Politik

Kampf gegen Corona-Infektion Berlusconi zeigt "starke Immunreaktion"

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Alberto Zangrillo behandelt Berlusconis Corona-Infektion.

(Foto: AP)

Seit Tagen kämpft der frühere italienische Regierungschef Silvio Berlusconi gegen das Coronavirus. Mit seinen 83 Jahren zählt er zu den Risikopatienten. Doch sein Arzt sieht nun positive Signale: So scheint sich Berlusconis Immunsystem erfolgreich gegen das Virus zu wehren.

Der ehemalige italienische Regierungschef Silvio Berlusconi zeigt nach seiner Corona-Infektion eine "starke Immunreaktion". Der Zustand des 83-Jährigen habe sich daher verbessert, sagte sein behandelnder Arzt Alberto Zangrillo. Berlusconi war am Donnerstag ins Krankenhaus gebracht worden, nachdem er Symptome der Lungenkrankheit Covid-19 gezeigt hatte.

Bereits gestern hatte sich der Arzt "vorsichtig optimistisch" gezeigt. Von einem "Sieg" Berlusconis über das Virus solle aber noch nicht gesprochen werden, da Berlusconi zur Gruppe der anfälligen Patienten gehöre.

Am Freitag hatte Zangrillo erklärt, dass der ehemalige Regierungschef wegen seines Alters und seiner Vorerkrankungen sowie einer früheren Operation am offenen Herzen als Risikopatient gelte. Berlusconi sei deshalb ins Krankenhaus gebracht worden, wo er voraussichtlich "einige Tage" bleiben müsse. Dem Arzt zufolge wurde die Lungenentzündung bei Berlusconi in einem frühen Stadium diagnostiziert. Er sei nicht an ein Beatmungsgerät angeschlossen.

Familienmitglieder ebenfalls infiziert

Berlusconi war Anfang der vergangenen Woche positiv auf das Coronavirus getestet worden, nachdem er von einem Urlaub in seiner Luxusvilla auf Sardinien zurückgekehrt war. Seine 36-jährige Tochter Barbara, sein 31-jähriger Sohn Luigi sowie seine Lebensgefährtin Marta Fascina haben sich ebenfalls infiziert. Berlusconis Einweisung ins Krankenhaus hatte am Freitag die Schlagzeilen der italienischen Zeitungen beherrscht.

Trotz zahlreicher Affären und Skandale ist Berlusconi bei vielen Italienern nach wie vor beliebt. Und trotz seines hohen Alters verfügt der zu den reichsten Männern des Landes gehörende Unternehmer immer noch über großen politischen Einfluss.

Quelle: ntv.de, kst/AFP