Politik

Etat für UN-Friedensmissionen Blauhelme: USA wollen weniger zahlen

98224995.jpg

UN-Blauhelme im Einsatz in Haiti

(Foto: picture alliance / Orlando Barri)

Der Etat der UN für ihre Friedensmissionen ist im vergangenen Jahr bereits deutlich gesenkt worden - auf Druck der USA. Doch nun kündigt der größte Geldgeber an, seinen Anteil zu begrenzen.

Die USA wollen ihren finanziellen Anteil an den Friedensmissionen der Uno herunterfahren. Er solle von derzeit 28,5 Prozent auf 25 Prozent reduziert werden, kündigte die US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, an. Die Lasten müssten "gleichmäßiger" zwischen den Mitgliedstaaten verteilt werden, forderte sie.

Auch mit der anvisierten Kürzung blieben die USA der größte Beitragszahler für die friedenserhaltenden Missionen, sagte die US-Diplomatin. Doch sollte ein einziges Land nicht mehr als ein Viertel dieses Budgets schultern müssen, betonte sie.

Etat bereits deutlich geschrumpft

Auf Druck der USA hatten die Vereinten Nationen im vergangenen Jahr bereits den Etat für die Friedensmissionen deutlich gekürzt. Er liegt im laufenden Budgetjahr bei 7,3 Milliarden Dollar. Das sind rund 600 Millionen Dollar oder gut sieben Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Regierung von US-Präsident Donald Trump hat noch andere Kürzungen bei der Uno durchgesetzt und pocht auf durchgreifende Reformen und mehr Effizienz in der Weltorganisation. Der zu Jahresbeginn 2017 angetretene UN-Generalsekretär António Guterres hat sich eine umfassende Reform der Vereinten Nationen zum Ziel gesetzt.

Deutschland ist hinter den USA, China und Japan der viertgrößte Geldgeber für die Blauhelmeinsätze. Der deutsche Anteil liegt nach Angaben des Auswärtigen Amts bei rund 466 Millionen Dollar oder 6,4 Prozent.

Quelle: n-tv.de, bad/AFP

Mehr zum Thema