wegen seines Sturzes am Dienstag seine Mitreise absagen müssen, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert in Berlin.

Altmaier hatte sich am Dienstag das Nasenbein gebrochen und war in eine Klinik eingeliefert worden. Er war in Dortmund nach einer Rede beim Verlassen des Podiums auf einer Treppe ins Stolpern geraten und gestürzt. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, er werde noch einige Tage der Genesung benötigen, teilte das Ministerium auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nach der Entlassung Altmaiers mit. Der CDU-Politiker habe sich noch einmal ausdrücklich bei den Ärzten und Sanitätern vor Ort für die "hervorragende Versorgung" bedankt und danke ebenso für die vielen Genesungswünsche.

Merkel wird am Donnerstag mit drei Ministern und acht Staatssekretären der Ministerien nach Neu Delhi fliegen. Sie will dort am Freitag politische Gespräche führen und zusammen mit Ministerpräsident Narendra Modi auch mit deutschen und indischen Wirtschaftsvertretern sprechen. Dabei soll es zum einem um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit mit der asiatischen Demokratie mit mehr als 1,3 Milliarden Einwohnern gehen.

Indien sei aber auch ein "gleichgesinnter Mitstreiter für eine regelbasierte internationale Ordnung", sagte Seibert. Bei den Gesprächen der Kanzlerin und Außenminister Heiko Maas mit ihren indischen Kollegen dürfte es auch um das umstrittene indische Vorgehen in der Provinz Kaschmir gehen.

Quelle: ntv.de, agr/dpa/rts