Politik

"Trump wird Grund erfinden" Biden rechnet mit Verschiebung der Wahl

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Der 77-Jährige wirft Trump vor "alles zu tun, was er kann, um es den Menschen sehr zu erschweren, wählen zu gehen".

(Foto: picture alliance/dpa)

Die im November anstehende Wahl des US-Präsidenten könnte laut Biden verschoben werden. Denn der Gang zur Urne müsste womöglich der Briefwahl weichen. Der Post verweigert Trump allerdings Nothilfen in der Corona-Krise.

Der designierte US-Präsidentschaftskandidat Joe Biden geht davon aus, dass US-Präsident Donald Trump aufgrund der Corona-Krise einen Aufschub der Präsidentschaftswahl anstrebt. "Er wird irgendwie versuchen, die Wahl nach hinten zu verschieben, er wird irgendeinen Grund erfinden, warum sie nicht abgehalten werden kann", sagte der Bewerber der Demokraten während einer Online-Wahlkampfveranstaltung.

Trump glaube offenbar, dass er nur durch eine Verschiebung der für November angesetzten Wahl wiedergewählt werden könne, sagte Biden. Der frühere Vize-Präsident von Barack Obama verwies dabei auf die Drohung Trumps, sein Veto gegen Nothilfen für die US-Post einzulegen. Dies sei ein Beispiel für die Absicht des Präsidenten, "alles zu tun, was er kann, um es den Menschen sehr zu erschweren, wählen zu gehen", sagte der 77-Jährige.

Experten sehen in der Briefwahl eine gute Alternative zum klassischen Urnengang, um die Ausbreitung des Coronavirus während der Abstimmung zu verhindern. Trump hingegen argumentiert, dass das Wählen per Post das Wahlbetrugsrisiko vergrößert.

In der Corona-Krise haben zahlreiche US-Bundesstaaten ihre Vorwahlen zur Bestimmung der Präsidentschaftskandidaten verschoben. Die Demokraten verlegten zudem ihren ursprünglich für Juli geplanten Parteitag zur formellen Kür des Präsidentschaftskandidaten auf Mitte August.

Quelle: ntv.de, jru/AFP