Politik

Angriffe auf Computersysteme Assange-Vertrauter in Ecuador angeklagt

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Assange und sein Mitarbeiter wurden am selben Tag festgenommen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Vor wenigen Tagen nimmt die ecuadorianische Polizei ein Mitarbeiter von Wikileaks-Gründer Assange fest. Dem Schweden wird vorgeworfen, die Regierung des Landes destabilisieren zu wollen. Nun wird die "Schlüsselfigur" der Enthüllungsplattform angeklagt.

Ein Vertrauter von Wikileaks-Gründer Julian Assange ist nach seiner Festnahme in Ecuador angeklagt worden. Der 36-jährige Schwede soll sich wegen mutmaßlicher Angriffe auf Computersysteme vor Gericht verantworten, wie die Generalstaatsanwaltschaft in Quito mitteilte. Ein Richter ordnete demnach an, den Mann in Untersuchungshaft zu nehmen und seine Bankkonten einzufrieren.

Der Schwede war am Donnerstag in Ecuador festgenommen worden, als er nach Japan ausreisen wollte. Assange war am selben Tag nach sieben Jahren in der ecuadorianischen Botschaft in London festgenommen worden. Zuvor war das politische Asyl für den 47-jährigen Australier, der wegen der Veröffentlichung geheimer US-Dokumente vielen in den USA als Staatsfeind gilt, aufgehoben worden.

Innenministerin Romo hatte den auf Sicherheitstechnologie und Verschlüsselung spezialisierten Mann zuvor mit Versuchen in Verbindung gebracht, die Regierung von Präsident Lenín Moreno zu "destabilisieren". Der Festgenommene lebe schon seit Jahren in Ecuador und sei eine der "Schlüsselfiguren" von Wikileaks, hieß es. In der Vergangenheit habe er Auslandsreisen mit dem früheren ecuadorianischen Außenminister Ricardo Patino unternommen.

In Großbritannien droht Assange wegen Verstoßes gegen Kautionsauflagen bis zu ein Jahr Haft. In den USA muss er im Zusammenhang mit dem Vorwurf der Verschwörung zum Angriff auf Regierungscomputer mit bis zu fünf Jahren Haft rechnen. In Schweden droht Assange zudem eine Wiederaufnahme von Ermittlungen wegen Vergewaltigungsvorwürfen.

Quelle: n-tv.de, lri/AFP

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