Politik

Zehn Tote und Dutzende Verletzte Bombenanschlag erschüttert die Philippinen

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Die Insel Jolo gilt als Hochburg der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf.

(Foto: dpa)

Auf der philippinischen Insel Jolo kämpfen von der Regierung unterstützte Sicherheitskräfte seit langem gegen die Terrorgruppe Abu Sayyaf. Die beiden jüngsten Bombenattentate kosten viele Menschen das Leben.

Bei zwei Explosionen im Süden der Philippinen sind mindestens zehn Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Bei den Opfern handele es sich um fünf Soldaten und vier Zivilisten, teilte das Militär in dem südostasiatischen Land mit.

Sie seien getötet worden, als eine selbstgebaute, an einem parkenden Motorrad befestigte Bombe vor einem Supermarkt explodierte, sagte der Offizier Corleto Vinluan vor Reportern. 16 Soldaten und etwa 20 Zivilisten wurden demnach verletzt.

Bei einem kurz darauf verübten Selbstmordanschlag sprengte sich nach seinen Angaben eine Frau in die Luft, als Polizisten gerade den ersten Tatort absperrten. Dabei starb ein weiterer Mensch, sechs Polizisten wurden verletzt, wie Vinluan berichtete.

Die Insel Jolo gilt als Hochburg der islamistischen Terrorgruppe Abu Sayyaf. Erst vor zehn Tagen hatte sich ein Anführer der Miliz der Polizei gestellt. Anduljihad Susukan wird vorgeworfen, für Entführungen und Enthauptungen ausländischer Geiseln mitverantwortlich zu sein. Er hatte sich in Davao City auf der Insel Mindanao nach Verhandlungen gestellt. Der Islamist hatte dort zuvor medizinische Hilfe gesucht. Dem Festgenommenen werden den Angaben zufolge 23 Morde, fünf Entführungen und sechs versuchte Morde vorgeworfen.

Abu Sayyaf wird für einige der schwersten Terrorangriffe und Entführungen auf den Philippinen verantwortlich gemacht. Die Miliz versucht seit Langem, mit Entführungen und Lösegeldzahlungen ihren bewaffneten Kampf zu finanzieren.

Quelle: ntv.de, mba/dpa