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Nach Jahren wieder einen Job BA: Gesetz für Langzeitarbeitslose ist Erfolg

Ein Passant geht an dem Logo der Agentur für Arbeit vorbei. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa/Archivbild

Viele Langzeitarbeitslose haben durch das Teilhabechancengesetz einen neuen Job gefunden. Foto: Sebastian Kahnert/zb/dpa/Archivbild

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Seit einem Jahr soll ein neues Gesetz Langzeitarbeitslosen wieder Jobs verschaffen - und das mit Erfolg, wie die Bundesagentur für Arbeit mitteilt. Die Zahl der Menschen, die seit Jahren ohne Arbeit sind, geht spürbar zurück. Für Jubel ist es aber noch zu früh.

Ein neues Gesetz für Langzeitarbeitslose hat offenbar Erfolg. Wie der Vorstandschef der Bundesagentur für Arbeit, Detlef Scheele, mitteilte, seien mit dem Teilhabechancengesetz 41.000 Menschen gefördert worden. "Das Gesetz ist rundum erfolgreich", sagte Scheele. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sei mit 698.000 auf einem deutlich niedrigeren Stand als noch vor 10 oder 15 Jahren. Daran habe auch das neue Gesetz einen Anteil. Das Gesetz war Anfang des Jahres in Kraft getreten.

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BA-Chef Scheele ist mit dem Gesetz zufrieden.

(Foto: dpa)

Es helfe vor allem in den Brennpunktstädten des Ruhrgebiets, in der strukturschwachen früheren Kohleregion um Saarbrücken oder in Städten wie Bremerhaven. Die Regelungen des Teilhabechancengesetzes richten sich an Langzeitarbeitslose. Wer einen Arbeitnehmer einstellt, der mehr als sechs Jahre am Stück arbeitslos war, bekommt für zwei Jahre bis zu 100 Prozent Zuschuss zum Arbeitslohn. Wer einen Menschen einstellt, der mehr als zwei Jahre arbeitslos war, kann im ersten Jahr eine Förderung von bis zu 75 Prozent, im zweiten Jahr von bis zu 50 Prozent in Anspruch nehmen.

Es müsse jetzt auch beobachtet werden, wie sich die Vertragssituation entwickele. Es gebe zahlreiche Fünf-Jahres-Verträge, aber auch Zwei-Jahres-Verträge. "Wenn die Förderung sinkt, muss man sich anschauen, was dann passiert", sagte Scheele mit Blick auf den sich abschmelzenden Förderanteil. Dann wird die Frage sein, ob die einstigen Arbeitslosen weiterbeschäftigt oder wieder entlassen werden - und ob die Arbeitgeber nur die Förderung kassieren wollen.

Im nächsten Jahr könne die Zahl der Beschäftigungsverhältnisse noch steigen, sagte Scheele. "Wir können möglicherweise noch zehntausend weitere Arbeitsplätze fördern, aber dann werden wir wahrscheinlich langsam an die Grenze dessen kommen, was finanzierbar ist", sagte Scheele. Es gehe vor allem darum, Familien mit Kindern zu helfen. "Die Kinder sollen ihre Eltern aus dem Haus gehen sehen", betonte er. Ziel sei es, die Vererbung von Langzeitarbeitslosigkeit zu bekämpfen.

Quelle: ntv.de, vpe/dpa