Politik

Ölförderung in Naturschutzgebiet Biden stoppt Trump-Projekt in Alaska

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Aktivisten protestieren vorm Kapitol gegen die Vergabe von Förderlizenzen in Alaska.

(Foto: REUTERS)

In den letzten Tagen seiner Amtszeit vergibt der damalige US-Präsident Trump noch zehnjährige Bohrrechte in einem arktischen Naturschutzgebiet in Alaska. Sein Nachfolger Biden will die Maßnahmen stoppen. Jetzt sind sie erst mal auf Eis gelegt.

Die Regierung von US-Präsident Joe Biden hat alle Aktivitäten zur umstrittenen Erdöl- und Gasförderung in einem Naturschutzgebiet in Alaska suspendiert. Das Innenministerium in Washington teilte mit, die Gültigkeit der entsprechenden Lizenzen sei eingefroren worden. Die Halter der Lizenzen würden über diese Maßnahme informiert.

Die Regierung machte damit die unter dem früheren Präsidenten Donald Trump getroffene Entscheidung rückgängig. Das Einfrieren der Ölförder-Aktivitäten im Arctic National Wildlife Refuge kommt nicht überraschend - Biden hatte bereits vor seinem Amtsantritt im Januar erklärt, dass er gegen Erdöl- und Erdgasbohrungen in dieser Region ist.

Die jetzt vom Innenministerium verkündete Entscheidung hat allerdings nur vorläufigen Charakter. Nach Angaben des Ministeriums soll eine umfassende Prüfung der ökologischen Aspekte der Ölförderprojekte im Arctic National Wildlife Refuge stattfinden. Nach Abschluss dieser Prüfung werde dann entschieden, ob die erteilten Lizenzen bekräftigt, annulliert oder mit einschränkenden Auflagen verknüpft würden.

Unter Trump hatte das Innenministerium im vergangenen August grünes Licht für Bohrungen in der Küstenregion im Norden des Bundesstaates Alaska gegeben, die Heimat für Eisbären, Rentiere und viele andere Tiere ist. Kurz vor Trumps Ausscheiden aus dem Amt versteigerte seine Regierung dann Lizenzen für die Ölförderung auf elf Flächen in dem Naturschutzgebiet.

Quelle: ntv.de, ino/AFP

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