Politik

Präsidium bittet um Übergangszeit Berliner CDU-Chef Henkel bietet Rücktritt an

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Frank Henkel will seinen Hut nehmen.

(Foto: dpa)

Nach dem desolaten CDU-Ergebnis bei der Berlin-Wahl will der Landesvorsitzende Frank Henkel nun doch zurücktreten - doch die Partei lässt ihn nicht. Bis zum Landesparteitag soll er im Amt bleiben. Schließlich muss seine Nachfolge geklärt werden.

Der Berliner CDU-Landesvorsitzende Frank Henkel hat seinen Rücktritt angeboten. Der 52-Jährige werde bei der nächsten turnusmäßigen Wahl des Landesvorstands im kommenden Jahr nicht mehr antreten, teilte die Partei mit und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Berliner Morgenpost". Die Zeitung hatte unter Berufung auf ein Präsidiumsmitglied berichtet, dass Henkel vom Präsidium gebeten worden sei, noch für eine Übergangszeit im Amt zu bleiben und nicht sofort zurückzutreten.

Dem Vernehmen nach soll Henkel bis zum nächsten Landesparteitag weiterhin die Verantwortung zu tragen. Dieser war ursprünglich für Mai angesetzt, soll der Zeitung zufolge nun aber vorgezogen werden. Noch am Wahlabend hatte Henkel einen Rücktritt abgelehnt.

CDU-Chefin Angela Merkel hatte - angesprochen auf mögliche personelle Konsequenzen auf Landesebene - gesagt: "Berlin wird alles gut machen." Als Nachfolgerin von Henkel wird nun Kulturstaatsministerin Monika Grütters gehandelt.

Die Hauptstadt-CDU war bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus am Sonntag auf einen historischen Tiefstand von 17,6 Prozent abgerutscht. Laut Henkel sei es nicht hilfreich gewesen, dass der Regierende Bürgermeister Michael Müller nahezu jede Gelegenheit genutzt habe, die CDU als bisherigen SPD-Koalitionspartner schlecht aussehen zu lassen.

Quelle: n-tv.de, jug/dpa

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