Politik

Vorwahlen der US-Demokraten Biden triumphiert in Michigan und Idaho

Seit dem "Super Tuesday" hat der ehemalige US-Vizepräsident Biden bei den Vorwahlen der Demokraten die Favoritenrolle inne. Mit dem Sieg im wichtigen Bundesstaat Michigan untermauert er diese nun. Auch in Idaho distanzierte er seinen Rivalen Sanders.

Der US-Präsidentschaftsbewerber Joe Biden setzt bei den Vorwahlen der oppositionellen Demokraten seinen Siegeszug fort. Der frühere Vizepräsident gewann laut Prognosen in den Bundesstaaten Michigan, Mississippi, Missouri und Idaho gegen seinen Rivalen Bernie Sanders. Dabei kommt Michigan eine besondere Bedeutung zu: Dort wurden 125 und damit besonders viele der Parteitagsdelegierten vergeben, die im Juli den Präsidentschaftskandidaten nominieren werden. Keinen eindeutigen Sieger sahen TV-Sender in der Nacht zu Mittwoch zunächst in den Bundesstaaten North Dakota und Washington an der Nordwestküste.

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Biden gab sich zuversichtlich, US-Präsident Donald Trump bei der anstehenden Wahl im November herauszufordern und den Republikaner schlagen zu können. "Heute Abend sind wir einen Schritt weiter, Anstand, Würde und Ehre im Weißen Haus wiederherzustellen", sagte Biden in Philadelphia. Mit Blick auf Sanders und seine Unterstützer fügte er hinzu, sie alle teilten ein gemeinsames Ziel: "Zusammen werden wir Donald Trump besiegen."

Insgesamt wurde am Dienstag über 352 der 3979 Delegierten entschieden. Die Delegierten werden proportional zum Wahlergebnis der Bewerber verteilt. Um zum Herausforderer von Präsident Donald Trump gekürt zu werden, braucht ein Bewerber beim Nominierungsparteitag der Demokraten im Juli im ersten Wahlgang mindestens 1991 Delegiertenstimmen.

Biden ist seit seinem Erfolg vor einer Woche beim Superwahltag "Super Tuesday" Favorit für die Präsidentschaftskandidatur. Der 77-jährige Mitte-Politiker hatte am Super-Dienstag zehn von 14 Bundesstaaten für sich entschieden. Er könnte seinen Vorsprung auf den linksgerichteten Senator Sanders nun entscheidend ausbauen. Aktuellen Berechnungen zufolge hat Biden nun bereits 804 Delegiertenstimmen gewonnen, Sanders 647.

Die Vorwahlen finden unter dem Eindruck der sich auch in den USA verschärfenden Coronavirus-Krise statt. Sowohl Biden als auch Sanders sagten für Dienstagabend geplante Auftritte in Cleveland im Bundesstaat Ohio ab. Zur Begründung nannten ihre Wahlkampfteams Bedenken der Behörden hinsichtlich größerer Menschenansammlungen.

In Ohio wird am Dienstag kommender Woche gewählt. Dann halten die Demokraten auch Vorwahlen in den Bundesstaaten Arizona, Florida und Illinois ab. Eine TV-Debatte zwischen Biden und Sanders am kommenden Sonntag wird, ebenfalls wegen des Coronavirus, ohne Publikum ausgetragen. In den USA wurden nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität bereits mehr als 950 Infektionen mit dem Coronavirus bestätigt. 28 Menschen starben demnach.

Quelle: ntv.de, bad/AFP/dpa

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