Weniger Syrer und UkrainerBericht: Zahl der Asylanträge in Deutschland eingebrochen

In den ersten Monaten dieses Jahres werden so wenige Asylanträge in Deutschland gestellt wie schon lange nicht mehr. In der europäischen Asylstatistik bedeutet das mittlerweile nur noch Platz vier. Ein Grund dafür sind die Rückgänge bei Syrern und Ukrainern.
Die Zahl der Asylanträge ist laut einem Vorabbericht im ersten Quartal dieses Jahres (1. Januar bis 31. März 2026) gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um fast ein Viertel (23 Prozent) zurückgegangen und auf ein Rekordtief gefallen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf bisher unveröffentlichte Zahlen der Asylagentur der Europäischen Union (EUAA). Die Zahlen werden in einem als "Vertraulich" gekennzeichneten Bericht der EU-Kommission vom 1. April 2026 zur Lage der Migration in der EU und in Drittstaaten genannt ('Integration Situation Awareness and Analysis', Report No. 520).
Insgesamt wurden demnach in den ersten drei Monaten des laufenden Jahres nur 28.922 Schutzanträge gestellt. Damit belegt Deutschland erstmalig seit 2015 den vierten Platz in der europäischen Asylstatistik, nachdem man zuvor jahrelang Spitzenreiter war, schreibt die Zeitung vorab.
Die meisten Schutzgesuche wurden laut "Welt am Sonntag" unter Berufung auf die Statistik in Frankreich gestellt (34.643), gefolgt von Spanien (32.630) und Italien (32.602). Die meisten Antragssteller kamen demnach aus Venezuela (21.542), Afghanistan (21.402) und Bangladesch (9.738).
Syrien belegt mit Blick auf die Herkunftsstaaten der Antragssteller anders als in den vergangenen Jahren nach der Türkei nur noch den fünften Platz. Aus der Ukraine kamen nur noch wenige Anträge: Die Zahl liegt bei 4.073, ein Minus von 57 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum, heißt es weiter.