Politik

Anstieg um 85 Prozent Brasilien vernichtet viel mehr Amazonas-Wald

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9166 Quadratkilometer Amazonaswald wurden im vergangenen Jahr vernichtet.

(Foto: REUTERS)

Dass der ultrarechte brasilianische Präsident Bolsonaro eng mit der Agrarlobby verbandelt ist und wenig von Klimaschutz hält, ist kein Geheimnis. Dementsprechend drastisch nimmt in seinem ersten Amtsjahr die Vernichtung des brasilianischen Regenwalds zu.

Die Vernichtung des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien hat im vergangenen Jahr drastisch zugenommen. Laut am Dienstag veröffentlichten Daten des brasilianischen Instituts für Weltraumforschung (Inpe) stieg die Entwaldung in dem Gebiet um 85 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Insgesamt wurden demnach 9166 Quadratkilometer Amazonaswald vernichtet. Das war die größte vernichtete Waldfläche in dem Gebiet seit fünf Jahren.

2019 war das erste Amtsjahr des ultrarechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro, der eng mit der Agrarlobby verbündet ist. Bolsonaro geriet im vergangenen Jahr vor allem wegen der hohen Zahl der Brände im für den Schutz des Erdklimas essenziellen Amazonasgebiet international massiv in die Kritik.

Er erließ daraufhin im August ein 60-tägiges Verbot für das Abbrennen von Waldflächen im Regenwald. Dies ist eine Methode zur Gewinnung von Flächen für die Landwirtschaft. Zugleich wies Bolsonaro die Kritik an seiner Regenwald-Politik als Angriff auf Brasiliens Souveränität zurück.

Quelle: ntv.de, ftü/AFP