Politik

Streitpunkt Griechenland-Hilfen Bosbach entscheidet über Rücktritt

27215877.jpg

Wolfgang Bosbach sitzt seit 1994 als Abgeordneter im Bundestag.

(Foto: picture alliance / dpa)

Wolfgang Bosbach will kein drittes Hilfsprogramm für Griechenland. Im Bundestag stimmt er gegen Verhandlungen darüber und lehnt sich damit gegen seine Parteichefin Merkel auf. Mehrmals deutet er einen Rücktritt bei neuen Milliarden-Hilfen an. Jetzt könnte er Ernst machen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Wolfgang Bosbach will mit seinem Kreisverband über einen möglichen Rückzug aus dem Bundestag beraten. "Es ist zwar eine ganz persönliche Entscheidung, aber sie betrifft auch die gesamte Kreispartei und vor allem jene Wählerinnen und Wähler, die mir bei sechs Wahlen ihr Vertrauen geschenkt haben", sagte der Innenpolitiker der "Bild"-Zeitung.

Er werde zunächst das Gespräch mit seinem Kreisverband in Bergisch Gladbach führen "und sich dann entscheiden", fügte der 63-Jährige hinzu. Der Kreisverband will Bosbach von einem Rücktritt abhalten: Der Vorsitzende Rainer Deppe sagte der Zeitung, man werde versuchen, ihn davon zu überzeugen, zu bleiben.

Bosbach hatte in der Vergangenheit mehrfach angekündigt, bei erneuten Abstimmungen über weitere Hilfspakete für Griechenland persönliche Konsequenzen ziehen zu wollen. Der Bundestag hatte am vergangenen Freitag mehrheitlich dafür gestimmt, Verhandlungen mit Athen über ein drittes Milliardenprogramm aufzunehmen. Allerdings verweigerten 65 Unionsabgeordnete, unter ihnen Bosbach, ihre Zustimmung.

Quelle: ntv.de, hul/AFP

ntv.de Dienste
Software
Social Networks
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.
Nicht mehr anzeigen