Politik

Laschet kritisiert Merz Äußerung über Trump sorgt für Aufregung

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Ob Armin Laschet mit Donald Trump schon klarkommen würde?

(Foto: imago images/Emmanuele Contini)

Friedrich Merz würde mit Donald Trump "schon klarkommen". Mit dieser Aussage sorgt er in CDU-Reihen für Unruhe. Sein Gegenkandidat um den Parteivorsitz, Armin Laschet, rät ihm zur Zurückhaltung.

Der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen und Kandidat für den CDU-Vorsitz, Armin Laschet, hat davor gewarnt, vor Bekanntgabe des Endergebnisses der US-Wahl zu sagen, mit welchem Sieger man zusammenarbeiten würde. "Ich finde: Jeder sollte sich zurückhalten, mit wem er klarkommt. Erst recht, wenn die Stimmen noch nicht ausgezählt sind. Ich rate uns allen, hier besonnen zu reagieren. Auch nicht unsere Wunschvorstellungen in diese Wahl hineinzulegen", sagte Laschet zu RTL/ntv.

Laschets Konkurrent um den CDU-Parteivorsitz, Friedrich Merz, hatte in der Sendung "Bild live" für den Fall, dass er Kanzler werden würde, über Donald Trump gesagt: "Wir kämen schon klar". Mit Blick auf die erste Amtszeit von US-Präsident Donald Trump, aber auch bezogen auf die Tweets und Reden Trumps der vergangenen Tage, sprach Laschet von "sehr ungewöhnlichen" Vorgängen. Die letzte Nacht sei "ein weiterer Tiefpunkt" gewesen, so Laschet. Von einem "bösen Establishment zu sprechen" und vor allem den Vorwurf des Wahlbetrugs so "laut zu sagen, das ist in einem demokratischen System etwas, was das System schwächen kann".

Trump habe auch einen "Gedanken genährt", dass "eine Wahl, die er nicht gewinnt, eine gefälschte Wahl sein muss", fügte Laschet hinzu und warnte: "Da ist es wichtig, dass ein Präsident potenzielle Menschen, die aufgeputscht sind, die vielleicht gewaltbereit sind, nicht noch durch seine Sprache aufheizt. Und ein demokratischer Übergang, wenn Biden gewinnen sollte, ist jetzt das wichtigste, was wir auch hier in Europa erhoffen müssen."

Über die Zukunft des deutsch-amerikanischen Verhältnisses im Falle eines Sieges von Joe Biden, sagte Laschet: "Ich würde erst mal abwarten, ob er gewinnt. Das gebietet der Respekt. Aber was wichtig ist für das deutsch-amerikanische Verhältnis ist, dass wir wieder zu bewährten Dialogformen zurückkommen."

Quelle: ntv.de, dhe