Politik

Rechtsextremist dementiertBericht: Steve Bannon bereitet Präsidentschaftskandidatur vor

12.01.2026, 08:46 Uhr
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Steve-Bannon-gives-a-speech-at-Turning-Point-s-America-Fest-2025-held-at-the-Phoenix-Convention-Center-in-Phoenix-Arizona-on-December-19-2025-Photo-by-Laura-Brett-Sipa-USA
Steve Bannon tritt regelmäßig bei Veranstaltungen im Umfeld der Republikaner auf. (Foto: picture alliance / Sipa USA)

Laut der US-Verfassung darf Donald Trump nicht erneut als Präsidentschaftskandidat antreten. Stattdessen könnte sein Ex-Berater Bannon sich um das Amt bewerben, heißt es in einem Bericht. Doch der Rechtsextremist gibt vor, einen ganz anderen Plan zu haben.

Der rechtsextreme Vordenker Steve Bannon prüft offenbar eine Bewerbung um das Amt des US-Präsidenten. Er lege derzeit die Basis für eine mögliche Kandidatur im Jahr 2028, berichtet Axios unter Berufung auf mehrere namentlich nicht genannte Personen aus seinem Umfeld.

Bannon soll sich bereits über die Aufstellung eines Political Action Committee (PAC) informiert haben. Diese sind für die Finanzierung von Wahlkämpfen und speziell der Wahlwerbung von entscheidender Relevanz. Darüber hinaus habe er bereits potentielle Mitarbeiter angesprochen, die ihn bei dem Vorhaben unterstützen könnten.

Bannon habe jedoch nicht ernsthaft vor, wirklich US-Staatschef zu werden, heißt es in dem Bericht. Stattdessen habe er seinen Verbündeten mitgeteilt, dass er die Debatte prägen und dadurch die republikanischen Kandidaten dazu drängen will, eine "America First"-Agenda zu verfolgen. Dazu zählen vor allem seine Ablehnung von US-Interventionen im Ausland und seine Opposition gegenüber den großen US-Tech-Konzernen.

"Die Bannon-Kampagne wird die Außenpolitik von Rand Paul mit der Steuerpolitik von Elizabeth Warren zusammenführen", sagte der ehemalige republikanische Kongressabgeordnete Matt Gaetz zu einer möglichen Kandidatur. Bannon würde demnach Ideen aus dem libertären republikanischen Lager mit Vorschlägen vom linken Flügel der Demokraten verknüpfen.

Bannon wirbt für weitere Trump-Amtszeit

Der frühere Trump-Berater selbst dementierte gegenüber Axios jedoch eine Kandidatur. Bannon bezeichnete die Idee als "Blödsinn". Eigenen Angaben zufolge will er sich auf ein anderes Ziel fokussieren: eine dritte Amtszeit für US-Präsident Donald Trump. Dieser darf nach zwei Amtszeiten laut US-Verfassung nicht erneut für das Amt als Staatschef kandidieren.

"Wir haben kein Land mehr, wenn wir nicht jede Unze Kampfgeist und Energie von Präsident Trump bekommen", erklärte Bannon. Man könne mit einem Lastwagen durch den 22. Zusatzartikel zur Verfassung fahren. "Und genau das habe ich vor, um unser Land zu retten", so der Rechtsextremist.

Einer der von Axios zitierten Bannon-Vertrauten sieht in dessen Werben für eine dritte Amtszeit Trumps keinen Widerspruch zu einer eigenen Kandidatur. "Wenn Trump letztendlich nicht kandidiert, wird er widerwillig sagen, dass er die Verantwortung übernehmen muss", prognostizierte der Verbündete.

Quelle: ntv.de, lme

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