Politik

Zwangspause im Wahlkampf Berlusconi muss mit Nierenkolik in Klinik

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Für Berlusconi ist es nicht die erste gesundheitsbedingte Zwangspause.

(Foto: imago/Italy Photo Press)

Eigentlich befindet sich Silvio Berlusconi mitten im Wahlkampf für die Europawahl. Doch seine Gesundheit durchkreuzt die Pläne des 82-Jährigen. Eine akute Nierenkolik zwingt Italiens Ex-Ministerpräsidenten zu einem Krankenhausaufenthalt.

Italiens ehemaliger Ministerpräsident Silvio Berlusconi ist erneut in einem Krankenhaus behandelt worden. Er sei am Morgen wegen einer akuten Nierenkolik mit einem Krankenwagen in eine Mailänder Klinik gebracht und dort untersucht worden, berichteten italienische Medien. Der 82-Jährige wolle aber dennoch einen für heute geplanten Termin für den Europawahlkampf wahrnehmen, erklärte eine Sprecherin seiner Partei Forza Italia.

Berlusconi hat sich trotz seines Alters und gesundheitlicher Probleme als Kandidat für die Europawahl Ende Mai aufstellen lassen. Im Juni 2016 wurde der Mailänder Multimillionär am Herzen operiert. Diesen März wurde er wegen eines Leistenbruchs operiert.

Nach drei skandalgeprägten Amtszeiten musste Berlusconi 2011 zwar als Ministerpräsident endgültig abtreten. Er mischt aber weiter in der Politik mit. Derzeit kämpft er vor allem gegen die "Bande von Unfähigen", die jetzt seiner Meinung nach an der Regierung sind. Seit einem Jahr sind die populistische Fünf-Sterne-Bewegung und die rechte Lega an der Macht. Berlusconis Forza liegt in Umfragen weit abgeschlagen zurück.

Quelle: ntv.de, lsc/dpa