Politik

Milde Symptome Assad positiv auf Coronavirus getestet

2020-08-12T161518Z_1861486633_RC2GCI9U5PGH_RTRMADP_3_SYRIA-CRISIS-ASSAD-SPEECH.JPG

Über gesundheitliche Probleme Assads, insbesondere Vorerkrankungen, ist wenig bekannt.

(Foto: via REUTERS)

Aus Syrien wird gemeldet, ein Corona-Test bei Diktator Assad sei positiv ausgefallen. Gleiches gilt für seine Frau. Den Angaben zufolge ist er nun in Quarantäne und bislang nicht im Krankenhaus.

Syriens Diktator Baschar al-Assad und seine Frau Asma sind positiv auf das Coronavirus getestet worden. Beiden gehe es gesundheitlich gut, teilte das syrische Präsidialamt mit. Der Staatschef und seine Frau hätten "leichte Symptome" verspürt und sich daraufhin einem PCR-Test unterzogen. Das Paar werde sich für zwei bis drei Wochen in häusliche Quarantäne begeben und die Arbeit von dort fortsetzen.

Über gesundheitliche Beschwerden des 55 Jahre alten Präsidenten war zuletzt nichts bekannt. Im August hatte er eine Rede im Parlament allerdings wegen eines leicht abgesenkten Blutdrucks für einige Minuten unterbrechen müssen, setzte diese dann aber fort, wie es von Seiten der Regierung seinerzeit hieß.

In Syrien wurden seit Beginn der Pandemie vor gut einem Jahr mehr als 15.000 Corona-Infektionen und 1000 Todesfälle in Zusammenhang mit dem Virus gemeldet. Hilfsorganisationen warnen, dass das Coronavirus zunehmend um sich greift, vor allem im Nordwesten des Landes. Ende Februar hatte Syrien mit Impfungen begonnen. Man habe Impfstoff aus einem "befreundeten Land" erhalten, hieß es vom Gesundheitsminister. Welches das war, blieb unerwähnt.

Berichten zufolge war es Russland

Medien hatten in den vergangenen Tagen gemeldet, Impfstoff für Syrien sei Teil eines Abkommens über einen Gefangenentausch mit dem verfeindeten Nachbarland Israel gewesen. Die "New York Times" meldete, Israel zahle Russland als Vermittler des Abkommens Geld, damit Moskau den russischen Impfstoff Sputnik V an Syrien liefere. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es nicht.

Assad hatte die Macht in Syrien im Jahr 2000 von seinem Vater Hafis im Alter von damals 34 Jahren übernommen. Seit zehn Jahren tobt in dem Land ein Bürgerkrieg. Die Regierungstruppen und Assads Anhänger kontrollieren heute aber wieder einen Großteil des Landes.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa

ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.