Politik

Sechs Männer in Gewahrsam Anti-Terror-Razzia in NRW

Seit dem frühen Morgen durchsuchen Polizisten Wohnungen in Nordrhein-Westfalen. Die Befürchtung der Sicherheitskräfte: Gefährder aus dem islamistischen Umfeld wollten möglicherweise einen Anschlag begehen. Spezialkräfte sind im Einsatz.

Während einer Razzia bei islamistischen Gefährdern wegen Terrorverdachts hat die Polizei am frühen Morgen im Rheinland vier Männer festgenommen. Die Männer befänden sich "aus gefahrenabwehrenden Gründen" im Polizeigewahrsam, teilten die Ermittler in Köln mit.

Bei den Durchsuchungen stand eine Wohnung in Düren im Fokus. Dort wurde nach "weiteren konkreten Anhaltspunkten für eine Anschlagsplanung" gesucht. Offenbar richtete sich die Razzia gegen Verdächtige aus dem islamistischen Milieu, die einen Anschlag geplant haben könnten. Bei den Durchsuchungen kamen auch Spezialeinheiten der Polizei zum Einsatz.

Der Einsatz der Polizei dauert am Vormittag weiter an. Die Ermittler wollen nach eigenen Angaben "Auffälligkeiten an der Arbeitsstelle von zwei Gefährdern in der Kölner Innenstadt" nachgehen. Dazu soll mit einem Diensthund eine Baustelle abgesucht werden.

Bei der Durchsuchung eines weiteren Gebäudes in der Kölner Innenstadt haben Spürhunde angeschlagen. Daraufhin seien Spezialisten des nordrhein-westfälischen Landeskriminalamts zu weiteren Untersuchungen in das Haus geschickt worden, bestätigte eine Polizeisprecherin vor Ort. Es lag keine ausdrückliche Bestätigung dafür vor, dass es sich um Sprengstoff handeln könnte. Vier weitere Männer sind zudem derzeit in Polizeigewahrsam.

Quelle: ntv.de, joh/dpa/AFP